This scarce antiquarian book is a facsimile reprint of the original. Due to its age, it may contain imperfections such as marks, notations, marginalia and flawed pages. Because we believe this work is culturally important, we have made it available as part of our commitment for protecting, preserving, and promoting the world's literature in affordable, high quality, modern editions that are true to the original work.
E. Marlitt is the pseudonym of Friederieke Henriette Christiane Eugenie John (1825 – 1887), a popular German novelist of the 19th century.
She was born in Arnstadt. Her father was a portrait painter; her patroness was the Princess of Schwarzburg-Sondershausen, who adopted her in 1841 and sent her to Vienna to study music for three years on account of her fine voice.
She became deaf, and returned to Sondershausen, living at court as a companion to her patroness for eleven years. Her correspondents were struck with her attractive style, and encouraged her to write novels. For this purpose, she returned to Arnstadt in 1863, and there began her career as a novelist.
Wie alle Marlitt-Romane habe ich auch diesen sehr genossen. Es sind die üblichen Helden und Bösewichte, die Tragödie, etliche schmerzliche Missverständnisse und endlich das wohlverdiente Happy-End für die Guten, Reinen und Schönen. (Außerdem: Die Heldin heißt Claudine, das verbindet. :)) Man spürt schon, dass jemand anderes auch daran geschrieben hat - vor allem, weil die Gedankenstriche fehlen, die Marlitt so gern und häufig benutzt. ;)
Mein erstes Buch von Marlitt. Ich las diesen Namen das erste mal in einer Ausstellung in Arnstadt Thüringen nicht weit von Erfurt. Diese Region ist historisch sehr reizvoll. Viele Schlüsser und Burgen geben Zeugniss von der bewegten Vergangenheit in mitten des schönen Thüringer Waldes. In dem Schlossmuseum Arnstadts befindet sich im oberen Stockwerk eine Ausstellung über E. Marlitt. 200 Jahre E. Marlitt. Das machte mich auf ihre Bücher aufmerksam. Das Eulenhaus fesselte mich von Anfang an. Es ist spannend und gut geschrieben. Mir gefielen die liebevollen Naturbeschreibungen und die scharf gezeichneten Charakteren. Ein Blick zurück, in ein anderes Jahrhundert, in denen die Menschen noch unter strengeren Regeln und Werten lebten. Das Eulenbuch entführt in diese Zeit und sicher waren diese Romane eine Unterhaltung für Frauen zu jener Zeit... Ein Art Märchen, Geschichten mit gutem Ende, fügt sich und das Gute siegt. Je schwerer der Alltag desto größer ist die Sehnsucht nach Hoffnung, Schönem, Gutem. Auch wenn es mit unter verklärend wirken könnte. Andere Zeit andere Bräuche. Der Mensch aber bleibt , egal in welchem Gewandt, der gleiche. Neid und Mißgunst, Heuchelei und Lüge sind zu jeder Zeit das Gift in der Gemeinschaft,
Ein schönes Buch, mit Spannung, Hoffnung, Verzweifeln, Bösewichten und endlich die geträumte Ehe für die schöne Heldin. Eine Nebenhauptfigur ist die an Schwindsucht sterbende Herzogin, und man muss ständig denken, dass ihre Gedanken eigentlich die der Autorin sind, die leider starb, eh das Buch vollendet wurde. E. Heimburg hat die Geschichte aber nahtlos und im wahren Marlitt-Stil zum Ende geschrieben. Ich las die Union Verlagsgesellschaft Ausgabe aus den 1880ern, mit wunderschönen Illustrationen von Carl Zopf, die zum Genuss des Buches auch beigetragen haben.