Jeden Tag arbeitet die junge Ava bis zur Erschöpfung auf dem Moorhof im Alten Land. Jede Nacht träumt sie vom Meer. Die Erinnerung an ihre Familie ist von Jahr zu Jahr mehr verblasst, kaum weiß sie noch den Namen ihrer Mutter. Irgendwann will Ava sie in Amerika wiederfinden.
Claire Conrad ist reich. Sie ist schön. Und in ihrem willensstarken Kopf stehen die Zeichen auf Rebellion. Sie will reisen, die Welt sehen, aus den strengen Regeln der Gesellschaft ausbrechen, sie träumt davon, dass ihr Leben endlich anfängt! Wenn wenigstens der Reedersohn Magnus Godebrink um ihre Hand anhalten würde …
Hamburg ist in Aufruhr. Die Cholera hat ihre Spuren in der Stadt hinterlassen. Zahllose Reisende passieren die Hafenmetropole auf ihrem Weg in die Neue Welt, getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben. In der Auswandererstadt begegnen sich Ava und Claire – zwei Frauen, verschieden wie Ebbe und Flut.
Doch das Schicksal schweißt sie untrennbar zusammen.
Ein wirklich spannendes, historisch unglaublich gut recherchiertes Buch mit außerordentlich gut herausgearbeiteten Figuren!
Hamburg ist Ende des 19. Jahrhunderts ein Zentrum für Auswanderer. Die kleine Ava lebt mit ihrer Familie ein armes, bäuerliches Leben voller Entbehrungen. Doch von einem auf den anderen Tag soll sich alles ändern...
Die junge Claire lebt dagegen in Wohlstand. Als Tochter einer angesehenen Familie fällt ihr die Anpassung an den vorgegebenen Verhaltenskodex der Kaiserzeit schwer.
Zwei herausragend geschilderte Frauenschicksale und der gut recherchierte geschichtliche Kontext machen diesen historischen Roman zu einem Leseerlebnis!
Jeden Tag arbeitet die junge Ava bis zur Erschöpfung auf dem Moorhof im Alten Land. Jede Nacht träumt sie vom Meer. Die Erinnerung an ihre Familie ist von Jahr zu Jahr mehr verblasst, kaum weiß sie noch den Namen ihrer Mutter. Irgendwann will Ava sie in Amerika wiederfinden.
Claire Conrad ist reich. Sie ist schön. Und in ihrem willensstarken Kopf stehen die Zeichen auf Rebellion. Sie will reisen, die Welt sehen, aus den strengen Regeln der Gesellschaft ausbrechen, sie träumt davon, dass ihr Leben endlich anfängt! Wenn wenigstens der Reedersohn Magnus Godebrink um ihre Hand anhalten würde …
Hamburg ist in Aufruhr. Die Cholera hat ihre Spuren in der Stadt hinterlassen. Zahllose Reisende passieren die Hafenmetropole auf ihrem Weg in die Neue Welt, getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben. In der Auswandererstadt begegnen sich Ava und Claire – zwei Frauen, verschieden wie Ebbe und Flut.
Doch das Schicksal schweißt sie untrennbar zusammen.
Die Geschichte handelt von zwei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, jedoch fand ich beide Frauen auf ihre Art und Weise toll. Ava, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt und gerne ihre Familie in Amerika suchen würde, muss hart für ihr Geld in Hamburg arbeiten. Claire ist genau das Gegenteil. Sie kommt aus reichen Verhältnissen und trotzdem fehlt in ihrem Leben etwas, was sie anfangs nicht wirklich greifen kann. Eine Person habe ich aus Herzen gehasst und ich glaube, dass ich als Frau mehr als hilflos gewesen wäre in dieser Zeit. Teilweise bin ich so wütend gewesen und ich kann mir nicht vorstellen wie Schlimm die nicht vorhandene Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gewesen sein muss. Ich habe die Geschichte wirklich sehr gerne gelesen, überwiegend ist der Schreibstil sehr flüssig, jedoch gab es den einen oder anderen Moment der etwas zäh gewesen ist. Ich finde schon, dass da ein paar Seiten weniger nicht geschadet hätte. Die Atmosphäre von Hamburg hab ich diesmal nicht wirklich fühlen können wie in der Geschichte Elbleuchten. Da hat für mich irgendwie was gefehlt, was ich auch nicht wirklich ausmachen kann. Das Ende macht dafür einiges wieder wett, denn das habe ich so nicht erwartet und ich bin wirklich sehr gespannt wie die Geschichte weitergehen wird. Trotz der kleinen Kritikpunkten kann ich dieses Buch weiterempfehlen und ich kann euch interessante und spannende Lesestunden versprechen.
Ich hatte mir leider mehr erhofft. An sich fand ich den Roman und die Thematik ganz interessant, aber es hat sich arg gezogen, weil nicht wirklich viel passiert ist. Richtige Handlung und etwas Dramatik kamen erst im letzten Drittel des Buches. Der Stil ist zwar flüssig und gut zu lesen (und das Hörbuch wieder gut zu hören), aber auch die Figuren konnten mich nicht ganz überzeugen, sie wirkten alle etwas blass. Ich hoffe, dass mich der zweite Teil mehr begeistern wird.
Das Jahr beginnt mit einem absoluten Jahreshighlight. Das Buch hat mich direkt in seinen Bann gezogen, obwohl die unterschiedlichen Charaktere und Geschichten anfangs ein wenig verwirrend waren.
Ich liebe den Schreibstil und die Erzählweise von Miriam Georg. Sie schafft es damit, die Situationen so detailliert und authentisch zu beschreiben, dass sie wie ein Film vor dem eigenen inneren Auge ablaufen.
Das Buch ist extrem gut recherchiert und viele Situationen sind, gerade für mich als Frau, sehr erschütternd. Es lässt mich dankbar sein für das, was Frauen inzwischen für sich erkämpft haben, aber eben auch traurig darüber sein, welch weiter Weg noch vor uns liegt und wie schleppenend das alles voran geht.
Ava und Claire sind wahnsinnig mutige Frauen und sehen sich oft riesengroßen Herausforderungen gegenüber die auf den ersten Weg unüberbrückbar erscheinen.
Das Buch endet mit einer großen Enthüllung und Überraschung. Da es sich um einen Zweiteiler handelt aber natürlich auch mit einem Cliffhanger. Gut, dass ich Band 2 bereits hier liegen hatte, so dass ich direkt damit starten konnte.
Band 1 ist auf jeden Fall aber schon mal eine riesengroße Leseempfehlung!
Wie auch schon Elbleuchten und Elbstürme, hat mich auch diese Geschichte einfach nur begeistert! Hier stimmt einfach alles! Miriam Georg entwickelt sich zu meiner Lieblingsautorin in diesem Genre. Ihre Bücher werden blind gekauft. Fiebere schon auf Teil 2 hin. Absolute Leseempfehlung!
„Das Tor zur Welt - Träume“ ist der erste Teil der Dilogie über die Hamburger Auswandererstadt von Miriam Georg aus dem Rowohlt-Verlag.
🅄🄼 🅆🄰🅂 🄶🄴🄷🅃 🄴🅂 Ava lebt auf einem Moorhof im Alten Land und schuftet dort Tag ein, Tag aus. In der Nacht träumt sie davon, nach Amerika zu reisen, um ihrer Familie wiederzufinden. Claire ist reich, schön und stur. Auch sie träumt vom Reisen und hofft darauf, endlich einen Heiratsantrag von Magnus zubekommen. Nachdem die Cholera in Hamburg ausgebrochen war, wurde die Auswandererstadt erbaut, um den vielen Reisenden einen Platz zu bieten. Dort begegnen sich Ava und Claire. Beide könnten nicht verschiedener sein und trotzdem bringt das Schicksal sie zusammen.
🄼🄴🄸🄽🄴 🄼🄴🄸🄽🅄🄽🄶 Das Cover passt sehr gut zum Thema der Geschichte und in den beiden Frauen erkennt man wunderbar Claire und Ava. Der Schreibstil von Miriam Georg passt wieder einmal sehr gut in die Zeit. Er ist sehr spannend und emotional. Zudem ist er an den richtigen Stellen sehr bildlich, sodass der Leser sich die damalige Zeit wirklich gut vorstellen kann. Es wurde nichts beschönigt. Es gab so einige Momente, die mir eine Gänsehaut beschert haben. Alle Charaktere in dem Buch wirken sehr authentisch und sind sehr vielfältig. Sie werden nach und nach eingeführt. Als Leser lernten man sie in Ruhe kennen und wird nicht überfordert. Durch die Charakterwahl ist die Geschichte sehr interessant und der Leser wird das eine oder andere Mal wirklich sehr überrascht. Für alle, die auf eine Liebesgeschichte hoffen, werden natürlich auch nicht enttäuscht. Ich persönlich liebe die Dynamik und Anziehung zwischen Quint und Clarie total. Als Leser merkt man, dass sich Miriam Georg mit der damaligen Zeit auseinander gesetzt hat. Sollte sie etwas von der Geschichte abweichen, erklärt sie es im Nachwort. Es hat mir wirklich gut gefallen. Das Setting konnte mich von vorne bis hinten überzeugen. Es gab immer spannende Wendungen und das Ende ist offen, sodass ich sehr den zweiten Teil entgegenfiebere. Die Geschichte hat mich schauern lassen, erschreckt, bewegt und zum Schmunzeln gebracht. Danke Miriam Georg für dieses wundervolle Buch.
🄵🄰🅉🄸🅃 „Das Tor zur Welt - Träume“ ist ein absolutes Lese- und Jahreshighlight für mich. Es hat einfach alles gestimmt, vom Schreibstil über die Charaktere hin zum Handlungsverlauf. Eine sehr runde Sache, die den Leser in die Vergangenheit zu Ava und Claire schickt. Für jeden, der gerne historische Romane liest, ist „Das Tor zur Welt - Träume“ auf jeden Fall etwas.
In Miriam Georgs neuem Roman Das Tor zur Welt: Träume geht es um zwei Frauen aus vollkommen unterschiedlichen Welten. Auf der einen Seite Ava, ein Mädchen aus armen Verhältnissen aus dem Alten Land, die jeden Tag schwer arbeitet, doch so wenig hat und davon träumt eines Tages nach Amerika auswandern zu können, um dort ein besseres leben zu haben und auf der andere Seite Claire, eine wohlhabende Tochter aus gutem Haus, die stets ihren Willen durchsetzen will und der dennoch etwas in ihrem Leben. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen - am Anfang hatte ich zwar etwas Probleme in die Geschichte zu kommen, aber mit jeder Seite wurde sie spannender und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert - und gelitten. Miriam Georg schafft es erneut die große Spanne zwischen Arm und Reich dem Leser vor Augen zu führen und weckt mit einer vollkommen unerwarteten Wendung der Geschichte die Neugier direkt den zweiten Teil lesen zu wollen.
Das Tor zur Welt: Träume von Miriam Georg ist in der Hörbuchfassung von Tanja Fornaro gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch tatsächlich in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Dieses Buch hat zwei Frauen im Fokus, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ava und Claire. Dass die Schicksale der beiden Frauen miteinander verknüpft sind verrät schon der Klappentext des Buches. Die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen, ich habe durchgehend mitgefiebert und beide Protagonistinnen ins Herz geschlossen. Die Handlung hat einen guten Spannungsbogen, hat mich an einigen Stellen überrascht, war an anderen weniger vorhersehbar, aber hat mich zu keiner Sekunde gelangweilt. Die Schilderung der "Auswandererstadt" Hamburg waren allesamt sehr bildhaft und haben mir ein lebendiges Kopfkino beschert. Nach dem offenen Ende freue ich mich auf den folgenden Band!
Der historische Roman handelt vom Schicksal zweier unterschiedlicher Frauen in Hamburg Anfang des 20. Jahrhunderts. Ava möchte ihrer Familie, die vor vielen Jahren bereits nach Amerika gegangen ist, nachreisen. Bis dahin bleibt ihr nichts anderes übrig, als bis zur Erschöpfung auf dem Moorhof im Alten Land zu arbeiten. Claire wuchs in der Hamburger Oberschicht auf und soll die Erwartungen ihrer Familie erfüllen. Sie träumt davon ihr eigenes Leben selbstbestimmt und ohne Zwänge zu leben. In der Auswandererstadt Hamburg lernen sich die beiden Frauen mit ihren unterschiedlichen Hoffnungen, Ängsten und Erwartungen kennen. Die Entstehung der Auswandererstadt und die damaligen verheerenden Lebensumstände wurden sehr bildhaft und bewegend geschildert. Durch die detaillierte Beschreibung der Charaktere konnte ich mich gut in die Protagonistinnen Ava und Claire einfühlen und ihre Entwicklung miterleben. Der Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen.
Ein sehr lesenswerter Auftakt, ich freue mich schon auf den zweiten Band.
Hamburg zur Zeiten der Cholera, Gesellschaftsunterschiede und dem Traum zur Neuen Welt. Im Mittelpunkt stehen zwei jungen Frauen, die sich in der Auswandererstadt in Hamburg treffen und unterschiedlicher nicht sein können.
Ein sehr fesselnder und spannender Roman, mit dem es die Autorin wieder einmal geschafft hat, dass man sich wie bei einer Zeitreise fühlt. Sehr schön historisch recherchiert und voller Details der damaligen Zeit. Mir hat wieder besonders gut gefallen, dass es mehrere Handlungsstränge von unterschiedlichen Personen gibt, die nach und nach immer mehr zusammenführen. Und nach diesem wirklich gemeinen Cliffhanger fiebere ich Band 2 schon entgegen
Ein Buch, das ich (mal wieder) regelrecht verschlungen habe. Leider Band 1 von 2 - und jetzt beginnt das lange Warten auf das nächste Buch. Sehr spannend und mitreißend.
Zwei sehr unterschiedliche Frauen vor dem Hintergrund der großen Auswanderungswelle zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die eines ihrer Zentren in Hamburg hatte. Ein wirklich interessantes Thema, von dem ich echt gern mehr lesen würde. Viel Einblick gab es auch in die Stellung der Frau zu dieser Zeit. Vieles ist heute unvorstellbar. Mit Ava habe ich von Beginn an sehr mitgelitten und gebangt. Claire ist anfangs wirklich unsympathisch und es brauchte ein bisschen, bis ich mit ihr warmgeworden bin. Aber das sollte auch storymäßig genauso sein.
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ich liebe ihren Schreibstil und kann es nicht erwarten den nächsten Teil zu lesen! Sehr viele unvorhersehbare Wendungen. Historischen Kontext mal wieder sehr interessant eingebracht. Einfach wundervoll!
Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich mochte, dass sowohl Claire als auch Avas Geschichten erzählt wurden. Zum Ende hin war es auch wirklich richtig spannend und hatte einen echt guten Plottwist, sodass ich jetzt bald den zweiten Teil besorgen muss! Ich fand den historischen Kontext, in dem das ganze spielt, auch ziemlich interessant. Ein Stern Abzug weil es schon manchmal ganz schön harte Realitäten thematisiert und für mich kein „Feel good“ Buch war.
Sehr spannender und bewegender historischer Familienroman…
Das Schicksal der jungen Ava hat mich von Anfang an gepackt. Von ihren Eltern zurückgelassen, die sich in Amerika ein neues Leben aufbauen wollen, kommt sie im Grunde in eine Art Pflegefamilie, in der sie wie eine Magd behandelt wird und durch den Pflegevater auch Misshandlung erfährt. Trotzdem gibt sie nie auf und sieht immer das Gute in einem Menschen. Ihre Pflegeschwester liebt und vergöttert sie und auch sonst ist sie eigentlich immer positiv eingestellt.
Doch im Verlauf dieser Geschichte muss sie immer wieder eine ähnliche Situation durchmachen. Sie verliert geliebte Menschen und/oder wird von geliebten Menschen zurückgelassen. Avas Vertrauen muss man sich erarbeiten, aber wenn man es hat, ist sie treu und loyal. Aber immer wieder wird genau diese Charaktereigenschaft ausgenutzt. Sie arbeitet wirklich hart, um ihr Ziel zu erreichen, doch andere sehen ihr persönliches Glück immer vor Ava und nutzen sie in ihrem Sinne aus. Das hat mich sehr bewegt. Diese Enttäuschung/ die Trauer mit ihr zu fühlen ist wirklich schwer.
Ava zieht aber auch ihre Schlüsse aus ihren gemachten Erfahrungen und entwickelt sich nach und nach in kleinen Schritten und es hat mir wirklich viel Freude gemacht, sie dabei zu begleiten. Sie ist so sympathisch und authentisch. Ich habe sie in mein Herz geschlossen.
Claire Conrad ist das genaue Gegenteil. Vom Leben bisher immer bevorteilt, wendet sich aber das Blatt schlagartig für sie. Sie muss immer im Mittelpunkt stehen und ist äußerst verwöhnt. Nutzt andere für sich aus und denkt wirklich nur an sich. Zwar war sie mir anfänglich total unsympathisch, doch hat sich das im Laufe der Geschichte geändert, so dass ich ab einem gewissen Punkt, Mitleid mit ihr empfunden habe. Auch sie macht eine gelungene Entwicklung durch und ist in ihrer Art sehr glaubwürdig.
Alle anderen Figuren fand ich auch äußerst interessant. Alle sind so realistisch und normal. Jede Figur hat eine eigene Motivation/ ein eigenes Ziel und trägt einen entscheidenden Teil zu dieser Geschichte bei.
Die Handlung hat mir äußerst gut gefallen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleinen und großen Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Mich hat es durchweg im Buch gehalten, weil es einfach so spannend ist. Auch die Themen fand ich super und auch prima bearbeitet. Und das Ende… ohne nein… großartig!!! Aber was für ein Cliffhanger. Nun muss ich leider noch ein Weilchen warten bis ich weiterlesen kann.
Der Schreibstil ist einfach wundervoll. Alles liest sich angenehm und flüssig. Der Ausdruck passt in das Genre und zu dieser Geschichte. Die Dialoge sind unterhaltsam und authentisch. Jede Figur hat eine eigene Stimme. Die Beschreibungen der Settings und sie atmosphärischen Beschreibungen haben mich in die Geschichte gesogen und mich zu einem Teil dieser werden lassen. Perfekt! Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene war genial. Ich konnte mich total in die Figuren hineinversetzen und habe mit ihnen mitgefiebert.
Von mir erhält dieses Buch eine ganz klare Kaufempfehlung (5/5 Sterne), weil die Figuren alle besonders und lebendig sind, weil die Handlung durchweg spannend ist und weil der Schreibstil von Miriam Georg ein Traum ist. Allein aus diesem Grund lohnt es sich dieses Buch zu lesen. Kritikpunkte habe ich keine.
Vielen Dank an Miriam Georg und den Rowohlt Taschenbuch Verlag für diese Geschichte.
Hochdramatisch, packend, emotional - ein perfekter Schmöker
„Irgendwann. Genau wie das Meer war das Wort immer da. Sie flüsterte es sich in Gedanken zu, wenn die Wirklichkeit sie zu erdrücken drohte. Es gab ihr Kraft, zu glauben, dass sich alles ändern konnte.“
Die junge Ava lebt mit ihren Zieheltern und deren Tochter 1892 auf dem Moorhof im Alten Land, jeden Tag schuftet sie extrem hart, nie ist ihr eine Pause vergönnt. Ganz plötzlich soll sich ihr Leben ändern, als ihr Ziehvater entscheidet, alles hinter sich zu lassen und nach Amerika auszuwandern. Leider kommt es ganz anders als erhofft. Ava muss ihren Traum von einem Leben in Amerika zunächst aufgeben. Sie ist gezwungen, in der Auswanderstadt in Hamburg zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Dort trifft sie auf die begüterte Claire Conrad, die aus ganz anderen Gründen in den Auswanderhallen mitarbeitet. Die beiden ungleichen Frauen freunden sich allmählich an, doch dann schlägt das Schicksal erbarmungslos zu….
Miriam Georg schreibt angenehm flüssig und gut verständlich, meist in der dritten Person Vergangenheit aus der Sicht ihrer beiden Protagonistinnen. Zusätzlich werden noch Passagen in der ersten Person eingeschoben, Erinnerungen einer unbekannten Erzählerin aus der Vergangenheit. Wie diese Abschnitte mit der restlichen Handlung zusammenhängen, klärt sich im Verlauf. Aufgrund des unkomplizierten, klaren Schreibstil konnte ich mich sofort in die Handlung und die Personen hineinversetzen und war rasch von der Geschichte gefangen.
Ava hat sich schon immer fortgeräumt. Doch in der Realität ergibt sie sich ihrem Schicksal, erträgt Ungerechtigkeiten, arbeitet besonders hart und unternimmt jede Anstrengung, um für sich eines Tages ein besseres Leben zu erreichen. Bei Claire stehen hingegen die Zeichen eher auf Rebellion und Auflehnung. Sie möchte sich nicht dem fügen, was ihre Mutter für sie bestimmt, ist willensstark, voller Leidenschaft und in Extremsituationen zu allem bereit. Obwohl Ava und Claire aus völlig anderen Welten stammen, nähern sich die beiden an. Mit Ava, die sich nicht unterkriegen lässt, litt ich mit. Claire hingegen, die auf ganz andere Art leidet, fordert heraus, ist verwöhnt, hat durchaus Ecken und Kanten. Ihre Persönlichkeit mag weniger „gefällig“ sein, ist aber umso interessanter. Mit der Auswahl ihren beiden vielfältigen Hauptfiguren hat Autorin Miriam Georg für mich ins Schwarze getroffen. Auch die männlichen Figuren passen gut in die spannende Personenkonstellation, Quint beispielsweise ist kein Held aus dem Bilderbuch, hat auch sehr dunkle Seiten, die ihn faszinierend machen.
Einmal mehr zeigen sich die zwei Gesichter des historischen Hamburgs: Reichtum, Prunk, fast Dekadenz einerseits, harte Arbeit, Armut, Hoffnungslosigkeit und katastrophale Bedingungen andererseits. Überaus anschaulich beschreibt Miriam Georg die Zustände in den Hamburger Auswanderhallen, erschütternd und hautnah. Die Auswanderer hatten große Träume von einer besseren Welt, die von der erschreckenden Realität, von Hunger und Krankheit zerstört wurden und sich nicht selten zum Albtraum entwickelten. Die Geschichte um Ava und Claire hat mich bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen: hochdramatisch, fesselnd, voller Gefühle. Der erste Teil von „Das Tor zur Welt“ - Träume“ bietet alles, was ein perfekter Schmöker braucht. Nach „Elbleuchten“ und „Elbstürme“ erneut ein sehr lesenswertes Buch der zu Recht erfolgreichen Autorin.
Hochdramatisch, packend, emotional - beste Hörbuchunterhaltung
Die junge Ava lebt mit ihren Zieheltern und deren Tochter 1892 auf dem Moorhof im Alten Land, jeden Tag schuftet sie extrem hart, nie ist ihr eine Pause vergönnt. Ganz plötzlich soll sich ihr Leben ändern, als ihr Ziehvater entscheidet, alles hinter sich zu lassen und nach Amerika auszuwandern. Leider kommt es ganz anders als erhofft. Ava muss ihren Traum von einem Leben in Amerika zunächst aufgeben. Sie ist gezwungen, in der Auswanderstadt in Hamburg zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Dort trifft sie auf die begüterte Claire Conrad, die aus ganz anderen Gründen in den Auswanderhallen mitarbeitet. Die beiden ungleichen Frauen freunden sich allmählich an, doch dann schlägt das Schicksal erbarmungslos zu….
Miriam Georg erzählt angenehm flüssig und gut verständlich, meist in der dritten Person Vergangenheit aus der Sicht ihrer beiden Protagonistinnen. Zusätzlich werden noch Passagen in der ersten Person eingeschoben, Erinnerungen einer unbekannten Erzählerin aus der Vergangenheit. Wie diese Abschnitte mit der restlichen Handlung zusammenhängen, klärt sich im Verlauf. Aufgrund des unkomplizierten, klaren Schreibstil konnte ich mich sofort in die Handlung und die Personen hineinversetzen und war rasch von der Geschichte gefangen. Sprecherin Tanja Fornaro liest mit angenehmer Stimme abwechslungsreich, lebendig und gut betont. Ihr hörte ich sehr gerne zu.
Ava hat sich schon immer fortgeräumt. Doch in der Realität ergibt sie sich ihrem Schicksal, erträgt Ungerechtigkeiten, arbeitet besonders hart und unternimmt jede Anstrengung, um für sich eines Tages ein besseres Leben zu erreichen. Bei Claire stehen hingegen die Zeichen eher auf Rebellion und Auflehnung. Sie möchte sich nicht dem fügen, was ihre Mutter für sie bestimmt, ist willensstark, voller Leidenschaft und in Extremsituationen zu allem bereit. Obwohl Ava und Claire aus völlig anderen Welten stammen, nähern sich die beiden an. Mit Ava, die sich nicht unterkriegen lässt, litt ich mit. Claire hingegen, die auf ganz andere Art leidet, fordert heraus, ist verwöhnt, hat durchaus Ecken und Kanten. Ihre Persönlichkeit mag weniger „gefällig“ sein, ist aber umso interessanter. Mit der Auswahl ihren beiden vielfältigen Hauptfiguren hat Autorin Miriam Georg für mich ins Schwarze getroffen. Auch die männlichen Figuren passen gut in die spannende Personenkonstellation, Quint beispielsweise ist kein Held aus dem Bilderbuch, hat auch sehr dunkle Seiten, die ihn faszinierend machen.
Einmal mehr zeigen sich die zwei Gesichter des historischen Hamburgs: Reichtum, Prunk, fast Dekadenz einerseits, harte Arbeit, Armut, Hoffnungslosigkeit und katastrophale Bedingungen andererseits. Überaus anschaulich beschreibt Miriam Georg die Zustände in den Hamburger Auswanderhallen, erschütternd und hautnah. Die Auswanderer hatten große Träume von einer besseren Welt, die von der erschreckenden Realität, von Hunger und Krankheit zerstört wurden und sich nicht selten zum Albtraum entwickelten. Die Geschichte um Ava und Claire hat mich bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen: hochdramatisch, fesselnd, voller Gefühle. Der erste Teil von „Das Tor zur Welt“ - Träume“ bietet alles, was ein perfekter Schmöker braucht. Nach „Elbleuchten“ und „Elbstürme“ erneut ein absolut empfehlenswertes Hörbuch der zu Recht erfolgreichen Autorin.
Was für ein Buch! Miriam Georg hat es mal wieder geschafft, mich restlos zu begeistern! Ihr wunderschöner und absolut fesselnder Schreibstil hat mich schon auf den ersten Seiten komplett gepackt und in der Geschichte des Buches versinken lassen. Ich habe verfolgt, wie Ava im Alten Land lebt und hatte alles mehr als klar vor Augen. Ich habe sie sofort so sehr gemocht, dass mir ihr Schicksal im Herzen weh getan hat. Voller Spannung habe ich sie und ihre Arbeit in der Auswandererstadt verfolgt und habe bis zur letzten Seite mit ihr mitgelebt. Ava ist eine unglaublich tolle Frau, die mich sehr berührt hat.
Claire war da schon ganz anders. Sie kommt aus reichen Verhältnissen, nimmt alles selbstverständlich und ist oft soooo anstrengend. Aber auch sie hat es trotz – oder gerade wegen – all ihrer Macken nicht leicht und auch ihr Schicksal habe ich ziemlich interessiert verfolgt. Hier möchte ich anmerken, dass es Miriam Georg einfach perfekt schafft, mich mit ihren Charakteren zusammenzubringen. Kein Charakter, den ich in diesem Buch getroffen habe, hat mich unberührt oder unbeteiligt gelassen. Die meisten Gefühle hat wohl Dr. Schwab in mir hervorgerufen. Jede Passage, die mit ihm zu tun hatte, habe ich sehr aufgewühlt und stellenweise auch fassungslos verfolgt. Auch Magnus war sehr speziell. Quint hingegen habe ich schon sehr geliebt …
Neben den unglaublich tollen Charakteren, haben mir all die Hintergrundinfos, die ich während der Lektüre des Buches erhalten habe, unheimlich gut gefallen. Toll fand ich auch, dass es im Nachwort noch ein paar mehr Infos zu dieser Zeit gab!!! So hatte das Gelesene noch einmal eine ganz andere Bedeutung für mich.
Naja, und wer Miriam Georg kennt, weiß, dass sie bei ihren Büchern immer gerne einen furchtbaren Schluss wählt. Ich fühlte mich mitten aus dem Geschehen gerissen und werde nun voller Vorfreude auf den 2. Band warten, der im Oktober erscheint. Denn es gibt so viel Offenes, was nun in meinem Kopf herumschwirrt. Und natürlich kann ich es kaum mehr erwarten, Ava und Claire wieder zu treffen.
Mein Fazit:
„Das Tor zur Welt: Träume“ von Miriam Georg ist eine unglaublich starke Familiensaga, die mich komplett begeistert hat. Ein wunderbarer Schreibstil, vielfältige Charaktere und ein ganz schön fieses Ende machen mich jetzt schon sehr neugierig auf Band 2. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Highlight, das ich sehr gerne und auch nachdrücklich weiterempfehlen möchte!
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Erscheinungstermin: 19.07.2022 Lieferstatus: Verfügbar 656 Seiten ISBN: 978-3-499-00921-1 Autorin: Miriam Georg Das Tor zur Welt: Träume BESTSELLER
Die Hamburger Auswandererstadt, Band 1 Stadt der Tränen, Stadt der Träume – die Hamburger Auswandererhallen. Die neue dramatische Saga vor einzigartiger Kulisse von Bestsellerautorin Miriam Georg!
Jeden Tag arbeitet die junge Ava bis zur Erschöpfung auf dem Moorhof im Alten Land. Jede Nacht träumt sie vom Meer. Die Erinnerung an ihre Familie ist von Jahr zu Jahr mehr verblasst, kaum weiß sie noch den Namen ihrer Mutter. Irgendwann will Ava sie in Amerika wiederfinden.
Claire Conrad ist reich. Sie ist schön. Und in ihrem willensstarken Kopf stehen die Zeichen auf Rebellion. Sie will reisen, die Welt sehen, aus den strengen Regeln der Gesellschaft ausbrechen, sie träumt davon, dass ihr Leben endlich anfängt! Wenn wenigstens der Reedersohn Magnus Godebrink um ihre Hand anhalten würde …
Hamburg ist in Aufruhr. Die Cholera hat ihre Spuren in der Stadt hinterlassen. Zahllose Reisende passieren die Hafenmetropole auf ihrem Weg in die Neue Welt, getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben. In der Auswandererstadt begegnen sich Ava und Claire – zwei Frauen, verschieden wie Ebbe und Flut.
Doch das Schicksal schweißt sie untrennbar zusammen.
Die mitreißende Saga von Bestsellerautorin Miriam Georg. Für alle Leserinnen und Leser von Lena Johannson, Carmen Korn und Jeffrey Archer.
Zur Autorin
MIRIAM GEORG, geboren 1987, ist die Autorin des Zweiteilers «Elbleuchten» und «Elbstürme». Beide Bände der hanseatischen Familiensaga wurden von Leserinnen und Lesern gefeiert, sie schafften auf Anhieb den Einstieg auf die Bestsellerliste und wurden zum Überraschungserfolg des Jahres. Die Autorin hat einen Studienabschluss in Europäischer Literatur sowie einen Master mit dem Schwerpunkt Native American Literature. Wenn sie nicht gerade reist, lebt sie mit ihrer gehörlosen kleinen Hündin Rosali und ihrer Büchersammlung in Berlin-Neukölln.
Mein Fazit
Leider konnte mich der Auftakt dieser neuen Reihe nicht so fesseln und begeistern wie Elbleuchten/Elbstürme. Dennoch war die Geschichte, die sich ja mit der Auswanderung von Deutschen nach Amerika während des Krieges beschäftigt, interessant.
Alles in allem kann ich hier dennoch eine Lese- und Hörempfehlung mit 3,5 – 4 Sternen aussprechen.
Die junge Ava arbeitet hart auf einem Hof im alten Land, bis ihre Familie beschließt ihr Glück in Amerika zu suchen. Doch bei der Ankunft in Hamburg geschieht ein Unglück und Ava steht plötzlich allein in der großen Stadt und muss sich irgendwie durchschlagen, denn der Traum vom auswandern bleibt! Claire Conrad dagegen ist reich, jung und schön und verdreht den Männern der besseren Gesellschaft den Kopf. Doch dann geschieht auch ihr etwas womit sie nicht gerechnet hat und durch viele unglückliche Umstände gelangt sie in die Hallen der Auswanderer um dort zu arbeiten. Hier wird sie mit den Sorgen der ärmeren Bevölkerung konfrontiert und sie begegnet Ava...
Seit ich einmal einen Besuch im Auswandermuseum Bremerhaven gemacht habe, bin ich von diesem Thema sehr faziniert und wollte dieses Hörbuch unbedingt erleben. Es hat sich auch wirklich gelohnt und die Geschichte hat mir gut gefallen. Ava muss schon als junges Mädchen hart arbeiten und bekommt im Leben nichts geschenkt. Dennoch hegt sie den Traum vom auswandern und es war sehr schön der jungen Frau zu ihren Träumen zu folgen. Claire gegegen ist von ganz anderem Wesen, aufbrausend und willensstark. Ich fand sie auch nur bedingt sympathisch, zwar mochte ich die Willensstärke der Frau, doch wie sie teilweise mit Bediensteten und der ärmeren Bevölkerungsschicht umgegangen ist hat mir gar nicht gefallen, dies war aber wohl trotzdem authentisch für eine feine Dame in dieser Zeit. Aber auch einige ihrer Handlungen konnte ich nicht unbedingt nachvollziehen.
Der Schreibstil war leicht verständlich aber auch sehr detailliert und meiner Meinung nach hätte die Geschichte auch hier und da (gerade am Anfang) ruhig gekürzt werden dürfen. Denn ums eigentliche Auswandern geht es erst ab der zweiten Hälfte des Hörbuchs und dann wurde es auch richtig interessant und spannend zu verfolgen! Gegen Ende passieren auch einige unerwartete Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte!
Die Sprecherin des Hörbuchs war mir schon bekannt und ich höre ihr immer wieder gerne zu. Sie versteht es sehr gut die Hörbücher sehr emotional und packend zu lesen, sodass man in jeder freien Minute weiter hören möchte.
Fazit: Der Anfang beginnt etwas zäh, aber die zweite Hälfte wird dann richtig spannend und interessant. Gern empfehle ich das Hörbuch weiter!
Zwei junge Frauen mit dem Traum einer strahlenden Zukunft. Ava aus bescheidenen Verhältnissen und aufwühlender Vergangenheit möchte ihre Familie in Amerika finden, Claire aus gutem Hause mit einer komplizierten Zukunft. Beide verbindet die Arbeit in der Auswandererstadt 1911 in Hamburg, von der aus zahlreiche Menschen von einer Reise in die Vereinigten Staaten träumen. Zwei unterschiedliche Frauen die das Schicksal untrennbar mit einander verbindet. Ich liebe einfach Miriam Georgs aufwühlenden und emotionalen Schreibstil. Er reißt mich immer wieder aufs Neue mit. Nach dem mich die Dilogie Elbleuchten/stürme schon begeistern konnte hat mich auch dieser neue historische Roman der Autorin ins Boot holen können. Die Stimmung ist atmosphärisch dicht, packend und lässt den Leser direkt zwischen die Seiten eintauchen. Mit Claire und Ava sind es zwei unglaublich unterschiedliche und doch so charakterstarke Protagonistinnen die die Geschichte erst zum Strahlen bringen. Das Setting Hamburg trägt mit seinem hanseatischen Charme noch mehr zur geladenen Atmosphäre bei. Hinzu kommt der sehr gut beleuchtete und überaus interessante historische Aspekt dazu. Also eine perfekte Mischung durch und durch. Und auch an Spannung mangelt es der Geschichte definitiv nicht. Von Anfang an lässt die Autorin den Leser zittern, eine Gänsehaut bekommen und mir sind dann doch ein paar „das ist jetzt nicht wahr“ hinausgerutscht. Die Wendungen und Entwicklung der Charaktere sind abwechslungsreich gestaltet und nicht vorhersehbar. Mir hat es sehr gut gefallen wie die Frauen, wie unterschiedlich sie auch sein mögen, eine gewisse Basis miteinander finden und sich anfreunden. Beide gehen über ihre Grenzen hinaus und lernen dazu. Die Romantik darf bei einem solchen Roman natürlich auch nicht fehlen, diese steht allerdings nicht zwingend im Vordergrund, sondern nimmt in meinen Augen eher den Part des Seitenplotts ein. Das Ende lässt einen sprachlos zurück, denn die Ereignisse überschlagen sich – einem Cliffhanger inklusive. Wie soll man es denn da bis Oktober aushalten? Wie schon gesagt mal wieder ein perfektes Gesamtpaket von Miriam Georg. Ich liebe Hamburg als Setting, ich liebe die starken Frauencharaktere, die Spannung und den historischen Kontext. Deswegen gibt es natürlich nichts anderes als verdiente 5 von 5 Sternen.
… beginnt im Jahre 1892, als die Welle der Auswanderung in die "neue Welt Amerika“ bereits in vollem Schwung ist. Über 60 Millionen Menschen werden innerhalb eines Jahrhunderts Europa verlassen.
Ava, Ziehtochter eines armen Bauern und Torfstechers im alten Land bei Hamburg, wächst in völliger Armut auf. Ihre Eltern haben sie einst verlassen, um in Amerika ihr grosses Glück zu suchen. Doch das Versprechen, sie so schnell wie möglich nachzuholen, hielten sie nicht ein. Der tägliche Überlebenskampf für etwas Essbares und die harte Arbeit bringen die Familie an ihre Grenzen und als dann noch zusätzlich ihre Schweine an einer Seuche verenden, bleibt der Familie nichts anderes übrig, als alles zu verkaufen und auch das Glück in Amerika zu suchen. Doch das Glück lässt auf sich warten, denn als die Familie in Hamburg ankommt, wo sie an Bord eines Auswanderschiffes gehen wollen, sind die ersten Menschen bereits an der Cholera erkrankt ...
Claire, reiche und wunderschöne Tochter einer Hamburger Familie, ist verwöhnt, dickköpfig, eigensinnig und eckt überall an. Heiratskandidaten wimmelt sie ab, denn sie wartet nur darauf, dass Magnus um ihre Hand anhält. Doch dieser gibt seine Verlobung mit Claires Freundin bekannt. Claire ist außer sich und tobt. Ihre Mutter Agatha schaltet Dr. Schwab ein. Einen alten Freund ihres verstorbenen Ehemannes, der bei Claire Hysterie diagnostiziert. Doch dieser Dr. Schwab verfolgt ein ganz anderes Ziel mit Claire …
Das die Autorin Miriam Georg schreiben kann, hat sie uns bereits mit ihrer vorherigen Familiensaga Elbstürme und Elbleuchten bewiesen. Dieses Buch steht den Vorgängern in Nichts nach. Von Beginn an hat mich dieses Buch gefesselt. Mit ihrem leichten Schreibstil gelingt es der Autorin, einen dermassen hohen Spannungsbogen aufzubauen, der bis zum Ende nicht abreißen will. Zusätzlich schafft sie es immer wieder, mir als Hamburgerin, neue Dinge aus meiner Stadt zu vermitteln, die ich zuvor nie gehört habe. Ein wunderbarer Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen kann.
Fazit: Grosse Leseempfehlung und ich fahre heute Nachmittag ins Auswandermuseum/BallinStadt auf die Veddel. 5 /5 Sterne
Der Erzählstil ist wie gewohnt aussergewöhnlich und sorgt dafür, dass man alles mit den Charaktern durchlebt. Ich liebe es, wie Georg ihren Figuren Ecken und Kanten verleiht, sie so authentisch wirken lässt. Auch dieses Buch spielt wieder auf verschiedenen Zeitebenen, was mir ohnehin super gut gefällt. Mich fasziniert, wie bildgewaltig die Autorin die Kluft zwischen zwei Gesellschaftsschichten darstellt.
Was hier einmal mehr auch zum Vorschein kommt, ist die Tatsache, wie wenig Frauen wert waren. Jederzeit hübsch anzusehen, ja keine eigenen Gedanken aussprechen und einen männlichen Nachfahren gebären: Und falls einem Ehemann - oder einem sonstigen männlichen Mitglied der Gesellschaft - zu viele Hormone im Spiel sind, leidet man selbstverständlich an Hysterie.
Was mir für eine Lieblingsbuch-Bewertung gefehlt hat? Ich kann es ehrlicherweise nicht genau benennen, es ist mehr so ein bestimmtes Bauchgefühl, ein kleiner Twist, der mir gefehlt hat. Es ist auf jeden Fall ein lesenswertes Buch und wer es nicht kennt, sollte das dringend ändern.
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~ english ~
4.5 stars
I think I'm a Miriam Georg fan ☺️
As usual, the narrative style is exceptional and ensures that you live through everything with the characters. I love how Georg gives her characters rough edges and makes them seem so authentic. This book also takes place in different time periods, which I really like anyway. I'm fascinated by how vividly the author depicts the divide between two social classes.
What also comes to the fore here once again is the fact of how little women were worth. Always pretty to look at, never expressing their own thoughts and bearing a male descendant: And if a husband - or any other male member of society - has too many hormones in play, one naturally suffers from hysteria.
What was missing for a favourite book rating? I honestly can't put my finger on it, it's more of a gut feeling, a little twist that I missed. It's definitely a book worth reading and anyone who doesn't know it should urgently change that.
Also erst mal: das neue Buch von Miriam Georg süchtet man wieder so weg,also nur anfangen, wenn man Zeit hat zu lesen :-) Wieder ein historischer Hamburg Roman, Ende 19., Anfang 20. Jahrhundert. Wieder mehrere Figuren, die unterschiedliche Bevölkerungsschichten repräsentieren: Ava, die als Waise in ungeklärten Familienverhältnissen bettelarm aufwächst und Claire, die zur Oberschicht der Stadt gehört. Beide verbindet das Leiden an den ihnen vorgezeichneten Leben, unglückliche Liebe und die Arbeit Seite an Seite in der Auswandererstadt.
Ein absolutes Lesevergnügen, auch wenn ich diesmal leichte Abstriche machen muss, aber meine Erwartungen waren nach Elbstürme auch sehr hoch: Zum einen fand ich einiges doch arg konstruiert, alle Stände-übergreifenden Liebesgeschichten sind unglaubwürdig. Anderes war einfach sehr plakativ, Ava ist quasi ein Engel in Menschengestalt, und zwar total ungebildet, aber hoch philosophisch. Claires gesundheitliche Probleme scheinen vorwiegend den Zweck zu haben, die Leser über historische medizinische Behandlungsmethoden zu belehren. Sicher sehr gut recherchiert, aber eigentlich eher unwichtig. Und letztendlich dauert es diesmal schon sehr, sehr lange bis die Geschichte (636 Seiten) in Fahrt kommt. Wer keine Lust auf so viel Buch hat oder sehr ungeduldig ist, kann eigentlich auch direkt mit Teil 3 ab Seite 362 einstiegen, und den Rest als Prolog betrachten und einfach überblättern …. Auch der sensationelle Plot-Twist, der hier jetzt nicht gespoilert wird, war für geübte Krimi-Leser schon voraussehbar. Leider ist das Titelbild wirklich gruselig. ich wüsste noch nicht mal welche der beiden gut angezogenen, geschminkten Frauen Ava sein soll. So sahen doch keine Bewohnerinnen der Gängeviertel aus! Schön, dass der nächste Band schon im Oktober erscheint, ich hoffe nur, dass die schnelle Publikationsfolge nicht zu Lasten von Editing gegangen ist….
Meckern auf hohem Niveau: wer Elbstürme geliebt hat, wird auch das Tor zur Welt verschlingen
Ava de Buur, die als Kind von ihren Eltern, welche nach Amerika auswandern wollen, bei Moorbauern in Pflege gegeben wird, zieht es nach dem Tod der Pflegeeltern nach Amerika um ihre Familie zu suchen. Um sich dafür das Geld zu verdienen verdingt sie sich in Hamburg als Fabrikarbeiterin, Dienstmädchen und arbeitet auch in der Hamburger Auswandererstadt. Dort lernt sie die reiche, verzogene Claire kennen, welche dort soziale Stunden ableisten muss. So unterschiedlich auch die Herkunft der beiden Frauen ist, eins ist doch gleich - um die Zeit 1911 - haben Frauen wenig Rechte, werden von Männern dominiert und versucht klein zu halten. Die beiden reagieren darauf auf ihre eigene Weise. Umrahmt wird die Hauptgeschichte von Episoden aus der Vergangenheit anno 1883. Die Autorin schildert historisch gut recherchiert, die Zustände der damaligen Zeit überaus plastisch und beschönigt nichts. Die Armut und das Leid der Menschen wird genauso erfahrbar, wie der überbordende Reichtum der anderen Hälfte der Gesellschaft. Augenscheinlich freunden sich Ava und Claire an, doch als wahre Freundschaft würde ich es nicht von beiden Seiten aus sehen. Die Figuren sind schön gezeichnet und für den Leser als Persönlichkeiten erkennbar. Ava war mir aber immer sympathischer und ehrlicher in ihren Handlungen als Claire, mit der ich nicht warm werden konnte und am Ende des Buches dachte: recht geschieht ihr, was ihr geschieht. Leider endet die Geschichte mit einem 'bösen' Cliffhanger - also muss ich unbedingt den, im Oktober erscheinenden zweiten Teil lesen. Das Cover ist schön gestaltet und passt gut zu der Geschichte. Toll auch, dass hinten im Buch noch Fotos aus der damaligen Zeit als Anhänge eingefügt sind. Mein Fazit: unbedingt lesen.
Jeden Tag arbeitet die junge Ava bis zur Erschöpfung auf dem Moorhof im Alten Land. Jede Nacht träumt sie vom Meer. Die Erinnerung an ihre Familie ist von Jahr zu Jahr mehr verblasst, kaum weiß sie noch den Namen ihrer Mutter. Irgendwann will Ava sie in Amerika wiederfinden. Claire Conrad ist reich. Sie ist schön. Und in ihrem willensstarken Kopf stehen die Zeichen auf Rebellion. Sie will reisen, die Welt sehen, aus den strengen Regeln der Gesellschaft ausbrechen, sie träumt davon, dass ihr Leben endlich anfängt! Wenn wenigstens der Reedersohn Magnus Godebrink um ihre Hand anhalten würde … Hamburg ist in Aufruhr. Die Cholera hat ihre Spuren in der Stadt hinterlassen. Zahllose Reisende passieren die Hafenmetropole auf ihrem Weg in die Neue Welt, getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben. In der Auswandererstadt begegnen sich Ava und Claire – zwei Frauen, verschieden wie Ebbe und Flut. Doch das Schicksal schweißt sie untrennbar zusammen. Meinung Ich war sofort gefangen in der Geschichte. Ganz besonders ausführlich und tiefgründig sind die einzelnen Charaktere beschrieben. Ein Leichtes, sich im Lauf des Romans in die Personen hineinfühlen zu können, das erzeugt Authentizität und Verbundenheit. Im Gegensatz zu Ava hatte es Claire immer leicht und so kam sie dem Leser/Hörer sehr verzogen vor. Dies änderte sich aber im Verlauf der Geschichte. Obwohl meine Sympathien mehr auf Ava,s Seite sind. Zweimal wurde sie um ihr Glück und ihre Zukunft betrogen. Ein einfühlsamer, hoch emotionaler, hervorragender Romsn. Die Vertonung fand ich sehr gelungen.
'Das Tor zur Welt' ist ein eingängiger Historienroman, welcher sich auf zwei Frauenschicksale fokussiert. Wir verfolgen dabei nicht nur die Perspektiven der beiden Frauen Ava und Claire, sondern auch ab und an die beiden Love Interests. Beide Männer sind allerdings verheiratet und haben/erwarten Kinder mit ihren Ehefrauen, das geht für mich gar nicht und das wird auch im Roman nicht kontextualisiert oder neativ bewertet, sondern romantisiert (weil es so tragisch und herzzereißend ist). Der Roman ist gut recherchiert und insbesonderer die Auswandererhallen sind sehr interessant, er bleibt aber gerade bei den Figuren und der Handlung unoriginell. Das Buch ist okay, der Schreibstil ist okay, die Figuren sind okay. Das Buch könnte jedoch locker 100 Seiten kürzer sein, erst nach der Hälfte treffen die beiden Protagonistinnen überhaupt aufeinander. Die Exposition bis dahin ist viel zu ausschweifend und die Freundschaft zwischen Ava und Claire, welche ich gerne verfolgt hätte, wird kurz und knapp zusammengerafft. Ich hätte lieber das Heranwachsen einer Freundschaft verfolgt, als die ereignislosen 300 Seiten davor. Im Allgemeinen ist 'Das Tor zur Welt' eher kitschig und nicht die Art von historischer Roman, die ich gerne lese. 2,5 Sterne
Die Geschichte von Ava und Claire ist sehr spannend und berührend. Obwohl die beiden Frauen so unterschiedlich sind, hat jede ihr Päckchen zu tragen und letztendlich leiden beide unter Patriarchat und Kapitalismus. Außerdem ist die Geschichte der Auswanderungsindustrie genauso wie die anderen Themen, die gestreift werden - Polizeiarbeit, Psychiatrie, Kolonialismus - sehr interessant. Ich bin sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht. Nur in einem Punkt muss ich der Autorin widersprechen: Im Nachwort heißt es, dass Hysterie heute kein Thema mehr sei. Vielleicht nicht in der Medizin und nicht unter diesem Namen. Aber dass Frauen, die irgendwie "nerven" (Umweltschützerinnen, Feministinnen, Antifaschistinnen) schnell als ungebumst bezeichnet werden und das Internet voll ist von Hasskommentaren, dass diese Frauen nur mal ordentlich durchgef***t werden sollten, ist doch im Prinzip dasselbe. Ich war über diesen Abschnitt des Nachworts sehr überrascht, denn ich hatte die Sache mit dem Arzt als Kritik an der bis heute allgegenwärtigen Misogynie verstanden.
Tipps: Achtung, dies ist der erste Teil einer Dilogie und er ist nicht in sich abgeschlossen. Man sollte ihn nur lesen, wenn man auch Zugang zum zweiten Band hat!
Erster Teil eines Zweiteilers zur Auswandererstadt, die die Amerikaauswanderer fit zur Ausreise macht.
Das gut recherchierte Buch (nach meinem Dafürhalten) beginnt deutlich früher und begleitet mehrere junge Mädchen und Frauen, deren Weg sich in der Auswandererstadt kreuzt. Besonders eng begleitet sie Ava, ein junges Mädchen, das auf sich gestellt und Hamburg heranwächst und alles versucht um den großen Traum der Ausreise nach Amerika zu schaffen und Claire, die reiche Bürgerstochter, die noch nicht standesgemäß verheiratet ist, sich aber kurz davor wähnt.
Das Hörbuch ist angenehm zu lesen, die Geschichte interessant und unterhaltsam und ich habe einiges Neues gelernt. Es ist eindeutig der erste Teil, der zweite Teil soll die in der Mitte abgebrochenen Geschichten der beiden Heldinnen fortführen.
Dass mir dieses Buch so gut gefallen würde, hatte ich nicht erwartet. Aber es hat mich überzeugt! Hamburg um die Jahrhundertwende hat Miriam Georg so lebendig, vielschichtig und gut recherchiert dargestellt, dass ich mich komplett in diese Welt versetzt gefühlt habe. Der Schreibstil ist fesselnd und die Sprache angemessen für die Zeit (etwas, das mich in historischen Geschichten sonst häufig nervt). Zwischendurch hat es etwas gedauert bis die Handlung mehr Fahrt aufnimmt aber die Seiten flogen trotzdem nur so vorbei. Die Charaktere haben mir gefallen. Besonders Claire hat es mir angetan mit ihrer direkten Art. Selten habe ich in einem Buch einen weiblichen Charakter getroffen der so kompliziert, teilweise schwierig und unlikeable ist, der mir aber trotzdem irgendwie ans Herz wächst. Ava fand ich im Vergleich etwas farblos und langweiliger, was aber, denke ich, auch an ihrer eingeschränkteren und fordernden Lebenssituation liegt. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil!