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Literarisches schreiben

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Was bedeutet es, zu schreiben, und welche Momente sind für ein Schreibprojekt von entscheidender Bedeutung? Diese umfassende Einführung öffnet den Blick für die Grundlagen und Möglichkeiten des literarischen Schreibens. Sandro Zanetti zeigt, wie Literatur entsteht – von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung. Am Beispiel herausragender Schriftsteller:innen – von Friedrich Achleitner über Emily Dickinson bis Émile Zola – stellt er literarische Schreibprozesse vor und macht sie nachvollziehbar. So kann diese Einführung allen literarisch Schreibenden auch beim Nichtschreiben – beim Wahrnehmen, Ausgehen, Nachdenken – zum Reflexionsinstrument und treuen Begleiter werden.

Mit zahlreichen Abbildungen und einem Basisglossar.
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285 pages, Paperback

Published January 1, 2022

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Profile Image for Electric.
631 reviews1 follower
April 29, 2022
Sehr schöner, gut lesbarer Überblick über wichtige Theorien der Schreibprozessforschung, der durch gut ausgewählte Beispiele literarischer Arbeitsweisen ergänzt und illustriert wird. Schreiben als Zick-Zack-Kurs, als Suchprozess, als Spannungsverhältnis zwischen Idee, Prozess und Umsetzung. Liest sich ein bischen wie die theorietische Grundlage von Gustav Ernst und Karin Fleischanders "Romane schreiben". Kein Schreibratgeber, aber durchaus ein Reflexionsraum für die eigene Arbeitsweise.
Profile Image for Libertine.
192 reviews16 followers
November 30, 2024
Das Literarische Schreiben und seine vielen Gesichter

Sich hinsetzen und Ideen zu Papier bringen. So kann Schreiben aussehen. Um wie viel komplexer die Fragen sind, die an das Literarische Schreiben gestellt werden können, vielleicht sogar müssen, um darüber sprechen zu können, zeigt Zanetti in ›Literarisches Schreiben‹.

Sein Buch betrachtet nicht nur den mechanischen Teil des Schreibens, von der Idee bis hin zu Veröffentlichung wendet er sich dem Thema zu.

Denn wie hängen beispielsweise Überarbeitungen und das Schreiben zusammen? Bei bekannten zeitgenössischen Romanen bekommen die Leser:innen ältere Manuskriptversionen selten zu Gesicht, dennoch gibt es sie. Überarbeitungen wirken auf das Schreiben ein, ebenso das Vorlesen oder Veröffentlichen, das Sammeln von Ideen und das Skizzieren.

»Die Schreibprojekte sind in diesen Fällen durch fortlaufende Korrekturprozesse gekennzeichnet, und zwar durch Korrekturprozesse, durch die sich auch die ›Regeln‹ des Schreibens laufend ändern können.«


›Literarisches Schreiben‹ zeigt unterschiedliche Bedingungen des Literarischen Schreibens. Zanetti ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Zürcher Universität und lehrte einige Jahre am Literaturinstitut der Universität Hildesheim. Während in Deutschland Studiengänge zum Literarischen oder Kreativen Schreiben vergleichsweise noch eine Seltenheit sind, finden sie in Amerika weite Verbreitung.

Um das Schreiben in seiner Unterschiedlichkeit zumindest teilweise zu erfassen, betrachtet ›Literarisches Schreiben‹ unterschiedliche bekannte Autor:innen und Schreibprojekte. Von Achleitner, über Dickinson und Dürrenmatt bis hin zu Beckett und Zola.

»Der alte Streit zwischen Genialität und Handwerk […] entzündet sich zwar bis heute immer wieder, besonders im Hinblick auf die Frage nach der Lernbarkeit literarischen Schreibens an sogenannten Schreibschulen«


Doch nicht nur dem Schreiben an sich wendet Zanetti sich zu. Auch das Nichtschreiben findet Platz im Prozess des Literarischen Schreibens.

Eines wird in ›Literarisches Schreiben‹ schon nach wenigen Seiten deutlich: Zanetti nimmt das Schreiben in seinen Facetten ernst. ›Literarisches Schreiben‹ ist keine wohlmeinende Ratgeberliteratur mit leicht verdaulichen Tipps oder Erfolgsversprechen. Die Informationsdichte ist hoch, denn Zanetti schaut beim Schreiben über das Schreiben genau hin. Scheint jeden Vorgang des Literarischen Schreibens so präzise und detailreich beschreiben zu wollen, wie möglich.

»Sei gespannt auf das, was in deinem Schreiben noch passieren kann! Das ist vermutlich der einzige Rat, den man angehenden Schriftstellerinnen und Schriftstellern mit gutem Gewissen auf den Weg geben kann.«


›Literarisches Schreiben‹ ist kein Ratgeber für Autor:innen – es enthält keine Tipps dazu, wie geschrieben werden sollte. Vielmehr beinhaltet es jede Menge Wissen über das Literarische Schreiben, beobachtet dessen vielseitige Vorgänge genau und beleuchtet die unterschiedlichsten Schreibprojekte.


Rezension erstmals erschienen auf Libertine Literatur
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