Hedda Laurent ist gestorben. Die Familie ist in Trauer vereint: Ihr Mann, die vier Kinder mit ihren Familien und Heddas Bruder Ruben sind nach Berlin gekommen, um Abschied zu nehmen. Doch bei der Testamentseröffnung erleben sie eine böse Überraschung. Nur einer der Anwesenden wird Heddas beträchtliches Vermögen erben. Wer der Glückliche ist, soll ein Wettkampf entscheiden. 27 Aufgaben müssen die Angehörigen bewältigen. Nur einer kann gewinnen. Doch was ganz harmlos beginnt, scheint bald zu eskalieren. Alte Konflikte und Verletzungen reißen wieder auf. Und das Spiel wird gefährlich.
Nachdem ich bereits einige Thriller aus der Feder von Jonas Winner gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf sein neuestes Werk "Der Nachlass", das auf den ersten Blick sehr interessant und spannungsgeladen klang und somit direkt mein Interesse wecken konnte. Somit habe ich mir von "Der Nachlass" auch einiges versprochen und wurde am Ende nicht enttäuscht.
Die Geschichte liest sich durchweg flüssig und spannend und auch die Figuren haben bei mir einen guten Eindruck hinterlassen, da sie allesamt gut ausgearbeitet sind und man sie dementsprechend gut kennen lernt und die meisten ihrer Bewegungssgründe und Gefühle nachvollziehen kann. Einzig etwas verwirrend und aus dem Lesefluss gebracht haben mich die vielen Zeitsprünge. Diesen werden zwar an jedem Kapitelanfang immer mit dem jeweiligen Datum versehen, was an sich gelungen ist, allerdings hat dies das ein oder andere Mal dann doch etwas gestört, weil mal hier und da ein Zeitsprung für mich nicht ganz gepasst hat.
Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Hedda Laurent ist verstorben, was bei ihrer Familie für große Trauer sorgt. Ernüchterung kommt aber schnell auf, als es zur Testatementseröffnung kommt, denn Hedda hat in ihrem Testament verfasst, dass es nur einen einzigen Erben geben wird. Wer das ist, stellt sich erst nach einem Wettkampf heraus, der die Familie nicht nur an ihre Grenzen bringt, sondern auch einige Gefahren, Erinnerungen und Überwindung mit sich bringt. Dabei wird auch die Vergangenheit der Familie durchleuchtet und aufgezeigt, was dazu geführt hat, dass Hedda einen Wettkampf austragen lässt.
Die Aufgaben führen dabei nicht nur teilweise die Teilnehmer an ihre Grenzen, sondern auch den Leser, denn manche der Aufgaben sind nicht nur brutal, sondern vor allem auch sehr ekelerregend, sodass ich das Buch tatsächlich das ein oder andere Mal zur Seite legen musste, weil der Autor die jeweiligen Situationen sehr detailiert schildert, sodass ich mir das meiste tatsächlich bildlich vorstellen konnte.
Kurz gesagt: "Der Nachlass" ist ein schonungsloser und spannender Thriller, der nicht nur mit interessanten und teilweisen ekelerregenden Aufgaben beeindrucken kann, sondern vor allem mit einer Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Von mir gibts eine klare Empfehlung!
Hedda Laurent ist gestorben und hinterlässt ein beträchtliches Vermögen. In ihrem Haus ist die ganze Familie zusammengekommen und wartet auf die Testamentsverlesung. Dort erwartet sie eine große Überraschung: Nur Einer der Angehörigen wird alles erben. Dazu müssen alle Beteiligten in 27 Aufgaben gegeneinander antreten. Am Ende gewinnt, wer die Meisten Punkte gemacht hat. Was als sportlicher Wettkampf beginnt, wird zunehmend skurril und schon bald zu tödlichem Ernst...
Der Thriller hat mich sofort gefesselt und wurde von mir innerhalb kürzester Zeit förmlich verschlungen. Der Spannungsbogen wurde sehr gut gesponnen und flacht auch kaum ab. Die wesentliche Handlung spielt rund um den Totensonntag, es gibt jedoch auch Rückblenden in die Vergangenheit von Hedda und ihrem Mann Arthur.
Die Idee mit dem Wettstreit ums Erbe gefällt mir sehr gut und wurde super umgesetzt. Bis zur Aufklärung am Ende war ich auf der komplett falschen Fährte, was für Motive der Verstorbenen angeht. Fazit: Ein sehr spannender und kurzweiliger Thriller, der Lust auf weitere Werke des Autors macht.
Nachdem Hedda Laurent gestorben ist, steht die Familie unter Schock. Die ganze Familie ist in Trauer vereint. Alle sind für den Abschied nach Berlin gekommen. Doch bei der Testamentseröffnung erleben sie eine böse Überraschung. Nur einer der Familienmitglieder erhält das ganze Erbe. Wer das sein wird, soll durch einen Wettkampf mit 27 Aufgaben entschieden werden, bei welchem die Spieler gegeneinander antreten. Das harmlose Spiel droht zu eskalieren. Wie weit kann man für ein derartig hohes Erbe gehen? Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da ich mir viel von diesem Thriller erhofft habe. Die Plotidee mit den unterschiedlichen Aufgaben finde ich nämlich sehr interessant und ich war gespannt, wie der Autor seine Idee in diesem Thriller umsetzten wird. Zudem fand ich von Anfang an gut, dass der Autor mit dem knappen Familienstammbaum eine gute Übersichtlichkeit erhält, wer zu wem gehört. Wir haben ja viele unterschiedliche Figuren vorliegen, sodass man sicherlich den Überblick verlieren kann. Auch wenn ich eine gute Übersicht über die Figuren hatte, fehlte mir die Übersicht bei dem Kapitel. Obwohl die Handlungszeit vermerkt ist, wechselten mir die Orte in den Kapiteln zu abrupt und die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln sorgten auch für ein bisschen Verwirrung. Doch irgendwann habe ich mich im Buch gefangen und habe mit viel Kuriosität den Plot verfolgt. So lag fast durchgängig eine gute Spannung vor, welche aber ab und zu mal auch ein paar Tiefen hat. Dies kam aber nur selten vor. Außerdem ist eine Tiefgründigkeit gegeben, da man Einblicke in das Aufwachsen der Geschwister erhält, um einzelne Beziehungen untereinander besser zu verstehen. Dennoch fehlte mir es schwer eine Beziehung zu den Figuren herzustellen. Auf der anderen Seite tat ich mich mit der Umsetzung der Idee schwer. Mir ist die Idee der unterschiedlichen Aufgaben total untergegangen. Teilweise wurden diese nur anhand paar Sätzen thematisiert und so habe ich auch das Gefühl, dass einzelne Aufgaben nur indirekt angeschnitten worden sind. Viel mehr stach der Konflikt der Familienmitglieder mehr in das Auge, was ich schade fand. Natürlich war dieser gut, aber das habe ich halt nicht vom Buch erwartet. Fazit: Ich gehe mit gemischten Gefühlen aus diesem Buch, da ich was komplett Anderes erwartet hätte. Obwohl eine gute Spannung sowie Tiefe vorlag, fand ich die Umsetzung des Plots nicht gut und es fiel mir schwer eine Bindung zu den Figuren aufzubauen.
An sich eine spannende Geschichte mit einem unerwarteten Ende. Auch finde ich die Figurenkonstellation sehr übersichtlich und auch die Zeitensprünge gut verständlich und nachvollziehbar. In meinem Kopf fällt es mir jedoch schwer, mir die Hauptcharaktere als 45-54-Jährige vorzustellen. Bei mir sind die irgendwie um die 30, was vielleicht an ihrer Sprache, vor allem aber an den Namen liegen mag. Der Erzählstil ist ansprechend und es liest sich flüssig und leicht, wobei es sich an manchen Stellen etwas im Kreis dreht. Kommen wir jetzt zum Aber: (Achtung, Spoiler): Die Auflösung kommt unerwartet, entbehrt aber jeglicher Logik. Als ob das niemandem aufgefallen wäre, wenn da auf einmal ein anderes Kind in der Familie lebt. Patricia wurde gezwungen, dicht zu halten, aber was ist mit den älteren Geschwistern? Als ob die das einfach so hingenommen hätten. Was ist mit Freunden, Geschäftspartnern? Wenn die Kinder so oft repräsentiert wurden, wieso ist das niemandem aufgefallen? Vor allem, wenn auch noch zufällig eine Kindesentführung im Raum steht. Ich frage mich zudem, was die Ermordung von Vincent und die inzestuösen Handlungen von Sophia und Jannick mit der eigentlichen Handlung zu tun haben. Außerdem fand ich die Auflösung am Ende zu schnell dahinerzählt. Eine Dialogform wäre da ansprechender. Nichtsdestotrotz ein spannender Thriller, dessen Lektüre ich nicht bereut habe.
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Die Idee des Nachlasses finde ich sehr interessant und habe es so auch noch nicht gelesen. Über die Geschichte lernt man alle vier Kinder von Hedda besser kennen und auch ihre Geheimnisse, genauso die von Heddas Mann Artur und ihrem Bruder Ruben. Die Sichtweise wechselt immer zwischen den Charakteren, hauptsächlich den Kindern, ich hätte mir allerdings gewünscht, dass das etwas besser gekennzeichnet wäre, aus welcher Sicht gerade geschrieben wird. Zusätzlich gibt es auch verschiedenste Rückblicke in die Kindheit der Vier oder in Heddas und Arturs Anfangszeit, was ich sehr spannend fand und wirklich geholfen hat die Figuren noch besser zu verstehen.
Die Geschichte ist grundsätzlich recht leicht zu lesen, ab und an war ich zwar mit den ganzen Namen etwas verwirrt, glücklicherweise gab es aber einen Stammbaum vorne im Buch. Leider plätschert das Buch an vielen Stellen einfach etwas dahin, was sich aber glaub ich anfangs gar nicht wirklich vermeiden lässt, da die Aufgaben anfangs noch recht unspektakulär sind. Dafür gibt es zwischendurch immer wieder wirklich spannende Einschübe und das Ende haut wirklich noch mal einen raus. Denn wer am Ende für das Geld über Leichen geht ist bis zum Ende wirklich gar nicht ersichtlich.
Der Nachlass dreht sich um das Testament einer Frau, die ihren Nachlass demjenigen überlässt, der es schafft bestimmte Aufgaben zu lösen.
Ich finde die Idee immer noch wahnsinnig gut und das Tempo der Geschichte ist auch gut. Was mir die Geschichte leider etwas versaut hat, war die Auflösung für die es in der gesamten Geschichte nicht einen einzigen Hinweis gab. Ich mag unerwartete Twists, aber ich muss mir danach an den Kopf fassen und denken: "Man das hätte ich doch sehen müssen", aber hier kam es einfach aus dem Nichts, was mich nicht überzeugen konnte.
Trotz allem ein solider Thriller mit Gruselfaktor der einen definitiv unterhält.
Darum geht's: Hedda Laurent liegt im Sterben und sie möchte ihre Familie noch einmal um sich versammeln. Dem Notar gelingt es sogar den abtrünnigen Sohn Theo ausfindig zu machen, um Hedda ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Als Hedda stirbt kann selbst die gemeinsame Trauer nicht verhindern, dass in der Familie einiges an Unausgesprochenem gärt. Diese angespannte Stimmung wird durch die Testamentseröffnung noch weiter angestachelt. Nur ein Familienmitglied soll das Vermögen von über 70 Millionen Euro erben. Durch einen Wettkampf, der aus 27 Aufgaben besteht, soll entschieden werden, wer der glückliche Erbe sein wird. Die Familie ist ratlos, was die Mutter mit dieser Vorgehensweise bezwecken wollte. Trotzdem lassen sich alle auf das Spiel ein, das erst harmlos beginnt. Die Aufgaben werden aber immer grausamer und schon bald liegen die Nerven blank.
So fand ich's: Wie weit würde man gehen, um ein beträchtliches Vermögen zu erben? Diese Frage spielt in Jonas Winners Psychothriller „Der Nachlass“ eine zentrale Rolle und bringt so manche Niederträchtigkeiten und Abgründe der menschlichen Seele zum Vorschein.
Zu Beginn wundert man sich in erster Linie darüber, was eine Mutter dazu veranlasst, einen Wettkampf zu veranstalten, um zu entscheiden, wer Universalerbe wird. Gut gefallen hat mir in den ersten Kapiteln, wie der Autor mich als Leser die unterschwelligen Animositäten innerhalb der Familie hat spüren lassen. Es war schnell klar, dass hier einiges im Argen liegt und dass das das Spiel um das Erbe noch zusätzlich auf das Äußerste treiben würde.
Der Erzählstil ist leicht und flüssig und auch die verschiedenen Perspektiven und Zeitsprünge sind gut aufeinander abgestimmt, so dass man jederzeit problemlos der Handlung folgen kann. Ich fand es spannend, aufgrund von Einschüben mehr über die Vergangenheit der Familie zu erfahren. So spitzte sich die Geschichte immer weiter zum Ende hin, sprich zum Höhepunkt, zu.
Am Anfang des Buches findet man einen Stammbaum der Familie. Was ich zuerst als angenehmes Gimmick empfand, entwickelte sich zu einer wahren Hilfe während dem Lesen. Da die Figuren für meinen Geschmack recht flach und blass bleiben, konnte ich sie über längere Zeit auch immer nur schwer zuordnen. Mit der Zeit wurde es - gerade auch mit Hilfe der erwähnten Aufstellung – etwas besser, so dass ich mich mehr auf die Geschichte einlassen konnte.
Aufgrund der härteren und grausamer werdenden Aufgaben wurde es für die Familienmitglieder von Mal zu Mal nervenaufreibender und so auch für mich als Leser immer spannender. Es gab jedoch Aufgaben, bei denen ich mich fragte, ob ich tatsächlich so etwas lesen möchte. Der leichte Schreibstil entwickelte sich langsam zu einer monotonen Erzählstimme, die etwas Hypnotisches hatte. Daher fühlte ich mich wie von einem Magneten angezogen und konnte nicht aufhören zu lesen. Geholfen hat mir dabei sicher auch, dass der Autor bei besonders schaurigen und verstörenden Aufgaben auf zu viele Details und Emotionen verzichtete.
Auch jetzt nach ein paar Tagen bin ich zwiegespalten und ich finde es schwierig, das Buch zu bewerten. Es hat mich gefesselt, zum Teil gar gelähmt. Es gab Punkte, die für mich zu verstörend waren und der Autor packte für meinen Geschmack eine Prise Drama zu viel in die Geschichte rein. Zum Schluss hin hat er jedoch sein ganzes Erzähltalent unter Beweis gestellt, indem er dem Leser eine für mich komplett überraschende Auflösung bietet. Auf diese Erklärung wäre ich im Leben nie gekommen und trotzdem war so alles in sich schlüssig und es blieben keine Fragen offen.
Für mich steckt in diesem Buch alles drin, was einen Psychothriller ausmacht – und sogar ein bisschen mehr. Für zarter besaitete Seelen ist „Der Nachlass“ eher nicht zu empfehlen. Daher hatte auch ich mit einzelnen Szenen ein bisschen zu kämpfen. Überzeugt hat mich jedoch das Talent des Autors eine solch komplexe Geschichte so auszuarbeiten, dass die Handlung stringent bleibt und dennoch nicht langweilig wird. Eine düstere, beklemmende und angstvolle Atmosphäre zu schaffen – ja, das kann Jonas Winner definitiv. Wer sowas mag, wird hier auf seine Kosten kommen.
Familienmitglieder, die um das Erbe der Mutter kämpfen müssen, klang wahnsinnig vielversprechend. Während des Lesen empfand ich es als Familiendrama mit einem Hauch Thrill.
Theo, Jannik, Patty und Sophia treffen sich am Krankenbett ihrer Mutter, die kurze Zeit später verstirbt und ihr Testament hinterlässt. Anders als bei gewöhnlichen Testamenten werden den Geschwistern und ihren Familienangehörigen 27 Aufgaben gestellt, die sie bewältigen müssen. Wer alle Aufgaben bestanden hat, kann sich über ein millionenschweres Erbe freuen. Doch so einfach sind die Aufgaben nicht, denn mit der Zeit merken sie, dass währenddessen dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit zum Vorschein treten und sich nicht jeder an die Regeln hält.
Die Mitglieder könnten nicht unterschiedlicher sein, doch eines haben alle gemeinsam: Jeder hütet ein dunkles Geheimnis. Um mit ihrer Vergangenheit abzuschließen und in Ruhm zu leben, geben sich alle dem Spielchen hin. Zuerst verwirrten mich die Aufgaben, denn die kamen mir eher zu einfach vor, doch mit der Zeit wurden sie erschreckender, weshalb ich mich fragte, warum sie weiter mitspielen. Die Frage nach dem Warum wurde mir nach der ersten Hälfte beantwortet. Genauso wurden die Aufgaben nur kurz benannt und es ist nicht weiter drauf eingegangen worden.
Die Handlung wird in der dritten Person aus der Sicht von allen Mitgliedern erzählt. Mir persönlich gefällt diese Sichtweise nicht, da ich mich schwer in die jeweilige Person hineinversetzen kann. Hier hatte ich ganz besonders meine Schwierigkeiten. Man erfährt vieles aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zu Anfang machte es mir nichts aus, doch mit der Zeit verwirrte es mich. Denn in einem relativ kurzen Kapitel erfuhr man die neue Aufgabe und im nächsten beschrieb der Autor ein Ereignis aus der Vergangenheit. Ob nun Theo mit 4 Jahren oder die Verstorbene als junge Mutter. Trotz allem ergaben alle Handlungsstränge ein zusammengesetztes Puzzle aus vielen verwirrenden Szenen. Zum Ende hin nahm das Buch an Pfad, denn viele offene Fragen wurden beantwortet und ein unvorhersehbarer Wendepunkt konnte mich sehr begeistern. Genauso wie die Idee, dass einer ein falsches Spiel spielt und somit keiner dem anderen trauen kann. Die Angst und das Misstrauen wurden gut beschrieben.
Um einen Überblick über die Familienmitglieder zu behalten, findet sich ein Familienstammbaum auf der ersten Seite, mit dem man das Geschehen besser verfolgen kann. Mir persönlich hat es sehr geholfen. Der Einstieg in die Geschichte verläuft einfach, denn der Autor weiß, wie er das Interesse seiner Leser wecken kann. Mit seinem locker leichten Schreibstil und den kurzen Kapiteln lässt sich das Buch in einem Rutsch lesen. Dem Autor gelingt es, den Leser zeitweise in seinen Bann zu reißen. Obwohl versucht wurde, dass die Spannung aufrecht erhalten bleibt, hielt diese für einen kurzen Moment an und artete in ein Durcheinander aus. Da das Buch aus vielen Zeitsprüngen besteht, kam es für mich zu vielen verwirrenden Momenten, in denen ich ein Kapitel ein zweites Mal lesen musste.
Der Schauplatz ist eine kleine Insel in der Nähe von Berlin. Durch den kalten Winter ist das Wasser eingefroren, weshalb niemand von der Insel wegkommen kann. Was zur Folge hatte, dass sie dem Albtraum allein ausgesetzt sind. Das Setting wurde nicht sehr detailreich beschrieben, weshalb ich so ein grobes Bild vor Augen hatte. Da die Protagonisten eher blass beschrieben wurden und ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte, blieben sie mir fremd. Des Weiteren hatte ich das Gefühl, ich würde mir das Geschehen von oben ansehen, anstatt mich darin zu befinden und alles mit zu verfolgen.
Fazit: Ich bin mit hohen Erwartungen an die Geschichte ran gegangen, doch leider wurde ich größtenteils enttäuscht. Die Grundidee war grandios, doch es scheiterte an der Umsetzung. Obwohl ich kaum Bezug zu den Protagonisten hatte, konnten die spannenden Szenen das Ruder rumreißen. Vielleicht hätte dem Buch doch paar Seiten mehr gut getan. Alles in einem sind meine Gefühle gemischt. Wie weit wirst du gehen?
Ein spannender und skurriler Erbschaftsstreit mit einem krassen Finale!
"Der Nachlass" von Jonas Winner und dem Heyne-Verlag ist ein Psychothriller, der am 14. Juni 2021 erschienen ist. Mir hat der Inhalt sehr gut gefallen, die verwirrende Handlung war bis zum Ende hin nicht durchschaubar, denn durch geheimnisvolle Andeutungen aus der Familie Laurent wurde ich auf falsche Fährten geführt. Aber der Schluss hat mich wirklich überrascht, denn mit diesem skurrilen Finale habe ich überhaupt nicht gerechnet. Dies hat mir richtig gut gefallen, obwohl die letzten Seiten sehr realitätsfern waren. Der Autor hat auf jeden Fall eine makabere Fantasie, was den Thriller unheimlich spannend gemacht hat.
Zum Inhalt: Wie weit wirst du gehen? Hedda Laurent ist gestorben. Die Familie ist in Trauer vereint: Ihr Mann, die vier Kinder mit ihren Familien und Heddas Bruder Ruben sind nach Berlin gekommen, um Abschied zu nehmen. Doch bei der Testamentseröffnung erleben sie eine böse Überraschung. Nur einer der Anwesenden wird Heddas beträchtliches Vermögen erben. Wer der Glückliche ist, soll ein Wettkampf entscheiden. 27 Aufgaben müssen die Angehörigen bewältigen. Nur einer kann gewinnen. Doch was ganz harmlos beginnt, droht bald zu eskalieren. Alte Konflikte und Verletzungen reißen wieder auf. Und das Spiel wird gefährlich ...
Hier wird eine Familie zu einem Spiel aufgefordert, dessen Regeln schnell klar sind. Obwohl sich am Anfang jeder über die Aufgaben wundert, versucht jeder, sein Bestes zu geben. Denn es stehen einige Millionen auf dem Spiel. Es kommen zahlreiche Protagonisten vor, an dessen Rollen ich mich erst einmal gewöhnen musste. Bis ich alle so richtig auf dem Schirm hatte, habe ich immer wieder zum Anfang des Buches geblättert, denn dort ist ganz am Anfang der Stammbaum der Familie Laurent aufgelistet. Dieser ist sehr hilfreich, um nicht den Überblick zu verlieren. Die Charaktere sind jetzt alle nicht tiefgründig beschrieben worden, jedoch hat mich dies in dieser rasanten Handlung nicht gestört. Zeitsprünge aus der Gegenwart, der Vergangenheit und auch aus der Zukunft haben die Spannung gesteigert, sodass ich unbedingt den Zusammenhang wissen wollte. Außerdem wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Dies und die sehr kurzen Kapitel haben für einen schnellen Lesefluss gesorgt. Besonders die 27 Aufgaben, die von der Familie verlangt wurden, haben sich von Aufgabe zu Aufgabe ins Extreme gesteigert, sodass selbst ich mir die Frage gestellt habe: Hat wirklich Hedda Laurent dieses makabere und skurrile Testament verfasst? Wenn ja, dann war sie am Ende in einem sehr schlechten geistigen Zustand. Oder wurde das Testament manipuliert? Diese Frage hat mich brennend interessiert, dessen Antwort mich wie erwähnt, geschockt hat. Denn es gibt Geheimnisse innerhalb der Familie, die nach und nach ans Licht kommen und die richtig krass erscheinen.
Alte Allianzen, verbotene Gefühle, aber auch tief sitzender Groll, all das bricht in der aufgeheizten Atmosphäre erneut unter den Familienmitgliedern auf. In ihrem Testament hat Hedda verfügt, dass die Erben bestimmte Aufgaben lösen müssen. Insgesamt sind es 27 und es fängt ganz harmlos an. Ein Wissensquiz, ein Worträtsel, ein Wettlauf. Doch je länger es dauert, desto schwieriger werden die Herausforderungen. Unerbittlich führt der Wettkampf die Erben an ihre Grenzen. Die Aufgaben sind am Ende des Thrillers nochmal chronologisch aufgelistet, sodass ich es nicht sein lassen konnte und auf die nächste Aufgabe gewartet habe. Denn wozu ein Mensch hier fähig ist um an ein Millionenschweres Erbe zu kommen, ist gut rübergekommen.
Der Psychothriller ist nur am Ende etwas übertrieben unrealistisch, jedoch finde ich das Gesamtpaket raffiniert, spannend, gut durchdacht, dramatisch und skurril. Die bedrohliche Atmosphäre hat mich während des Lesens die ganze Zeit gepackt, sodass ich die 349 Seiten in zwei Durchgängen durchgelesen habe. Der flüssige Schreibstil ist gut zu lesen und hat mir ebenfalls klasse gefallen. Von mir gibt es deshalb 4,5 Sterne.
Schockierender Thriller über ein Erbe und Familienzwistigkeiten - lasset die Spiele beginnen
3,5 Sterne
Hedda Laurent liegt im Sterben und will ihr millionenschweres Erbe nicht kampflos ihren Verwandten hinterlassen. Deshalb hat sie sich etwas Besonderes ausgedacht: nach ihrem Tod sollen ihr Mann, ihr Bruder, ihre vier Kinder sowie deren Ehegatten und die älteste Enkelin verschiedene Spiele bestreiten. Je 9 Spiele an 3 Tagen. Der Sieger bekommt das gesamte Erbe. Bis die Spiele aus dem Ruder laufen und gefährlich werden...
Meine Meinung: Die Geschichte beginnt total spannend: Man erfährt ein bisschen etwas über Ruben Glass, und dass er am Totensonntag nachts stirbt. Man weiß nicht so genau, ob es Mord war. Die Andeutungen sind vage, das macht das Ganze so aufregend. Und dann die Info, dass Hedda Glass, Rubens Schwester, all ihre Kinder zu sich in die Familienvilla auf der Insel Sandwerder im Tegeler See in Berlin kommen lässt, da sie im Sterben liegt. Und sich für das Erbe etwas Besonderes ausgedacht hat: 27 Aufgaben müssen bewältigt werden, je 9 an 3 Tagen - und nur der Sieger erbt alles. Einfach unfassbar. Natürlich auch für all ihre Verwandten. Heddas Anwalt übergibt jeweils die Kuverts mit den Aufgaben und notiert die jeweiligen Sieger. Und dann beginnen die Spiele, die am ersten Tag noch harmlos sind, dann jedoch ausarten...
Hier fand ich einiges leider nicht gut durchdacht bzw. ausgearbeitet, zB woher kamen plötzlich die Maden im Essen, wo es kurz zuvor noch ein tolles Buffet war. Das klärte sich auch am Ende nicht auf. Weiters gab es einen großen Logikfehler: wer kann die Hand am längsten auf dem heißen Herd lassen - doch es war ein Induktionsherd. Und das Begräbnis findet bereits am dritten Tag nach Heddas Tod statt - dass jemand so schnell unter die Erde gebracht wird, ist mir absolut unbekannt, hier dauert es mindestens eine Woche nach dem Ableben. Das sind leider Dinge, die das Lesevergnügen etwas trüben. Ebenso die vielen Zeitsprünge, die das Lesen erschweren, denn man springt viel hin- und her, und weiß dann oft gar nicht, ob man sich jetzt wieder in der Gegenwart befindet. Außerdem hat einer der Teilnehmer plötzlich eine verletzte Hand, worüber man sich wundert, und später gibt es erst den Rückblick in die Vergangenheit, wo dies aufgeklärt wird. Somit findet man schlecht wieder Anschluss und man kann die Fäden lange nicht zusammenführen. Für meinen Geschmack hätte man die Handlungen ruhig ganz normal chronologisch weiterführen können, das hätte der Spannung absolut keinen Abbruch getan und das Lesevergnügen erhöht.
Die Atmosphäre hingegen ist perfekt gewählt: die einsame Insel, es ist Winter; und noch dazu hat sich ein Sturm angesagt, die Temperaturen fallen, und die Insel wird von der Außenwelt abgeschnitten. Es gibt also kein Entrinnen.
Die handelnden Personen sind leider allesamt unsympathisch. Ehrlich gesagt tut es mir bei einigen gar nicht leid, dass sie sterben. Im Laufe der Spiele verdächtigen sich alle gegenseitig, manche halten zusammen, manche machen ihr eigenes Ding - sehr realistisch, menschlich und nachvollziehbar. Über die immer obskureren skurrilen Spiele wundert man sich zunächst, denn man denkt sich: WIE kann eine Mutter/Ehefrau/Schwester solch ekelhaften und grausamen Dinge von ihren Verwandten verlangen? Doch dies wird am Schluss aufgeklärt, und darüber war ich echt erstaunt - denn der Autor hat es geschafft, mich mit dieser Auflösung zu überraschen.
Fazit: Grausame skurrile Spiele um ein großes Erbe - spannende Idee, die Umsetzung hätte aber besser sein können.
Ich fand das Buch am Anfang ziemlich langweilig, weil es fast hundert Seiten dauerte, bis das Spiel um den Nachlass überhaupt losging. Als ich das Buch vor ein paar Monaten schon einmal angefangen hatte, habe ich es deshalb auch nach rund neunzig bis hundert Seiten wieder weggelegt. Den ersten Teil (von vier insgesamt) hätte man sich für mich im Prinzip sparen können, da die Mutter am Anfang noch nicht einmal tot war und kaum etwas passierte, die Geschwister schwelgten hauptsächlich in Erinnerungen an die Vergangenheit. Auch danach blieb die Spannung für mich aus und Rückblenden in die Kindheit der Charaktere langweilten mich immer wieder. Mit der Zeit wunderte ich mich zudem, wieso man am Anfang einen so ausgiebigen Einblick in Theos Leben bekommen hatte (den ich überhaupt nicht interessant gefunden hatte), wenn die Geschichte sich nicht einmal auf seinen Erzählstrang konzentrierte, sondern sogar hauptsächlich aus der Perspektive der anderen Figuren geschildert wurde. Rückblickend ergibt das zwar Sinn (SPOILER), da sich am Ende ja herausstellte, dass der Notar alles inszeniert hatte, um Theo das Erbe zu verschaffen (SPOILER ENDE), aber das hätte man meiner Meinung nach anders aufbauen müssen, da es die Spannung komplett ruinierte. Die Aufgaben am zweiten Tag wurden ein bisschen interessanter als die des ersten Tages, dadurch dass sie so schnell abgehandelt wurden und ihre Durchführung recht emotionsarm beschrieben wurde, kam bei mir jedoch immer noch keine großartige Spannung auf. Erst das letzte Drittel konnte mich begeistern, die Situation begann zu eskalieren, die Aufgaben wurden absurd und sogar die Rückblenden hatten plötzlich eine gruselige Note und waren so mit der Geschichte verbunden, dass sie immer etwas enthüllten, was die Charaktere in der Gegenwart kurz darauf auch rausfanden. Es begannen sich die Abgründe der menschlichen Psyche aufzuzeigen, wenn ich es auch unrealistisch fand, wie schnell sich die Charaktere zu teilweise absurden Aufgaben überwanden (SPOILER), zum Beispiel dazu, sich einen Zahn auszureißen, seine Hand in Salzsäure zu stecken, sich einen Finger abzuhacken und ihn zu essen (!) oder am Ende sogar dazu, sich umzubringen. Die Kinder der Charaktere waren zwar potenziell in Gefahr, aber selbst in so einer Situation kann ich mir nicht vorstellen, dass man das einfach so macht. Vor allem, da auch nie jemand explizit von ihnen verlangt hat, dass sie die Aufgaben fortsetzen müssen und es auch offensichtlich nichts brachte, weil immer weiter jemand von ihnen getötet wurde. (SPOILER ENDE) Bevor wirklich aufgelöst wurde, wer hinter allem steckte, gab es noch einmal drei Wendungen, die jemand anderen infrage kommen ließen, was ich ziemlich genial fand. Wer es am Ende wirklich war, überraschte mich sehr. Der Plan der Person war abgedreht und durch ihn ergaben einige Entscheidungen des Autors auch mehr Sinn, die ersten beiden langweiligen Drittel konnte das für mich allerdings nicht wettmachen. (SPOILER) Außerdem war ich ein bisschen traurig, dass Theo tot war. (SPOILER ENDE) Für mich zeigte das letzte Drittel, welches Talent der Autor hat, das er nur für die ersten beiden Drittel besser hätte einsetzen müssen. Ein Buch komplett auf dem Niveau der letzten hundertfünfzig Seiten hätte von mir definitiv fünf Sterne bekommen.
Hedda Laurent ist kurz davor zu sterben. Also holt sie ihre vier Kinder mit deren Familien, ihren Mann und ihren Bruder noch einmal zu sich. Nach dem selbstgewählten Todeszeitpunkt, liest der Notar das Testament von Hedda vor. Hedda möchte jemanden mehrere Millionen Euro vererben, deshalb entscheidet sie sich dazu, dass alle sich dieses erkämpfen müssen. Alle haben 27 Aufgaben zu erledigen, jedoch werden diese immer seltsamer. Sie sind sich nicht sicher, ob wirklich Hedda diese Aufgaben erteilt hat...
Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal erhalten, vielen Dank dafür! Das beeinflusst jedoch in keiner Weise meine Meinung! So und bevor es zur Rezension geht, möchte ich anmerken, dass dies meine PERSÖNLICHE Meinung ist. Natürlich kann es Menschen geben, die dieses Buch total gut fanden und geliebt haben, das ist auch gut so, aber ich gehöre leider nicht dazu!
Von Jonas Winner habe ich vor einiger Zeit ,,Die Party‘‘ gelesen, aber auch dieses hat mich sehr enttäuscht. Der Klappentext klingt gut, ist spannend und verspricht eine außergewöhnliche Geschichte, jedoch ist dies bei mir ausgeblieben. So doof wie es klingt, ich fand es langweilig. Ich habe mich total auf diese Geschichte gefreut und war wahnsinnig gespannt darauf, was mich erwarten wird und wie weit alle gehen werden, um mehrere Millionen Euro zu erben.
Zu den Protagonisten hatte ich überhaupt keinen Draht, ich bin mit ihnen nicht warum geworden und sie waren mir zu blass. Ich konnte einfach nicht mit ihnen fühlen oder leiden, was aber auch daran liegt, dass man das Gefühl hat, man würde die Protagonisten gar nicht kennen. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass der Autor auch gar nicht auf die Charaktere eingeht. Er beschreibt auch nicht, was bestimmte Ereignisse in ihnen auslösen.
Nebenbei gibt es in diesem Buch auch einige Zeitsprünge, was ich an sich auch total gerne mag. Die aus der Vergangenheit waren interessant und haben der Geschichte gut getan, jedoch haben mich die Zeitsprünge in die Zukunft nur verwirrt und haben auch dafür gesorgt, dass es mir an Spannung fehlte.
Der Schreibstil war in Ordnung. Er war leicht und flüssig. Beim Lesen hatte ich überhaupt keine Probleme. Ich finde es toll, wenn in Geschichten die Erzählperspektive wechselt, da man einen tollen Einblick in jeden Charakter bekommt, jedoch fand ich es hier echt nicht gut. Ich war oft verwirrt und wusste einfach nicht, wer gerade was erzählt. Echt schade!
Es tut mir echt leid, dass ich dieses Buch nicht so positiv bewerten konnte. Für mich sind es zwei Sterne, da man auch die Mühe und die Arbeit hinter einem Buch wertschätzen sollte. Und außerdem fand ich den Schreibstil und die Zeitsprünge in die Vergangenheit positiv. Die anderen Dinge konnten mich leider überhaupt nicht überzeugen, was ich sehr schade finde, denn ich habe mich so sehr auf diese Geschichte gefreut!
Die schwer kranke Hedda Laurent beschließt, mit Hilfe eines Arztes ihrem tristen Leben ein Ende zu bereiten. Genau geplant ist nicht nur ihr Tod, sondern auch ihr Begräbnis und ihr Nachlass. Sie lädt ihre vier Kinder mit deren Familien zu sich auf das Anwesen auf einer Insel im Tegeler See ein. Nach ihrem Tod wird allen Angehörigen nicht nur das Testament, sondern auch ein besonderes Spiel verkündet. Ein Spiel, in dem keiner weiß, was es für einen Ausgang nehmen wird – der Preis ist hoch, immerhin geht es um ein millionenschweres Erbe.
Ich habe hiermit das erste Buch von Jonas Winner gelesen. Das Cover ist bereits sehr beeindruckend, lässt einen gerne nach dem Buch greifen. Die Aufmachung lässt auf einen Psychothriller schließen, diesbezüglich wird man auch nicht enttäuscht. Ich bin etwas schwer in die Handlung hinein gekommen. Anfangs werden die Charaktere genau dargestellt, was sicher kein Fehler ist. Allerdings zieht sich die Geschichte etwas dahin. So dauert es tatsächlich ca. 80 Seiten lang, bis das Testament verkündet wird und die eigentliche Geschichte erst beginnt. Doch ab da geht es rasant weiter. Manche Aufgaben wurden mir zu wenig beschrieben, wurden nur am Rande gestreift, oder gar nicht erzählt. Doch dies stört den Handlungsfluss nicht, da man immer mehr Eindruck gewinnt, worauf das Spiel abzielt. Die Aufgaben sind teilweise harmlos, die Teilnehmer müssen nur Fragen beantworten, die bewusst an bestimmte Personen gerichtet sind, in anderen müssen sie singen oder laut schreien. Allerdings gibt es auch andere Aufgaben, die richtig eklig sind, wie beispielsweise das Wettessen, ohne der Handlung hier zu sehr vorgreifen zu wollen. Gut finde ich den Stammbaum, der am Anfang im Buch dargestellt wird, sodass man sich immer wieder einen Überblick der Familie machen kann. Am Ende werden die Aufgaben nochmals zusammen gefasst, auch das ist in meinen Augen eine gute Idee. Hiermit bekommt man gleich mal einen guten Vorgeschmack, wie sich die Aufgaben entwickeln werden und wie grausam das Spiel noch werden wird. Zwischenzeitlich gibt es immer wieder Rückblicke in die 60er Jahre, die langsam aufdecken, welche Geheimnisse sich in der Familie verbergen. Insgesamt ist die Geschichte durch und durch spannend und auf jeden Fall lesenswert. Die kurzen Kapitel lassen einen immer wieder mit Cliffhangern zurück, sodass man neugierig auf den weiteren Verlauf ist. Auch wenn der Anfang etwas zäh wirkt, kommt das Buch später in Fahrt und lässt sich gut lesen.
Ja, das war spannend! Allerdings auch ein wenig anders als erwartet. Sehr gefreut habe ich mich zu Beginn des Buches über den Stammbaum der Familie, der dort abgedruckt war. Denn ohne ihn wäre ich am Anfang ganz schön ins Schlingern geraten, da es gar nicht so einfach war, all die verschiedenen Mitglieder der Familie einzuordnen.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Kapitel sind ziemlich kurz, was mich immer wieder dazu verleitet hat, noch „kurz“ weiterzulesen. War ja nicht lang, das nächste Kapitel … Auch wechselt die Erzählperspektive zwischen verschiedenen Zeitebenen, was mich manchmal zwar ein wenig verwirrt hat, aber grundsätzlich ziemlich spannend war. Da mir schnell klar war, dass in dieser Familie in der Vergangenheit wohl einiges schief gegangen ist, war ich besonders auf die Kapitel, die aus der Vergangenheit berichteten, sehr gespannt.
Das Lösen der Aufgaben bzw. die Aufgaben überhaupt haben mich dann allerdings doch ein wenig gewundert. Von absolut kindisch bis abgrundtief ekelhaft war wirklich alles dabei. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie Hedda auf diese Aufgaben gekommen ist und warum überhaupt jemand da freiwillig mitmacht.
Die Charaktere waren mir ein wenig zu oberflächlich und konnten mich wenig berühren. Überwiegend waren sie mir sogar ziemlich unsympathisch, was ich aber auch darauf zurückgeführt habe, dass diese Familie schon ein wenig speziell ist. Denn wie der ein oder andere sich voller Eifer an das Erledigen mancher Aufgabe gemacht hat, hat mich schon völlig fassungslos mit dem Kopf schütteln lassen.
Und dann überschlugen sich plötzlich die Ereignisse, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Hatte ich bis dahin mehrere Theorien im Kopf, haben sich auf den letzten Seiten die Dinge dramatisch in eine Richtung bewegt, mit der ich so gar nicht gerechnet hätte. Das hat mir ziemlich gut gefallen! 🙂
Mein Fazit:
„Der Nachlass“ von Jonas Winner hat mir spannende Lesestunden bereitet. Zwar war ich mit den gestellten Aufgaben nicht immer glücklich und auch die Charaktere konnten mich emotional nicht wirklich berühren, dennoch bin ich bis zum Schluss der Handlung komplett gefesselt gefolgt. Ich hatte viel Raum für eigene Spekulationen und wäre dennoch nie auf dieses Ende gekommen. Spannung pur!
„Der Nachlass“ ist eins spannender Thriller des Autors und Journalisten Jonas Winner.
Hedda Laurent möchte ihre Vermögen nicht einfach an ihre Familie weiter vererben. Sie möchte, dass ihr Mann, ihr Bruder und ihre vier Kinder samt Familie darum spielen. An drei Tagen sollen je neun Spiele stattfinden und der Gewinner erhält alles. Es dauert nicht lange und es wird gefährlich, da die Spiele vollkommen außer Kontrolle geraten.
Zu Beginn des Buches findet man einen kurzen Stammbaum, der mir einen guten Überblick über die wichtigsten Charaktere verschafft hat. Die vier Geschwister Theo, Sophia, Patricia und Jannick haben sich seit Jahren nicht gesehen und hatten keinen Kontakt. Nun - nach dem Tod der Mutter - kommt es zu dem Treffen, bei dem sie, Heddas Mann und ihren Bruder Ruben, der bereits zu Beginn stirbt, wiedersehen. Über drei Tage sollen sie dem Testament nach bei insgesamt 27 Spielen gegeneinander antreten.
Die Atmosphäre in der Familienvilla auf der Insel Sandwerder im Tegeler See in Berlin, wo das Treffen stattfindet, ist gut eingefangen und es wird spürbar wie sich nach den ersten harmlosen Spielen die Stimmung verschärft. Durch wechselnde Perspektiven, Orte und Zeiten musste ich mich beim Lesen ein wenig konzentrieren, gleichzeitig wird das Buch dadurch sehr abwechslungsreich und spannend. Nach und nach erhält man Einblicke in die Kindheit der Geschwister und die Konflikte zwischen den Familienmitgliedern werden immer deutlicher. Die Spiele, die Hedda sich für ihre Familie ausgedacht hat, sind ebenso verstörend wie die familiären Hintergründe. Mit jeder Aufgabe steigt die Spannung und die Charaktere der einzelnen Personen treten von Seite zur Seite mit allen Facetten zum Vorschein.
Abgesehen von guter Unterhaltung und einem fesselndem Plot, stellt sich natürlich die moralische Frage. Was macht man alles, um an ein Erbe zu gelangen und was wäre man dafür bereit, seiner Familie anzutun ?
Ich fand das Buch unglaublich fesselnd und kann diesen ungewöhnlichen und raffinierten Psychothriller - der sich hintergründig mit der Frage nach der Moral beschäftigt – nur empfehlen.
Ein anspruchsvoller Thriller Als Hedda Laurent im Sterben liegt, eilen ihre Kinder Jannick, Sophia, Theo und Patricia mit Familien sowie ihr Bruder Ruben zu ihr, um Abschied zu nehmen. Gemeinsam mit Heddas Ehemann Artur erleben die Hinterbliebenen bei der Testamentseröffnung eine wahre Überraschung. Des beträchtliche Vermögen wird nicht unter den Erben aufgeteilt, sondern der Gewinner eines Spiels erhält alles. Es gilt 27 Aufgaben zu lösen. Was zunächst ganz harmlos mit Singen und Wettlauf im Wettkampf beginnt, steigert sich zu Mord und Totschlag.
Dieses Buch hat mich bereits auf Grund des ungewöhnlichen Covers interessiert. Die Farbgestaltung, der Titelzusatz und das Bild selbst sind für diesen Thriller wirklich passend. Der Klappentext und die Leseprobe haben bereits gezeigt, das es sehr spannend werden würde. Diese Hoffnung wird nicht enttäuscht. Dem Buch voran gestellt ist ein Stammbaum der Familie, was sehr hilfreich ist, denn der Autor erzählt die Story aus wechselnden Perspektiven und auch verschiedenen Zeit Linien. Mal befinden wir uns in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit der Protagonisten. Man kann sich nicht lange darauf verlassen, eine Person zu begleiten. Das Buch ist nicht aus der Sicht eines Einzelnen geschrieben, sondern wechselt ständig, was anfänglich etwas verwirrend ist. Wenn man sich jedoch auf die Story einlässt, wird man Teil eines Spiels, welches ziemlich lebensnah zeigt, wie weit jemand geht, wenn er viel Geld dafür bekommt. Die Charaktere sind sind sehr realistisch beschrieben, der Schreibstil des Autors ungewöhnlich gut. Als Leser wird man durch ein Gefühlskarussell geführt, das mit psychologischen Mitteln arbeitet und lange Zeit nichts zu sein scheint wie man glaubt. Der Spannungsbogen beginnt früh sehr hoch und steigert sich sogar. Dieser Thriller hat mich wirklich gefesselt. Ich gebe dem Buch 5 Sterne mit absoluter Empfehlung für Thriller Fans, die gerne selbst kombinieren und sich dennoch überraschen lassen.
Es gibt einen großen Nachlass zu vergeben - doch nicht alle vier Kinder mit ihren Familien sollen etwas bekommen - nur einer soll in den Genuss von Heddas großem Besitz kommen. Denn vor dem Erben der Millionen steht ein Wettbewerb, bestehend aus 3 x 9 Aufgaben, zu gewinnen und der Sieger bekommt alles! Die ersten 9 Aufgaben am ersten Tag sind noch relativ einfach auszuführen, doch schon am zweiten Tag werden sie immer unangenehmer und unangebrachter - keiner kann sich vorstellen, dass dies im Sinne der Verstorbenen gewesen sein soll. Wer oder was steckt hier wirklich dahinter?
Dieser fesselnde Thriller war von Anfang bis zum überraschenden Ende sehr spannend geschrieben. Durch etliche Zeitsprünge im Geschehen erlangte man Kenntnis von Ereignissen in der Zukunft, was manchmal etwas verwirrend war. Im letzten Drittel des Buches wurde es immer unappetitlicher, blutiger und grausamer - und leider manchmal auch etwas unglaubwürdig und unvorstellbar. Die ungewöhnliche Lage des Schauplatzes - eine Insel in einem See in Berlin - und das interessante alte Gebäude waren sehr außergewöhnlich. Durch das eisige Wetter war die Familie auf der Insel gefangen, da der See zugefroren war. Dieses Setting erinnert mich stark an Winners Buch "Die Party", bei der ähnliches eintrat. Leider wurde ich mit keinem der Familienmitglieder so richtig warm, ich konnte mich in keinen von ihnen so richtig einfühlen. Der Thriller ist raffiniert konstruiert und hat mich bis zum Ende gut unterhalten. Gut fand ich auch die Familientafel am Beginn des Buches, die sehr hilfreich war.
Eine verstorbene Mutter, deren vier Kinder, Partner und deren Kinder... bilden ein durchaus spannendes Setting auf einer Insel, in einer großen Villa.
Insgesamt 27 Aufgaben sind zu erfüllen, um das Erbe der verstorbenen Hedda anzutreten. Was kann da schon passieren??
Leider zu wenig, wie ich fand. Die Aufgaben hatten für meinen Geschmack zu wenig Gewicht und fanden mehr "nebenbei" statt. Hätte es toll gefunden, wenn die Aufgaben einen individuellen Bezug zu den Kindern/ Partnern/ Enkel gehabt hätten. Das hätte dem Ganzen mehr Tiefe und... Intensität verliehen.
Die Charaktäre empfand ich als recht oberflächlich gezeichnet. Dafür waren es auch recht viele Personen. Zehn mögliche Erben, Hedda, deren Mann, ein Zwillingsbruder, ein Notar und ein Mann aus der Vergangenheit.
Die Auflösung der Geschichte... hm... ohne viel spoilern zu wollen (an dieser Stelle nicht weiterlesen, wenn DER NACHLASS oben auf dem SUB liegt), erinnerte mich an das Ende von SAW #1. Wirkte aber sehr konstruiert und, naja, wenig glaubwürdig.
Schade, hätte gerne Besseres geschrieben! Das bisher Gelesene von Jonas Winner (MURDER PARK, DIE ZELLE) hatte mir gut gefallen! Naja, das hier eben nicht so. Ist aber auch nicht schlimm :)
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„Der Nachlass – Für Rache ist es nie zu spät“ des Autoren Jonas Winner, hat mich durch seine einzigartige Geschichte, positiv überrascht. Zu Beginn baut sich die Spannung erst nur langsam auf, dafür bleibt reichlich Zeit alle Protagonist*innen näher kennenzulernen und auch die Beziehungen unter diesen zu ergründen. Ab etwa der Mitte des Buchs legt das Erzähltempo dann aber deutlich zu, so dass man unbedingt wissen möchte wie es weiter geht. Zum Glück ist die Handlung so gar nicht vorhersehbar und konnte mich immer wieder überraschen. Rückblicke in die Vergangenheit sowie wechselnde Perspektiven, heizen dann noch zusätzlich die Spannung an. Der Schreibstil gefiel mir gut, da er für einen einwandfreien Lesefluss sorgte. Jonas Winner versteht es dazu meisterhaft eine gruselige, aber doch auch authentische Atmosphäre zu erzeugen. Stellenweise geht es außerdem blutig und auch durchaus grausam zu. Wer damit allerdings kein Problem hat, macht mit „Der Nachlass“ nichts falsch. So vergebe ich gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfans!
Sowohl Klappentext als auch Cover haben mich sehr angesprochen. Ich hatte eine gewisse Erwartungshaltung und freute mich aufs lustige Rätseln. Der Schauplatz und der Plot an sich haben gute Voraussetzungen für einen spannenden Thriller. Als ich beginne, bin ich auch noch angetan, es liest sich gut und die Länge der Kapitel gefällt mir auch, allerdings finde ich den Wechsel der einzelnen Schauplätze und Zeiten oft recht unübersichtlich und unklar. Die Charaktere kommen sehr real rüber und unter den gegebenen Umständen ist das Verhalten auch sehr überzeugend und zum teil auch nachvollziehbar. Ich hätte mir allerdings bei der besagten Aufgabenstellung ein wenig mehr Raffinesse gewünscht und so richtig schockierend fand ich's jetzt auch nicht. Was mir aber am wenigsten gefallen hat (ohne zu Spoilern)war die Auflösung. Es wurde so viel im Vorfeld angedeutet, das das Ende seinen Schockmoment völlig verloren hatte. Für mich eine Geschichte die mehr Pfiff hätte vertragen können. Insgesamt gesehen daher eine OK von mir
In dem Thriller "Der Nachlass" von Winner merkt der Leser schnell die Einflüsse der Biografie des Autors, da die Handlung ähnlich wie im Fernsehen von Anfang an sehr schnell erzählt wird. Die knapp 70 Kapitel dienen dabei mehr einer kurzen Möglichkeit um mal Luft zu holen, als dass sie inhaltlich tatsächlich notwendig sind. Ansonsten ist das Buch weitestensgehend in einem "Flow"geschrieben, was dazu verleitet es in kürzester Zeit zu lesen. Bereits nach wenigen Seiten ist der Leser mit der Frage konfrontiert, was eigentlich gerade mit der Familie passiert und wieso das alles genau so stattfindet. Man stellt die wildesten Theorien auf, die durch verschiedene Andeutungen des Autors hervorgerufen werden. Leider, und hier muss man wie so oft bei Thrillern leider sagen, entpuppt sich die tatsächliche Auflösung als etwas sehr konstruiert, woraus der Punktabzug resultiert. Insgesamt aber ein überdurchschnittlich spannender Thriller mit gut ausgewählten Protagonisten, teilweise witzigen, teilweise auch haarsträubenden Ereignissen und einer Atmosphäre, die sich gut auf den Leser überträgt.
Hedda ist gestorben und nach langer Zeit ist die ganze Familie zusammen gekommen, um Abschied zu nehmen. Als das Testament eröffnet wird, erleben alle eine Überraschung, mit der keiner gerechnet hatte. Nur einer kann das große Vermögen erben und es wird derjenige sein, der alle gestellten Aufgaben erfüllt. Aber die Aufgaben haben es in sich und es könnte ein gefährliches Spiel werden.
Meine Meinung:
Ich würde das Buch vielleicht nicht als Thriller beschreiben, aber es ist schon spannend. Die Idee um das Erbe spielen zu müssen, hat schon ein gewisses Geschmäckle und es bleibt eben auch nicht nur bei harmlosen Aufgaben. Und immer wieder stehen die Beteiligten vor der Frage, wie weit sie gehen würden bzw. werden. Das Buch ist gut geschrieben, es liest sich extrem flott weg. Gut fand ich auch die vielen Rückblicke, die vieles nach und nach aufklärten.
Meine Leseeindrücke: Einen so spannenden Thriller habe ich in diesem Lesejahr kaum vor mein Lesergesicht. Der Autor schafft es mit einem sehr schnellen und rasant angelegten Schreibstil seine Leser in einen Strudel aus Spannung und atmosphärischen Szene zu versetzen, sodass man das Buch super schnell lesen kann und dieses wirklich verschlingt. Leider muss ich sagen, dass dieser rasanten Art ein wenig die Charaktere zum Opfer fallen, leiden, die wirklich zum Teil etwas oberflächlich gehalten sind. Dies ist aber kein allzu großes Manko, da bei einem Thriller natürlich absolut die Spannung im Vordergrund steht und da ist dieser Thriller wirklich absolut top und empfehlenswert!
Mein Fazit : Ein überaus spannender Thriller mit sehr rasantem Schreibstil und nur ein wenig bedingt ausgearbeiteten Charakteren, dennoch aufgrund des hohen Spannungsgehalt absolut empfehlenswert!
Hedda, die Mutter vierer Kinder, ist gestorben. Doch sie möchte den Hinterbliebenen das Erbe nicht einfach schenken, vielmehr müssen sie sich in 27 Runden beweisen. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt das ganze Vermögen.
Der Thriller fängt vielversprechend an und zwischendurch gibt es auch spannende Höhepunkte. Insgesamt jedoch hat mich das Buch leider enttäuscht. Zu keinem Zeitpunkt konnte ich mit irgendeinem Charakter mitfühlen und die Thriller-Elemente konnten mich nicht packen. Thriller leben eigentlich von Gänsehaut-Momenten und überraschenden Wendungen, hier aber waren diese nicht ausgefeilt genug. Am Ende gab es zwar eine große Überraschung, welche aber so unlogisch war, dass sie eher enttäuscht hat. Die fehlende Nachvollziehbarkeit folgt einem durch das Buch, was vielleicht ein Grund der mangelnden Spannung ist.
Insgesamt kann ich das Buch also leider nicht empfehlen.
Die Idee des Buches ist keine Neue. Was sind Menschen bereit für Geld, indem Falle das Erbe, bereit zu tun? Die Mutter stirbt und bittet alle ihre 4 Kinder noch einmal zu sich. Soweit so gut, und schon in unzähligen Filmen und Büchern dargestellt. Nach ihrem Tod eröffnet ihr Anwalt das Testament. Es müssen Aufgaben gelöst werden um an das Erbe zu kommen. Aber nicht irgendwelche Aufgaben. Es entspinnt sich ein perfides Spiel um Erbe, bei denen die unterschiedlichen Denkweisen der Charaktere ausgeleuchtet werden sollen. Das gelingt allerdings nur bedingt. Nichtsdestotrotz entwickelt sich eine tolle, spannende Geschichte bei der man die ganze Zeit im Dunkeln tappt. das Ende überrascht dann doch wieder sehr. Ist doch allerdings auch wieder recht konstruiert. Für Freunde des Thriller Genres trotzdem mal etwas anderes und durchaus lesenswert.
Also fangen wir mal mit dem Positiven an: Spannende Idee Ekelhafte Aufgaben Guter Twist Gutes Setting (gruselige Villa nur über Boot erreichbar?!! Cool!)
Jetzt das Negative: Doofe Charaktere (konnte mit rein gar Niemanden was anfangen, ausser vielleicht Theo) Zu hastig zusammengewürfeltes Ende Angeschnittene Geschichten ohne Aufklärung? "
Und jetzt das allerschlimmste : VORSICHT SUPER SPOILER
Die Grundidee war super doch die Ausführung chaotisch. Vieles hat einfach keinen Sinn gemacht!
In der Trauer rücken viele Familien wieder eng zusammen. So auch die Familie Laurent, als Hedda stirbt. Nicht nur ihre Kinder, sondern auch ihr Bruder kommt zu ihr nach Berlin um Abschied zu nehmen. Als das Testament eröffnet wird, kommt es zu einer bösen Überraschung. Nur ein Familienmitglied kann Heddas Vermögen erben. Und um zu gewinnen müssen 27 Aufgaben gelöst werden. Der mit den meisten Punkten bekommt das Erbe.
Das Cover finde ich sehr passend für den Inhalt des Buches. Es ist schlicht aber auch sehr düster, wie es sich für einen Thriller so ziemt. Ich kam mit dem Schreibstil super klar. Ich konnte die Zeilen nur so überfliegen und fand auch, dass die Kapitel eine schöne Länge habe. Der Klappentext verspricht eine spannende Story, was aber nur zum Teil eingehalten wurde. Ich fand, dass die Geschichte manchmal etwas chaotisch war mit den ganzen Zeitsprüngen. Ich hätte etwas lineareres besser gefunden. Aber das ist meine persönliche Vorliebe. An manchen Stellen hatte das Buch ein paar kleine Längen, in denen ich nur etwas quer gelesen habe. Aber das ist auch mal okay. Ich habe mit einigem gerechnet, jedoch nicht so richtig mit dieser Auflösung. Also konnte mich der Thriller auf jeden Fall noch überraschen. Das Buch ist eine spannende kurzweillige Geschichte, die ich empfehlen kann.
Ein krasser, brutaler Thriller, der mich auch noch Stunden nach dem Beenden des Buches verfolgt hat. Es ist verstörend, zu lesen, wie kaputt eine Familie von innen sein kann und wie düster deren Vergangenheit ist. Besonders gut fand ich, dass man das Ende überhaupt nicht erwartet, aber nach der Auflösung dennoch alles Sinn macht und nichts übertrieben wirkt.