Ilse Gräfin von Bredow wuchs als drittes und jüngstes Kind von Sigismund Graf von Bredow und dessen Frau Ursula geborene von Lieres und Wilkau im Forsthaus von Lochow im Havelland auf und besuchte später ein Internat. Während des Zweiten Weltkriegs war sie im Reichsarbeitsdienst. Kurz vor Ende des Krieges floh ihre Familie aus Brandenburg nach Niedersachsen. Seit Anfang der 1950er-Jahre lebte sie in Hamburg.
Gräfin von Bredow arbeitete für Zeitungen und Magazine als freiberufliche Mitarbeiterin und schrieb Reportagen sowie Kurzgeschichten. In vielen ihrer Werke spiegelt sich ihre Herkunft wider.
Ihr erstes Buch „Kartoffeln mit Stippe“ erschien 1979 beim Scherz Verlag, erreichte mehrere Auflagen und wurde 1990 vom ZDF als Dreiteiler verfilmt.
2,5 Sterne Kindheitserinnerungen an eine im Alter verklärten "glücklichen" Kindheit. Das Buch ist schon einige Jahre alt (die Autorin ja auch immerhin schon 9 Jahre tot) und vom Schreibstil merkt man, dass es eher für ältere Menschen geschrieben ist. Ähnlich vom Schreibstil der in den 1950iger Jahren stark veränderten Neudrucke der "Pucki" Reihe oder der "Hummelchen-Bücher" aus den 1960igern. Das muss jetzt nicht unbedingt schlecht sein, macht aber einen etwas lahmen, altbackenen Eindruck. Interessant fand ich, dass auch eine adlige Grafenfamilie in den 20igern und 30igern so nahe an der Reichshauptstadt ohne Strom, Wasserleitungen auskommen mussten. Und zwar so schlimm, dass sogar einige Hauslehrer das Weite gesucht hatten! Das zeugt ja davon, dass solche Lebensumstände durchaus in Adel nicht mehr üblich waren. Auch die im letzten Kapitel erwähnten Strohmatratzen hätte ich in einem Adelshaushalt dieser Zeit nicht mehr erwartet! Irgendwie habe ich bei so verklärten Geschichten à la "früher war alles besser" ein komisches Gefühl... Die Geschichten und Erlebnisse waren sehr nett und ich glaube, ich könnte jetzt nicht so viel über meine Zeit zwischen, sagen wir mal, 4 und 10/12 Jahren berichten! Ich hätte dem Buch gerne mehr Sterne gegeben! Aber leider war es für mich nicht mehr als Durchschnitt.