Zeit ist ja bekanntlich relativ. Wer gerne und viel liest, der kann das am eigenen Leibe Während die Stunden bei der Lektüre eines guten Buchs wie im Fluge vergehen, ziehen sich die Sekunden beim Lesen eines schlechten unerträglich in die Länge. Der Herr Albert ist ein Buch der ersten Güteklasse. Es erzählt von der kleinen Esther, die zu ihrem 15. Geburtstag von ihrem Großvater ein Foto Albert Einsteins geschenkt bekommt. Den hat der Opa nämlich gekannt, als er in Princeton, USA, mit dem genialen Physiker befreundet war. Esther ist seit jeher von Einstein fasziniert gewesen -- auch wenn sie seine Ideen nie so richtig begriffen hat. Glücklicherweise gibt es Nils, der ebenfalls auf dem Foto neben Einstein zu sehen ist. Und der macht Esther Schritt für Schritt mit den revolutionären Ideen des "Herrn Albert" vertraut.
Währenddessen erfährt der Leser eine Menge zum Weltbild Galileis und Newtons, zur allgemeinen und speziellen Relativitätstheorie, zum Doppler-Effekt, dem Zwillingsparadox, den Tücken euklidischer Geometrie und der merkwürdigen Krümmung des Raums. Und wenn er dann zu Ende gelesen hat, dann merkt er verwundert, wie unglaublich schnell die Zeit in Relation zur Dicke des spannenden und informativen Buches vergangen ist. --Thomas Köster