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‎Alien Contagium: Erstkontakt-Geschichten

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Sind wir in diesem gigantischen Sternenmeer allein? Welches Leben mag sich wohl in den Weiten des Universums entwickelt haben? Existiert irgendwo ein kompletter Zwilling unserer Spezies? Sind sie, wie wir einst waren oder möglicherweise sein könnten? Oder sind sie vollkommen anders als das, was wir als vermeintlich intelligente Lebensform erfassen können? Wie könnte eine erste Begegnung stattfinden – und was würde sie für uns, aber auch für die gesamte Menschheit verändern? Sind Außerirdische vielleicht sogar schon lange unter uns? 23 Autorinnen und Autoren haben ihrer Inspiration freien Lauf gelassen und erzählen von erstaunlichen, bewegenden, humorvollen, aber auch beängstigenden Begegnungen der Dritten Art.

Mit Geschichten von Maximilian Wust | Frank Lauenroth | Erin Lenaris | Sven Haupt | Carolin Lüders | Ralph Sander | Anastasiya Maria | Manuel O. Bendrin | Anna Mai | Maximilian R. Herzig | Sylvia Kaml | Helen Obermeier | Detlef Klewer | Anna Eichenbach | Nob Shepherd | Michael Erle | Tatjana Stöckler | Michael G. Spitzer | Sebastian Schaefer | Galax Acheronian | Nele Sickel | Renée Engel | Christoph Grimm

400 pages, Paperback

Published March 15, 2022

6 people want to read

About the author

Christoph Grimm

18 books4 followers
Christoph Grimm wurde 1985 im nordbadischen Ländereck geboren, wo er mit Frau, Tochter und jeder Menge tierischem Anhang noch heute lebt, und hauptberuflich in der Logistikbranche tätig ist. Zum Ausgleich für diese bisweilen äußerst unlogische Tätigkeit verschlägt es ihn in seiner Freizeit in die Welten der Phantastik, doch auch Kinder- und Jugendliteratur haben es ihm angetan. Mehrere seiner Kurzgeschichten und Märchen wurden in den Sammelbänden verschiedener Verlage veröffentlicht. Zudem betreute er selbst mehrere Anthologien als Herausgeber. Derzeit arbeitet er an seinen ersten Romanen.

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Profile Image for Callibso.
1,003 reviews20 followers
July 19, 2022
Der »Erstkontakt« mit anderen Lebewesen ist eines der klassischen Themen der Science-Fiction und besonders reizvoll, wenn die Fremden intelligent sind und die Welt anders interpretieren als wir dies tun. Dann erfahren wir etwas Neues über uns und unsere Sicht auf die Welt. Jeder Science-Fiction Leser wird einige Erstkontakttitel nennen können, die ihm besonders gefallen haben oder die in seiner persönlichen Science-Fiction-Leseentwicklung besonders wichtig waren. Als - fast - zufällig ausgewählte Beispiele aus der großen Vielzahl und aus verschiedenen SF-Epochen, seien hier nur genannt: »The War of the Worlds« von H. G. Wells, in dem der Kontakt ein Eroberungskrieg ist, »Childhood’s End« von Arthur C. Clarke, in dem die Außerirdischen zwar wie Teufel aussehen, aber Fortschritt bringen, sowie »Story of your life« von Ted Chiang, wo die Schwierigkeit der Verständigung, die Rolle der Sprache und die unterschiedliche Wahrnehmung der Welt thematisiert werden.
In dieser Einleitung habe ich mich tatsächlich selbst zitiert, denn diese Gedanken gehören zu einer anderen Anthologie zum Thema »Erstkontakt«, die vor zwei Jahren erschienen ist. Dass es jetzt »schon wieder« eine Erstkontaktanthologie gibt, untermauert die Bedeutung des Themas.
Ein ernüchterndes Zitat zum Thema stammt von Stanislaw Lem, den Angela und Karlheinz Steinmüller in ihrer Essaysammlung »Streifzüge« erwähnen: »Nach Lem wäre es wohl richtiger, sich die Begegnung [mit Außerirdischen] wie ein Treffen von Schnecke und Eichhörnchen zu denken […], d.h. ohne ein rasch erreichtes, tiefer gehendes wechselseitiges Verständnis, vielleicht sogar ohne gegenseitiges Interesse. Alles andere ist liebgewonnene, unbegründete Illusion«.
Es gibt also schon sehr viel Text zum »Erstkontakt« und ich war gespannt, wie viel Neues in diesen dreiundzwanzig Geschichten stecken würde. Eine Begegnung zwischen »Schnecke und Eichhörnchen« habe ich zwar nicht gefunden, dafür aber eine Vielzahl von Begegnungen zwischen unterschiedlichen Lebewesen, mal witzig, mal ernsthaft, mal poetisch und mal spannend. Die Ausbeute ist nicht schlecht: es gibt einen Schwung wirklich lesenswerter Geschichten von denen ein paar gut und sehr gut sind. Ich habe die Lektüre nie bedauert, die eine oder andere Geschichte hätte ich aber nicht vermisst.
Zu jeder Geschichte gibt es übrigens eine Illustration von Detlef Klewer und diese Bilder haben mir sehr gut gefallen: Sie fangen jeweils eine Szene oder eine Figur passend ein. Am Ende jeder Geschichte wird die Autorin oder der Autor kurz vorgestellt, das gehört für mich inzwischen zum Standard einer Anthologie.
Ich halte es nicht für sinnvoll, alle Geschichten ausführlich vorzustellen und beschränke mich auf eine Auswahl, bei der ich versuche, nicht zu viel zu verraten.
Ein Highlight der Sammlung ist für mich die letzte Geschichte des Buches. In Christoph Grimms »Die Summe aller Teile« gibt es wirklich fremde Außerirdische in einer stilistisch schön geschriebenen, originellen und mit tiefen Gedanken versehen Erzählung. In ihr unterhält Akua sich mit Copy, die wie eine jüngere Kopie von ihr selbst aussieht. Akua ist sehr alt, sitzt im Rollstuhl und wird bald sterben. Copy ist anscheinend eine Vertreterin einer weit fortgeschritten Spezies. Sie unterhalten sich über Kunst, den Sinn eines kurzen Lebens und anderes mehr, wobei die Außerirdischen große Mühe haben zu verstehen, was uns Menschen ausmacht.
Auch Helen Obermeiers »Der blassblaue Punkt« gefiel mir sehr gut. Titelgebend war hier die Bezeichnung "Pale Blue Dot" von Carl Sagan für die Erde auf dem berühmten Bild vom Voyager 1. Zwei Astronauten sind auf dem Weg zum Uranusmond Titania. Sie suchen ein Signal von Außerirdischen, die die von den Menschen zerstörte Erde retten könnten. Gleich zu Beginn wird der Ich-Erzähler schwer verletzt und erst am Ende werden die Konsequenzen klar. Die Geschichte ist spannend erzählt, die beiden Protagonisten haben Tiefe werden auf den wenigen Seiten gut charakterisiert. Es gibt tatsächlich eine Kontaktaufnahme und Fremdartigkeit wird spürbar.
Galax Acheronian beschäftigt sich in »Antworten« mit der Suche nach den Außerirdischen durch technische Hilfsmittel von der Erde aus. Ein Radioteleskop, das nach extraterrestrischen Nachrichten sucht, empfängt plötzlich und völlig unerwartet ein Signal. Es stammt aus einer überraschenden Quelle. Die Handlung ist eingebettet in eine gelungene Schilderung der Beziehungen zwischen den Teammitgliedern. Eine schöne Geschichte mit einer guten Pointe, insbesondere wenn man Zeitreisegeschichten mag.
Gleich gepackt hatte mich Nele Sickel mit »Werdendes Leben«. Hier hat die 
hochschwangere Rae ein Problem mit ihrem Raumschiff. Plötzlich hört sie eine Stimme, von der sie als »Mutter« angesprochen wird und die ihr hilft. Ich befürchtete schnell, dass es böse ausgehen würde, hatte ich Rae doch in Herz geschlossen.
Ebenfalls gut gefallen haben mir »Die neun Höllen« von Tatjana Stöckler:  Archäologen erforschen darin Unterwasserhöhlen bei Yukatan und entdecken alte Maya Geheimnisse. Der Tauchvorgang ist spannend geschildert, die Protagonistin und ihr Lehrer sind glaubwürdig. Eine gut geschriebene Geschichte, die ich originell fand und die mich so gepackt hat, dass ich immer weiter lesen wollte. 
Auch Sven Haupt, der gerade zum zweiten Mal hintereinander mit dem Deutschen Science Fiction Preis für den besten Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, ist in der Anthologie vertreten. In »Das Wichtigste« entdecken die Astronautin Hannah und ihr Roboter Andy im Weltraum eine große Kugel, die sie erkunden. Die Kontaktaufnahme geht von fremdartigen sehr weit fortgeschrittenen Lebewesen aus, die versuchen, sich an menschliches Wahrnehmungsvermögen anzupassen. Mehr soll von der Handlung nicht verraten werden. Highlight der Geschichte war für mich der kleine Roboter, der auf der Schulter von Hannah sitzt und mit dem sie diskutiert. Die Erzählung spricht tiefer gehende Themen an (s. Titel), war aber irgendwie zu kurz und erzeugte keinen nachhaltigen »sense of wonder«. Lesenswert ist sie aber allemal.
Zwei skurrile schräge Außerirdische in einem Gefängnis bekommen Besuch von einem Wesen, das sich als ziemlich weit fortgeschritten entpuppt. Frank Lauenroth schreibt mit »Der Digger und der Lukudur« eine Erstkontaktgeschichte ohne Menschen. Sie hat nur wenige Seiten, machte mir aber viel Spaß.
Eine Invasionsgeschichte gibt es natürlich ebenfalls. In Manuel O. Bendrins »Extinct in the wild« kommen die überlegenen Außerirdischen und leider sind es Pflanzen, die sich nur für andere Pflanzen interessieren. Wir sind Ungeziefer für sie. Die Geschichte hat ungewöhnliche Details,  wie chemische Verbindungen als Namen und Halbwertszeiten chemische Elemente als Zeiteinheiten der Aliens. Diese führen untereinander Diskussionen, wie sonst wir sie über die anderen Lebewesen der Erde führen. 
Maximilian R. Herzigs »Das unentdeckte Land«  schildert einen Erstkontakt im Jahre 1812. Ein Schiff auf einer Südsee-Expedition trifft auf dem Eis einen Außerirdischen. Natürlich sind die Menschen noch nicht bereit für diese Begegnung, sie können nicht verstehen, was sie das gefunden haben. Die Geschichte ist gut geschrieben, teilweise in Form von Tagebucheinträgen und Briefen, die in einem altertümlichen Stil verfasst sind.
Sicher verdienen weitere Geschichten eine Erwähnung, aber diese Entdeckungen sollen dem Leser überlassen werden.
Um auf die Einleitung zurückzukommen: es gibt Invasionen und überlegene Außerirdische, die uns nicht immer Böses wollen. Es gibt schwierige Kontaktaufnahmen, aber der ganz große Wurf fehlt.
Insgesamt eine gute Anthologie, die Spaß macht. Sie hätte noch ein wenig gekürzt werden können, z.B. auf »nur« fünfzehn statt dreiundzwanzig Geschichten. Ich weiß: jeder zweite SF-Fan will schreiben und denkt, Kurzgeschichten zu schreiben wäre ganz einfach. Ist es aber nicht. Manche können es und ein paar finden sich auch hier.
Profile Image for Uwe Tächl.
341 reviews8 followers
July 21, 2022
Erstkontakt ist keine einfache Angelegenheit

Christoph Grimm hat in seiner neuen Anthologie Alien Contagium dreiundzwanzig Geschichten rund um das Thema Erstkontakt vereint. Dabei gehen die Autoren die Kontaktsituation hervorragend unterschiedlich an, so dass auf den 425 Seiten immer wieder neue Aspekte des Aufeinandertreffens zweier Spezies, die meistens nicht auf Augenhöhe interagieren, präsentiert werden.

Mir hat die Anthologie hervorragend gefallen. Wie schon auf dem Cover angekündigt reichen die Geschichten von erstaunenden, bewegenden, humorvollen bis hin zu beängstigenden Begegnungen der Dritten Art. Ich konnte mit allen Erstbegegnungen etwas anfangen und bin begeistert, welches breites Spektrum die Thematik doch zu bieten hat.

Eine Empfehlung für alle Fans von Science-Fiction Kurzgeschichten, die weit über das hinausgehen, dem wir bisher in Buch und Film begegnet sind. Eine hervorragende Anthologie mit einem Thema, das schon jeden beschäftigt haben sollte.
Profile Image for EmBe.
1,209 reviews26 followers
November 3, 2024
Mal wieder eine Anthologie dazwischengeschoben, weil mich das Thema Erstkontakt mit Außerirdische schon immer sehr interessiert hat.
Das Vorwort des Herausgebers hat gewisse Erwartungen geweckt, die die Anthologie in meinen Augen nicht erfüllt hat. Ich erwartete mehr Beschäftigung mit dem Umstand, dass der Kontakt zwischen intelligente Spezies durch die großen Abstände von Raum und Zeit sehr erschwert. Oder vielleicht die neuesten Erkenntnisse, die bei der Suche nach außerirdischen Planeten gewonnen wurden.
Es gibt nur vier Geschichten mit wirklich fremdartigen und/oder weit fortgeschrittenen Wesen. In "Objekt Eins" fliegt ein außerirdisches Objekt ins Sonnensystem. Doch der Kontakt ist nur sehr kurz und es enthält eine sehr fremdartigen doch intelligent wirkende Substanz. Das war ein guter Einstieg. Bemerkenswert ist, dass in der letzte Geschichte, geschrieben vom Herausgeber, der Kontakt mit kaum fasslichen Wesenheiten, die aber die Menschen verstehen wollen, eine "Lösung" aufscheint. "Angreifen" von Anastasiya Maria hat einen eher irritierenden Titel, denn der mit "Ungeformten" bedeckte Planet, der von einem Raumfahrer von der Erde erstmals besucht wird, lässt einem an "Solaris" denken.
Die Mehrzahl der Geschichten folgt lieber den Traditionen der Science Fiction, das durchaus fantasievoll. Im Weltraum treffen wir auf unsere Ebenbilder, oder Wesen, die uns innerlich oder äußerlich ähnlich sind. Die Idee einer Föderation von Galaktikern taucht immer mal wieder auf, in den unterschiedlichsten Geschichten. Da gefiel es mir, dass die Idee in einer Geschichte unterhaltsam dekonstruiert wurde ("Ein Rashikk im Bluemenbeet")
Es gibt eine Mystery-Geschichte, eingepackt in eine tragische Liebesbeziehung ("Der Stein der Weisen"). Von Besuchern auf der Erde erwartet die Mehrzahl der Autor*innen nichts Gutes, je menschenähnlicher desto schlimmer wirds.
Aus der Anthologie sticht "Antworten" von Galax Acheronian hervor, weil sie den realistischsten Ansatz hat. Ein Team von Wissenschaftlern wartet auf in einer Station auf Radiosignale von anderen Planeten. Eine KI unterstützt sie auf unerwartete Weise.
Alle sind unterhaltsam und gut geschrieben, so dass ich mich nicht gelangweilt habe, auch wenn mehr drin gewesen wäre.
Profile Image for Emma.
755 reviews30 followers
November 23, 2023
"Alien Contagium" fand ich eine sehr gelungene, schön zusammengestellte Anthologie mit thematisch sehr eng verwandten Geschichten, die dennoch eine große Bandbreite an Themen und Perspektiven aufgezeigt haben. Dabei war es nicht 100% Aliens und nicht 100% Erstkontakt, hier und da ließe sich ein bisschen darüber streiten, aber 95% passte auf jeden Fall.

Und wie es bei Anthologien so ist, es ist immer mal was dabei, was einem nicht gefällt. Der Prozentsatz an Geschichten, die ich gut fand und die mich gut unterhalten haben, war hier aber sehr hoch. Ich hätte insgesamt mir zwar gewünscht, dass es ein paar mehr positive Grundtöne gibt, verstehe aber, warum viele Autor*innen zu etwas düsteren Geschichten im Alien-Erstkontakt tendiert haben.

Ich habe leider nicht zu allen Geschichten ein einzelnes Statusupdate, was daran lag, dass ich hier und da das Handy für Updates nicht griffbereit hatte. Meine Favoriten, von denen ich noch weiß, waren:
"Das Wichtigste"
"Extinct in the Wild"
"Das unentdeckte Land" (historischer Touch for the win)
"Der blassblaue Punkt" (Herzbrecher-Story)
"Die Summe aller Teile" (Pluspunkt für das Alter der Protagonstin)

Erstkontaktgeschichten kann ich eigentlich immer lesen, daher große Empfehlung für diese Anthologie! Und für die Zukunft wünsche ich mir eine mit positivem und diverserem Schwerpunkt, die vielleicht auch Inhaltstags mit aufgreift ;)
Profile Image for Mary Stormhouse.
40 reviews1 follower
August 7, 2022
Eine vielseitige Science-Fiction-Anthologie, die eine fesselnde Mischung unterschiedlicher Geschichten enthält: überraschend, schockierend, romantisch, witzig, spannend, nachdenklich. Für jeden ist etwas dabei. Die Geschichten sind stilistisch sehr unterschiedlich, aber alle handwerklich gut und ich habe auf jeden Fall eine Autor*innen gefunden, die ich mir näher ansehen werde.
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