Warum Dublin? Was wusste ich schon von Irland? Und wer spricht hier eigentlich Irisch? Erste Expeditionen zeigen: Guinness is good for me - wo Malzschwaden wehen, da liegt meine neue Heimat. Nicht zu vergessen: St. Patrick's Day, der vom stillen Nationalfeiertag zum schrillen Festival mutiert ist. Irisches Fernsehen jedoch bleibt unerträglich - und irische Herzlichkeit unwiderstehlich. Und eines zeigt sich als unerreichbar: "How to speak like a real Dub."
Bauchgefühl: Unausgewogen. Während die anderen Autoren der Reihe es schaffen, Information und eigene Geschichte unterhaltsam zu verknüpfen, wechseln sich hier die Extreme ab. Lange Strecken persönlicher Erlebnisse und Befindlichkeiten, dann auf einmal wieder seitenweise Geschichte und Hintergrundinformationen.
Nach den anderen Rezensionen muss ich nun doch mal eben eine Lanze brechen für die Autorin und das Buch (und ich werde dies auf Deutsch tun, da ich denke, dass hauptsächlich Deutsche das Buch gelesen haben ;).
Ich habe das Buch innerhalb von zwei (?) Tagen durchgelesen und fand besonders das Verhältnis zwischen persönlichem Erfahrungsbericht und eingestreuten Informationen über Dublin und Irland (Politik, Geschichte...) sehr ansprechend. Beides hat mich keineswegs gelangweilt. Ich denke, um genau diese Mischung geht es in der Reihe.
In Dublin war ich selber nur ein paarmal zu Besuch, habe aber vor etwas über zehn Jahren für eine Weile im Süden Irlands gelebt. Die Atmosphäre, die zu der damaligen Zeit des Aufschwungs in Irland herrschte, hat die Autorin meiner Meinung nach großartig eingefangen. Ich konnte so vieles nachempfinden und habe oft gedacht, "Ganz genau so war es! Das ist mir auch aufgefallen!" Es waren zu viele Kleinigkeiten, um diese hier alle aufzuzählen. Klar, bis heute hat sich einiges geändert, aber es ist ja auch ein Erfahrungsbericht und kein Reiseführer. Zu der Zeit, als ich in Irland war, war es so, wie es die Autorin beschrieben hat. Und es war eine unglaublich tolle Zeit. Ich habe des öfteren gedacht, wie glücklich ich mich schätzen kann, dass ich diese Zeit miterleben durfte.
Zum eingestreuten Idiom - auch das hat mich nie genervt, sondern ich konnte beim Lesen vor meinem inneren Ohr (falls man das so sagen kann ;) sofort wieder Iren sprechen hören. Einmal hat die Autorin zwei Wörter verdreht ('dead drop gorgeous', oder so ähnlich), aber, meine Güte, das ist doch nicht schlimm. Ich mache in beiden Sprachen, Deutsch und Englisch, Fehler. Es waren eben typisch irische Redewendungen etc, die der Autorin aufgefallen sind. Wer erwartet denn da absolute Perfektion?
Zusammengefasst: Ich habe das Buch unheimlich gerne gelesen. Die Autorin war mir sehr sympathisch und ihre Beschreibung der Iren und des Lebens in Dublin immer liebevoll und ohne (vielleicht eher "typisch deutsche"? ;) überkritische Haarspalterei und ohne Überheblichkeit. Schade war nur, dass das Ende offen war. Ja, es war ein Jahr, aber ich hätte doch dermaßen gerne gewusst, wie lange sie noch in Dublin geblieben ist, etc etc :)
Also, von mir ein Dankeschön an die Autorin für die nostalgischen Stunden, die ich beim Lesen ihrer persönlichen Geschichte erleben durfte! Ich werde gerne weitere Bücher von ihr lesen.
Hm. It might be that it's partly that the book was written (I guess, didn't check) about a decade ago, and Ireland has come a long way since then (the steel and glass parts of the docks were still under construction when she wrote this, they are very much there now, no matter what you think of them), and I guess other things were also evolving that mean the book makes less sense for people living in Dublin now.
All in all, it's not very well written, she gets her "typical Irish English" wrong that she throws in here and there to, I guess, sound more credible - "he's dead drop gorgeous"? I don't think so. I suppose that this book was meant to show what it's like to live in Dublin, and yes, that will always be a personal account, but for me, this was a bit too much on the "personal journal" side and not enough on the "oh and this is what Dublin is like" one. Boring, it took me a year to finish even though it's really thin.
I wanted to read this book because I lived in Dublin aswell and I miss this town a lot. I really enjoyed this book in the very beginning. I felt with her and the experices she made and there were similarities to my beginning of my life in Dublin which made me laugh and smirk somtimes. When I was half through, it got boring and it felt like you read a history book and you just want it to be done. Also you notice when you read the book it was written a while ago because some facts are definitely not true anymore. That's why only 3 stars for this one.