Der Zweite Weltkrieg ist vorüber, doch Südtirol kommt nicht zur Ruhe. Immer noch sind die deutsche Sprache und Traditionen bedroht, die Menschen wünschen sich Autonomie und Anerkennung – einige greifen dafür sogar zu Gewalt. Franziskas Kinder gehören dagegen zu denjenigen, die im Tourismus die größten Chancen sehen, und treiben den Umbau des Hofes vom landwirtschaftlichen Betrieb zu einem Hotel weiter voran. Dabei kommt es nicht nur hinsichtlich der separatistischen Bestrebungen, sondern auch mit dem zurückgekehrten Onkel Leopold zu Konflikten, der sich als Patriarch des Hofes aufspielt.
Es geht noch einmal zurück nach Südtirol. Das Ende einer wirklich tollen & sehr gelungenen Trilogie. Hier stehen dann die Zeichen auf Umbruch. Der Schock nach dem Krieg verblasst langsam. Es gibt Generationswechsel & damit verbundene Veränderungen. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten. So ist es auch mit Andreas, der zu Besuch aus Amerika kommt. & sich sehr zu seinem Nachteil verändert hat. Gitte & Leopold sind sich nur am Streiten. Doch Leopold schießt den Bogen ab & spielt sich als Herr des Hauses auf. Wilhelm verkiecht sich immer mehr in seiner eigenen Welt. Dies ist nicht nur für Franziska schwer zu erkennen. Die Autorin hat mich auch mit dem (vorerst?) letzten Teil der Trilogie wieder bestens unterhalten. Auch wenn irgendwie nicht jede Frage am Ende aufgeklärt werden konnte. Die Autorin hat einen tollen, flüssigen & spannenden Schreibstil. Ich hätte da gerne noch ein weiteres Buch, um zu erfahren, was mit Leah passiert ist. Klare Empfehlung!