Pörksen und Schulz von Thun, Deutschlands wichtigste Medien- und Kommunikationsexperten, zeigen, wie wir uns der kollektiven Erregung widersetzten können.
Unsere Debatten sind vergiftet, Gerüchte und Falschmeldungen verbreiten sich rasend schnell, Menschen werden diffamiert. Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun analysieren die Krise der Kommunikation und zeigen Auswege aus der Polarisierungsfalle. Dafür erklären sie die Voraussetzungen für gelingende Gespräche und entwerfen eine Ethik des Miteinander-Redens, die Empathie und Wertschätzung mit der Bereitschaft zur klärenden Konfrontation verbindet. Mit anschaulichen Beispielen leiten sie dazu an, den Ablauf von Debatten und Diskussionen zu verbessern. Ein Buch, wie wir es in Zeiten der großen Gereiztheit dringend brauchen.
Mir persönlich wird von Bernhard Pörksen zu oft nur eine Seite als Negativ Beispiel genommen und somit(gewollt oder ungewollt) ein Bild erzeugt, welches mir persönlich zu unausgeglichen ist.
Als Hörbuch kam der Dialog für mich deutlich besser zum Tragen. Kommunikations- und Medienwissenschaftler unterhalten sich über verschiedene Facetten der Verständigung. Gespräche, Gesellschaft, Politik mit den zunehmend schwierigen Voraussetzungen durch Polarisierung ist dort schon 2020 Thema. Dadurch wirkt es fast surreal, da sich einiges seitdem verschärft hat. Schulz von Thun hat mir als Elder Statesmen der Kommunikation sehr gut gefallen und gibt auch noch ein paar Tipps für schwierige Gespräche.