Jump to ratings and reviews
Rate this book

Alles wird Zahl: Wie sich die Mathematik in der Renaissance neu erfand

Rate this book
Die andere ein spannendes Epochenportrait auf den Spuren von Dürer, Da Vinci und ihren Zeitgenossen.Im 15. und 16. Jahrhundert erwacht die Mathematik in Europa. Die arabischen Ziffern samt der bis dato unbekannten Null erobern das kaufmännische Leben. Die Erfindung der Zentralperspektive und die Wiederentdeckung der griechischen Geometrie verändern Kunst und Wissenschaft. Bilder sind nun Fenster zur Welt, die neue Mathematik ebenso. Regiomontanus und Albrecht Dürer in Nürnberg spielen bei diesem Umbruch eine ebenso große Rolle wie Leonardo da Vinci und Girolamo Cardano in Mailand. Lebendig und mit dem besonderen Blick für das Verborgene erzählt Thomas de Padova ein spannendes Kapitel der Mathematikgeschichte und eröffnet eine neue Perspektive auf eine flirrende Epoche – die Renaissance.

385 pages, Kindle Edition

First published January 1, 2021

5 people are currently reading
68 people want to read

About the author

Thomas de Padova

20 books5 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
8 (21%)
4 stars
23 (60%)
3 stars
7 (18%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for reherrma.
2,146 reviews37 followers
October 24, 2021
Dieses Buch habe ich mit großer Freude und Gewinn gelesen, es vermittelt sehr viele Informationen über die Renaissance, in der viele kulturelle Innovationen ihren Beginn nahmen und unsere Welt für immer verändert haben. Insbesondere schreibt der Autor sehr anschaulich, wie sich Mathematiker, wie Johannes Müller, lat.Regiomontanus, sich der indisch-arabischen Zahlen angenommen haben und für ihre Verbreitung in Europa sorgten. Wie sie die arabische und römisch-griechische Mathematik weiterentwickelten und damit die wissenschaftliche Welt aufgestoßen haben. Interessant fand ich die Tatsache, dass Künstler wie Albrecht Dürer und Leonardo Da Vinci, diese mathematischen Ideen in ihrer Kunst (Zentralperspektive) aufgenommen haben und die künstlerische Darstellung zu neuer Blüte geführt haben. Seit ich in diesem Buch erstmals erfahren habe, wie die indisch-arabischen Zahlen das römische Zahlensystem abgelöst haben und ich nun weiß, wie Plus-, Minuszeichen und andere mathematische Symbole entstanden sind, betrachte ich sie mit anderen Augen, vor allem das Gleichheitszeichen. Sein Schöpfer begründete die Wahl "=" mit den Worten: "Weil nichts gleicher sein kann als ein Paar paralleler Linien derselben Länge."
Dies und vieles andere verschafft mir Bezug zur Mathematik, wo ich zuvor keinen sah.
Die Neuendeckung der Antiken Wissenschaftlichen Literatur durch arabische Quellen, die das Erbe der Antike durch das Kopieren bewahrt haben, schafft für mich auch einen Bezug zu Isaac Asimovs SF-Roman-Trilogie "Foundation", denn dieses Bewahren in christlichen Klöstern und durch arabische Wisseschaftlern ähnelt der Foundation, dem Aufbau von Bibliotheken und damit dem Bewahren und Verbreitung des Wissens.
Die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg ist natürlich das entscheidende Moment der Renaissance, denn ohne das hätte sich das Wissen um Mathematik, Wissenschaft allgemein und Kunst nicht durchgesetzt. Ein wunderbares Buch !
Profile Image for Callibso.
978 reviews18 followers
September 11, 2021
Ich habe schon mehrere Bücher von Thomas de Padova gelesen, so seine Bücher über Kepler und Galilei (“Das Weltgeheimnis”), Einstein (“Allein gegen die Schwerkraft”) sowie das Buch “Leibniz, Newton und die Erfindung der Zeit”. Ich schätze an seinen Büchern die Verknüpfung des Biographischen mit dem Wissenschaftlichen, man bekommt immer einen guten Eindruck von der Zeit, in der verschiedenste Erkenntnisse erworben werden.
Manchmal hilft dies, die eigene Perspektive zurechtzurücken. In der in diesem Buch hauptsächlich beschriebenen Zeit wütet regelmäßig die Pest und die Menschen haben ausser Abstand und Masken kein Hilfsmittel gegen die Pandemie, denn eine Impfung gab es noch nicht. Deshalb stirbt von den vielen Kindern auch ein großer Teil sehr jung.
Im Buch geht es um den Aufstieg der Mathematik, um die Verbreitung der indisch-arabischen Ziffern während der Renaissance, um die Null und um die Zentralperspektive. All dies wird dargestellt an Menschen wie Regiomontanus, Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer.
Besonders gelungen fand ich den “Archimedischen Zahlenzauber”, die Abhandlung, in der Archimedes versucht, die Anzahl der Sandkörner im damals bekannten Universum abzuschätzen. Die “Sandzahl” beträgt in unserer heutigen Notation 10 hoch 800 000 000, also eine 1 mit 800 Millionen Nullen. Es ist eine großartige Leistung, diese Zahl ohne indisch-arabisches Zahlensystem zu entwickeln und hinzuschreiben.
Man erfährt, wie es zu den uns selbstverständlichen Zeichen wie “+”. “-”, sowie dem Gleichheitszeichen und dem Wurzelzeichen kam und erkennt, dass all diese Dinge keine Selbstverständlichkeit sind, sondern erst mühsam erarbeitet werden mussten. Ohnehin ist der übergroße Teil der beschriebenen Mathematik heute einfachste Schulmathematik und auch dies zeigt den Fortschritt.

Das Buch hätte sicher noch stärker mit Illustrationen versehen werden können und ich hätte mir in den mathematischen Teilen mehr Tiefe gewünscht, aber es hat mit viel Spaß gemacht.
83 reviews
January 24, 2022
Wunderbar geschriebenes Buch über die kulturelle Revolution der Mathematik in der Renaissance. Insbesondere auf die Entdeckung der Zentralperspektive sowie die Entwicklung der reinen Formelsprache wird eingegangen. Auszüge aus Leonardo da Vincis Leben waren mir bereits aus der exzellenten Biografie von Walter Isaacson bekannt.
Displaying 1 - 3 of 3 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.