14 CDs mit 88 Seiten Booklet In der »Chronik der Gefühle« hat Alexander Kluge alle seine Erzählungen versammelt und begreift sie als Einheit: Basisgeschichten und Lebensläufe. Sprachgewaltig und bildhaft, zurückhaltend und elliptisch schildert Kluge Erfahrungen und Begegnungen, die Menschen machen. Was bewegt den Fried hofsgärtner im Zweiten Weltkrieg? Was die junge Chinesin bei einer Internet-Recherche zur europäischen Oper? Worin besteht die Verbindung von fünf Frauen aus der Betriebsküche Harms & Co.? Und wie ambivalent sind die Gefühle einer Frau nach 37 Jahren Ehe? In Alexander Kluges Erzählungen verweben sich persönliche Erlebnisse mit Zeitgeschichte, es geht ihm um das Einzelschicksal genauso wie um kollektive Lebensprogramme. »Die Gefühle«, sagt er im Vorwort zu seinem Werk, »sind überall, man sieht sie nur nicht. Die Gefühle beleben (und bilden) die Institutionen, sie stecken in den Zwangsgesetzen, in den glücklichen Zufällen, agitieren an Horizonten, bewegen sich über diese hinaus in Galaxien. Sie finden sich in allem, was uns angeht.« Und: »Was die Menschen brauchen in ihren Lebenläufen, ist Orientierung. So wie Schiffe navigieren.« Das Hörspiel folgt der Kapitelstruktur der zweibändigen Chronik und erzählt vielstimmig von der Komplexität menschlicher Lebensläufe, von den Handlungsspielräumen und Möglichkeiten jedes Einzelnen, von Scheinveränderungen und realen Metamorphosen. Im Gespräch mit dem Regisseur Karl Bruckmaier reflektiert Alexander Kluge Passagen der Chronik.
He studied history, law and music at the University of Marburg Germany, and the Johann Wolfgang Goethe University of Frankfurt, where befriended the philosopher Theodor W. Adorno, who was teaching at the Institute for Social Research, or Frankfurt School.
In 1960 he shooted his first films, before the launch of the New German Cinema.
He also is a remarkable fiction writer, which tend toward the short story form, significant for their formal experimentation and insistently critical thematics.
Kluges Texte sind natürlich auf dem erwarteten, Konzentration erwartenden Niveau - mich hat die Stimme von Hannelore Hoger allerdings so gar nicht "angesprochen"...