Dieses Buch erzählt in 22 Kapiteln was sich in einem halben Jahre, von Palmarum bis Michaelis, als der alte Kuhhirte die Gegend verlassen mußte, an hellen und düsteren Ereignissen, an menschlichen Handlungen der Liebe und des guten Willens, der Schwäche und der Böswilligkeit zutrug in Kummerow im Bruch hinterm Berge. ... Ein alter, von Büchern gestützer Glaube will wissen, das irdische Paradies habe in Vorpommern gelegen; dem Schulzen Christian Wendland sagte sogar seine innere Stimme, es könne nur bei Kummerow im Bruch hinterm Berge gelegen haben. Der Erzähler, auch ein Kummerower, hat beim Nachforschen zwar nicht die Wiege der Menschheit gefunden, aber, wie er glaubt, ein Stückchen vom Schaukelfuß dieser Wiege. Ein Dorf im Bruch hinter dem Berge, eine Handvoll Jungen und erwachsener Menschen, das ist nur der Rahmen für ein Buch, in dem wir uns selbst erkennen. Unter der mit der Ehm Welk die Welt seiner Kindheit baut, geht dem Leser das Herz auf. Sein Geist wird wach und geschärft für das Unrecht, das den Ärmsten und Kleinen geschah.
Ehm Welk, eigentlich: Gustav Emil Welk, Pseudonym: Thomas Trimm, war ein deutscher Schriftsteller, Journalist, Volkshochschulgründer und Professor. Seinen Spitznamen Ehm nutzte er als Rufnamen. Bekannt wurde er vor allem durch seinen Roman Die Heiden von Kummerow.
* * * Emil Welk, known by his nickname Ehm Welk, was a German journalist, writer, professor and founder of Volkshochschulen (adult education centres). He became known for his work Die Heiden von Kummerow (The Heathens of Kummerow) and used Thomas Trimm as a pseudonym.
Dieses Buch habe ich als Kind sehr geliebt, wenn ich auch manchmal die Hilfe meiner Großmutter brauchte, um bestimmte Begriffe zu verstehen. Der Stil des Buches ist relativ einfach und gut lesbar, die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, besonders die Jungen selbst, aber auch die Charaktere am Rande der Dorfgemeinschaft, wie zum Beispiel der Kuhhirte, für den die Jungs eintreten. Vertreter der Obrigkeit (Eltern, Pastor,...) kommen dagegen nicht immer gut weg. Ich würde das Buch auch heute noch Jugendlichen empfehlen, die Interesse am Thema Kindheit zu anderen Zeiten haben. Wie in jedem Roman dieser Art muss man sich aber der Tatsache bewusst sein, dass vieles idyllisch verklärt ist.
Heile Welt Idylle. Ich habe das Buch geliebt als Kind, obwohl es mich sehr gestört hat, dass die Mädchen nicht viel handelten und dann auch noch wahnsinnig schlecht wegkamen. Also eher ein Jungsbuch.