Alles vermessen, entdeckt, bekannt – gibt es in Deutschland überhaupt noch Plätze zum Staunen und Wundern? Die Geographin und Journalistin Pia Volk hat sich zwischen Wattenmeer und Allgäu, zwischen dem Frankfurter Mainufer und dem Sorbenland umgesehen und ist dabei auf lauter seltsame und seltsamste Orte gestoßen: eine Eiche mit eigener Adresse, ein fortgespültes Atlantis in der Nordsee, ein Kronleuchter in der Kölner Kanalisation, die letzte noch erhaltene Grenzschleuse für sowjetzonale Agenten.
Pia Volk ist einen Pfad entlanggewandert, der über das Gelände eines Atomkraftwerks führt, und hat einen Truppenübungsplatz durchquert auf dem Weg zu mächtigen Gräbern, von denen niemand weiß, wie sie gebaut wurden. Sie ist über eine mit Hohlräumen durchsetzte Felslandschaft gesprungen, in der alles Wasser verschwindet, und hat sich erklären lassen, wie man von einem Kirchturm auf das wohl gigantischste Ereignis der deutschen Erdgeschichte schließen kann. Sie hat sich sorbische Märchen angehört, saterfriesische Sprichwörter und Töne, die Jahre anhalten. Über all diese bizarren Landschaften, exzentrischen Welten und obskuren Objekte berichtet sie. Spannend und unterhaltsam führt sie zu geographischen und historischen Kuriositäten und lehrt uns, das eigene Land mit neuen Augen zu sehen.
Ich hatte erwartet das in diesem Buch Orte vorgeschlagen werden, die man tatsächlich besuchen kann, aber so noch nicht kannte. Im Grunde war es aber eher Geschichtsunterricht für einzelne Orte in Deutschland. Zum Beispiel hat der Berliner Flughafen oder die Stadt Bielefeld ein ganzen Kapitel, wobei beides ja kein Ausflugsziel ist. Und ich hätte mir gewünscht das bei den Kapiteln kein Koordinaten sondern Adressen stehen. Sollte man doch eine der Orte besuchen wollen, wäre das sinnvoller.
I love history and this book had so much potential but within 5% of listening, I deleted it again. It's just not interesting (even though you'd think a lot of the crazy places she visits should be quirky and bizarre, and should make for great stories. Sadly, they don't.) :(
Der Klappentext dieses Buches verrät, dass die Geographin und Journalistin Pia Volk sich zwischen Wattenmeer und Allgäu, zwischen dem Frankfurter Mainufter und dem Sorbenland umgesehen hat und dabei auf lauter schräge und seltsame Orte gestoßen ist: eine Eiche mit eigener Adresse; ein fortgespültes Atlantis in der Nordsee; ein Kronleuchter in der Kölner Kanalisation; die letzte noch erhaltene Grenzschleuse für sowjetzonale Agenten und noch so einiges mehr.
Das hörte sich für mich spannend an und ich war neugierig auf die geheimen Plätze, obskuren Objekte und bizarren Landschaften, die Deutschland abseits bekannter Pfade zu bieten hat. Zu gerne lassen mein Herzbube und ich uns von kleinen und großen Besonderheiten überraschen, die uns bei dem Besuch von Lost Places oder bei der Jagd nach Geocaches begegnen und die wir vorher gar nicht auf dem Schirm hatten. Etwas in der Art erhoffte ich mir von diesem Buch, das ich für eine Sammlung interessanter Sehenswürdigkeiten hielt, denen man vielleicht bei einem Urlaub in Deutschland einen Besuch abstatten könnte, wenn man sich gerade in der Nähe aufhielt. Erst recht wurde die Erwartung bei mir geweckt, weil sich das Buch als Fremdenführer für Einheimische betitelt. Doch bei näherem hinsehen, will es das eigentlich gar nicht sein.
Es lädt nicht ein diese Orte selbst zu besuchen, zumal dies bei einigen vermutlich auch gar nicht möglich ist. Man kann jedoch zumindest anhand der genannten Koordinaten herausbekommen, wo man sie finden kann. Als mir bewusst wurde, dass ich mir von dem Buch etwas anderes erwartet hatte, war ich zunächst ein wenig enttäuscht. Aber mich interessierten halt die Kuriositäten, die Deutschland zu bieten hat und so las ich dennoch weiter und wurde mit der Zeit immer offener für das, was die Autorin zu berichten hatte.
Sie ist einen Pfad entlanggewandert, der über das Gelände eines Atomkraftwerks führt, und hat einen Truppenübungsplatz durchquert auf dem Weg zu mächtigen Gräbern, von denen niemand weiß, wie sie gebaut wurden. Sie ist über eine mit Hohlräumen durchsetzte Felslandschaft gesprungen, in der alles Wasser verschwindet, und hat sich erklären lassen, wie man von einem Kirchturm auf das wohl gigantischste Ereignis der deutschen Erdgeschichte schließen kann. Sie hat sich sorbische Märchen angehört, saterfriesische Sprichwörter sowie Töne, die Jahre anhalten. Über all diese bizarren Landschaften, exzentrischen Welten und obskuren Objekte berichtet sie. Unterhaltsam führt sie zu geographischen und historischen Kuriositäten und lehrt uns, das eigene Land mal anders zu betrachten. Und so hat mir das Buch letztlich doch Spaß gemacht.
Ein Fremdenführer für Einheimische also? Na, wollen wir doch mal sehen:
Nach diesem Buch hat man den Eindruck, Deutschland bestünde zu 80% aus Berg- und Tagebau. Dazwischen noch ein paar Dörfer, durch die mal eine Grenze verlief (wer hätte sowas bei einem einst geteilten Land auch ahnen können?) und ab und an mal noch ne Burg. Ach, und Dinge die nach der Wiedervereinigung nicht mehr genutzt werden, die gibt es auch noch. Also nur alten Scheiß und Umweltzerstörung. Dieses "Deutschland" scheint echt kein attraktiver Ort zu sein, bleibt da lieber weg. 😄
Mal ein anderer“ Reiseführer“, er führt zu vergangenen Orten, die so nicht in den Reiseführern stehen. Deutsche Orte und Landschaften mit Vergangenheit … sehr interessantes Buch! Zum Beispiel: der Kronleuchter Saal in der Kölner Kanalisation oder Ferropolis nicht zu vergessen, das deutsche Zusatzstoffmuseum und vieles mehr…
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Eine schöne Zusammenstellung von interessanten Orten, die man teilweise sogar kennt, aber definitiv einen Eintrag wert sind. Erstaunlich auch der Umfang des Buches und die Fülle an Orten, insgesamt sind die kleinen Geschichten gut recherchiert und erzählt. Mir persönlich fehlte ein bisschen der Reiseaspekt der Autorin bei diesen Orten, Auch werden meist nur die Koordinaten angegeben, ich hätte mir vielleicht eine andere Sortierung nach Ort oder Thematik eher gewünscht. Wahrscheinlich aber auch ganz ok so, um die Reihenfolge vielfältig zu gestalten.