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Queere Familien: Eine utopische Betrachtung

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Was sind überhaupt queere Familien im Gegensatz zu anderen? Sind sie nicht am Ende Familien wie alle anderen auch, mit denselben Problemen, Konflikten und Möglichkeiten? Oder erfinden sie den Begriff „Familie“ für sich neu? Läuft dieses Modell nicht Gefahr, die Anpassung der alten Familie an ein neoliberales Modell endloser Flexibilität und Selbstkonstruktion, gar Selbstvermarktung zu werden? Spannende Anregungen, um Familie neu zu denken.

64 pages, Paperback

Published September 1, 2021

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About the author

Jasper Nicolaisen

25 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Nadin.
Author 1 book29 followers
December 2, 2021
"Was queere Familien auszeichnet, ist der Versuch, gleichzeitig maximale Individualisierung und gegenseitige Verantwortung zu leben, Wandelbarkeit und Solidarität." 🤔
Profile Image for Matt.
448 reviews16 followers
March 6, 2024
Dieses kleine Büchlein ist kein Einführungstext zum Thema Queere Familien. Was sie sind und wie sie sich zusammensetzen ist beides quasi als gegeben betrachtet. Das Wort queer steht ja im Gegensatz zu aller Arten von Genauigkeit. Welche Familien sind nicht queer? Es gibt keine bestimmte Verhältniszahl zwischen queeren und nicht-queeren Mitglieder in einer Familie, die nötig ist, um diese Familie als queer zu bezeichnen. Anscheinend könnte sogar ne Familie von lauter Heteros auch eine queere Familie sein, so lange ihr Familienleben ne queere Qualität aufweist. Eine queere Familie ist vielleicht am besten zu erkennen angesichts deren Gegenbild, in dem viele von uns aufwachsen müssten: die normative, ausgrenzende Hetero-Familie.

Daran muss man aber wieder fragen, was macht eine Familie queer? Queere Menschen können doch eine queere Familie machen. Dabei wählen sie keine bloße gesellschaftlich ausgeprägte Vorlage aus und versuchen sie durchzusetzen, sondern sie wählen zuerst einander and stehen zu einander. Abgrenzung muss irgendwie dabei sein, in dem Sinne dass die Familie sich als Einheit von der größeren Gesellschaft abgrenzt, aber Abgrenzungen im Sinne von Abkäpseln oder Einandereingrenzen bleiben aus. Empathie und Selbstrealisation sind Kernkonzepte dieser utopische Betrachtung. Nicolaisen räumt ein, dass wir nicht alle, und wenn schon dann auch nicht immer, dieses Ideal erreichen. Aber wir alle brauchen manchmal an der Sonnenseite zu denken. Der Schreibstil ist lebhaft und der Text bietet viele gute Denkanstöße an. Der Autor ist Therapeut und zeigt ein zu erwartendes Intresse an Therapie und andere Formen von Selbstentfaltung fördernden Praktiken, aber da liegt er auch nicht im Falschen. Wer sagt er keine Therapie braucht, braucht unbedingt ‘ne Therapie!
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