»Das Beste, was ich bislang zur neuen linken Glaubenskultur gelesen habe« (Jan Fleischhauer): der Bestseller jetzt im Taschenbuch
Eine linke Revolution hat Amerika Im Namen von Gerechtigkeit und Antirassismus greift dort eine Ideologie um sich, die neue Intoleranz erzeugt - in liberalen Medien kann ein falsches Wort Karrieren beenden, an den Universitäten herrscht ein Klima der Angst, Unternehmen feuern Mitarbeiter, die sich dem neuen Zeitgeist widersetzen. In seinem Bestseller beschreibt René Pfister, Büroleiter des SPIEGEL in Washington, diese neue politische Religion - und zeigt auf, warum die amerikanische Demokratie nicht nur von rechts unter Druck kommt. Er erklärt, wie Dogmatismus, Freund-Feind-Denken und Mob-Mentalität in Internet die Meinungsfreiheit in den USA schon gefährlich eingeschränkt haben. Eindrücklich warnt er vor diesem Fundamentalismus, dem wir uns widersetzen müssen, um auch in Deutschland die offene Gesellschaft zu verteidigen.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Die Grundthese ist, dass im öffentlichen Diskurs zunehmend Emotionen und weniger sachliche Argumente durchsetzen - und es dann zum Beispiel dazu kommt, dass eigentlich mehr oder weniger unbedeutende Fehltritte (bspw. unbedachte Äußerungen, für die man sich dann aber auch entschuldigt) zum Verlust von Professuren, Engagements usw. führen. Dadurch entstehe das Gefühl, dass man nicht mehr frei sagen könne, was man denkt. Pfister wendet sich gegen Konzepte wie Critical Race Theory und Mikroaggressionen oder Intersektionalität, weil er sagt: Diese Konzepte dienen letztlich dazu, kritische Stimmen erstummen zu lassen und die eigene Position zu verabsolutieren.
Immer wieder betont er: Natürlich muss Rassismus, Diskriminierung und Ungleichheit scharf kritisiert werden. Das Problem ist nur, wenn diese Kritik wiederum fundamentalistisch-exklusiv wird.
Was das Buch schuldig bleibt ist m.E. zweierlei:
Zum einen die Frage nach der Grenzziehung zum Beispiel dessen, was "gesagt werden darf" (ohne dass es zu Entrüstungsstürmen kommt) und was nicht. Er deutet am Ende an: "es gibt Tabus, auch sprachliche, die zurecht bestehen." (S. 232). Aber welche - und warum - bleibt offen. In diesem Kontext kommt mir auch der Gedanke zu kurz, dass dies natürlich immer gesellschaftlich ausgehandelt wird und werden muss!
Zum anderen fehlt mir ein Punkt, den er nur im Schlusskapitel kurz anreißt: Die Frage nach der Rolle neuer Medien in dieser Empörungskultur, gegen die er (in vielen Dingen m.E. zurecht) anschreibt. Was Pfister beobachtet, hat oft nicht nur mit einem gesellschaftlichen, sondern auch mit einem “kommunikativen Klimawandel“ durch die neuen Medien zu tun, wie ihn der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen beschreibt (bspw. in ”Der entfesselte Skandal” und “Die große Gereiztheit”), und der sich vom gesellschaftlichen ja auch nicht trennen lässt. Mir fehlt die Betrachtung und Einordnung, inwieweit die im Buch beschriebenen Dinge vielleicht gerade mit den Dynamiken der Neuen Medien zusammenhängen oder sogar untrennbar mit ihnen verbunden sind.
Alles in allem ein Buch, das mich ins Nachdenken bringt,auch wenn ich nicht alles teile, was er schreibt.
Im Fazit stimme ich mit dem Verfasser überein:
"Demokratie ist im Kern der Streit um das stärkste Argument und die Fähigkeit zum Kompromiss. [...] Aber die Demokratie kann nicht dadurch geschützt werden, dass man den offenen Diskurs beschneidet." (S.232)
René Pfisters "Ein falsches Wort" wurde mir zum Geburtstag geschenkt, hat bei mir aber erstmal Widerstand ausgelöst, da ich als eher linke Akademikerin genau im Fokus des Buches stehe. Da ich aber immer gerne bereit bin, mein Weltbild zu hinterfragen und meine Meinungen zu ändern, war ich sehr gespannt auf die Argumente des Autors.
Die Aufmachung des Buches ist sehr schlicht, aber mit den starken Kontrasten, der gespiegelten Schrift und dem aufmerksamkeitsheischenden Titel etwas zu dramatisch für meinen Geschmack. Rückblickend finde ich, dass der Titel und besonders der Untertitel nicht sehr gut zum Ton und der Aussage des Sachbuches passen, was sich auch in den teilweise sehr unterhaltsamen Rezensionen zu "Ein falsches Wort" widerspiegelt. Da gibt es die linke Fraktion, die sich von dem Titel angegriffen fühlt und das Buch scheinbar nur gelesen hat, um sich über den Autor aufzuregen und die rechte Fraktion, die ein polemisches Wettern gegen "Cancel Culture" und "Wokeness" erwartet hat und von den progressiven Gedanken und dem sachlichen Ton des Autors enttäuscht waren. Denn - und das muss man in einer Rezension gleich zu Beginn erwähnen - das Buch ist anders als der provozierende Titel erwarten lässt aus einer liberalen und nicht aus einer konservativen Perspektive geschrieben. René Pfister profiliert sich schon absichtlich im Vorwort als progressiver Denker und bringt auch im Laufe der Kapitel immer wieder negative Kommentare zur politischen Rechten an, die dem Autor allerdings mehr dazu dienen, sich selbst als Liberaler zu positionieren als das Buch voranzubringen.
Besonders seine ruhige und sachliche Art und Weise zu argumentieren, die an einigen Stellen von einem humorvollen Unterton geprägt ist, aber nicht zu Übertreibungen oder Provokationen neigt, hat mich dabei positiv überrascht und dazu geführt, dass ich das Buch trotz einiger inhaltlicher Differenzen gerne bis zum Ende gelesen habe. Nebenbei analysiert der Autor die politischen Entwicklungen in den USA der letzten Jahrzehnte. Das dortige politische Klima ist durch das spezielle Wahlsystem, die Größe des Landes und seine Historie nicht direkt mit unserem in Deutschland zu vergleichen. Dem Autor gelingt es allerdings trotzdem, immer wieder Rückbezüge nach Deutschland anzustellen. Im Kern geht es dabei um die Frage, ob sich die politische Linke in ihrem Kampf für die Freiheit und Gleichheit des Individuums selbst der Diskriminierung, Zensur und Beschneidung der Meinungsfreiheit schuldig macht. Eine interessante Perspektive, über die ich gerne nachgedacht habe.
Dennoch gibt es meiner Meinung nach einige objektive Schwächen und einige Punkte, über die ich mich von meinem subjektiven Standpunkt aus geärgert habe. Zunächst ist zu kritisieren, dass der Autor immer wieder die gleichen Argumente anhand von unterschiedlichen Beispielen wiederholt. Dabei greift er aufgeteilt in 13 Kapitel häufig besonders extreme Beispiele für negative oder übertriebene Auswirkungen oder Auslegungen der "Cancel Culture" wie Twittermobs heraus und vernachlässigt dabei, dass neben diesen Fällen etliche ungenannt bleiben, in denen solche Bemühungen gerechtfertigt waren und das Leben vieler zum Besseren verändert hat. Es scheint René Pfister bei der Beschreibung der überspitzten Fälle mehr darum zu gehen, unnötige Überreaktionen deutlich machen, als sich inhaltlich mit den Gedanken dahinter auseinanderzusetzen. Das zeigt sich auch in der enormen Bandbreite der politischen und gesellschaftlichen Themen, die nebenbei aufkommen. Von Gendern über Antirassismus und Rassismus bis hin zu Sexismus, Intersektionalität, Transrechte, Me-Too und Fridays for Future kommen so viele verschiedene Themen auf, die inhaltlich alle in einem eigenen Buch diskutiert werden könnten und demnach häufig sehr oberflächlich bleiben. Selbstverständlich geht es dem Autor weniger um die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen, sondern mehr um die Hervorhebung des Dogmatismus und der teilweise aggressiven Debattenkultur der akademischen Linken. Für die Darstellung dieses Standpunkts hätte allerdings ein 20seitiger Essay ausgereicht und uns viele Wiederholungen erspart.
Neben den objektiven Schwächen wie Wiederholungen, den bewusst überspitzten Beispielen und der inhaltlichen Oberflächlichkeit an einigen Stellen, konnte ich persönlich auch viele Argumente nicht nachvollziehen, da mir die zitierten Positionen der Gegenseite, die er versuchte zu entkräften, sofort einleuchtender waren. Ich finde es durchaus richtig, Ideologien zu hinterfragen, die den Anspruch auf die vollkommene Wahrheit erheben und kann in den vom Autor geschilderten Vorkommnisse auch teilweise problematische Entwicklungen erkennen, dennoch kann ich ihm nicht in allen Punkten zustimmen. Dazu muss man verstehen, dass er zwar aus einer liberalen Perspektive schreibt, es allerdings dennoch die Sicht eines privilegierten, weißen Mannes ist, der von außen auf eine Gesellschaft blickt, die er zwar analysiert, aber deren täglichen Kampf und Leidensdruck er nicht versteht. Zwar stimme ich ihm insofern zu, dass der Diskurs verarmt, wenn sich nur noch persönlich Betroffene in einer Debatte zu Wort melden dürfen, er macht sich aber leider auch wenig Mühe, die Antriebskräfte der von ihm kritisierten jüngeren Generation zu verstehen. Denn die Frage ob Widerstand gegen ein etabliertes System zu Recht oder zu Unrecht geschieht, liegt immer im Auge des Betrachters und hängt davon ab, ob der Grund des Wiederstandes mit dem eigenen Weltbild deckungsgleich ist oder nicht. Dass er also beispielsweise die vergangene Bürgerrechtsbewegung und heutige Bewegungen wie Fridays for Future mit zweierlei Maßen bewertet, ist unfair und von seinem eigenen Weltbild geprägt.
An manchen Stellen ist mir seine Argumentation außerdem kurzsichtig und geradezu naiv erschienen. Wenn beispielsweise verurteilt wird, dass in der Wissenschaft Personalentscheidungen politisiert werden und bevorzugt diskriminierte Minderheiten eingestellt werden, argumentiert er, Exzellenz und Arbeitsqualität sollen die einzigen Maßstäbe sein. Als ob nicht jede Personalentscheidung immer politisiert und von systemischen, gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten und verinnerlichten Verhaltensmustern geprägt ist und seit Jahrhunderten Entscheidungen, die vordergründig nur die Exzellenz anführen, zugunsten von privilegierten Gruppen getroffen werden. In einer perfekten Gesellschaft würde alleinig die Qualität zweier Bewerbende ausschlaggebend sein für die Entscheidung, leider sind wir davon aber noch weit entfernt und solange das System noch systematisch gewisse Gruppen benachteiligt (beispielsweise sorgen riesige Hürden im amerikanischen Bildungssystem dafür, dass systematisch privilegierte, reiche Personen an Universitäten bevorzugt werden), ist die Nicht-Berücksichtigung dieser Diskriminierung bei Entscheidungen bedenklich. Auch das Argument, dass von sogenannten "Affirmative Actions" (also der kompensatorischen Bevorzugung von ansonsten diskriminierten Personen) Personen profitieren würden, die nie Diskriminierung erfahren haben, finde ich fragwürdig. Der Autor bezieht sich hierbei besonders auf schwarze und Weiße Personen, man kann die Argumente aber auf andere Formen von Diskriminierung übertragen. Egal ob Erlebnisberichte von PoC oder Statistiken zu Arbeitslosigkeit, Polizeigewalt, materiellem Reichtum oder Gefängnisaufenthalten (die der Autor übrigens selbst anführt) - es ist trotz Fortschritte in den letzten Jahrzehnten keinesfalls davon auszugehen, dass systematischer Rassismus überwunden wurde und dieser alle Angehörigen der Minderheit betrifft (wenn auch in verschiedenen Ausmaßen - Stichwort: Intersektionalität).
Auch René Pfisters Meinung zu Mikroaggressionen kann ich nicht teilen. Die schädliche Wirkung von Mikroaggressionen auf das Wohlbefinden und die mentale Gesundheit von Betroffenen sind mehrfach nachgewiesen und keinesfalls ein Ausdruck von "Überempfindlichkeit". Und das Erkennen von solchen Mikroaggressionen führt im besten Fall nicht zu Schweigen und Angst, sondern zu Verstehen und Veränderung. Es geht bei der Debatte ja nicht darum, Weiße Menschen zu bösartigen Tätern und schwarze Menschen zu Opfern zu machen, sondern darum, Verständnis und Fingerspitzengefühl zu fördern. Generell finde ich die unterschwellige Bezeichnung der heutigen Studentenschaft als "empfindlich", die sich aus seinen Argumenten zu Mikroaggressionen, aber auch zu Sprache finden lässt, sehr ärgerlich. Sensibilisiert zu sein für Themen, über die sich vor einigen Jahren noch keiner Gedanken gemacht hat und der Versuch, sich selbst vor den negativen Auswirkungen zu schützen, die die Umwelt auf einen haben können, würde ich nicht als empfindlich bezeichnen.
Denn auch wenn ich vollkommen hinter offenen Diskussionen als Treiber von Fortschritt und neuen Ideen stehe bin ich der Meinung, dass es in einer offenen Meinungsschlacht, in der alles gesagt werden darf, auch zu schwerwiegenden Folgen kommen kann. Denn ist ein lauter Streit immer gerecht und hilfreich? Oder ist vielleicht auch ein bisschen Aktivismus nötig, um Minderheiten im offenen Streit zu unterstützen, die sonst untergehen würden...? Auch das Argument des Autors, dass die Linke zu wenig offenen Diskurs mit unangenehmen Fragen und unangenehmen Meinungen zulässt, finde ich ein wenig kurzsichtig. Denn der Wunsch nach Konformität und wenig Anecken ist meiner Meinung nach weniger ein Problem, das aus dem linken Gedankengut an sich, sondern eher dem allgemein immer ruppig werdenden Umgangston, der aktuellen Diskussionskultur sowie der Schnelllebigkeit und Verbreitung von Meinungen im Internet zuzuschreiben ist. Unter Shitstorms, Blasenbildung durch Algorithmen und der Durchsetzung der lautesten Stimme leidet der Diskurs sowohl von rechts als auch von links, das kann man also nicht dem Inhalt der Argumente und einer generellen Unfähigkeit der neuen Linken anrechnen.
Außerdem spielt die Frage nach dem Ton der Debatte eine große Rolle, bei der Frage, ob man sich in ihr engagieren sollte oder nicht. Dass man mit Gefühlen nicht argumentieren kann, stimmt natürlich. Das Ziel ist und bleibt eine sachliche Debatte zu führen. Aber das ist bei emotional aufgeladenen Themen und besonders mit persönlich betroffenen Personen aber nun mal schwer möglich. Denn beispielsweise einer BiPoC zu sagen, der Rassismus sei überwunden und sie sei nur zu empfindlich wird nicht dazu führen, dass die Person mit sachlichen Argumenten gewinnbringend zur Debatte beiträgt. Klar, es wäre sinnvoll, die Debatte trotzdem aufzunehmen, wenn das Gegenüber fundamentale Werte nicht teilt, Falschinformationen verbreitet oder verletzende Sprache benutzt - vielleicht ist es genau in solchen Situationen sinnvoll, das Wort zu erheben. Aber kann man das von betroffenen Personen erwarten? Oder geht der Selbstschutz manchmal nicht vor?
Natürlich ist es nicht der richtige Weg, auf abweichende Meinungen oder gewisse Äußerungen mit Zensur und Einschüchterung zu reagieren, aber man muss sich heutzutage auch nicht mehr alles gefallen lassen und alles, was zu weit von der Realität entfernt ist, um noch als Meinung zu gelten, fällt eben auch nicht unter die Meinungsfreiheit. Um es mit dem Beispiel des Autors zu sagen: Ein Wissenschaftler, der behauptet, dass es genetische Unterschiede zwischen Ethnien in der Intelligenz gibt, ist offensichtlich rassistisch motiviert und dessen Forschung und Gedankengut demnach kritisch zu hinterfragen.
Die negative Reaktion der Studierendenschaft auf einen solchen Wissenschaftler hat dann nichts mit "Cancel Culture" zu tun, sondern mit gesunder Skepsis gegenüber unsauberer Forschung. Denn ich stimme dem Autor auch nicht zu, dass es egal ist, welche politische Gesinnung WissenschaftlerInnen haben. Das Klima an der Uni bestimmt die Denkweise einer nächsten akademischen Generation und prägt die Richtung der Forschung maßgeblich mit! Natürlich gibt es Fälle, in denen Protestaktionen von Studierenden als Ausdruck der Intoleranz abweichender Meinungen verstanden werden kann. Und klar kann keiner wollen, dass die öffentliche Meinung oder laute Stimmen im Internet der Maßstab für akademische Entscheidungen bestimmen und aus Angst vor Verurteilung übereilte Entscheidungen wie die Ausladung von RednerInnen oder der Rauswurf von Personal getroffen werden. Der Grund dafür sehe ich aber eher in der Verunsicherung der Menschen in Führungspositionen, die vor allem mit den unsicheren Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft zusammenhängt. Wer nur einen befristeten Arbeitsvertrag hat und dringend auf Förderung angewiesen ist, kann es sich eben nun mal nicht leisten, eine kontroverse Meinung zu vertreten. Ändert man das, können auch Universitäten wieder mehr Kontroversen aushalten und zu einem Ort der freien Diskussion werden.
Zum Thema Sprache hält sich der Autor stark zurück und gibt nur im Fazit am Ende an, es gebe auch sprachliche Grenzen. Zwischenzeitlich lässt sich aber eine Abneigung gegen von ihm bezeichnete "Sprachkontrolle" erkennen, wenn er beispielsweise das Binnen-I als "massiven Eingriff" in die Sprache bezeichnet. Es ist das Eine, konsequent in einem Sachbuch nicht zu gendern, das Andere, selbst gegen gendergerechte Sprache zu wettern. Dass die Diskussion über sensible Sprache akademisiert und an einem Großteil der Bevölkerung vorbei geht, stimmt durchaus, aber ist es deshalb weniger sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, welche Alternativen es zu verletzende Begriffe geben könnte und diese vorzuschlagen? Welche Formulierungen sich durchsetzen wird sich sowieso mit der Zeit zeigen, da Sprache sich frei entwickelt und niemandem aufgezwungen werden kann. Ich finde die Angst vor einer "Sprachpolizei" also eher lächerlich und rechten Provokateuren zuzuordnen.
Sehr interessant fand ich hingegen René Pfisters Ausführungen zu der Frage, ob heutzutage journalistische Objektivität noch das Ziel ist oder lieber gesehen wird, dass eine eindeutige Haltung vertreten wird. Auch seine Gedanken zur kulturellen Aneignung fand ich sehr spannend, wenn er auch hier wieder überspitztere Beispiele verwendet, als notwendig gewesen wäre. Die negativen Nebenwirkungen der Intersektionalitäts-Idee beschreibt er ebenfalls gut, lässt aber völlig unter den Tisch fallen, dass die von ihm genannten "feministischen Ikonen" wie zum Beispiel Alice Schwarzer, Transpersonen nicht respektieren und aus diesem Grund geächtet werden anstatt weil sie in Vergleich zu anderen FeministInnen immer noch "zu privilegiert" sind.
Der letzte Abschnitt versöhnte mich ebenfalls nochmals mit dem Buch und der dort vorgetragenen Rede auf den freien Diskurs als wichtiger Anker unserer Demokratie kann ich auch vollkommen zustimmen. Als Kompromiss aus seinen 257seitigen Darlegungen über Meinungsfreiheit, Aktivismus, offenen Streit und Konformität würde ich vorschlagen, dass man als funktionierende Gesellschaft alles vier benötigt: Aktivismus ohne Meinungsfreiheit ist gefährlich, Meinungsfreiheit ohne Aktivismus allerdings auch, da dies zu nichts führt und keine Veränderungen generiert. Reibung zwischen politischen Lagern und auch zwischen Generationen ist wichtig, Kompromisse und Verständnis allerdings auch, um einer Spaltung des Landes und der Generierung von Feindbildern vorzubeugen, wie es in den USA teilweise schon passiert ist. Für mich persönlich nehme ich also aus "Ein falsches Wort" mit, dass es wichtig ist, ein gesundes Maß an Skepsis zu behalten, seine eigene Meinung nie als einzige Wahrheit anzusehen und beständig nach Anteilen von Ideologie in den eigenen Einstellungen zu suchen. Diese Rezension abschließen möchte ich mit einem Zitat aus René Pfisters Fazit: "Demokratie ist im Kern der Streit um das stärkste Argument und die Fähigkeit zum Kompromiss. [...] Aber die Demokratie kann nicht dadurch geschützt werden, dass man den offenen Diskurs beschneidet."
Fazit:
"Ein falsches Wort" ist ein interessantes Sachbuch, das die Gefahren linker Ideologie aus einer liberalen Perspektive analysiert und damit hervorhebt, dass es möglich ist, die Diskussionskultur und Herangehensweise progressiver Kräfte sachlich zu kritisieren, ohne in rechte Parolen abzurutschen. Abzug gibt es je einen Stern für objektive Schwächen wie Wiederholungen, bewusst überspitzte Beispielen und inhaltliche Oberflächlichkeit an einigen Stellen sowie für subjektiv empfundene Widersprüche.
Like many opinions on cancel culture, I think this tries to hard to make a somewhat nonissue into an issue. “Cancel Culture”, just like in his examples, tends to affect those in positions of power, not everyday people. In several of the examples, the characters had done something that was at best negligent.
Overall, the book does touch on important issues, especially in its conclusions about the right’s response to the left ideology. However, the author comes close to addressing, but ultimately fails to fully address, the elephant in the room - that these grass roots left movements have been hijacked by upper class, and mostly white, intellectuals. This was clear to me when the author began the book with his experience of leftist ideology in Chevy Chase, one of America’s most wealthy and influential towns. To me, this town’s, and others like it, support of certain issues is based in self interest and ignores addressing the class issues which plague people of color and other minority groups in the USA. What began as addressing class issues, often within the scope of race and gender equality, has been picked up and changed by the intellectual left.
I agree that dialogue is an extremely important aspect of democracy, and I do think the author does try to advocate for this in the book. However, dialogue must go both ways, and when the conservatives allow hateful demagogues (Trump, Shapiro, Limbaugh, etc.) to represent their beliefs, how can constructive debate take place? It is one thing to argue over fiscal policy. It’s another to encourage the public shaming of people, especially those of minority groups.
I think the outsider perspective is certainly valuable, however it does miss certain aspects and in some cases lacks cultural understanding. This is true for my outsider perspective in Germany. Definitely an interesting read and would recommend. However, I wish the author expanded more on the right’s response to this issue (and I think if this book had been released just a few months later, he would have had plenty of material to work with, i.e. the further book bans and recent law changes in certain states).
Plumpe, oberflächliche Analyse. Der Großteil des Buchs ist eine Aufzählung einzelner Fälle, denen ein Zusammenhang angedichtet wird, der fragwürdig und in vielen Fällen bei weiterer Betrachtung widerlegbar ist. Eine Anti-Empfehlung, außer als hate read.
1. Pozor na každé slovo poukazuje na problém, ktorý pre liberálne zmýšľajúcich ľudí môže znamenať istá časť progresívnej ľavice , ktorá obhajuje kultúru vymazávania, kritickú rasovú teóriu, politiku identity či koncept mikroagresie. Hovorí v podstate o tom, čo ohrozuje liberálov zľava. 2. Kniha hovorí o tom, odkiaľ pramenia tieto myšlienky a tiež poukazuje na ich nepriaznivé účinky cez konkrétne skúseností ľudí, ale tiež štatistiky a štúdie a tiež cez zdravý sedliacky rozum autora. Zároveň poukazuje na to, že tieto ideové prístupy ani neriešia to, čo sľubujú, že vyriešia (napríklad antirasistické školenia neznižujú rasizmus). V skratke teda hovorí, že isté tendencie dnešnej ľavice sú deštruktívne a nikam nevedú. 3. Kniha je stále napísané primárne pre liberálov (pretože autor napríklad celú republikánsku stranu vníma ako antidemokratickú, i keď jej uznáva nejakú pravdu) a teda je kniha výzvou pre liberálov, aby týmto smerom nešli, lebo tým ohrozia slobodu prejavu.
Dojmy
Za mňa super zhrnutie hnutia, ktoré verím, že pomaly pôjde do zabudnutia. Veľmi oceňujem, že si autor dal záležať a ponúkol ideové základy tohto hnutia. Slabinou knihy sú veľmi zjednodušujúce poznámky na margo Republikánskej strany, ktoré vyznievajú neprofesionálne. Strašenie Trumpom v čase, keď už sa stal opäť prezidentom, je smiešne. A z pohľadu Európana a Slováka z dediny táto kniha popisuje absurdnosť a ak sa raz dožijem dňa, keď mňa niekto obviní z toho, že od počatia nenávidím černochov, tak budem plakať od smiechu. Pochopil by som nevraživosť voči Terchovčanom alebo Sajdákom (Párničanom), ale černochom? Čiže za mňa sa to oplatí čítať, ak chceme pekné zhrnutie absurdnosti ľavicových ideológii a ich koreňov, ale inak ani veľmi nie.
3 najlepšie citácie
- Belosi vedome alebo nevedome robia všetko, čo je v ich silách, aby si uchovali svoju nadvládu a udržali si kontrolu. - Pred nenávistnými prejavmi by nemali byť chránení všetci ľudia, ale len historicky utláčané skupiny a rasistické výroky černochov sú legitímnou formou sebapresadzovania. - Otvorená diskusia a živá výmena názorov vraj nepripravuje študentov na život, ale, naopak, traumatizuje ich…predstava, že intelektuálnym vrcholom je prísne odborná diskusia, pochádza zo sveta, ktorému vládli bieli muži.
Zhrnutie+poznámky
Podľa prieskumov YouGov z novembra 2021 uviedlo 57 Britov, že občas nevyjadrujú svoje názory na politické alebo sociálne otázky, pretože sa obávajú negatívnych dôsledkov. (21) 84 percent Američanov zas pokladá za problém, ak niektorí spoluobčania svoje právo na slobodné vyjadrenie názoru nevyužívajú z obavy, že to bude mať následky. Až 55 percent opýtaných sa priznalo, že v uplynulých rokoch radšej držali ústa, lebo sa obávali drsnej kritiky alebo dokonca odplaty. (21)
Tieto a mnohé ďalšie štatistiky prináša René Pfister v úvode svojej knihy Pozor na každé slovo, aby tak poukázal na fakt, že sa v západnom svete deje niečo nie dobré. V úvode knihy Pfister vykresľuje situáciu, ako sa ako novinár ocitol v USA a ako okrem problematických republikánov začal vnímať problémy aj na ľavej strane politického spektra. Základný problém videl v obmedzení slobody slova a dialógu medzi stranami.
Následne skrze príbehy konkrétnych ľudí vykresľuje, ako si začal uvedomovať problémy, o ktorých hovorí. Svoje rozprávanie začína príbehom Iana Buruma, bývalého šéfredaktora New York Review of Books, ktorého vyhodili, lebo uverejnil názorový text istého muža, ktorý bol obvinený zo zneužívania žien, ale zo všetkých obvinený bol oslobodený. To sa vraj nepatrilo. Pfister ukazuje, že kultúra vymazávania sa môže dotknúť každého, teda aj liberálneho človeka. Novinár hovorí, že tento prípad možno vnímať ako “problém žurnalistiky, ktorá stratila odvahu otvárať a následne uniesť kontroverzné diskusie”. (31)
Vykresľuje tiež ideové korene tohto hnutia. Spomína autorov ako Derrick Bell (kritická rasová teória), Kimberlé Crenshaw (intersekcionalita), ale celé to podľa neho začalo u sociológa Herberta Marcuseho, intelektuálneho priekopníka študentskej revolty, ktorý napísal text Represívna tolerancia.
Jedným zo základných tvrdení tohto autora je, že tolerancia, ktorá umožnila ľuďom rôznych náboženstiev a presvedčení žiť pospolu, je v skutočnosti nástrojom útlaku v rukách mocných. (34) Tolerancia vytvára fikciu slobody a stáva sa nástrojom, ktorým sa nevoľníctvu udeľuje oslobodzujúci rozsudok. Tolerancia je pre mocných prostriedkom na presadenie ich vlastnej politiky s argumentom, že je pre dobro všetkých. (34)
Marcuse preto navrhuje, aby politické sily, ktoré podľa neho stoja v ceste pokroku, boli vykázané preč z verejného diskurzu. Slobodu prejavu a zhromažďovania by odňal skupinám a hnutiam, ktoré obhajujú agresívnu politiku, zbrojenie, šovinizmus a diskrimináciu na rasovom a náboženskom základe alebo vystupujú proti rozširovaniu verejných služieb, sociálneho zabezpečenia či zdravotnej starostlivosti. (35)
Následne Pfister ukazuje, kde všade dopad týchto myšlienok v dnešnej akadémii môžeme nájsť. Napríklad profesor **Stephen Brookfield hovorí, že na dosiahnutie skutočnej tolerancie je potrebné vykázať ideológiu hlavného prúdu dôsledne z vyučovania napríklad tak, že v programe vzdelávania dospelých budú prístupné len afrocentrické hlasy a úvahy. (37)
Ďalším ideovým otcom dnešných politických tendencií ľavice je Michel Foucault, ktorý sa zaujímal o život a schopnosť udržať sa mocenských systémov. Napríklad na margo trestného systému hovorí, že sa stal sofistikovanejší, efektívnejší a všeobijímajúci, ale v žiadnom prípade nie zhovievavejší, ohľaduplnejší alebo humánnejší. (38)
V jeho očiach inštitúcie fungujú len na to, aby sa upevnili vládnuce pomery a jeho ústredným pojmom je moc, ktorá je zapustená v samotnej spoločnosti a prúdi jej krvným obehom. Moc a poznanie sú neoddeliteľne spojené. (39)
A moc je úzko spätá tiež s jazykom. Pre Foucaulta neexistuje moc a pravda mimo diskurzu, sú jeho produktom. Diskurz nie je len reflexiou moci, ale je tým za čo a s čím sa bojuje, je mocou, ktorej sa človek snaží zmocniť. Z toho vyplýva, že nástrojom kritiky moci je analýza diskurzu, teda pátranie po nových naratívoch a formách nadvlády, ktoré tieto naratívy vyjadrujú. (40)
A Pfister dodáva, že Foucaultovo myslenie nakoplo myšlienku, že čo ak možno spochybniť základné presvedčenie západnej demokracie - čo ak princíp jeden človek, jeden hlas, predstavuje len tabletku na upokojenie utláčaných más? (41)
Tu prichádza v 80. rokoch na scénu Derrick Bell, právnik, ktorý tvrdil, že bieli Američania uznali práva černochov len pre vlastný prospech, nie z morálnych dôvodov. Rasizmus podľa neho nie je vlastný len jednotlivcom, ale tvorí podstatnú súčasť americkej spoločnosti a jej politických inštitúcií. Rasa je konštrukt, ktorý má zabezpečiť nadvládu bielych. Čierni ľudia museli presadiť akýkoľvek pokrok proti tvrdému odporu bieleho mocenského kartelu. (43) Bell na inom mieste tiež tvrdí, že belosi vedome alebo nevedome robia všetko, čo je v ich silách, aby si uchovali svoju nadvládu a udržali si kontrolu. (45)
Bella možno považovať za zakladateľa Kritickej rasovej teórie a jeho pokračovateľmi sú tieže Richard Delgado a Jean Stefancic, ktorý vo svojom úvode to tejto teórie hovoria napríklad, že kritická rasová teória principiálne spochybňuje liberálny poriadok, vrátane zásady rovnosti, zvažovania právnych argumentov atď… (46)
Ďalšie podklady ku Kritickej rasovej teórie sa nachádzajú v zborníku Words That Wound (1993). Nanovo sa tu definuje sloboda prejavu, pričom sa zohľadňuje perspektíva obetí. Napríklad sa tu hovorí, že pred nenávistnými prejavmi by nemali byť chránení všetci ľudia, ale len historicky utláčané skupiny. (47) A na inom mieste, že rasistické výroky černochov sú legitímnou formou sebapresadzovania. (48)
V inej eseji s názvom Môže byť sloboda prejavu progresívna odpovedaná Louis Michael Seidman, že nie. Podľa neho by progresívci mali odhodiť fakľu slobody prejavu od seba skôr, než sa na nej popália. (49) V knihe Words That Wound taktiež nachádzame veľmi prísne jazykové predpisy pre univerzity. Dozvedáme sa, že otvorená diskusia a živá výmena názorov vraj nepripravuje študentov na život, ale, naopak, traumatizuje ich. (50) Na inom mieste zas čítame, že Kritická rasová teória sa nesnaží spoločnosti porozumieť, ale ju aj zmeniť. (52) Autorka Peggy McIntosh zas tvrdí, že úspech bielych ľudí je do veľkej miery spôsobený privilégiami, ktoré majú vďaka svojej farbe pleti a naopak, že deficity v Černošskej komunite sú dôsledkom rasizmu. Ústrednú rolu v dnešnom antirasistickom diskurze tak zohráva aj determinizmus. (53). Iný autor Donald Moss zas tvrdí, že belošstvo je stav, ktorý sa najprv získava, potom sa vlastní, pričom je to zhubný, parazitický stav, na ktorý sú obzvlášť náchylní bieli ľudia. (53)
No a napokon je tu legenda (ktorú možno poznať aj z dokumentu Am I Racist?) Robin DiAngelo. Autorka knihy Nice Racism, v ktorej hovorí, že ak máme dosiahnuť skutočný pokrok, musíme prestať na jednotlivcov nazerať v ich rozmanitosti. (54) Pfister spomína tiez Kimberlé Cranshaw a jej teóriu intersekcionality, ktorá zas hovorí, že diskriminácia môže mať rôzne úrovne. V skratke, biely heterosexuálny muž to má spočítané. Táto myšlienka podľa Pfistera tvorí základ pre úplne novú formu politického aktivizmu. Zatiaľ čo tradičné hnutie za občianske práva sa zameriavalo na rovnoprávnosť…teória intersekcionality stavia diskrimináciu na hlavu. Stáva sa zdrojom osobitných a špecifických nárokov, pomocou ktorých môžu utláčaní podnikať kroky proti svojim utláčateľom. (57) Podľa novinára však práve myšlienky Cranshaw môžu rozložiť celý progresívny tábor, pretože z nich vyplýva, že si obete konkurujú. (57) A tak sa teória intersekcionality stala základným pilierom sekulárnej sekty, ktorý je hnacím motorom ideológie, ktorá umožňuje každého, kto ma iný názor, vyradiť z hry. (59)
Ďalší príbeh, ktorý Pfister prináša je príbeh Doriana Abbota, vedca, ktorému zrušili prednášku na MIT. V jeho prípade je fascinujúce, že zaznel aj takýto argument od vedkyňa Phoebe. A. Cohenovej, ktorá hovorila, že predstava, že intelektuálnym vrcholom je prísne odborná diskusia, pochádza zo sveta, ktorému vládli bieli muži.(67)
Na inom mieste a v inom prípade istí študenti zas napísali, že “skúsenosti a pocity sú tiež spôsobom, ako skúmať svet a nadvláda racionálnej a myšlienkovej perspektívy, akú často možno nájsť na univerzitách, obmedzuje…spoločnú tvorivosť, zdravie a možnosti…” (74)
Neskôr popisuje príbeh Dávia Shora, ľavicového analytika, ktorý na Twitteri napísal, že je nebezpečné, keď sa ľavica uzatvára do svojej bubliny a poukázal na nebezpečenstvo násilných protestov pre hlasy Demokratickej strany. Aj za to však dostal vynadané. (124)
Takto pokračuje autor ďalej a popisuje vplyv progresívnych ideológii na univerzitné prostredie, kapitalistické prostredie, kde mnohé veľké korporáty (Amazon) robia kadejaké woke veci, ale popri tom sa správajú zle k svojim zamestnancom.
Rozobral tiež myšlienky jednej z hláv Critical Race Theory Ibrama X. Kendiho a hovorí že ľudia ako on, alebo aj DiAngelová vytvárajú akési nové náboženstvo a svet, v ktorom existujú zatratení (belosi) a vykúpení (ľudia inej farby pleti), akurát božský verdikt o vine sa vynáša už pri narodení, nie až na konci sveta. (172) Celou knihou sa vinú tiež trochu zjednodušujúce popisy republikánov a Donalda Trumpa a obava, že sa stane opäť prezidentom (tak sa môžeme tešiť na to zlo, čo príde). Pfister ale hovorí tiež, že v USA si republikáni uvedomili potenciál oslobodania bielych voličov od paušalizujúceho obvinenia, že sú beneficientami rasistického systému. Ich odpoveďou na protirasistický katechizmus ľavice je všeobecné rozhrešenie. (181). Ukazuje však, že kultúra vymazávania funguje aj napravo, na príklade Chrisa Rufa, ale tento prípad je oveľa slabší ako všetky ostatné spomenuté. Pretože podľa autora pravica vymazáva vtedy, keď sa zakazuje vyučovanie Critical Race Theory alebo keď sa zakazuje vyučovať obsah, ktorý by spôsoboval pocit viny u žiakov. Pfister sa pýta, ako potom vyučovať o otroctve, aby sa nevyvolal pocit hanby u bielych žiakov. Republikáni taktiež zakazujú čítať určité knihy (väčšinou tie, ktoré šíria myšlienky, ktoré Pfister kritizuje, ale tiež napr. Maus). (192)
V závere knihy Pfister polemizuje, či predsa len nebude niečo dobrého na tom, o čo sa snaží progresívna ľavica. Veď na druhej strane je nebezpečenstvo víťazstva Donalda Trumpa. No svoje úvahy zakončuje z môjho pohľadu tromi tvrdeniami, že:
(A)ľavicová politika identity škodí predovšetkým politickému stredu a tomu osvietenejšiemu táboru. Pomáha určitému politickému prostrediu v sebautvrdzovaní a posilňuje jeho presvedčenie, že je obdarené vyššou morálkou. Dogmy a články viery tejto malej bubliny sú však také rigidné, že pôsobia odpudivo na väčšinu voličov - bez ohľadu na pohlavie a farbu pleti. (200)
(B)Zvodnosť tejto politiky vidí v tom, že ťažké otázky, pri ktorých sa žiada vyvažovanie, zmieta zo stola gestom morálnej jednoznačnosti: už nikdy viac ploty a múry v Európe! Trans práva sú ľudské práva! Nenávisť nie je názor! To sú však podľa neho len frázy, ktoré vám pomôžu prežiť diskusnú reláciu, nie voľby (203)
(C) Ak sa však politika bezmyšlienkovite podriadi dogmám transrodového hnutia alebo katechizmu protirasistického hnutia, mnohí ľudia sa budú cítiť šikanovaní a obrátia sa k stranám, ktorých obchodným modelom je bezostyšnosť. Výsledkom nebudú otvorené diskusie, ale paralelné politické svety, ktoré už nebudú spolu komunikovať./ (207)
Čerstvo dočítaná, 55. knižka tento rok. Pekne sa mi to spája aj s nedávnym Protestom proti progresivizmu v Košiciach, kde som mal možnosť verejne vystúpiť.
Prečítať si tak mimoriadne obsažnú, konkrétnymi príkladmi nabitú publikáciu na tému ľavicovej jazykovej šialenosti padlo mimoriadne vhod. Už teraz viem, že si Pfisterovu kvalitnú dokumentačnú prácu uchovám a v prípade potreby aj archívne použijem.
Obávam sa však, že „jediná“ prednosť, kvalitná vlastnosť titulu (samozrejme okrem pútavej čitateľnosti), spočíva práve v jeho silnej dokumentačnej hodnote.
Nemecký redaktor známeho denníka SPIEGEL, René Pfister, si tentokrát vzal na mušku už absolútne neúnosnú liberálno-ľavicovú tyraniu – nové náboženstvo politického, novinárskeho a filozofického sveta, ktoré sa nehanbí vypľúvať jednu neomylnú dogmu za druhou. Detailne a s poctivým akademickým dôrazom mapuje jednotlivé prípady týchto spoločenských prehreškov – kedy sa novinár, herec, politik či iná vplyvná osobnosť prekecla a ako odpoveď prišla spŕška útočných šípov vyzývajúcich ku nenapraviteľnému pokániu a samozrejme aj ukričaný internetový lynč.
Príkladov je tu ozaj mnoho a teší ma, že niekto také obrovské množstvo prípadov zhrnul odborným a kvalitným spôsobom na jedno miesto. Plus, dobre sa to číta, rozdelenie kapitol poskytuje jasný tematický rámec jednotlivým myšlienkovým okruhom – čitateľ má jasno, odkiaľ autor prichádza a kam smeruje.
Knižku by som však prirovnal ku krásnemu domčeku na pláži: pevné drevené steny, hustá slamená strieška, palmičky okolo – ale roztekajúce sa pieskové základy.
Kritizovať ľavicu a zároveň obhajovať liberálnu ideológiu ako „pôvodcu“ nevídaného blahobytu posledných storočí, prípadne neustále vyzdvihovať obranu demokracie, je ako snažiť sa zachrániť rozpadávajúcu sa prímorskú chatu prihadzovaním ešte väčšieho množstva piesku. To, čo americkí koshervatívci či ich sympatizanti (ktorí sú v zásade liberálmi) radi oddeľujú od ľavice, je len ďalšou vetvou prirodzeného rastového symptómu zvráteného filozofického smeru, ktorý na trón pokladá ľudské indivíduum so všetkými jeho „neodňateľnými“ právami.
Práve preto argumentačná línia – hoci plná skvelých, perfektne zdokumentovaných príkladov – že ľavicová, progresívna ideológia ohrozuje tú pravú, dobrú a nespochybniteľnú slobodu prejavu, totálne padá a vyznieva smiešne. Pritakávanie vykonštruovaným problémom, ktoré aktivisti „snažia“ riešiť, tiež nepomáha.
Pozor na každé slovo je obsahovo, dokumentačne a archívne mimoriadne dobre spracovaná knižka, poskytujúca skvelý materiál na sledovanie blúznenia progresívnych pomätencov.
Hlavná téza ju však uzatvára do škatule typických liberálnych kníh, ktoré v konečnom dôsledku nič iné nedokážu, než sa kruhovo vracať k osvieteneckej neomylnosti a „správnosti“ tohto nového svetového poriadku.
Lohnt sich. Zeigt auf, dass sich die progressiven Liberalen lieber gegenseitig einhegen statt sich mit echten Rassisten zu beschäftigen und welche Folgen nicht-religiöse Glaubensvorstellungen haben können.
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Im ersten Drittel hatte ich die Befürchtung, das wird eine anekdotische Sammlung von Twitter-Aufregern über Cancel-Vorfälle an US-Unis. Gut, dass dann noch was nachkam! Drei Jahre nach Erscheinen hilft Pfister dabei, den derzeitigen Vibeshift in den USA zu verstehen und darzulegen, wie es auch Linksintellektuelle mit den Fakten nicht so genau nehmen, wenn es der vermeintlich guten Sache dient.
Ein Plusplunkt des Buches ist dabei, dass Pfister selbst aus der Perspektive des progressiven Lagers schreibt. So ist sein Ton weder verbissen kulturkämpferisch oder hämisch-süffisant, sondern ernsthaft besorgt über die Werte der Demokratie und Meinungsfreiheit, die Menschen links der Mitte eigentlich vehement verteidigen. Gut, dass Pfister in Kapitel 11 auch auf die massiv illiberalen Blüten der republikanischen Bildungspolitik und ihren zensierten Lehrplänen hinweist. Nur selten überzieht er, etwa, wenn er Ideologie mit einer Glaubensrichtung gleichsetzt.
Was etwas fehlt, ist die Analyse, wie diese doch sehr kleine Denkschule die Diskurshoheit erringen konnte, wo doch nicht nur der Großteil der Bevölkerung, sondern selbst die Mehrheit des New-York-Times-Newsrooms Bauchschmerzen bei manchem Argument zu haben schien.
Was für ein Buch. Es erleuchtet die Vorgänge rund um die Unsagbarkeit von Begriffen, dem abstrusen Gefühl Freiheitsrechte würden beschnitten und man dürfe nicht mehr alles sagen. Es hat mich aufgeklärt und gleichzeitig erschreckt. Die Hinwendung großer Teile der Bevölkerungzu Positionen am politischen Rand sowohl in den USA als auch in Deutschland wurde für mich viel verständlicher. Denn die Wesenskraft der Freiheit ist und bleibt missbeliebige Meinungen auszuhalten, eine freie Presse, die das Adjektiv noch verdient und sich nicht selbst beschneidet und letztlich der Respekt vorm politischen Gegner.