»Wie kann man nur Verbrecher retten?« Burkhard Benecken und Hans Reinhardt stellen das Image des Strafverteidigers als »Advokat des Bösen« auf den Prüfstand: Was davon trifft zu, was entspricht nicht der Realität? Die beiden Anwälte zählen zu den bekanntesten Strafverteidigern Deutschlands und wissen, wovon sie sprechen. In diesem spannenden Sachbuch geben sie Einblick in ihren Berufsalltag. Wer sind ihre Mandanten? Haben sie wirklich alle »Dreck am Stecken«? Oder gilt die Unschuldsvermutung? In bester True-Crime-Manier teilen sie ihre Erlebnisse mit berühmten Verbrechern und berichten von wahren Kriminalfällen.
- Jeden Tag die Wirklichkeit in all ihren Facetten erleben: Warum Strafverteidiger der kreativste Beruf der Welt ist
- Strategien, Verhandlungsgeschick und Fingerspitzengefühl: Warum ein Strafverteidiger mitunter auch ein »dreckiger Hund« sein muss
- Gewissenloses Kalkül oder fairer Rechtsbeistand? Warum die Strafverteidigung unerlässlich für den Rechtsstaat ist
- Insiderwissen und Hintergründe zu wahren Begebenheiten: von Wirtschaftskriminalität über Clan Verbrechen bis zu spektakulären Mordfällen
Die Wahrheit über die Strafverteidigung: Immer auf der Seite des Bösen?
Burkhard Benecken hat das Who’s Who der deutschen Clan-Szene vertreten sowie etliche Prominente wie Leon Goretzka oder Natassja Kinski. Hans Reinhardt ist sein Hauptkanzleipartner. Zu seinen aufsehenerregendsten Fällen zählen der Satanisten-Mord von Witten oder die Panama Papers.
Was ist Schuld? Was heißt Moral? Diese Fragen prägen den beruflichen Alltag eines Strafverteidigers. In diesem Sachbuch erzählen Benecken und Reinhardt ungeschminkt, wie es ist, tagtäglich auf der Seite von mutmaßlichen Verbrechern zu stehen und für sie zu kämpfen. Gleichzeitig räumen sie mit Vorurteilen auf und zeigen: Beschuldigte in einem Strafverfahren sind Menschen wie du und ich.
Eine abwechslungsreiche und aufregende Lektüre, die fundiertes Fachwissen mit spektakulären Kriminalgeschichten kombiniert!
Inhalt In „Inside Strafverteidigung – Advokaten des Bösen“ von Burkhard Benecken und Hans Reinhardt bieten die Autoren den Leser:innen einen spannenden Einblick in den Berufsalltag und die Welt der Strafverteidigung. Die beiden sind selbst zwei der bekanntesten deutschen Strafverteidiger und erläutern nach und nach in einer Mischung aus kurzem theoretischem Input und spannenden „echten“ Fällen, was Strafverteidigung bedeutet, wie ein Strafprozess in Deutschland abläuft und wer daran beteiligt ist, welche Aspekte an einer Verteidigung wichtig sind und vieles mehr. Ihr Ziel ist es, den Lesern das Berufsbild eines Strafverteidigers etwas näher zu bringen und etwaige Vorurteile zu entkräften, die oftmals dazu führen, dass Strafverteidiger in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit als „Advokaten des Bösen“ (und damit eher negativ) angesehen werden.
Meine Meinung Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen und ich habe mich bei der Lektüre sowohl gut unterhalten als auch gut informiert gefühlt.
Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die sich jeweils mit einem bestimmten Aspekt des Verteidigerberufes oder einem Teil des Strafverfahrens beschäftigen. Innerhalb der Kapitel erfährt man zunächst etwas Allgemeines zu dem Thema, anschließend folgen ein oder mehrere Fallbeispiele, anhand derer das Thema noch einmal verdeutlicht und veranschaulicht wird. Dies habe ich als eine gute Mischung empfunden, da es Abwechslung in den Lesefluss bringt und das Buch dadurch neben der reinen Information ein wenig True Crime-Faktor bekommt, was mir gut gefällt.
Sprachlich kann man dem Erzählten gut folgen, es lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen, vermittelt dabei aber auch alle relevanten Informationen.
Die Themen sind interessant gewählt und vervollständigen und korrigieren das Bild, das man als Leser:in vom Beruf des Strafverteidigers hat, ohne dabei belehrend zu wirken. So erfährt man, warum es überhaupt einen Beruf wie den des Strafverteidigers braucht, wer am Strafverfahren beteiligt ist, wo der Unterschied zwischen Wahl- und Pflichtverteidiger liegt, welche Verteidigungsstrategien es gibt oder auch wie es sich mit Prominenten und dem Strafverfahren verhält. Obwohl mir inhaltlich durch meine eigene Ausbildung bisher viele Dinge nicht komplett neu waren, habe ich trotzdem noch einiges aus dem Buch mitnehmen können, da man teilweise wirklich tiefe Einblicke in die Materie erhält. Auch dass die Autoren an vielen Stellen ihre eigene Ansicht haben einfließen lassen, fand ich spannend, auch wenn ich bei dem ein oder anderen Punkt eine andere Ansicht habe.
Insgesamt ist das Buch sehr gut für Menschen geeignet, die sich für den Beruf des Strafverteidigers interessieren und noch nicht so viel über Strafprozesse und Strafverteidigung wissen. Es wird mit vielen Vorurteilen aufgeräumt und eine Menge Wissen vermittelt, aber beides auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise.
Einziger kleiner Kritikpunkt ist von meiner Seite, dass ich persönlich gerne auch noch ein paar Sätze dazu gelesen hätte, dass eine Strafverteidigung mal so überhaupt nicht gut läuft oder so klappt wie erhofft. Denn das gehört ganz sicher auch zum Alltag eines Strafverteidigers dazu, wurde aber kaum mal erwähnt. Zur Abrundung des Gesamtbildes hätte ich mir ein kurzes Kapitel oder zumindest einen Abschnitt aber gewünscht.
Fazit Ein wirklich lesenswertes Buch, das sowohl informativ als auch unterhaltsam ist und mit den gängigen Vorurteilen oder Missverständnissen rund um das Thema Strafverteidigung aufräumt.
Sehr mitreißend geschriebenes Buch. Beschreibt auch sehr anschaulich, welchen Vorurteilen sich Strafverteidiger ausgesetzt sehen. Wobei eine differenzierte Betrachtungsweise angebracht erscheinen sollte.
Die Strafverteidiger Burkhard Benecken und Hans Reinhardt gebe einen Einblick in den Berufsalltag der Strafverteidigung. Dabei wird das Strafverfahren vorgestellt und die Rolle der Verteidigung im speziellen beleuchtet. Anhand vieler Beispiele wird dem Leser der vielseitige Beruf näher gebracht. Ein großes Anliegen der Autoren ist es, zu verdeutlichen, wie wichtig die Strafverteidigung für unseren Rechtsstaat ist.
Das Buch ist wirklich angenehm geschrieben. Dazu tragen auch die vielen Beispiele, die die theoretische Wissensvermittlung auflockern und vertiefen, bei. Die Auswahl der Beispiele ist sehr passend gewählt. Das Buch gibt einen guten Überblick über den Beruf des Strafverteidigers und ist auch für Nichtjuristen verständlich. Aber auch, wen man wie ich schon Wissen über das Strafverfahren hat, ist es empfehlenswert das Buch zu lesen, denn es ist unterhaltsam und füllt das oft theoretische Wissen über den Strafprozess mit Leben.
Sehr gut gefallen hat mir der Schwerpunkt auf der Rolle des Strafverteidigers im Rahmen des Rechtsstaates. Grade Nichtjuristen ist dieser Zusammenhang, meiner Erfahrung nach, nicht immer klar, sodass es sinnvoll erscheint diesen Aspekt als Schwerpunkt darzustellen. Ich finde das Buch wird dem Beruf des Strafverteidigers gerecht. Nur an manchen Stellen waren mir einzelne Formulierungen etwas "too much".
Ein empfehlenswertes Buch für alle, die mehr über den Beruf des Strafverteidigers erfahren wollen.
Das Buch verschafft ehrliche Einblicke in die Tätigkeit des Strafverteidigers in Deutschland, welche von vielen Vorurteilen und von viel Kritik umgeben ist. Das Buch soll umfangreich diese Vorurteile enthebeln und schafft das meiner Meinung nach auch sehr gut. Anhang von erschreckenden, emotionalen und humorvoll aufbereiteten Fällen wird dies nochmals verdeutlicht. Auch wenn mir viele der Fälle bereits bekannt waren, sorgte das Buch auch bei mir für einige Aha-Momente. Leider habe ich lange Zeit gebraucht, um in das Buch hereinzufinden, die Aufmachung des Buches ist leider ein großes Minus. Man findet nicht richtig hinein und auch fehlt es an einem roten Faden. Auch wenn der Sinn des Buches einleuchtet, habe ich mich oft während dem Lesen gefragt "Was soll das Ganze jetzt und hier?" und "Welchen Mehrwert bringt diese Geschichte mir ?". Alles in allem kann ich das Buch weiterempfehlen (vor allem an die Nichtjuristen, die ggf. selbst Vorurteile gegen Strafverteidiger haben und sich auf diesem Gebiet weiterbilden möchten), ich selbst würde es jetzt nicht unbedingt nochmal lesen oder kaufen wollen.
Dieses Buch gibt einen wunderbaren Einblick in die Tätigkeit der Strafverteidiger und ist nebenbein auch noch sehr unterhaltsam geschrieben. Viele Anekdoten, spannende Fälle und das letzte Kapitel hat den Rahmen und die Message des Buches wunderbar geschlossen.
Nun liebäugel ich doch damit eine Station im Referendariat bei einem Strafverteidiger zu machen. Oder zumindest ein Praktikum.