Auf dem Höhepunkt seiner Macht wird er im Petersdom vom Papst zum Kaiser gekrö Karl der Große (742–814), König der Franken und erster römisch-deutscher Kaiser. Er konnte nicht schreiben, aber versammelte die besten Gelehrten an seinem Hof. Er war rastlos in seinem riesigen Reich unterwegs und schlug als grausamer, gefürchteter Kriegsherr Sachsen und Sarazenen. Er liebte seine Ehe- und Nebenfrauenebenso wie seine zahlreichen Söhne und Töchter. Welche Kraft, welcher Wille eines Kerls – denn das bedeutet der Name Karl, – der die politische Landkarte Europas und die abendländische Kultur wesentlich geprägt hat.
In Gedenken an Mielke, der kürzlich verstorben ist, habe ich diese ältere Rezension, von der ich nicht weiß, ob ich sie veröffentlicht habe, hervorgeholt und ein wenig überarbeitet. Romane übers Mittelalter gibt es wie Sand im Meer. Aber meistens wählen sie sich das Hochmittelalter, also die große Zeit des Rittertums, zum Hintergrund. Das Frühmittelalter ist jedoch ziemlich unterrepräsentiert. So hilft dieser Roman mit eine Zeit, ins Bewusstsein des Lesevolkes zu heben, die mindestens so interessant ist, wie das Hochmittelalter, zumal mit Karl dem Großen, eine Gestalt wirkt, deren Einfluss einzigartig ist. Zentrum dieses Romans ist Karl der Große. Seinem Leben folgt die Erzählung. Er beginnt eigentlich mit dessen dreizehnten Lebensjahr. In diesem Jahr begegnet der junge Karl dem Papst. Bei dieser eher ungeplanten Ablauf der Ereignisse wird zum ersten Mal sein Anspruch deutlich, gibt er sein Wesen erkennen. Aber auch die Bedeutung des Papsttums für das Frankenreich wird klar. Diese Bindung wird später immer wieder erneuert werden. Kontinuierlich erzählt Mielke dann weiteren Lebensweg Karls des Großen. Wie er unter der Herrschaft seines Vaters seine ersten Verdienste bei den jährlichen Kriegszügen erwirbt, die Spannungen mit seinem Vater. Aber auch innere Konflikte Karls finden Raum. Karl macht es in seiner ganzen Jugend zu schaffen, dass seine Mutter nicht kirchlich getraut ist und er praktisch unehelich geboren ist. Er wird zum stattlichen jungen Mann, der auch eine Fiedelfrau nimmt. Als sein Vater stirbt, muss er das Reich zunächst mit seinem Bruder Karlmann teilen, nach dessen Tod wird er alleinige Herrscher. Wie in seinen anderen Romanen erzählt Mielke wieder sehr anschaulich. Bei fast jeder Gelegenheit arbeitet er Details ein. So entsteht ein farbiges Bild. „Karl der Große“ ist als historischer Roman, der eine Zeit vor dem inneren Auge des Lesers wiederauferstehen lässt, gelungen. Aber als literarisches Werk hat er seine Schwächen. Die Handlung hätte ich mir manchmal schärfer konturiert, einzelne wichtige Momente stärker aus der Masse hervorgehoben gewünscht. Mit diesem Roman hatte Mielke die Gefilde des Phantastischen verlassen. Der Erfolg gab ihm dabei recht.
Mehr als 20 Jahre ist es her, dass mir Carolus Magnus im Geschichtsunterricht begegnete. Wir haben ihn damals nicht sehr intensiv behandelt. Um so mehr freue ich mich darüber, dass mir dieser historische Roman Karl den Großen um einiges näher gebracht hat. Manchmal ist es ein wenig eintönig wenn Karl zum 3. Mal die Langobarden bekämpft, zum 5.Mal Tassilo und die Baiuwaren maßregelt oder zum 8. Mal die wilden Sachsen unter Widukind verprügelt und umsiedelt. Doch so war es nun mal. Das kann man nicht beschönigen oder gar missachten. Auch nicht die Tatsache, dass Karl der Gro0e zusammen mit der Kirche einen sehr wichtigen Beitrag für Europa, seine Bildung und sein Fundament getan hat. Ja - ich sage ganz bewusst, es war zu einem großen Teil die Kirche, die Einfluss auf unsere heutige Gesellschaftsform ausgeübt hat. Darüber kann man sicher trefflich streiten. Ich fühlte mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten und kann das Buch nur empfehlen, um seine Geschichtskenntnisse ein wenig aufzufrischen, dabei aber interessantes über den Menschen Karl der Große zu erfahren.
Bu kitap gerçekten iyi bir kitap. İçerdiği bilgilerle, daha önce hiç bilmediğim pek çok şeyi öğrenme fırsatım oldu.
Okurken, konuların ne kadar derin ve kapsamlı olduğunu keşfettim. Bu nedenle, bu kitabı mutlaka okumanızı öneririm; bilgi edinmek isteyen herkes için harika bir kaynak olacak.
Das war seltsam. Einerseits hat mir das Buch gefallen – die Geschichte, die Sprache, die Beschreibungen – doch andererseits könnte ich mich nicht dazu zwingen, es zur Ende zu lesen…
Great overview of Charlemagne's reign. There were a few times that Mielke worked in dialogue just to share some of his own research, but overall the book was enjoyable.
Ausgesprochen lebendig und unterhaltsam geschrieben. Mit Hilfe von sekundärquellen , sprich Internet, eine durchaus bildende Angelegenheit. Summa sumarum: das Buch lohnt sich....