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Tolkiens Erbe

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Mit seinem Epos »Der Herr der Ringe« verhalf J. R. R. Tolkien der Fantasy zu einem beispiellosen Siegeszug. Der Autor des »Buchs des Jahrhunderts« und des beliebtesten Buchs der Deutschen hatte nicht nur zahlreiche Weggefährten; sein Werk rief auch unendlich viele Nachfolger auf den Plan. Und ebenso gibt es manchen Großmeister der Fantasy, der sich Tolkien und seinen Geschöpfen lieber auf humorvoll-sarkastische Weise nähert. Zwölf der bekanntesten Zeitgenossen und Erben Tolkiens haben zu diesem Buch beigetragen. Es enthält phantastische Abenteuer und magische Märchen von Lord Dunsany, Stephen R. Donaldson, Michael Moorcock, Ursula K. Le Guin, Terry Pratchett und sieben anderen Kultautoren.

Tolkiens Erbe. Heyne SF&F 2001
Neuausgabe als: Tolkiens Erbe: Elfen, Trolle, Drachenkinder. Piper 2005
Tachenbuchausgabe: Tolkiens Erbe: Elfen, Trolle, Weltenschöpfer. Piper 2012

654 pages, Paperback

First published January 1, 2001

92 people want to read

About the author

Erik Simon

117 books2 followers
Nach Abitur und Ausbildung zum Elektromonteur studierte Erik Simon Physik an der TU Dresden. In dieser Zeit wurde er auch aktives Mitglied des später von staatlichen Stellen zerschlagenen Stanislaw-Lem-Klubs, wo er das Aktiv für Auslandsphantastik leitete, das Übersetzungen für die Klubbibliothek anfertigte und Veranstaltungen über ausländische Autoren vorbereitete. Hier wurden bereits zwei seiner Hauptinteressen deutlich: Science-Fiction und Sprachen. Parallel zu seinem Diplom als Physiker erwarb Simon den staatlichen Abschluss als Fachübersetzer für Russisch; er hat seither Science Fiction und Phantastik aus dem Englischen, aus mehreren slawischen Sprachen und aus dem Niederländischen übersetzt. Nach einer kurzen Tätigkeit als Ingenieur in einem Betonwerk wurde Simon 1974 Lektor im Verlag Das Neue Berlin, wo er hauptsächlich Science Fiction aus dem sozialistischen Ausland betreute. Dabei war ein besonderes Verdienst die Publikation der Werke der Brüder Arkadi und Boris Strugazki.

Durch seine Tätigkeit als Lektor, Herausgeber, Übersetzer und Science-Fiction-Theoretiker hatte er einen herausragenden Einfluss auf die Entwicklung der Science Fiction in der DDR. Als Herausgeber erlangte er – neben vielen Anthologien und Erzählungsbänden, die den DDR-Lesern beispielsweise die angloamerikanische und bulgarische Science Fiction näherbrachten – große Verdienste vor allem mit den Lichtjahr-Almanachen, in denen neben in- und ausländischen Erzählungen viele theoretische Arbeiten zur Science Fiction erschienen. Zusammen mit Olaf R. Spittel gab er 1988 das Lexikon Die Science-fiction der DDR. Autoren und Werke heraus, an dem auch Heinz Entner, Otto Werner Förster, Karsten Kruschel, Steffen Peltsch, Ekkehard Redlin und Karlheinz Steinmüller mitarbeiteten.

Als Science-Fiction-Autor bevorzugt Simon die kurze Form. Neben vielen Storys in Zeitschriften und Anthologien veröffentlichte er in der DDR die Erzählungsbände Fremde Sterne (1979) und Mondphantome Erdbesucher (1987), einen Gedichtband, zusammen mit Reinhard Heinrich den Erzählungszyklus Die ersten Zeitreisen (1977) und zusammen mit Olaf R. Spittel eine Broschüre über Science Fiction in der DDR (den Vorläufer des Lexikons). Seit der Verlag Das Neue Berlin Ende 1991 sein Science-Fiction-Programm einstellte, ist Erik Simon als freischaffender Übersetzer und Herausgeber tätig und veröffentlicht Artikel und Buchbesprechungen im Quarber Merkur und in dem Jahrbuch Das Science Fiction Jahr.

Neben Werken der Strugazkis hat er unter anderem auch Romane und Erzählungen von Andrzej Sapkowski und Vernor Vinge sowie den populärwissenschaftlichen Teil in den Bänden über die Wissenschaft der Scheibenwelt von Terry Pratchett, Ian Stewart und Jack Cohen übersetzt. Er hat auch fremde Übersetzungen redigiert, bearbeitet oder ergänzt, darunter Werke von Sergej Lukianenko und den Strugazkis, sowie darin vorkommende Verse nachgedichtet.

Er errang mehrfach den Kurd-Laßwitz-Preis sowie andere Science-Fiction-Preise. Bücher von ihm erschienen in bulgarischer, polnischer, schwedischer und tschechischer Übersetzung, einzelne Erzählungen und Essays in zwölf weiteren Fremdsprachen. Seine Werkausgabe Simon’s Fiction erschien 2002 bis 2014 im Berliner Verlag Shayol, seit 2017 (Band 6) wird sie im Verlag Golkonda fortgesetzt.

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Cynnamon.
784 reviews137 followers
February 17, 2021
The present book is an anthology of fantasy stories by various authors that are somehow connected to Tolkien.

The book is divided into three sections: In the first part we find Tolkien’s predecessors, in the second part Tolkien’s contemporaries and the third part deals with parodistic/satirical fantasy stories.

This collection is certainly interesting in terms of literary history.
In terms of pure reading pleasure, however, I only really liked Stephen R. Donaldson's novella Daughter of Regals and Andrzei Sapkowski's Witcher story really well.

I found Tolkien’s predecessors to be quite old-fashioned in their narrative style and worldview, and Tolkien's contemporaries also seem rather dusty from today's perspective. Nevertheless, their importance for the fantasy genre is of course to be appreciated.

I was really disappointed with the parody section because even Terry Pratchett's contribution is way below its usual level. But maybe I just don't do the Twoflower stories.

So this anthology is certainly significant in terms of the fantasy genre. In terms of reading fun, however, I can only rate 3 stars.
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Das vorliegende Buch ist eine Anthologie von Fantasy-Geschichten verschiedener Autoren, bei denen Verbindungen zu Tolkien feststellbar sind.

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt: Im ersten Teil finden wir die Vorgänger Tolkienst, im Zweiten Teil die Zeitgenossen Tolkiens und der dritte Teil befasst sich mit Parodistischen/satirischen Fantasy-Stories.

Diese Sammlung ist sicherlich interessant in literaturhistorischer Hinsicht.
Was das reine Lesevergnügen betrifft hat mir jedoch nur Stephen R. Donaldsons Novelle Tochter von Königen ganz gut und Andrzei Sapkowskis Witcher-Geschichte richtig gut gefallen.

Die Vorgänger von Tolkien fand ich in Erzählweise und Weltsicht ziemlich altertümlich und auch die Zeitgenossen Tolkiens wirken aus heutiger Sicht ziemlich angestaubt. Dennoch sind sie natürlich in ihrer Bedeutung für das Genre der Fantasy zu würdigen.

Vom parodistischen Abschnitt war ich wirklich enttäuscht, weil sogar der Beitrag von Terry Pratchett weit unter seinem üblichen Niveau liegt. Aber vielleicht mach ich auch einfach die Zweiblum-Geschichten nicht.

Diese Anthologie ist also in Hinblick auf das Genre Fantasy sicherlich bedeutsam. Vom Lesespaß her gesehen kann ich jedoch nur 3 Sterne vergeben.
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