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Zarathustra kehrt zur�ck.

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Libro usado en buenas condiciones, por su antiguedad podria contener señales normales de uso

Perfect Paperback

First published January 1, 1977

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About the author

Herbert W. Franke

175 books34 followers
Herbert W. Franke is an Austrian scientist and writer. He is considered one of the most important science fiction authors in the German language. He is also active in the fields of future research, speleology as well as computer graphics and digital art.

Franke studied physics, mathematics, chemistry, psychology and philosophy in Vienna. He received his doctorate in theoretical physics in 1950 by writing a dissertation about electron optics.

Since 1957, he has worked as a freelance author. From 1973 to 1997 he held a lectureship in "Cybernetical Aesthetic" at Munich University (later computer graphics - computer art). In 1979, he co-founded Ars Electronica in Linz/Austria. In 1979 and 1980, he lectured in "introduction to perception psychology" at the Art & Design division of the Bielefeld University of Applied Sciences. Also in 1980 he became a selected member of the German PEN club.

A collection of short stories titled "The Green Comet" was his first book publication. In 1998, Franke attended a SIGGRAPH computer graphics conference in Orlando and was a juror at the "VideoMath Festival" Berlin. He also took part in innumerable performances and presentations.

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December 24, 2018
Dies ist der elfte Band der Herbert W. Franke SF-Werkausgabe, die beim p.machinery Verlag erscheint. Das sehr schöne Hardcover mit Lesebändchen enthält insgesamt sechzehn Erzählungen, die ein breites Themenspektrum abdecken: von Umweltzerstörung, Zeitreise, Herrschaft der Maschinen, Überwachungsdiktaturen bis hin zur klassischen Raumfahrtgeschichten.
Franke erschafft selten – und schon gar nicht in seinen Kurzgeschichten - Figuren zur Identifikation. Dafür bietet er aber in dieser Sammlung eine große stilistische Bandbreite, experimentiert mit verschiedenen literarischen Formen. Die Sammlung erschien zum ersten Mal 1977, Frankes Kurzgeschichten sind immer lesenswert und in der Regel wirklich kurz, die längste in diesem Band hat nicht einmal vierzig Seiten.

»Uranus und zurück« erzählt von einer Expedition zum Uranus, bei der die Astronauten nach und nach bemerken, dass sie eigentlich nichts zu tun haben, weil der neue Computer alles für sie tut, was nicht gut ausgeht für die Menschen.

»Der Traum vom Meer« ist eine kurze Geschichte über eine Welt, deren Umwelt zerstört ist und in der die Menschen stark kontrolliert werden. Der Protagonist hat sein Leben lang gearbeitet und nun endlich die nötige Punktzahl (!) zusammen, um seinen Traum verwirklichen zu können: den Traum vom Meer. In einer bösen Pointe erleben wir, wie er in Zukunft leben muss….

»Papa Joe« ist ein Diktator, der eine Pseudoreligion in Amerika erschaffen hat, er selbst ist Präsident und seine »Apostel« besetzen andere wichtige Ämter. In dieser längsten Erzählung im Buch wird ein Abgesandter aus Europa nach Amerika geschickt, um dieses System zu verstehen. Amerika hat sich abgekapselt, alle Kontakte abgebrochen und lebt nun nach den Regeln von »Papa Joe«. Aber auch in Europa herrscht eine spezielle Gesellschaft: man verfolgt den Stagnationsgedanken, der jeglichen technischen und sozialen Fortschritt zum Schutze der knappen Ressourcen verbietet. Der Abgesandte muss sich entscheiden, ob er helfen will, das amerikanische System zu stürzen und wird erkennen, was sich eigentlich hinter diesem System verbirgt. Letztlich sind beide Systeme manipulativ und behaupten, die Menschen zum Glück zu führen, in dem sie ihnen die Freiheit zur Entscheidung nehmen.

In »Projekt TIME« versucht eine Gruppe von Wissenschaftlern, das diktatorische Regime, in dem sie leben müssen, durch eine Zeitmanipulation zu verändern. Es gelingt zwar, den Diktator zu töten, nur leider passen sie als Attentäter und Mörder nicht mehr in die nun entstandene total friedliche Welt. Eine weitere Zeitreisegeschichte ist: »Die Fehler der Vergangenheit«, die eine Zeitmanipulation auf fünf verschiedene Arten scheitern lässt. Jedes Kapitel zeigt eine neue Form des Scheitern, es beginnt immer gleich und endet jeweils anders.

Eine interessante, aber doch konventionelle Erstkontaktgeschichte ist »Der dunkle Planet«: Zwei Raumfahrer sind auserwählt den Kontakt mit Außerirdischen herzustellen, die fremdartig sind und Gammastrahlen sehen können. Es geht um den Versuch, Missverständnisse zu vermeiden, die zu einem Krieg führen könnten, eine ganz typische Thematik bei dieser Art Geschichte.

»Das Manöver« ist eine satirische Geschichte um eine friedliche Welt, in der die Weltregierung nach langer Pause noch einmal ein Manöver ausrichtet, als »Abschluss eines militärischen Ausbildungszyklus«. Als am Anfang alles zu friedlich ist, schüren die Generäle bewusst Aggressionen und Ressentiments. Die Geschichte wird in Form von Protokollen, Ansprachen, Zeitungsmeldungen und Tonbandaufnahmen erzählt. Natürlich verlieren die Generäle die Kontrolle über ihr Manöver und es endet alles sehr böse. Auch »Verkehrsstau« ist eine Satire: sie schildert eine Welt, in der es normal ist, dass man, den halben Urlaub im Stau verbringt und darum kämpft, diesen Stau zu überleben. Ich fand sie arg überzogen.

In »Es ist ein Mann, Käpten« wird der letzte Überlebende eines Raumschiffs gerettet. Erst am Ende der Geschichte stellt sich heraus, wer ihn gerettet hat und das vieles, das er gesehen hat, bloß eine Illusion war.

»Zarathustra kehrt zurück« ist ein Hörspiel, das einen Überwachungsstaat schildert, in dem alles kontrolliert wird und alle Abläufe genau festgelegt sind. Auch die vermeintlichen Kontrolleure haben nicht wirklich die Macht, denn diese ist längst beim alles steuernden Computer gelandet, wie der Protagonist bitter erkennen muss. Hier hat mich vor Allem die Klarheit fasziniert, in der der Computer die Welt schildert: »Sie werden überwacht, damit Ihnen nichts geschehen kann… Niemand soll Denken müssen… Denken schafft Unruhe...Ihr Schicksal ist programmiert«.

Ein Nachwort von Erik Simon ordnet die Erzählungen ins Gesamtwerk ein. Zusätzlich folgen noch die bei der Werkausgabe gewohnten editorischen Anmerkungen und farbigen Titelbildabbildungen vorheriger Ausgaben sowie eine allgemeine Einführung in die Werkausgabe, beides von Ulrich Blode.
Ein guter Band der SF-Werkausgabe.
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April 16, 2020
"Das Spiel der letzten Tage" passt sehr gut zum abendlichen Gang durch die nun verwaisten Innenstädte (& ist sehr schön geschrieben): "Stunden, Tage, Wochen – ich habe sie nicht gezählt, mir ist, als sei ich von Anfang aller Zeiten hier. Und doch vergeht alles so schnell! Die alten, mit Samt überzogenen Möbel, das teppichbelegte Parkett der Gemächer und Säle ... "
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