Kailin O’Read stirbt. Der berüchtigten Piratenkapitänin bleibt nicht mehr viel Zeit, bis ein schrecklicher Fluch sie einholt. Um ihrer Mannschaft aus Außenseitern und Ausgestoßenen trotz ihres bevorstehenden Todes eine bessere Zukunft zu ermöglichen, nimmt sie einen riskanten Auftrag an: Sie sollen Gwennaelle von Auenwies, die Prinzessin eines fernen Königreichs, aus den Klauen einer grausamen Hexe befreien. Als sie im Turm ankommen, in dem Gwennaelle die letzten fünfzehn Jahre ihres Lebens gefangen gehalten wurde, ist die Hexe allerdings spurlos verschwunden – und die vermeintlich hilflose Prinzessin hat sich längst selbst befreit. Gemeinsam treten sie die gefährliche Reise durch die Gewässer der Hundert Inseln an und Gwen und Kailin kommen sich dabei unerwartet näher. Doch die Prinzessin ist nicht diejenige, für die sie sich ausgibt – und wenn ihr Geheimnis ans Licht kommt, könnte dies das Leben der gesamten Mannschaft aufs Spiel setzen …
Das musste sich die damals 10-jährige Evelyne über ihre erste Geschichte anhören. Zum Glück wusste sie schon damals, dass das ein Haufen Hundekacke war. Und schrieb unbeirrt weiter.
Fast zwanzig Jahre und mindestens genau so viele Veröffentlichungen später ist Evelyne nach wie vor der Phantastik verfallen, und das mit genauso viel Leidenschaft wie damals. Dabei tobt sie sich gerne innerhalb des Genres aus und hat von Urban Fantasy über High Fantasy, Märchenadaptionen und Dystopien Bücher für fast jeden Geschmack geschrieben. Dabei darf es auch gerne mal bunt und queer sein. Eben wie im echten Leben auch.
Kailin O’Read ist Kapitänin einer Piratenmannschaft aus Außenseitern. Bei einer Mission wurde sie verflucht, innerhalb eines Jahres zu sterben. Sie möchte ihrer Mannschaft ein besseres Leben ermöglichen bevor dies geschieht und nimmt daher den riskanten und gut bezahlen Auftrag an, Prinzessin Gwennaelle von Auenwies aus den Klauen einer Hexe zu befreien. Doch als sie dort ankommen hat sich Gwen längst selbst befreit. Auf dem gemeinsamen Weg zurück in ihre Heimat kommen sie und Kailin sich näher. Ich habe ja nun schon einige Bücher von Evelyne Aschwanden gelesen und was mir immer wieder besonders gut gefällt ist, wie mühelos Diversität in ihre Geschichten eingeflochten ist. Und so war es auch in diesem Buch wieder. Kailins Crew aus Außenseitern besteht aus den verschiedensten Gestalten mit den verschiedensten Hintergründen. Da gibt es eine ganze Menge an gelungener Repräsentation. Die Autorin hat für dieses Buch auch mit Sensitivity Readern zusammengearbeitet. Die Charaktere waren dann auch das Beste am ganzen Buch! Diese Gruppe der unterschiedlichsten Menschen wirkte eher wie eine Familie und ich habe es geliebt, zu beobachten, wie sie die verschiedensten Dinge zusammen gemacht haben – von gefährlichen Aufträgen hin bis zu ganz alltäglichen Sachen. Die Geschichte konnte mich absolut überzeugen. Auch wenn ich sagen muss, dass die Auflösung des Buches für mich alles andere als überraschend kam, war es hier der Weg, der die Charaktere und mich dorthin führte, der zählte. Und diesen habe ich sehr geliebt! Insgesamt war die Geschichte sehr sensibel erzählt und ich habe sie sehr gerne gelesen. Ein kleiner Kritikpunkt war für mich leider der Schreibstil. Bei den anderen Büchern der Autorin hat mir dieser eigentlich immer sehr gut gefallen, doch leider wirkte er in diesem Buch gerade zu Beginn auf mich etwas steif. Das hatte vor allem damit zu tun, dass ich mir häufiger gewünscht hätte, dass mehr Inhalte gezeigt, statt nur gesagt worden wären. Fazit: Ich kann diese extrem diverse Geschichte definitiv weiterempfehlen! Die Charaktere sind großartig umgesetzt und besonders der found family Trope konnte mich hier voll und ganz überzeugen.
“Ein Meer aus Feuer” hat vieles, was ich an Büchern liebe. Es gibt Magie, eine Gruppe von Menschen, die eine kleine Familie geworden sind, eine Slow-Burn Lovestory und queere Figuren. Umso gespannter war ich auf das Buch.
Es geht direkt Actiongeladen los. Und wie es bei mir mit Actiongeladenen Starts ist, brauchte ich etwas Zeit, um in eine Geschichte reinzukommen. Hinzu kommend, wenn die Geschichte in einer anderen Welt spielt, von der ich noch keinen Plan habe. Anfangs war ich mir auch nicht sicher wo die Geschichte hingeht … Und dann treffen die Piratin Kalin O`Read und die verschwundene Prinzessin Gwennadelle von Auenwies aufeinander...
Die Prinzessin hat sich längst selbst aus ihren Turm befreit und ist überrascht, statt einem Prinzen wie in ihren Büchern eine Piratin vor sich zu haben. Diesen Umgang mit Märchen Klischees habe ich absolut gefeiert und es durchzieht sich durch den Roman. Ab Gwen's Auftauchen war ich hin und weg von dem Buch.
Besonders liegt dies an den wunderbaren Figuren. Kalins Crew besteht aus einer Reihe einzigartiger Menschen, dem riesenhaften schweigsamen Calico, der ein dunkles Ereignis seiner Vergangenheit hütet, die kampferprobte Grace, die eine erzwungene Heirat gegen ein Piratenleben eingetaucht hat, die charismatische Magierin Morgan sowie die Zwillinge Kidd & Will, die wortwörtlich zusammen gehören. Besonders bei letzteren beiden war ich froh, dass sie nicht nur für einen Coming Relief herhielten. Kidd ist zwar aufgeweckt und eine absolute Dramaqueen und hat mich häufiger zum lachen gebracht, doch auch seine Figur erhält Tiefe. Alle Nebenfiguren sind sehr greifbar und ich mochte den Umgang mit der casual queerness.
Doch zurück zu den Hauptfiguren: Kalin und Gwen sind beides starke Frauen, die sich im Laufe der Geschichte entwickeln. Während Kalin lernen muss, nicht immer nur ihre taffe Seite zu zeigen, lernt Gwen ihre Kräfte kennen und kämpft gegen ihre Selbstzweifel (der Umgang damit fand ich äußerst gelungen!). Dabei verliert sie aber nie ihre träumerische und hoffnungsvolle Seite.
Bei der Lovestory der beiden habe ich sehr mitgefiebert, ich bin einfach ein riesen Fan von Slow-Burn. Da ist Platz für so viel Gefühl <3 Wie gesagt, ich brauchte Zeit, um in die Welt reinzukommen, war ich drinnen, fand ich das Karibik-Fantasy Setting besonders interessant, insbesondere die Wurzeln der Magie fand ich spannend. Gegen Ende wird es dann auch richtig emotional und eine Sache hat mir richtig richtig gut gefallen, die ich jedoch an dieser Stelle nicht spoilern will :)
Wie ihr merkt: Ich bin hellauf begeistert und kann es daher weiterempfehlen! :)
Ein weiteres fantastisches Buch aus der Feder von Evelyne Aschwanden. Wie schon in der Märchenwald-Dilogie habe ich ganz besonders die Diversität und die casual Queerness gefeiert, aber auch das Worldbuilding und das Magiesystem sind unglaublich spannend. Mein absolutes Highlight waren allerdings die Charaktere, die ausnahmslos alle toll ausgearbeitet sind; auch die Nebenfiguren. Mein Liebling war Grace, weil ich sie so gut nachvollziehen konnte, doch auch Morgan und die beiden Protagonistinnen habe ich ins Herz geschlossen und insbesondere Gwens Geschichte und ihre Entwicklung haben mich zutiefst berührt. Die Liebesgeschichte zwischen Gwen und Kailin ist der Inbegriff von wholesome, auch wenn sie sich für meinen Geschmack ein kleines bisschen zu schnell entwickelt bzw. zu schnell von "Liebe" die Rede ist. Darüber kann ich jedoch vor dem Hintergrund der grandiosen Botschaft am Ende hinwegsehen. Von mir gibt es 4.5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
Zu Beginn war mir der Schreibstil ein bisschen zu hölzern und distanziert, "show don't tell" ist das Stichwort. Doch im Verlauf der Geschichte konnte ich mich immer mehr in die Figuren hineinversetzen und auch ihre Beweggründe nachvollziehen. Eine tolle Pirat*innen-Geschichte, nicht perfekt, aber durchaus lesenswert und unterhaltsam! 3,5 Sterne.
„Sie wünschte sich, sie wäre ein Stern. Für immer glühend. Nie erlöschend. Ewig während.“ . Worum geht’s? . In „Ein Meer aus Feuer“ begleiten wir die Piraten-Kapitänin Kailin und ihre Crew auf einer der abenteuerlichsten Reisen ihres Lebens. Auf der Suche nach einem Schatz wird Kailin von einer Seehexe verflucht. Ihr bleibt eine kurze Zeit, bis der Fluch ihr das Leben nimmt. Um ihre Crew, die für sie ihre Familie ist, zu beschützen und sie nach ihrem Tod versorgen zu können, nimmt Kailin einen Auftrag an, den bisher keine*r abschließen konnte: dabei muss sie die Prinzessin Gwen aus der Gefangenschaft einer Hexe befreien und sie unbeschadet ihren Eltern übergeben. . Meine Meinung . Endlich mal ein Buch, bei dem die Prinzessin nicht von einem Prinzen gerettet wird! Kailin, eine auf Fremde furchteinflößende Piratin wirkt wie ein Fels in der Brandung. Nichts kann sie erschüttern. Sie musste früh erwachsen werden und vertraut nur wenigen. Aber wenn sie jemanden ins Herz geschlossen hat, kämpft sie für sie bis zum Ende, egal was es sie kostet. Der found-family-trope steht in dem Buch im Vordergrund. Die außergewöhnliche Crew lernen wir im Laufe der Story kennen und lieben. So unterschiedlich sie sich alle auch sind, sie sind eine Familie und halten zusammen. Prinzessin Gwen, die sich zuerst Rettung in Gestalt eines Prinzen erhofft, ist überrascht, stattdessen von einer Piratin gerettet zu werden. Ich finde es cool, dass hier nicht nur sehr junge Menschen dargestellt werden. Die Charaktere sind unterschiedlichen Alters. Jede*r von ihnen hat eine eigene Geschichte und keine*r wird gezwungen, über die eigene Vergangenheit zu reden. Es sei denn, die Person ist dafür bereit und will sich den anderen mitteilen. Das fand ich klasse, sowas wünsche ich mir oft auch im reallife. Die Spannung baut sich im Laufe der Ereignisse auf und entlädt sich am Ende in einem großartigen Finale. Mensch bangt und hofft, weint und lacht. So muss es sein! „Ein Meer aus Feuer“ wird euch gefallen, wenn ihr Lust auf eine interessante Story mit karibischem Setting, found-family-trope (mit einer leichten slowburn Romanze, die sich jedoch nicht in den Vordergrund drängt), diversen queren Charakteren, Magie, Hexen und Pirat*innen habt. Ihr findet eine Menge an reps in der Story. Unter anderem PoC, trans*, sapphic, disabled und ace. Lest alles dieses Buch!
Auf ein neues Buch von Evelyne freue ich mich natürlich immer, besonders, da "Ein Meer aus Feuer" gar nicht so lange nach ihrem letzten Werk erschienen ist. Da war die Wartezeit schön kurz🤭 Das Setting auf einem Schiff auf dem Meer fand ich super. Es gefiel mir total, dass wir alles auf einem Schiff erleben können, das ist mal was anderes. Die Mannschaft der Roten Räuberin war einfach toll. Calico, Grace, Kailin, Kidd, Will und Morgan waren ein super Team. Hier sieht man auch mal wieder, das Evelyne sich wirklich die Mühe macht, die verschiedensten Menschen zu integrieren, Menschen verschiedenen Geschlechts, unterschiedlicher Hautfarben, mit verschiedenen Sexualitäten und auch Menschen mit Behinderungen. Sie integriert alles und bietet uns dabei natürlich auch eine wichtige Message. Denn gegen Ende habe ich tatsächlich recht gehabt und Evelyne lässt es sich natürlich nicht nehmen, das Brechen des Fluches mit einer wichtigen Botschaft an uns alle zu versehen und gleichzeitig eben auch zu zeigen, dass Märchen heutzutage durchaus auch Kritik gebrauchen können. Das Abenteuer von Kailin und Gwen war spannend, voller Wendungen und die Handlung war einfach wirklich toll. "Ein Meer aus Feuer" ist definitiv eins meiner liebsten Werke von Evelyne!
Ich hab ein bisschen gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden, aber dann war sie echt schön. Die größte Stärke der Geschichte ist die Diversity. Die Charaktere sind queer, disabled, aus verschiedenen Kulturen... Die größte Schwäche ist der Fluch, den Kailin O'Read sich gleich am Anfang der Geschichte einfängt, und der in seiner Wortwahl so subtil ist wie ein Amboss und dadurch viel von dem Ende vorweg nimmt. (Und warum muss man wahre Liebe finden, um den Diebstahl eines Schatzes wieder gutzumachen?!) Wenn man so was jedoch ausblenden kann, bekommt man eine süße Piratengeschichte mit einer angenehmen Mischung aus Action und sympathischen Charakteren.
Eine märchenhafte Geschichte über Piraten und Prinzessinnen. Ich hatte so viel Spaß mit den Charakteren, die in diesem Buch wirklich zum Leben erwachen. Ich war beeindruckt davon, wie viel Mühe die Autorin in den Aufbau dieser Welt gesteckt hat. Diese Art von Kreativität vermisse ich in so vielen modernen BookTok-Büchern. Ich liebe es, dass die Autorin nicht vergessen hat, verschiedene Sprachen und Dialekte, die Religion und Geschichte des Ortes sowie die politischen und diplomatischen Einflüsse zwischen den Ländern einzubauen. Diese Liebe zum Detail fehlt mir bei vielen AutorInnen, loved that. Ich fand auch die Diversität der Figuren richtig spannend und habe mich sehr darüber gefreut, dass auch Behinderungen thematisiert wurden! Ein weiterer Aspekt, der mir besonders gefallen hat, war das Design des Fluchs, des Silberpfads, des Dolches, der sich langsam ins Herz schiebt. Sehr kreativ gemacht. 🐚🐚🐚🐚🐚🐚🐚🐚🐚🐚🐚🐚🐚🐚🐚 Die Geschichte ist super klischeehaft: eine Mischung aus Rapunzel, und Shrek, nur mit Piraten, man kann sich schon denken, was passieren wird. Und trotzdem macht das Lesen richtig Spaß. Es gibt Action, aber im Grunde geht es mehr um das Gefühl und die Figuren, die die Handlung tragen. Ich fand es schade, dass man über manche Charaktere wie Will und Kidd nie wirklich etwas erfährt. Und ich hatte echt Mühe, Gwen zu mögen *Publikum beginnt zu buhen*... ja ja, ich weiß, sorry. So sehr ich Kailin mochte und mit ihr mitgefühlt habe, ich konnte mit Gwen einfach nichts anfangen. Ich hab ehrlich nicht verstanden, was Kailin an ihr findet. Was ist Gwen, außer heiß, was Kailin so verrückt nach ihr macht? Kailin sagt zwar, dass sie intelligent ist, aber wir sehen das nie wirklich, außer, dass sie mal erwähnt, Bücher gelesen zu haben, was jetzt nicht automatisch auf Intelligenz schließen lässt. Gwen ist über weite Strecken naiv, schüchtern, unsicher und sucht ständig nach Gründen, sich selbst als Opfer darzustellen. Jedes Mal, wenn Leute versuchen, sie zu trösten, behauptet sie, sie würden lügen und sie sei schrecklich, und wenn sie sie einfach mal ignorieren, beschwert sie sich, dass man ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. Ich verstehe, dass sie ihr ganzes Leben lang eingesperrt war und bei einem Abuser gelebt hat, es wäre seltsam, wenn sie davon nicht ein bisschen gestört wäre. Aber genau deshalb konnte ich nicht nachvollziehen, warum Kailin so verliebt in sie ist? Gwen ist hübsch und hilflos, okay. Vielleicht hat Kailin ein paar Mama-Komplexe. Ich verstehe schon, warum Gwen sich so schnell in Kailin verliebt: sie war ihr ganzes Leben lang eingesperrt, und sobald jemand nett zu ihr ist, verliert sie sich komplett darin. Aber dass Kailin so viel für Gwen empfindet? Keine Ahnung. Es war klar, dass da was zwischen den beiden läuft, aber es fühlte sich oft so an, als würden sie sich hauptsächlich wegen des Aussehens gegenseitig anziehen. Gwen findet Kailin super sexy, Kailin findet Gwen super hübsch – und das war’s. Das Ende war etwas rashed und hatte so einen Vibe von „My Little Pony“-Finale – aber ganz ehrlich: es hat Spaß gemacht, also scheiß drauf, ich hab’s genossen. Ich würde es auf jeden Fall ein paar Leuten empfehlen. 💕💕💕💕💕💕💕💕💕💕💕💕💕💕💕
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Der berühmt-berüchtigten Piratenkapitänin Kailin O’Read bleibt nicht mehr viel Zeit bis ein Fluch ihr den Tod bringen wird. Doch vorher möchte sie noch die Zukunft ihrer Crew sichern. Daher übernimmt sie den Auftrag Prinzessin Gwennaelle von Auenwies aus den Klauen einer bösartigen Hexe zu retten. Doch als sie deren Gefängnis der letzten 15 Jahre erreichen, hat Gwen sich bereits selbst befreit. Gemeinsam begeben sie sich auf die gefährliche Reise durch die Gewässer der Hundert Inseln, um die Prinzessin wieder mit ihrer Familie zu vereinen. Dabei kommen sich Gwen und Kailin unerwartet näher.
Kailin scharrt eine Mannschaft aus Außenseitern und Ausgestoßenen um sich. Jede:r von ihnen ist etwas besonderes und wurde direkt von mir ins Herz geschlossen. Über eine so außergewöhnliche und diverse Gruppe habe ich selten lesen dürfen. Ich finde es toll, dass sie eben nicht „perfekt“ sind. Sie haben Ecken und Kanten, machen Fehler und grade das macht sie authentisch, nahbar und liebenswert.
Kailin ist tapfer, schlagfertig, kampferprobt und loyal. Außerdem vielleicht auch ein wenig waghalsig, was sie überhaupt erst in ihre jetzige Situation gebracht hat. Für ihre selbst gewählte Familie würde sie alles tun. Da ist der große, starke und sanftmütige Koch Calico, die weise und einfühlsame Magierin Morgan, die Brüder Will und Kidd, die sich stets untereinander kabbeln und Grace, die Gwen gegenüber mehr als misstrauisch ist.
Gwen ist nach Jahren der Gefangenschaft und Isolation verständlicherweise ganz schön unbedarft, unsicher und zurückhaltend. Es ist schön sie auf ihrem Weg zurück ins Leben zu begleiten und zu beobachten wie sie nach und nach aufblüht. In ihr steckt viel mehr als sie ahnt. Themen sind daher auch vor allem Selbstfindung, Emanzipation und geballte Frauenpower.
Ich liebe das Setting, welches in einer karibisch anmutenden Welt spielt und vom Goldenen Zeitalter der Piraterie inspiriert wurde. Wir haben hier also tolle Fluch der Karibik Vibes, was ich sehr gelungen finde. Noch spannender wird das Ganze durch zahlreiche Fantasy-Elemente wie Hexen, Drachen und Magie. Die Handlung ist actionreich, teilweise etwas blutig und sogar gruselig, bietet viele Wendungen und Überraschungen. Aber natürlich wird es auch oft sehr emotional 🥺
Mit „Ein Meer aus Feuer“ hat Evelyne Aschwanden eine feministisch angehauchte queere High Fantasy-Geschichte geschaffen, die mich sofort gefesselt hat.
Das Buch an sich war wundervoll, packend, unterhaltsam und der Schreibstil wirklich unfassbar tragend. Eigentlich ein 5 Sterne Buch, aber es gab einfach überhaupt keinen Smut??? Das war mau.
Edit: Ich muss allerdings einigen Rezensionen zustimmen, die die Hautfarbenbeschreibung der PoC-Charaktere anprangern. Ich möchte mir selbst, als weiße Person, dazu kein umfassendes Urteil erlauben, war aber einige Male über die Wortwahl durchaus irritiert.
Hier findet man Fantasy und eine Liebesgeschichte - aber Liebe kann verschiedene Formen annehmen und findet nicht immer nur romantisch zwischen zwei Menschen statt. An manchen Stellen ging mir die Entwicklung der Charaktere etwas zu schnell und mich hat es sehr genervt, dass Kailin über ein wichtiges Thema nicht offen mit der Mannschaft spricht. Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch mit toller Message :-)
Ich sollte echt akzeptieren, dass ich keine deutschen Bücher mehr lesen sollte obwohl es meine Muttersprache ist. 🥲
Die Story Idee klingt gut und unterhaltsam, aber der Schreibstil ist so hölzern, dass das Lesen kein Spaß macht. Es ist hauptsächlich "telling but no showing", wenn es idealerweise andersrum sein sollte.
Die Beschreibungen der POC Charaktere sind zweifelhaft mit "mitternachtsschwarz" und solchen Adjektiven. Es gibt genug POC Content Creator, die sagen was eine gute Beschreibung von Haut, Haaren etc ist. Daran sollte man sich orientieren als Nicht-POC Autor:in. 👀 Super irritierend ist auch das Zwillingsduo im Buch. Bei der Vorstellung der Männer klang es erst nach eineiigen Zwillingen. Zwei Seiten weiter wird beschrieben, dass es ein Körper mit zwei Köpfen ist aka Siamesische Zwillinge. Ich weiß, dass man sie nicht so nennen kann, wenn man einen Fantasy Roman schreibt, aber man könnte sich ja was anderes ausdenken oder sie einfach zu regulären Zwillingen machen. (Ich hab eh das Gefühl gehabt, dass sie für Diversity Points genutzt worden sind, was ich zweifelhaft finde angesichts der Geschichte wie Menschen immer mit solchen Zwillingen umgegangen sind bzw. es immer noch machen.)
Davon abgesehen: das World Building ist so … ugh. A) keine Karte obwohl andauernd irgendwelche Königreiche genannt werden und man keinerlei Überblick hat wo man ist. B) Es werden immer wieder Dinge wie Götter erwähnt, aber ohne viel Erklärung wer was wie wieso weshalb … Was bringen mir Namen, wenn ich keine Ahnung habe was sie bedeuten? Und erst Seiten später was dazu sagen ist nutzlos. Ich will kein info dumping haben, aber nur ein paar Begriffe an Kopf geknallt bekommen, bringt mir als Leser auch nichts.
Cover: Absolut gelungen! Ich liebe die Atmosphäre, die das Cover rüber bringt, es passt einfach perfekt.😍
Meinung: Zunächst möchte ich einmal erwähnen, dass ich die Art und Weise, wie die Autorin am Anfang eine Contentwarnung ausspricht, absolut großartig finde.
Ich Liebe einfach den Schreibstil von Evelyne Aschwanden. Sie schreibt so schön locker flockig, sodass ich wieder mal einen hervorragenden Lesefluss hatte. Die Geschichte führt uns diesmal in ein karibisch angehauchtes Setting, wo nicht nur die Machtkämpfe dreier Königreiche präsent sind, sondern auch noch richtige Piraten ihr Unwesen treiben. Eine dieser Piratencrews begleiten wir auf ihren Reisen durch die Hundert-Inseln und erleben ein packendes Abenteuer.
Kailin O’Read ist die Kapitänen der roten Räuberin und hat es dementsprechend Faust dick hinter den Ohren. Sie ist eine richtige Kämpferin, welche nicht auf den Mund gefallen ist und eine Herausforderung gern entgegennimmt. Von der sogenannten Garde wird sie für ihre verbrechen gesucht, dementsprechend muss sie natürlich immer auf der Hut sein, um ihre Crew zu beschützen. Auf den ersten Blick könnte man meinen, eine Piratin und Verbrecherin ist natürlich böse, doch wer entscheidet, was böse ist? Kailin O’Read ist noch so viel mehr als die Piratin, hinter dieser Fassade steckt eine vielschichtige junge Frau, welche für ihr Crew bis ans Ende der Welt Reisen würde. Gwennaelle von Auenwies war 15 Jahre in einem Turm eingesperrt und hatte keine Kontakte zur Außenwelt, außer zu der Hexe, welche sie eingesperrt hat. Zunächst ist sie völlig verunsichert und mit der Situation nun frei zu sein, vollkommen überfordert. Sie hatte jahrelang gehofft, irgendwann von einem Prinzen gerettet zu werden, doch anstatt des Prinzen kamen Piraten. Gwen vertritt sehr naive Ansichten und muss sehr schnell lernen, dass die Realität nicht dem eines Märchenbuchs entspricht. Als Prinzessin fällt ihr der Umgang mit der Piraten-Crew nicht so leicht, doch mit der Zeit blüht sie auf und zeigt uns das hinter dem scheuen Mädchen auch eine starke Frau versteckt ist.
Die beiden Protagonisten haben mir richtig gut gefallen. Sie sind beide so unterschiedlich und dennoch haben sie auch Gemeinsamkeiten und machen im Verlauf der Geschichte beide eine ganz wundervolle Entwicklung durch. Doch auch der Rest der Crew ist der Wahnsinn! Ich habe sie alle in mein Herz geschlossen, denn Evelyne hat jeden Einzelnen so viel tiefe und Authentizität geben, einfach unglaublich. Besonders begeistern konnte Grace, denn auch sie macht im Hintergrund eine wirklich schöne Entwicklung durch.
Fazit: Evelyne hat mich wieder durch und durch begeistert! Wir haben hier ein atemberaubendes Setting, welches an die Karibik angelehnt ist und eine Welt, in welche Piraten ihr Unwesen treiben. Wie so oft konnte Evelyne mich wieder sehr stark mit den Figuren beeindrucken. Man merkt sowohl bei den Protagonisten als auch bei der Crew, wie viel liebe in jeder einzelnen Figur steckt. Sie sind alle so facettenreich, voller Tiefe und Authentizität, ich liebe das. Eine Geschichte, welche mich mit ihren ruhigen Momenten, aber auch mit den zahlreichen actiongeladenen Szenen überzeugt hat. Von der ersten bis zur letzten Seite bleibt es spannend und lesepausen werden einem schwer gemacht. Die Liebesgeschichte in diesem Buch hat mir total gut gefallen, denn sie wirkte nicht übereilt, was ja nun mal häufig der Fall ist. Die Autorin hat es aber auch wieder ganz wunderbar geschafft aufzuzeigen, dass Liebe mehr als nur ein Gesicht hat, wie tief die Verbundenheit von Freunden und Familie sein kann. Auch in ein Meer aus Feuer gibt es wieder verschiedene queere Figuren, welche wieder absolut großartig dargestellt worden sind! Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung für diese ganz andere, aber absolut wundervolle Piratengeschichte.💖 Ich danke Evelyne Aschwanden von Herzen für dieses Rezensionsexemplar.
Ich weiß nicht so recht, was ich schreiben soll, weil ja😅
Ich mochte das Buch, es war etwas anderes und voller queerer Personen, dass mein Herz ein Stückchen mehr aufgegangen ist, aber genauso hab ich mich so oft gefragt ,,WHY!?“
Die Geschichte von Kailin und Gwen ist echt mega süß und definitiv einen read Wert. Irgendwie so wirklich abgeholt, hat sie mich aber nicht. Gelesen habe ich sie natürlich ohne mich zu zwingen, er teilweise fiel es mir zu leicht das Buch wegzulegen.
Heißt aber null, dass es nicht gut ist!
Vielleicht lag es bei mir am Schreibstil der Autorin oder woran auch immer, aber ja, es war einfach so.
Daneben find ich es auch ein wenig amüsant, dass wirklich alle Figuren doch ein wenig müde sind, wenn sie immer so müde lächeln🤝🏻 gerade Kailin die immer nur mit einem müden Lächeln beschrieben wird, aber gut, dann hat sie wohl nicht lang genug geschlafen😂
Die Charaktere sind aber insgesamt toll aufgebaut, mit einer guten Backroundstory und tollen Verhaltensweisen, bis auf die Tatsache, dass mit Kailin und Gwen manchmal zu blöd waren um Kontexte zu verstehen.
I mean, Gwen sagt Kailin, dass sie sie liebt und Kailin trauert immer noch darum, dass sie den Fluch nicht brechen könnte????
Hoffentlich bringt Gwen Kailin schnell das Lesen bei, damit die Geschichten darüber lesen kann, wie dumm es ist zu versuchen Gefühle zu unterdrücken. (Shoutout an all die Bücher, die mich das gelehrt haben🤝🏻)
Ja und sonst? Das world building war 🫶🏻 und Charaktere die man hassen sollte, konnte man easy und seeeehr gut hassen (Grüße an Radwan und meiner Hoheit den Prinzen)
Mein Motto bei dem Buch, lies es, weil es ist schon gut, aber jetzt nicht unbedingt zum umhauen🫠
Vermutlich werde ich jetzt aber auch mehr Bücher der Autorin lesen, weil ja, ist einfach so😅🤝🏻
Aaahhhh und noch eine Sache, ich würde so Kurzgeschichten über alles was bei den anderen vor der roten Räuberin passiert ist, anders gerne lesen. Über die Zwillinge, Grace, Morgan, Calico und Kailin. Währe schon echt toll
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Ein Meer aus Feuer war mein erstes Buch der Autorin und weil ich Geschichten mit Piraten lieben, dachte ich, ich gebe ihm mal eine Chance.
Das Buch hat meine Erwartungen übertroffen! Anfangs habe ich ein wenig gebraucht um reinzukommen, musste mich erst mit der Welt und den Charakteren vertraut machen.
Spätestens ab der zweiten Hälfte konnte ich ein Meer aus Feuer dann nicht mehr aus der Hand legen. Es war unfassbar spannend und ich habe die Dynamik zwischen den Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein können unfassbar geliebt!
Jeden einzelnen von ihnen habe ich nach und nach ins Herz geschlossen. Nicht selten musste ich Tränen verdrücken und sie am Ende auch von meinen Wangen wischen. Das Buch hat mich mehrfach emotional gemacht.
Ganz besonders berührt hat mich die Message. Ich finde sie grandios. Ich liebe Bücher mit dem Found-Family Trope. Ich liebe die Casual Queerness in dem Buch. Ich liebe wie authentisch Evelyne queere Themen, zum Beispiel Aromantik in der Geschichte verwoben hat. Grace war ein toller Charakter, ich liebe sie sehr! 🧡 Dem Ende gehört mein absolutes Herz. Es macht Ein Meer aus Feuer zu einem richtigen Wohlfühlbuch für mich.
Der Schreibstil war flüssig, sodass ich gerade in der zweiten Hälfte nur so durch die Seiten geflogen bin. Hier und da hätte es noch etwas mehr Show sein können. Dennoch gibt es gerade zum Ende hin viele einprägsame Zitate, die ich mir markiert haben, weil sie mich persönlich ansprechen und ich mich in den Zeilen wiederfinden kann.
Selten hat mich ein Buch so sehr zum Schreiben meines eigenen Romans inspiriert wie das von Evelyne! Es hat mir so viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen! Ich zähle es zu meinen Highlights dieses Jahr und kann es kaum erwarten mehr von der Autorin zu lesen 😍 Killing the Beast wartet schon!
Ich vergebe 4-4,5/5 🌟
Kleine Abzüge geben ich wegen dem doch eher vor sich hin plätschernden Anfang und dafür, dass ich etwa 100-150 Seiten gebraucht habe um mit der Geschichte, Welt und mit seinen Charakteren warm zu werden.
Dieses Buch hat mein Herz. Ich habe Evelyne Aschwanden kurz vor Veröffentlichung dieses Buches auf Instagram entdeckt und mich schon in das Cover verliebt. Aber auch jede weitere Info machte das Buch immer interessanter. Die Illustrationen am Kapitelanfang und die Karte lassen alles noch besser wirken und man ist direkt in die Welt auf hoher See versetzt.
Schon von Seite 1 an war ich gefesselt. Kailin, die Piratenkapitänin fand ich so sympathisch und ich konnte mich direkt super in sie hineinversetzten. Nach wenigen Kapitel lernt man zusätzlich Gwen kennen und von da an werden die Kapitel immer wieder abwechselnd aus den Perspektiven der beiden erzählt. Ich weiß nicht, welche Sicht ich spannender fand, denn beide Charaktere sind so ausgereift und wirken so echt und nah, voller eigener Gedanken, Gefühlen, Erfahrungen und Charaktereigenschaften. Aber diese Ausgereiftheit beschränkt sich nicht nur auf die beiden Protagonistinnen, sondern auf alle namentlich erwähnten Charaktere in diesem Buch. Selbst diese, die nur kurz vorkommen sind perfekt in die Geschichte eingearbeitet.
Die Mannschaft der "Roten Räuberin" kann man nur ins Herz schließen und es ist wirklich eines der besten "found family" Ensemble, die ich bisher gelesen habe. Die Repräsentation und Diversität in diesem Buch ist *chef's kiss*. Da soll noch mal jemand sagen "das ist alles immer auf Krampf". Denn nein, ist es nicht. Es ist wirkt echt, weil es genau so auch in der Realität zu finden ist.
Evelyne Ashwanden hat eine so tolle Arbeit geleistet Diversität und Werte darzustellen und gleichzeitig eine spannende Piratenstory zu erzählen. Eine Geschichte voller Emotionen, Action, Liebe und Selbstfindung.
Gerade die letzten Kapitel haben mich emotional so mitgenommen, ich musste mir laufend Tränen aus den Augen wischen. Es war definitiv nicht das letzte Buch der Autorin für mich!
Das Cover hat mich tatsächlich direkt neugierig auf das Buch gemacht und es passt natürlich auch wunderbar zu den beiden Protagonistinnen und zur Thematik Piraten - ich mag es also.
Auch der Schreibstil von Evelyne Aschwanden hat mir gut gefallen, denn er ist durchaus flüssig und leicht zu lesen. Es gibt einige spannende Momente, aber auch ein paar ruhigere Kapitel. Ich muss zugeben, dass mich die Kapitelüberschriften anfangs sehr verwirrt haben, aber das liegt wahrscheinlich dann auch wieder nur an mir - kein Kommentar dazu... . Ansonsten bin ich ziemlich gut in die Geschichte reingekommen, denn das Buch beginnt direkt sehr spannend.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Es gibt so einige die ihre eigenen Geheimnisse mit sich herumtragen und nicht wissen, wann und wie sie darüber reden wollen/sollen. Die Liebesgeschichte ging mir perönlich dann doch ein kleines bisschen zu schnell, aber das ist glaube ich Geschmachssache. Toll fand ich auch die Sache mit der wahren Liebe (mehr verrate ich an dieser Stelle aus Spoilergründen lieber nicht).
Insgesamt also eine schöne und spannende Geschichte, voller Magie, Flüchen, Piraten und tollen Charakteren. Ganz hin und wieder hat mir bei den Charaktere noch diese ganz besondere Tiefe gefehlt, aber trotzdem hatte ich ein paar schöne Lesestunden und kann das Buch denjenigen empfeheln, die noch nach einer ganz besonderen Piratengeschichte suchen. Am Ende ging es für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell, aber da kann es anderen Lesenden auch wieder ganz anders gehen.
Ich mochte die Geschichte wirklich gern. Vor allem fand ich die Charaktere toll geschrieben und wie natürlich gesellschaftsrelevante Themen eingeflochten waren. Bspw Diversität, Sexualität, Geschlechtsidentitäten, Found Familiy. Ich hatte auch nicht das Gefühl, das dies gewollt wirkte oder zu viel war, da es immer genug Raum gab die einzelnen Themen zu behandeln oder sie waren einfach ganz natürlich in der Geschichte, ohne "drüber zu reden". So, wie man sich es eben einfach wünscht.
Die Idee der Geschichte fand ich auch sehr schön gewählt. Die Kapitel werden entweder aus Kailins oder aus Gwens Sicht erzählt und beide haben so ihre Probleme mit sich und dem Leben. Die Art und Weise, wie sie sich gegenseitig Halt geben, fand ich wirklich schön. Ebenso wie Probleme bewältigt wurden und die daraus hervorgehende Charakterentwicklung.
Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat kann ich gar nicht benennen. Außer, dass sich die letzten Seiten des Buches für mich irgendwie gezogen haben. Als wöllte es einfach nie enden. In meinen Augen hätten manche Punkte zusammengefasst und gekürzt werden können. Manchen Teilen der Geschichte hat man auch angemerkt, das sie nur einem bestimmtem Zweck in der Geschichte dienen. Sie haben sich nicht so gut in die Geschichte eingepasst und wurden schnell runtererzählt, damit man im Verlauf ein bestimmtes Ereignis hervorheben kann.
Trotz diesen Punkten mochte ich die Geschichte und den Schreibstil der Autroin. Ich werde aufjedenfall schauen, ob mir auch ein anderes Buch aus ihrer Feder zusagt.
Evelyne Aschwanden schafft es immer mehr, zu einer meiner absoluten Lieblingsautor:innen zu werden! Ein Meer aus Feuer hat alles, was ich mir von meinem guten Piratenfantasybuch wünsche: Magie, Kämpfe, nen Schwarzmarkt, eine Crew, bei der man sich sofort heimelig fühlt, Rum, Kartenspiele und die raue See. Kailin O’Read ist eine Capitainin, die mit beiden Beinen im Leben steht. Joah, bis auf den Fluch, den sie dank einer undurchdachten Wette am Hals hat. Seis drum. Was ich sofort gelernt habe, egal ob es um Kailin oder Gwen, die verschollene Prinzessin geht: Never trust a Hexe! Und Sirenen! Hach, ich bin in die Geschichte eingetaucht, habe sofort meinen Platz gefunden, habe mitgefiebert, gelacht und was würde ich nicht dafür geben, nen Urlaub mit dieser tollen cozy Crew zu segeln! Und wie es die Autorin schafft, Diversität unter zu bringen, ganz natürlich, ohne Fingerzeig und so wie es auch in echt sein sollte: Vollkommen natürlich! Für mich war es ein so tolles Buch und ich freue mich aufs nächste aus Evelynes Feder!
Wenn ihr auf Piratengeschichten steht, aber auf der Suche nach etwas mehr zeitgemässen seid, dann seid ihr bei diesem Buch goldrichtig. Diversität wird bei Ein Meer aus Feuer grossgeschrieben, was mich positiv überrascht hat. Das Buch bietet auch alles, was man sich bei einem Piratenroman wünschen könnte. Eine wagemutige Piratin, eine Crew, welche mehr als brutal ist, sich jedoch wie eine Familie verhält und eine verschwundene Prinzessin. Habe ich die Magie schon erwähnt?
Mir hat die Geschichte echt sehr gefallen, auch wenn mich die Kapitelüberschriften am Anfang ein bisschen verwirrt haben und ich ein wenig Zeit benötigte, um zu verstehen, wie sie aufgebaut sind. (Eindeutig mein Fehler😂😂) Die Handlung der Geschichte ist zwar ein wenig vorhersehbar, doch die Figuren und der Inhalt der Geschichte bringen so viel Einzigartigkeit mit. Auch eine Liebesgeschichte fehlt in diesem Roman nicht, was meiner Meinung nach, das Beste ist 😍
Fazit: Das Buch ist wegen vielen Gründen lesenswert und ich kann euch das Buch sehr empfehlen. Vor allem würde ich das Buch an Jugendliche empfehlen.
Ach man, mir tut das irgendwie Leid für das Buch, weil ich es gerne besser bewertet hätte. Ich liebe die Idee, es gibt ein unglaublich diverses Cast mit einer starken found family trope, und es ist eine Selfpublisher-Autorin; und zudem gehen wlw Geschichten im deutschen Buchmarkt leider oft unter.
Im Laufe des Buches bin ich auch wärmer geworden mit der Geschichte. Allerdings habe ich vieles als sehr vorhersehbar empfunden, und die meisten Probleme hatte ich mit dem Schreibstil. Es wirkte alles sehr hölzern und nicht natürlich; auch das (sehr löchrige) Worldbuilding war angefüllt mit Vokabeln, die sich nicht so organisch angefühlt haben.
5 Sterne! Ich habe die Geschichte rund um Kailin, Gwen und der roten Räuberin geliebt. Und habe mich beim Lesen Hals über Kopf in Kailin verliebt. Ich freue mich so sehr über die lesbische Liebesgeschichte. Leider ist Liebe zwischen 2 Frauen immer noch sehr selten in guten Büchern zu finden, besonders in Fantasy. Ich habe bei den beiden mitgefiebert und sie ins Herz geschlossen. Bitte mehr davon <3
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I am so thankful for my friend who lent me this book. I believe i have (finally!) overcome my reading slump and all the angst, pain this book caused me was so so so worth it. I‘m genuinely so happy. The best ending EVER! Genuinely the book I‘ve been waiting for since I swooned over Keira Knightley in Pirates of the Caribbean. 5/5. Amazing.
4.5 - Eine wirklich schöne, diverse, spannende Abenteuergeschichte. Vielleicht sogar ein Märchen. Mit interessanten Figuren, die alle so grundverschieden sind. Die ein tolles Abenteuer erleben, daran wachsen und noch weiter zueinander finden.
Gelungener Abenteuer-Piraten-Roman mit lebendigen, glaubwürdigen Charakteren und toller Energie. Wenn ich allerdings noch einmal von einem "warmen Gefühl" lesen muss, dann beiße ich in die Tischkante.