Charmante Dilettanten: Monsieur Lipaires Gauner-Truppe träumt vom großen Coup an der Côte d’Azur - doch irgendwas geht immer schief.
Ein Rätsel, das zum Familienschatz einer südfranzösischen Adelsdynastie führt, versteckt im Kanallabyrinth der malerischen Küstenstadt Port Grimaud? Das klingt zu formidable, um wahr zu sein. Gelegenheitsgauner Guillaume Lipaire sieht endlich seine Chance, schnell an viel Geld zu kommen. Er versammelt ein ungewöhnliches Team um sich, das ihm dabei helfen soll, das Rätsel zu lösen: Wassertaxifahrer Karim, Eisverkäuferin Jacqueline, Ex-Fremdenlegionär Paul, Delphine, die den örtlichen Handyladen betreibt, und die 84-jährige Lebedame Lizzy. Zusammen sind sie die Unverbesserlichen von der Côte d’Azur. Dumm nur, dass keiner von ihnen weiß, wie man einen großen Coup aufzieht und ihnen die Adeligen langsam, aber sicher auf die Schliche kommen. Ein turbulentes Katz-und-Maus-Spiel durch den pittoresken Urlaubsort beginnt, bei dem eine Katastrophe die nächste jagt.
Nach dem Allgäu mit Kommissar Kluftinger entführt uns das Bestsellerduo Klüpfel & Kobr an die traumhaft schöne Côte d’Azur.
Volker Klüpfel (* 1971 in Kempten (Allgäu)) ist ein deutscher Krimiautor.
Volker Klüpfel wuchs in Altusried im Allgäu auf. Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Kommunikationswissenschaft und Journalistik. Nach dem Studium arbeitete er als Journalist bei einer amerikanischen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk, bevor er ein Zeitungsvolontariat begann. Klüpfel war bis August 2008 Kulturredakteur der Memminger Zeitung, im September 2008 wechselte er zur überregionalen Kulturredaktion der Augsburger Allgemeinen und wohnt seitdem in Augsburg. Seit 2012 ist er hauptberuflich Autor.
Der Auftakt zur neuen Reihe des Erfolgsautoren Duos.....nicht vergleichbar mit der Kluftinger Reihe...." Die Unverbesserlichen" haben eindeutig noch Luft nach oben.....
An der Cote D'Azur lebt es sich recht angenehm...der ursprünglich deutsche Gigolo Guillaume gaunert sich erfolgreich durchs Leben....bis er in einem auf eigene Rechnung vermieteten Anwesen eine Leiche findet.... Mit seinen Freunden beginnt eine Jagd nach dessen Geheimnis....
Ein flacher Krimi....etwas gewollt lustig....und mit vielen Längen....hoffen wir auf die nächsten Teile....
Klarer Fall von: kann man lesen, muss man aber nicht....!
Guillaume Lipaire ist eine Art Hausverwalter im idyllischen Ferienort Port Grimaud an der Côte d’Azur, wobei seine Fürsorge für das Eigentum Anderer weit über das juristisch zulässige Maß hinausgeht. Früher hieß Guillaume Wilhelm und war ein gut situierter Apotheker, dann verlor er alles, mimt den Lebemann und träumt von einem großen Coup. Dieser Traum scheint sich zu erfüllen, als er beim Herrichten eines von ihm zweckentfremdeten Ferienhauses auf eine Leiche stößt - welche zunächst einmal mit Hilfe eines Freundes entsorgt werden muss. Die Besitzer des Feriendomizils gehören einem alten Adelsgeschlecht an, gelten als reich und versnobt und so beschließen die beiden Kleinganoven ihr Glück mit einer Erpressung. Doch schnell stellen sich zwei Dinge heraus, 1. ist der Pott um den es geht größer als erwartet und 2. können die Beiden nichts für sich behalten, so dass ihre Gruppe schnell auf 6 Gestalten anwächst. Alle haben sie gemeinsam, dass sie von einem besseren Leben träumen und dafür bereit sind hier und da den rechtlichen Spielraum ein wenig zu dehnen. Es entwickelt sich ein Katz und Maus Spiel in den Gassen des Ortes, denn auch die Adelsfamilie ist hinter dem Schatz her. Vieles an der Geschichte erinnert an die Louis de Funes Filme aus den 60igern, an Fantomas und andere. Die Geschichte kann als Cosy Krimi durchgehen, hat aber ihre Längen und der - von mir erhoffte - "Kluftingerhumor" fehlte leider. Das Buch ist eine Gaunerkomödie mit sympathischen Protagonisten in einer tollen Landschaft, konnte aber meine Erwartungen nicht erfüllen. Da es sich um den Auftakt einer neuen Reihe des Erfolgsduos Klüpfel/Kobr handelt, hoffe ich das die Fortsetzungen besser gelingen.
Ocean's an der Côte d'Azur, nur mit etwas weniger begabten Gelegenheitsgaunern, die dafür umso liebenswerter sind.
Ein wunderbarer Auftakt für eine neue Reihe voller trotteliger und charmanten Charakteren mit einem Setting, das sofort Urlaubsgefühle auslöst (warum das Buch allerdings um Weihnachten, und nicht im Sommer rauskommt, ist mir ein Rätsel). Man nehme eine handvoll Möchtegerndiebe, die einen großen Coup wittern und sich mit einer versnobbten Adelsfamilie ein Wettrennen um einen Schatz liefern, eine mysteriöse Stimme, die sich hin und wieder einmischt und verspricht, die Unverbesserlichen noch ins nächste Buch zu begleiten, und heraus kommt ein Buch, was sich wie eine unterhaltsame Gaunerkomödie der 50er/60er liest.
Solides Buch, das aber durchaus seine Längen hat. Der Erzählstil unterscheidet sich stark von der Kluftingerreihe der beiden Autoren. Diesen Wechsel merkt man dem Buch an. Teil 2 wird aber trotzdem gelesen.
O la la, hier ist dem Autorenduo Klüpfel/Kobr ein ganz großer Coup gelungen. Was für eine herrlich verrückte und liebenswerte Geschichte haben die beiden da geschrieben. Diesmal besuchen wir nicht Kluftinger und Langhammer in Altusried, sondern lernen Lipaire & Konsorten in Port Grimaud kennen.
Et voila, da ist sie, eine astreine Gauner-Komödie, die an Filme aus den 50er und 60er Jahren erinnert. "Nein!" "Doch." "Oh!" (S. 45). Wer denkt bei diesem wortgewaltigen Dialog nicht sofort an den französischen Schauspieler und Komiker Louis de Funes? Eine Steilvorlage. Die Bilder habe ich beim Lesen nicht mehr aus dem Kopf bekommen und ein Dauer-Schmunzeln hat mich durch das ganze Buch begleitet.
Hauptfigur ist Guillaume Lipaire. Als Guardian "kümmert" er sich um die Häuser der Reichen und Schönen, wenn die gerade anderswo weilen. Lipaire ist ein ausgekochtes Schlitzohr, der auf eigene Rechnung fremdvermietet, die Sonnenterrasse nutzt und Weinkeller plündert. Voila, ja, so lässt sich das Leben genießen.
Aber, sut alors, in der Villa der Vicomtes liegt eine Leiche. Lipaires Gaunereien drohen aufzufliegen. Allerdings führt der Tote auch auf die Spur eines Familienschatzes. Formidable, findet Lipaire. Diese Chance lässt er sich natürlich nicht entgehen. Um ihn herum versammelt sich ein ungewöhnliches Grüppchen, das ihm bei der Lösung des Rätsels helfen will. Die Unverbesserlichen von der Cote d'Azur sind geboren und planen den Coup ihres Lebens.
"Diese Gurkentruppe wird ja immer sonderbarer." (Zitat S. 379) Bien Sur, dieses Buch wäre kein Klüpfel/Kobr, wenn alles glatt laufen würde. Das Team wider Willen ist einfach köstlich. Was sich entwickelt, ist eine humorvolle Schnitzeljagd. Das ist mir alles so herrlich vertraut und altbekannt vorgekommen. Excusez-moi, gerade das macht den besonderen Reiz und riesigen Spaß des Buches aus.
Fazit: Mon Dieu, was habe ich Lipaire & Co ins Herz geschlossen. Das darf es doch jetzt nicht gewesen sein, oder? Das schreit geradezu nach mehr. Und der Schlussatz "das Spiel ist noch nicht zu Ende" lässt mich tatsächlich hoffen, dass "Die Unverbesserlichen" wiederkehren werden.
„Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire“ ist der erste Band einer neuen Reihe des Autorenduos Volker Klüpfel und Michael Kobr.
Handlungsort ist Südfrankreich direkt an die Côte d’Azur. Als der Kleinganove Guillaume Lipaire eine Männerleiche findet, wittert er seine Chance an großes Geld zu kommen, da er bei dem Toten ein Geheimnis vermutet, das ihn zu einem Familienschatz führen wird. Das Rätsel löst er aber nicht alleine, mit dabei sind der Wassertaxifahrer Karim Petitbon, die Eisverkäuferin Jacqeline, der Ex-Fremdenlegionär Paul, Delphine, die in einen Handyladen arbeitet und Lizzy, eine alte 84-jährige Dame. Diese sechs sind die Unverbesserlichen von der Côte d’Azur und eine Truppe, die man einfach mögen muss und der längst nicht alles so gelingt, wie sie es gerne hätten.
Der Schreibstil der Autoren liest sich wie gewöhnt flüssig und leicht, so dass ich die knapp 500 Seiten in kürzester Zeit gelesen habe. Die Atmosphäre der Côte d’Azur kam direkt bei mir an, die landschaftlichen Beschreibungen haben direkt Urlaubsfeeling hervorgerufen. Ich mag den Humor des Duos und auch wenn sie sich hier einiger Klischees bedient haben, ich musste einfach lachen. Damit wäre dann wohl auch gesagt, dass es sich nicht um einen brutalen und/oder blutrünstigen Krimi handelt, sondern um amüsanten Cosy-Crime.
Die Charaktere der sechs Protagonisten sind gut herausgearbeitet. Besonders der schlitzohrige Guillaume Lipaire und die agile Lizzy gefielen mir gut.
Ich hatte Spaß an dem Krimi und freue mich auf Weiteres von den Unverbesserlichen. Wer Frankreich und amüsante Krimis mag, wird sicherlich gefallen an diesem Buch finden.
Charmante Dilettanten Was für eine erfrischende Unterhaltung. Das Cover ist toll gestaltet. Die Hand und die Lesebändchen in den Nationalfarben Frankreichs sind ein echter Hingucker. Der Inhalt hat ein bisschen vom Stil von Ocean's 11 . Nicht so professionell, aber dafür umso charmanter und amüsanter. Die Charaktere sind authentisch und wunderbar beschrieben. Das Buch steht und fällt mit den sechs Hauptpersonen, die unterschiedlicher nicht sein können. Alles beginnt, als Guillaume Lipaire, der Möchtegern Franzose und Hausmeister mit interessanten Nebenerwerb, in einem, von ihm betreuten,Ferienhaus eine Leiche findet. Das Entsorgen der Leiche erinnert, um auch hier nochmal einen Filmtitel zu bemühen, an " Immer Ärger mit Harry". Daraus ergibt sich ein Wettrennen zwischen den sechs Gelegenheitsgaunern und einer alten Adelsfamilie um einen geheimnisvollen Schatz. Klüpfel und Kobr schicken den Leser nach Port Grimaud, dass auch in der Realität so malerisch ist wie im Buch. Gespickt mit viel Humor, flotten Sprüchen, einem Hauch von Krimi und einem doch überraschenden Ende, gelingt den beiden Autoren eine amüsante, kurzweilige und von Urlaubsflair geprägte Unterhaltung Lektüre. Ich hatte viel Spaß dabei und bin gespannt auf Band 2.
Mehr schlecht als recht bestreitet Gelegenheitsgauner Guillaume Lipaire sein Leben im malerischen Küstenstädtchen Port Grimaud an der Côte d'Azur. Als er eines Tages auf eine Leiche trifft, ist klar, dass sie verschwinden muss, wenn seine Machenschaften nicht auffliegen sollen. In diesem Zusammenhang rund um die Aufdeckung der Identität des Toten kommt Lipaire einem Rätsel auf die Spur, das ihn endlich zu Geld kommen lassen könnte. Die berühmt-berüchtigte ortsansässige Adelsdynastie Vicomte soll einem versteckten Familienschatz auf der Spur sein. Um ihnen zuvorzukommen, scharrt Lipaire mehr oder weniger gezwungenermaßen ein Team um sich herum, um den Vicomtes zuvorzukommen. Doch Wassertaxifahrer Karim, Eisverkäuferin Jacqueline, Ex-Fremdenlegionär Paul, die Handyladenbetreiberin Delphine und die ältere Lebedame Lizzy samt Hündchen Louis sind eben keine Hercule Poirots, und so entwickelt sich ein turbulentes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Adeligen der Gaunertruppe gefährlich nah auf die Schlich kommen...
„Die Unverbesserlichen – Der Große Coup Des Monsieur Lipaire“ ist der erste Teil der gleichnamigen Reihe von Volker Klüpfel und Michael Kobr. Mir hat diese leicht schräge Gaunerkomödie ganz gut gefallen, allerdings war sie stellenweise auch etwas langatmig. Es gab keinen extremen Spannungsbogen, aber die amüsanten, teils sehr dilettantischen Bemühungen der illustren Runde und die versnobte Art der Adligen waren durchaus unterhaltsam. Der Schauplatz ist detailreich beschrieben und macht Lust auf einen sonnigen Urlaub in Südfrankreich. Dann allerdings lieber ohne eine Leiche ;) Auch die Charaktere sind charmant-originell gestaltet. Ganz zum Schluss erfahren wir, was denn genau dieser ominöse Schatz ist, doch viele weitere Fragen werden (noch) nicht aufgeklärt, weshalb ich mich schon auf Band 2 freue, um endlich alle Details zu bekommen. Ich durfte das Audiobook hören, das von Axel Prahl mit einer wirklich fantastisch-unterhaltsamen Erzählstimme eingelesen wurde.
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Monsieur Lipaire passt auf die Ferienhäuser der Reichen an der Côte d’Azur auf und gaunert sich so durch. Als er einen Toten in der Villa alteingesessenen Adels findet, muss er die Leiche loswerden, damit seine eigenen illegalen Nebengeschäfte nicht auffliegen. Unerwartet taucht dann auch noch die adelige Familie auf und Lipaire braucht Hilfe, um der Situation überhaupt noch Herr zu werden. Die Motivation von Lipaire und seinen Helfern steigt, als ihnen klar wird, dass es einen Schatz zu entdecken gibt.
Klappentext: Ein Rätsel, das zum Familienschatz einer südfranzösischen Adelsdynastie führt, versteckt im Kanallabyrinth der malerischen Küstenstadt Port Grimaud? Das klingt zu formidable, um wahr zu sein. Gelegenheitsgauner Guillaume Lipaire sieht endlich seine Chance, schnell an viel Geld zu kommen. Er versammelt ein ungewöhnliches Team um sich, das ihm dabei helfen soll, das Rätsel zu lösen: Wassertaxifahrer Karim, Eisverkäuferin Jacqueline, Ex-Fremdenlegionär Paul, Delphine, die den örtlichen Handyladen betreibt, und die 84-jährige Lebedame Lizzy. Zusammen sind sie die Unverbesserlichen von der Côte d’Azur. Dumm nur, dass keiner von ihnen weiß, wie man einen großen Coup aufzieht und ihnen die Adeligen langsam, aber sicher auf die Schliche kommen. Ein turbulentes Katz-und-Maus-Spiel durch den pittoresken Urlaubsort beginnt, bei dem eine Katastrophe die nächste jagt.
„Die Unverbesserlichen - Der große Coup des Monsieur Lipaire“ ist der Auftakt einer neuen Buchreihe von Volker Klüpfel und Michael Kobr. Das Autorenduo hat mit Kommissar Kluftinger große Erfolge gefeiert. Jetzt verlassen sie das Allgäu und gehen an die Côte d'Azur, genauer gesagt in das idyllische Städtchen Port Grimaud.
Eine Gruppe sympathischer und dilettantischer Gauner träumen vom großen Geld. Sie finden sich zu einem wie sie meinen großen Coup zusammen.
Guillaume Lipaire ist so etwas wie der Hausmeister in einer Siedlung mit Ferienhäusern und Ferienapartments. Da viele der Besitzer sich nur selten dort aufhalten stehen die Objekte oft leer. Guillaume Lipaire vermietet die Unterkünfte dann schon mal auf eigene Faust. Als er bei einer Endreinigung auf eine Leiche stößt beginnt das Abenteuer.
Der Wassertaxifahrer Karim Petitbon ist der harmloseste von der Clique. Er sieht in Guillaume einen väterlichen Freund und ist immer dazu bereit ihn zu unterstützen.
Delphine Berté ist Besitzerin eines Handyladens. Es gibt kaum ein Handy das sie nicht reparieren kann. Zur Vorsicht macht sie von den Handys ihrer Kunden immer einen bag up auf ihrem Rechner. Wer weiß für was sie die Daten einmal brauchen kann.
Paul Quenot Ex-Fremdenlegionärist immer immer bis an die Zähe bewaffnet. Früher waren Guillaume Lipaire und er beste Freunde, heute sind sie sich spinnefeind.
Jacqueline Venturino ist Studentin und Eisverkäuferin. Die besonderen Sorten verkauft sie unter der Ladentheke in kleinen Tütchen.
Lizzy Schindler ist eine 84-jährige Lebedame. Früher ist sie in den Kreisen der High Society verkehrt.
Zusammen sind sie „Die Unverbesserlichen“. Sie träumen von großen Geld und wollen den ganz großen Coup landen. Dabei haben sie aber nicht mit ihren Gegnern gerechnet, Ein herrliches Katz und Mausspiel beginnt.
Volker Klüpfel und Michael Kobr verweben in ihrer Geschichte Spannung mit einem feinen Humor. Ihre Charaktere sind so unterschiedlich und so dilettantisch, dass es eine wahre Freude ist sie zu begleiten. Die französischsprachigen Worte die eingestreut werden geben der Geschichte den richtigen Flair. Am Ende gibt es ein Glossar in dem die französischen Begriffe übersetzt werden. Manchmal auch mit einem Augenzwinkern.
Das Hafenstädtchen Port Grimaud wird so authentisch beschrieben. Ich könnte gerade meine Koffer packen und hinreisen. Naja, wer weiß, vielleicht vermietet Guillaume Lipaire mir einmal ein Apartment.
„Die Unverbesserlichen - - Der große Coup des Monsieur Lipaire“ ist eine gelungene Gaunerkomödie. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band „Die Unverbesserlichen - Die Revanche des Monsieur Lipaire“ der im Mai 2023 erscheinen soll.
I was very happy when I unpacked the book. The handprint on the cover is like an imprint, which is pleasant to the touch. Furthermore, it has three bookmarks in the colors of the Tricolore, so one feels already arrived in France.
I would place this story in the crime comedy genre. I often felt as if I had been transported back to the time of the classic French rogue comedies of the 1960s with the great French actors. Unfortunately, this story cannot maintain the humorous and content-related tension.
In the first third, the protagonists are introduced, whereby one is already confronted with the corpse. Guillaume Lipaire, an elderly German bon vivant, Karim Petitbon, who is madly in love with Jaqueline and no longer wants to be Lipaire's 'servant', Delphine, who has a flair for IT, Quenot, a former Foreign Legionnaire and a good friend of Lipaire's from earlier times , Madame Lizzy, an aging diva with her lap dog Louis and Jaqueline, the student involuntarily team up to solve a mystery. Their opponents are the Vicomte family, who are on the brink of ruin unless the hidden treasure is found there. Much of this first part is predictable, a bit long-winded and very clichéd, so it took me a long time to warm up to this story. The middle part was very humorous. There is also a new phantom, which I am not able to convince until the end. The Lipaire team pulls together and tries to find the treasure with turbulent actions. It often reminded me of the old French rogue comedies and made me smile. I hoped, for her sake, that her venture might succeed, for the Vicomte family was not my favorite with their superficialities.
Unfortunately, the ending was very lame. The suspense cannot be sustained until the end. To the credit of the authors, old enmities have been resolved and unusual friendships have emerged. The Phantom is also making a comeback, suggesting there might be a sequel. But precisely, this phantom doesn't put me in a state of suspense so that I might read a sequel.
Ich liebte ja den von Michael Kobr und Volker Klüpfel geschaffenen Charakter Kluftinger. Jetzt haben sich die beiden ein neues Gebiet ausgesucht und einen neuen Hauptdarsteller erschaffen. Sein Name: Monsieur Lipaire!
Dieser lebt, wie der Name vermuten lässt, in Frankreich. Genauer gesagt an der Côte d’Azur, wo er, der Kleinkriminelle, eine Gaunertruppe um sich scharrt, die eine Familienschatz finden wollen. Zum Team gehören sowohl der Wassertaxifahrer Karim, als auch die Eisverkäuferin Jacqueline. Das ihr Vorhaben nicht so funktioniert, wie sie es sich vorstellen, liegt vor allem an der Adelsfamilie, die ihnen bald auf die Schliche kommt.
Es braucht ein wenig, bis die Geschichte um Monsieur Lipaire an Fahrt aufnimmt. Am Anfang erwartete ich einen Krimi, aber schnell bemerkt man als Leserin, dass die Story eher spaßig sein soll und dann schlägt sie voll durch. Die Charaktere agieren fabelhaft und sind immer wieder für eine Überraschung gut. Immer wieder kommen geniale Sprüche und Erlebnisse, die man beim Klufti nie hätte einbauen können.
Guillaume Lipaire lebt auch in einer ganz anderen Welt, als der grummelige Kommissar aus Kempten. Er mimt im krassen Gegenzug einen großen Charmeur und ruht am liebsten auf seiner Chaiselongue. Sein Wahlspruch lautet: Nur ein ausgeruhter Gauner, ist ein guter Gauner.
Hin und wieder tritt er allerdings auch in größere Fettnäpfchen. Seine Gaunerkarriere ist von vielen Unwegsamkeiten gesäumt und seine Mitstreiter tragen zur Erheiterung bei. Wer hier nicht lacht, dem kann ich auch kaum helfen. ZZ meint:
Die Unverbesserlichen - Der große Coup des Monsieur Lipaire ist ein sehr gelungener Einstieg in die neue Reihe von Klüpfel und Kobr, dessen Kommissar Kluftinger schon etwas an Farbe verloren hatte. Hier erstrahlt alles generalüberholt und frisch auf den Weg in die Beststellerlisten.
Guillaume Lipaire, der eigentlich Deutscher ist und Wilhelm Liebherr heißt, lebt und arbeitet im schönen südfranzösischen Städtchen Port Grimaud. Da viele reiche Leute dort ein Ferienhaus besitzen, kümmert er sich als Gardien um diese. Und da es doch jammerschade wäre, wenn diese so lange leer stehen, vermietet er sie in der Abwesenheit der Besitzer - man muss ja schließlich auch leben. Bei der Reinigung nach so einer Vermietung finden er und der Wassertaxi-Fahrer Karim, der ihm hilft, eine männliche Leiche vor und Hinweise auf einen großen Schatz. Eine unnachahmliche Schnitzeljagd beginnt für sein Team, das sich die Unverbesserlichen nennt, und außer ihm und Karim noch die Eisverkäuferin Jaqueline, die Handyladen-Besitzerin Delphine, den ehemaligen Fremdenlegionär Paul und die 84-jährige frühere Jetsetterin Madame Lizzy mit ihrem Pudel Louis beinhaltet. Zusammen versuchen sie, den größten Coup aller Zeiten zu landen, doch die adlige Familie Vicomte möchte das verhindern, da sie selbst sehr am Schatz interessiert ist.
Dieser witzig geschriebene Krimi ist eigentlich eine richtige Gaunerkomödie oder auch ein Schelmenstreich, denn hier sind Dilettanten am Werk und man muss sich wundern, dass niemand weiter Schaden nimmt - außer ihren Fahrzeugen. Alleine ihre zahlreichen, konspirativen Treffen an den verschiedensten Orten sind lesenswert. Die sympathischen Team-Mitglieder haben mir sehr gut gefallen, sie werden auch so gut beschrieben, dass man sie sich bildlich vorstellen kann. Sie sind alle mehr oder weniger charmante Kleinkriminelle, die von einem sorgenfreien Leben unter der südlichen Sonne träumen und alles dafür tun, damit dieser Traum wahr wird. Mir hat dieser erste Band einer neuen Reihe gut gefallen und ich freue mich schon auf den zweiten!
Guillaume Lipaire, eigentlich ein Deutscher namens Wilhelm Liebherr, hält sich in der französischen Küstenstadt Port Grimaud mit Tricks und kleinen Gaunereien über Wasser. Dazu gehört unter anderem auch die heimliche Vermietung diverser Wohnungen/Häuser, deren Besitzer gerade selbst woanders im Urlaub sind. Beim Saubermachen eines dieser Häuser entdeckt Lipaire jedoch eine Leiche, die ihn auf die Spur eines Familienschatzes bringt. Um das Rätsel lösen zu können, versammelt er eine Truppe anderer Kleinganoven um sich. Dabei weiß keiner der Beteiligten so recht, wie man ein großes Ding durchzieht und die Adeligen kommen schon bald auf ihre Spur.
Das Cover passt zum Thema, es ist farbenfroh gestaltet und der Sonnenuntergang stimmt auf das Buch ein.
Der Schreibstil ist wie vom Autorenduo gewohnt flott und flüssig. Axel Prahl macht seinem Namen alle Ehre und erweckt die Charaktere gekonnt zum Leben. Seine angenehme Stimme, die er auch an die Personen anpasst, machen es einem leicht, der Geschichte zu folgen. Die Charaktere sind etwas überzeichnet, was jedoch gut zum Stil dieser Komödie passt. Die Beschreibungen der Stadt sind gelungen und fangen das französische Flair ein. Leider finde ich die Story ein wenig zu langatmig, da wäre weniger mehr gewesen. Das Ende ist überzeugend und ein wenig mysteriös, sodass man gespannt auf den zweiten Teil sein kann.
Was für eine herrliche Unterhaltung. Diesen Krimi hat das Autorenduo in den Süden Frankreichs verlegt, wie man am Cover erkennen kann. Schnell ist man drin in dieser reizvollen Schelmenkomödie inmitten des quirligen, berühmten Dorfes, wo einfallsreiche Bewohner es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, den Touristen mit allerlei Abzocke und Betrügereien das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Geschichte ist mit viel Humor und regionalem Kolorit gespickt, was eine tolle und sehr unterhaltsame Stimmung erzeugt.
Die Protagonisten sind authentisch und wundervoll beschrieben. Alles beginnt damit, dass Guillaume Lipaire, der vermeintliche Franzose und Hausmeister mit interessanter Zusatzbeschäftigung, in einem von ihm betreuten Feriendomizil eine Leiche findet. Die Entsorgung der Leiche erinnert an einen alten Filmtitel. Es kommt zu einem Wettlauf zwischen den sechs Gelegenheitskriminellen und einer alten Adelsfamilie um einen geheimnisvollen Schatz.
Fazit:
Eine spannende Gaunerkomödie mit viel Humor, bei der ich viel Spaß hatte, wozu auch die skurrilen Protagonisten beigetragen haben. Das Buch beschert einem viele schöne, humorvolle und spannende Lesestunden und man darf gespannt auf das nächste Abenteuer sein. Es war eine gelungene Lektüre für alle Freunde spannender, locker leichter Kriminalromane und ich empfehle diese mit Vergnügen weiter.
Witziger Abenteuerroman; Der Schreibstil der Autoren ist gewohnt gut und mit einem ähnlich humorigen Unterton wie in den Kluftinger-Krimis. „Monsieur Lipaire“, der eigentlich Deutscher ist und Liebherr heißt, zeigt sich von Anfang an als schlitzohriger Schwerenöter und die weiteren Hauptpersonen sind ebenfalls sehr sympathisch und angenehm eigenwillig. Die Handlung hat sich für meinen Geschmack auf den ersten hundert Seiten etwas zu langsam entwickelt und war hart an der Grenze zum Klamauk. Es gab etwas zu viele lustige Episoden, die vom roten Faden abgelenkt haben. Dann hatte ich aber einen Überblick und eine Ahnung, wo die Geschichte hin will und als sich die Gruppe der Unverbesserlichen gefunden hatte, wurde das Buch zu einem rasanten Abenteuerroman. Es ließe sich bestimmt gut verfilmen, denn ich hatte das Geschehen manchmal direkt vor Augen. Für mich fühlt es sich wie eine Mischung aus Louis de Funès und Indiana Jones an und ich hoffe, dass es eine Fortsetzung mit den dilettantischen Unverbesserlichen geben wird.
Ein Haufen unverbesserlicher Individualisten und ihr außergewöhnlicher Coup Einzelgänger, Dilettanten aus verschiedenen Altersklassen und Gewerken versuchen ihr großes Glück an der malerischen Côte d'Azur im Touristikort Port Grimaud. Diese Gaunertruppe träumt vom großen Geld, findet schließlich jedoch eher Freundschaft. Das französische Savoir-Vivre und der Charme des Monsieur Lipaire ist Hauptbestandteil dieser Komödie rund um Zettel, auf denen Trésor d’Or steht. Etwas Licht in den anfangs festgestellten Tod von Monsieur Barral wird erst gegen Ende durch ein mysteriöses Phantom geliefert, was den Spannungsbogen besonders in der ersten Hälfte des Buches etwas durchhängen läßt. Die Dekadenz der Adligen, ihre Macht, Weine und ihre Gier nach Geld stehen im Kontrast zu diesen dilettantischen Alltagsfranzosen, alle insgesamt gut und überzeugend charakterisiert. Die Beschreibung und die Historie von Port Grimaud laden zum Besuch dieses malerischen Ortes ein, alles bewußt an der Realität ausgerichtet. Das Cover ist in sommerlichen Farben der Côte d'Azur gehalten – ansprechend warm.
Die Leseprobe hatte mich ja schon ein bisschen skeptisch gemacht, aber ich wollte dem Buch trotzdem eine Chance geben. Leider entpuppte es sich dann aber doch als Fehlgriff, denn der vorherrschende übetriebene Humor (falls man es so nennen mag) lag so gar nicht auf meiner Wellenlänge - zu albern, fast schon lächerlich. Ich hatte zwar durchaus etwas slapstick-artiges, vielleicht ein bisschen Richtung Louis de Funès, erwartet (den ich auch als grenzwertig, aber immerhin als Original betrachte), dies hier wirkt allerdings wie eine misslungene Hommage mit zu vielen billigen Witzen. Immerhin lichtet sich der Schleier aus albernen Scherzen etwa ab der Mitte des Buches, so dass zu guter Letzt doch noch die Handlung selbst in den Vordergrund treten konnte. Und diese an sich fand ich dann gar nicht mal schlecht, sie steckte voller Überraschungen und einer amüsanten Auflösung, so dass sich das Buch für mich persönlich noch auf 2 Sterne retten konnte.
Klüpfl und Kober gehören zu meinen Lieblingsautoren - nicht nur wegen der genialen Kluftinger-Krimis. Ihr Schreibtalent kommt auch in ihrer neuen Reihe rund um Monsieur Lipaire zum Tragen: Dieses Mal spielt die Handlung aber nicht im bodenständigen Allgäu, sondern im malerischen Port Grimaud in Südfrankreich, an der Cote d'Azur. Es geht um einen waghalsigen Coup, jede Menge lustige Verstrickungen und Missgeschicke sowie um 6 spannende Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vom Wassertaxifahrer über die Handyladeninhaberin bis hin zu Pudel und Student ist alles dabei. Die Charaktere sind sehr liebevoll und detailliert beschrieben, das hat mir sehr gut gefallen. Und auch wenn es an manchen Stellen sehr verrückt wird, habe ich den Reihenauftakt als super unterhaltsam und wunderbar lesbar empfunden. Ich freue mich schon auf die Folgebände!
Wenn die beiden Autoren meiner nach wie vor liebsten Regional-Krimi-Reihe eine neue Reihe anfangen, steht von vornherein fest, dass ich sie lesen werde. Egal, wie weit entfernt sie von meinem geliebten Allgäu samt Klufti auch sein mag. Und die Côte d'Azur liegt jetzt wirklich nicht in direkter Nachbarschaft zum Allgäu. Aber man ist ja durchaus aufgeschlossen und offen für neue Schauplätze und neue Charaktere. Also gut festhalten am Bootsrand, damit niemand ins Wasser fällt, denn jetzt gibt's Meer statt Berge.
Idyllisch liegt es da, das kleine Lagunenstädtchen Port Grimaud im Süden Frankreichs. Ein Örtchen – und das hat mich überrascht –, das erst in den 1960er Jahren von einem Architekten als Planstadt mitten rein ins Wasser und so gebaut wurde, um einem alten französischen Fischerdorf so nahe wie möglich zu kommen. Dieses farbenfrohe, touristisch beliebte Plätzchen Erde hat sich Guillaume Lipaire als Wahlheimat gesucht. Eigentlich heißt er ja Wilhelm Liebherr, der Gute, und ist Deutscher, aber nein, die neue Identität als Wahlfranzose erfordert eben auch einen dazu passenden Namen. Schließlich ist alles an ihm so typisch Französisch, dass niemandem auch nur in den Sinn kommen könnte, er sei es nicht. Und wehe, jemand ist unpünktlich! Aber genug davon. Lipaire lebt in einer kleinen Wohnung und arbeitet als »Gardien«, sprich er kümmert sich in der Abwesenheit der Besitzer*innen um deren diverse Sommerhäuser und -wohnungen. Dass er sich dabei etwas dazu verdient, das besser unentdeckt bleiben sollte, muss nicht extra gesagt sein, versteht sich von selbst. Zu seinen engsten Vertrauten zählt Karim Petitbon, ein junger Mann in seinen Zwanzigern, der in armen Verhältnissen groß wurde und davon träumt, eines Tages eine eigene Yacht zu besitzen und Regatten zu gewinnen. Doch momentan verdient er seinen Lebensunterhalt als Wassertaxifahrer (und unter der Hand läuft natürlich auch noch was). Karim sieht auf zu Lipaire, der es wiederum als seine Aufgabe ansieht, Karim mit seinen eigenen Lebensweisheiten auszustatten. Als die beiden damit beschäftigt sind, das eindrucksvolle Anwesen der Vicomtes für deren baldiges Eintreffen in Schuss zu bringen, als Karim dummerweise einen unbekannten Toten in einem der Schlafzimmer findet. Der kann dort natürlich nicht bleiben, schließlich soll Lipaires Nebenerwerb auch weiterhin ein Geheimnis bleiben. Also verstecken sie in kurzerhand. Und stoßen in der Folge auf Informationen mit gewaltiger Auswirkung: Der Tote scheint die Adelsdynastie der Vicomtes entweder erpresst oder zumindest ein lukratives Geschäft am Haken zu haben. Ein Rätsel, das zu einem geheimen Schatz führen könnte, der irgendwo versteckt in Port Grimaud darauf wartet, gefunden zu werden? Eine Chance, die sich die beiden Gelegenheitsgauner nicht entgehen lassen wollen – zu verlockend die Aussicht auf das Vermögen, von dem beide sehnlichst träumen. Eher unfreiwillig, weil Karim kein Händchen für Geheimhaltung hat, versammelt sich bald eine ungewöhnliche Truppe um Lipaire, der zunächst wenig Lust darauf hat, den ominösen Schatz zu teilen: Eisverkäuferin Jacqueline, Ex-Fremdenlegionär Paul, die Besitzerin des örtlichen Handyladens Delphine und die 84-jährige Lizzy samt Pudel Louis IX. Alle Gelegenheitskriminelle oder doch zumindest offen für die Chancen, die das Leben einem manchmal eröffnet, alle in Situationen, in denen Geld zumindest nicht schaden könnte. Zusammen sind sie »Die Unverbesserlichen«. Etwas ungünstig vielleicht, dass zwar alle topmotiviert sind, aber niemand Ahnung davon hat, wie man einen derart großen Coup tatsächlich plant und ausführt. Außerdem sind auch die Vicomtes nicht auf den Kopf gefallen und streben aus ganz eigenen Gründen nach dem Schatz. Was soll da schon schief gehen?
»Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire« hält, was der Roman verspricht: Eine amüsante, leichte Gaunerkomödie vor pittoresker Kulisse. Die Ortsbeschreibungen waren derart bildlich, dass ich Port Grimaud förmlich vor meinem geistigen Auge gesehen habe, Urlaubslust und Fernweh, Hunger nach Rotwein und Croissants bekommen habe – Frankreich-Feeling pur! Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Figuren – die Gruppe um Lipaire auf der einen, die Vicomtes auf der anderen Seite – war einfach amüsant, nie langweilig und durch die Charaktere einfach originell. Die Idee, einen Schatz in Port Grimaud zu verstecken und alle Figuren auf eine wilde, planlose Schatzsuche durch die Geschichte und Straßen des Örtchens zu schicken, in der eine Katastrophe die nächste und ein Missgeschick das nächste jagt, war unterhaltsam und gelungen. Aber was mir mit Abstand am besten gefallen hat waren die Charaktere: Jede einzelne Figur hatte Charakter, hatte Originalität und irgendwas, das ihn/sie entweder total liebenswert, total unsympathisch oder irgendwas dazwischen gemacht hat. Ich musste schmunzeln, ich musste den Kopf schütteln, mich aufregen. Sie alle sind einzigartig – Michael Kobr und Volker Klüpfel sind einfach gut darin, derartige Figuren zu erschaffen. Ab und an hat mich Lipaire an Kluftinger erinnert – nicht, weil sich beide so ähnlich wären, denn unterschiedlicher könnten die beiden kaum sein, sondern weil beide einfach so authentisch widersprüchlich sind, mal liebenswert, mal will man sie schütteln, mal fühlt man mit ihnen, mal fragt man sich, was denn eigentlich schief gelaufen ist in ihrem Kopf. Einfach super! Auch der häufige Perspektivenwechsel des Romans hat mir gut gefallen, die Geschichte hat enorm an Struktur, an Tiefe und an diesem Katz-und-Maus-Gefühl gewonnen, dadurch, dass man immer wieder in die Köpfe einer anderen Person eintauchen konnte und man zum Beispiel wusste, wie weit die Vicomtes der Truppe bereits auf die Schliche gekommen sind und wie wenig die Truppe darüber Bescheid weiß.
»Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire« hat für mich noch nicht das »Kluftinger«-Niveau – ein Lachkrampf, den ich in jedem »Kluftinger« mindestens einmal habe und der dafür sorgt, dass ich die Bücher nicht in der Öffentlichkeit lesen kann, blieb aus – aber das braucht es auch gar nicht. »Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire« ist eine eigene, neue Reihe, die mich gut unterhalten hat, und die dank der ausgezeichneten, einzigartigen Figuren, von deren Innenleben man in diesem ersten Teil einen ersten, kleinen Einblick erhält, vor allem eins bietet: Echt viel Unterhaltungs- und Geschichten-Potenzial für die folgenden Bände!
„Neues vom Krimi-Bestseller-Duo – eine herrlich schräge Gaunerkomödie an der Côte d‘Azur“ schreibt der Verlag; und das ist auch die Kernaussage hierzu: wir haben hier eine skurrile, witzige Gaunerkomödie an einem wunderbaren Schauplatz. Und nein, wir sind nicht in Saint Tropez, sondern in direkter Nachbarschaft im malerischen Port Grimaud. Hier ist Guillaume Lipaire, ehemals Wilhelm Liebherr aus Deutschland, Hausmeister und wacht über diverse Ferienhäuser, äh, -villen der oberen Zehntausend. Er hat die Schlüsselgewalt über die Anwesen samt dazugehörigen Yachten und Autos, und als kleinen Nebenverdienst vermietet er diese Objekte auch mal in Abwesenheit und Unkenntnis der Eigentümer. Dem Wassertaxifahrer Karim ist er ein väterlicher Freund – sprich, Karim verdient sich bei Guillaume ein Zubrot. Als sich eine Leiche in einer der Villen findet, sind die beiden auch ein eingespieltes Team und transportieren den Körper ohne zu diskutieren ab – schließlich kommen bald die Eigentümer des Anwesens, eine südfranzösische Adelsdynastie, wieder. Nun aber scheint es ein paar Rätsel um die Leiche zu geben, und Lipaire wittert das größte Geschäft seines Lebens. Es ist ihm noch nicht ganz klar, was für einen Schatz genau er heben will, und wo der sich überhaupt befindet, aber sowohl die Leiche als auch die Adelsfamilie spielen eine Rolle dabei. Gemeinsam mit einer Schar neuer und alter Freunde begibt er sich also auf Schatzsuche……und für den Leser beginnt eine sehr vergnügliche Reise, ein teils irres Katz-und-Maus-Spiel, dass sich der Club der „Unverbesserlichen“ mit den Adelssprösslingen liefert. Der Charme des Romans ist natürlich in den Protagonisten begründet: „Die Unverbesserlichen“, wie sie sich selbst nennen, sind ein Dream-Team für sich. Außer Guillaume und Karim gibt es da noch Jacqueline, Tochter des Bürgermeisters, die in ihrer Freizeit als Eisverkäuferin arbeitet und unter der Theke Gras vercheckt. Ihr Lieferant hierfür ist der Ex-Söldner Paul, ebenfalls Mitglied im Club. Delphine, die toughe und übergewichtige Besitzerin des einzigen Handyladens des Ortes gehört dazu, genau wie die über 80jährige Lizzie, die in ihren jungen Jahren ihren Lebensunterhalt als Groupie verdient hat und immer noch, nun ja, ein wenig extrovertiert ist. Hab ich noch jemanden vergessen? Ich glaube, es fehlt nur noch Lizzys Pudel 😊. Ich gestehe, ich hatte hier beim Lesen oft einen Kinofilm vor meinem inneren Auge ablaufen lassen. Es gab wilde Verfolgungsjagden, in denen die Unverbesserlichen in geliehenen Luxuskarossen die steilen Küsten an der Cote d’Azur entlangrasen, wir hatten Schnitzeljagden quer durch die Stadt, und immer wieder herrliche Diskussionen innerhalb des Clubs – viel Situationskomik, spritzige Dialoge, irre Personalien, unglaubliche Verwicklungen….eine 1A Gaunerkomödie 😉. Die Story war allzeit rasant, ich bin echt durch die Seiten geflogen. Was mir auch gefallen hat: Die Charaktere waren zwar allesamt ein wenig überzeichnet, es war also wie gesagt echt witzig, aber sie hatten auch ihre ruhigen Momente, und es gab durchaus menschliche Entwicklungen. Anfangs war es einfach ein wild zusammen gewürfelter Haufen von Einwohnern der Hafenstadt, und am Ende waren es Freunde. Das war schön. Und der Schatz – jaaaa, den gab es doch tatsächlich….aber es war dann nicht ganz so das, was sich der Club erträumt hatte……nichtsdestotrotz wissen die Unverbesserlichen natürlich, wie man Schnäppchen schlägt, und nicht ganz leer ausgeht….ich fand das Ende tatsächlich ein wenig unerwartet. Ach ja: ich nehme an, es gibt hier noch mal Nachschlag und das war bestimmt erst Band 1 einer Serie. Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, aber einen Mini-Cliffhanger haben die Autoren eingebaut – da kommt bestimmt noch was nach! Ich werde auf jeden Fall weitere Bände lesen – ich war bestens unterhalten! Herzlichen Dank an den Verlag und an Netgalley.de für das Rezensionsexemplar!
Klarer Unterschied zwischen dem Hörerlebnis und dem Buch...
Die Unverbesserlichen - Der große Coup des Monsieur Lipaire wurde am 22.05.23 auf dem deutschen Markt veröffentlicht.
Das Autorenteam Volker Klüpfel und Michael Kobr haben sich für diesen Roman zusammengetan.
Volker Klüpfel wurde 1971 in Kempten (Allgäu)geboren und hat Politikwissenschaften studiert. Michael Kobr ebenfalls im Allgäu geboren. Er wurde durch die Krimireihe: - Kommissar Kluftinger bekannt. Nach dem Gymnasium führte ihn sein Weg nach Erlangen, wo er Romanistik und Germanistik erfolgreich studiert hat.
Sprecher vom Hörbuch: Axel Prahl
Zum Inhalt:
An der Côte d’Azur. Eine Adelsdynastie, mit einem Familienschatz. Ein kleines Küstenstädtchen mit unterirdischem Labyrinth. Und schon, hat der Gauner Guillaume Lipaire eine erfolgversprechende, lukrative Idee...
Mein individueller Eindruck: Ich bin ein absoluter Neuling in Sachen "Kommissar Kluftinger". Aber es hat mich wirklich gereizt, diese Reihe mal auszuprobieren.
Ich habe mir das Hörbuch sowie das Buch zu Gemüte geführt.
Aufbau, Stil, Humor und Spannung Ich war für mich leicht in die Geschichte zu finden. Natürlich geht es hier nicht um einen "Bier-ernsten" Kriminalroman. Der Aufbau der Charaktere, Erzählung und Logik -
konnte ich in der gesamten Geschichte positiv vermerken. Allerdings war das Buch für mich wesentlich schwerer lesbar. Das Hörbuch, insbesondere durch den talentierten Sprecher, welcher den Zeilen eine "Seele" gab, hat mich positiv beeindruckt. Ich konnte der Story problemfrei folgen. Die Hörbuchversion war jedoch wesentlich kurzweiliger. Die Lektüre hingegen war in manchen Abschnitten dann zu repetitiv und dann leicht langatmig. Da ich im Wechsel versucht habe, die gesamte Geschichte zu erfassen, war aber nach etwa der Hälfte des Buches, die Hörversion zu meinem absoluten Favoriten geworden.
Zusammenfassung
Zum Buch Format: der Erzählstil ist von humorösen Erzähltechniken durchwoben. Allerdings finden sich doch einige sehr langwierige &/ oder sich wiederholende Ereignisse, wie Tagesabläufe. Diese waren mir dann zu langatmig. Insgesamt ist es wohl eine typische Krimikomödie im *Kommissar Kluftinger* Stil. Für Leser, die großen Wert auf Leichtigkeit, gut gemischt mit Humor legen, ist dieses sicher ein absoluter Knaller.
Für den etwas ernsthafteren Leser wohl eher eine Geduldsprobe.
Fazit: Die geschriebene Version wird sicher eine große Fangemeinde begeistern können. Für Neueinsteiger finde ich es wichtig, dass sie sich auf die Art der Kommissar-Kluftinger-Krimis vorab einstellen, da sie sonst vielleicht enttäuscht sein könnten. Hier gilt es Einiges an Slap-Stick und Humor auszuhalten. Ich vergebe für das Buch 3,5 * Lesesterne. (Ich habe der Punktzahl aufgrund der vielen Wiederholungen, Etwas abgezogen)
Zu der Hörbuch Fassung: Der Sprecher hat mich gleich zu Beginn, mit seiner Erzählweise in seinen Bann gezogen. Die Akteure wurden durch seine Stimmmethodik lebendig und dadurch gewann die gesamte Story, an Leben und Momentum. Insgesamt bin ich nicht der ausgesprochene Krimi-Komödien-Fan. Aber, hier haben mir das Drehbuch und Sprecher einen sehr guten Zugang zu der Geschichte ermöglicht. Ich hatte wirklich Spaß, den Ausführungen zu folgen und die gesamte Hörzeit verging tatsächlich wie im Flug.
Fazit: Eine Hörbuch-Fassung, die mich überzeugen konnte. Ich vergebe überzeugte 5 - "ähm" - sagt man in diesem Fall: Hörsterne? :)
Auf jeden Fall bekommt diese Version von mir die höchste Punktzahl. Ich empfehle denjenigen, die Krimi-Komödie für sich einmal ausprobieren möchten, dieses Hörbuch. Ich hatte Spaß an der Story und der stimmlichen Aufbereitung durch Axel Prahl.
Außen hui, innen pfui... "Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire" ist der erste Band einer neuen Krimireihe aus der Feder des Krimi-Bestseller-Duos Volker Klüpf und Wernder Kobr, den meisten Lesern als Väter des schrulligen Allgäuer Kommissars Kluftinger bekannt. Nachdem das Buch als "herrlich schräge Gaunerkomödie an der Côte d‘Azur" beworben wird, habe ich mir einen ähnlich humorvollen Lesegenuss wie bei den ersten Kluftingerbänden erhofft. Leider hat der Umzug der Erfolgsstory vom Allgäu an die Côte d’Azur nicht wirklich geklappt.
Im Mittelpunkt des Buches steht diesmal kein skuriller Ordnungshüter, sondern der Gelegenheitsgauner Guillaume Lipaire, der sich fröhlich mit Hilfe kleinerer und größerer Betrügereien durch sein Leben im idyllischen Port Grimaud schnorrt. Die ersten Kapitel, die aus Sicht Guillaumes gechildert werden, beschreiben daher vor allem sein entspanntes Dolcefarniente: wir begleiten ihn vom Frühstücksbaguette, das er anschreiben lässt, zum geschnorrten Glas Rose und so geht es immer weiter... Als er bei seinen Betrügereien über eine Leiche stolpert und einem Rätsel auf die Spur kommt, hofft er das große Los gezogen zu haben. Er schart eine Truppe weiterer Glücksritter um sich, die ihn bei seiner Quest unterstüzen sollen: Wassertaxifahrer Karim, der ihm bereits zuvor bei seinen Gaunereien zur Hand gegangen ist, die Eisverkäuferin Jacqueline, der Ex-Fremdenlegionär Paul, die Ladeninhaberin Delphine und die schrille 84-jährige Lebedame Lizzy mit ihrem Pudel....
Die Idee dieser bunten Truppe ist ja ganz orginell, leider verliert sich die Geschichte in etwas langatmigen Beschreibungen von Guillaumes Tagesablauf und leicht hölzernern Dialogen. Auch die Adelsfamilie ist komplett klischeebehaftet dargestellt: vom im Rollstuhl sitzenden Patriarchen, der mit Enterbung droht, über den mehr oder minder erfolglosen Schriftsteller hin zur Enkelin, die sich in den sozialen Medien als Influencerin austobt. Leider konnte mich die Geschichte selbst nicht mitnehmen, vielmehr ist die Form der Darstellung für mich einfach zu betulich.
Das Cover ist wirklich gelungen mit den französischen Nationalfarben und dem Küstenörtchen im Hintergrund, auch der Klappentext klingt witzig, der Inhalt konnte mich aber nicht überzeugen. Ich glaube nicht, dass ich Band 2 lesen werde...
Man muss sich im Leben auch einmal etwas gönnen Führt die Auflösung eines Rätsels wirklich zum Familienschatz einer südfranzösischen Adelsdynastie? Natürlich ergreift Guillaume Lipaire, Gelegenheitsgauner in der malerischen Küstenstadt Port Grimaud, hier die Gelegenheit auf einen großen Coup. Lipaire, Wassertaxifahrer Karim, Eisverkäuferin Jacqueline, Ex-Fremdenlegionär Paul, Handyverkäuferin Delphine und die 84-jährige Lebedame Lizzy bilden von nun an „Die Unverbesserlichen“, leider aber auch Unwissenden. Die Adligen sind dem Team nämlich schon auf der Spur. Die Schnitzeljagd an der Côte d’Azur ist also eröffnet und Missgeschicke bleiben nicht aus. Das Cover zeigt einen idyllischen Sonnenuntergang mit der Silhouette eines Segelboots, den Großteil des Bildes nimmt allerdings der Handabdruck in den Farben der Tricolore ein. Die fünf Finger kann man als Mitglieder der Unverbesserlichen deuten, deren Anführer Lipaire taucht als eleganter Scherenschnitt zwischen Daumen und Zeigefinger auf. Die aussagekräftigen Überschriften der Kapitel machen neugierig auf deren Inhalt. Am Ende ist ein Glossar französischer Ausdrücke angehängt. Ich empfehle jenen, die der französischen Sprache mächtig sind, diesen Teil nicht zu überspringen. Die Übersetzungen warten nämlich mit Kommentaren auf, die die Komik des Autorenteams auch hier nochmals zur Schau stellen. Der Schreibstil ist locker und fließend, die Beschreibungen des Ambiente und der Charaktere recht detailliert. Die Unverbesserlichen sind ihrer Herkunft und ihrem Benehmen sehr verschieden, jeder von ihnen ist durchaus sympathisch und mit viel Charme gezeichnet. Die Mitglieder der Adelsfamilie sind weniger anziehend, aber dennoch treffend und interessant dargestellt. Nicht nur der Schauplatz, sondern auch einige Zitate innerhalb der Gaunerkomödie erinnern an die legendären Filme mit Louis de Funes oder den „Clou“. Trotz einiger flacher Witze und Klischees ist die Geschichte doch raffiniert aufgebaut und sprüht vor Situationskomik. Das Rätsel um den Schatz der Adelsfamilie bringt das zusammengewürfelte Dreamteam nicht nur in Gefahr, sondern auch des Öfteren in Erklärungsnot, führt zu gegenseitigen Verdächtigungen und fährt immer wieder mit Überraschungen auf. Der spritzig-leichte Sommerkrimi bietet etliche Stunden charmanter Ablenkung vom Alltag.