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Clara Vidalis #8

Höllenkind

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Alter römischer Adel, düstere Geheimnisse im Vatikan und ein unerbittlicher Rächer, der seine Feinde Dantes neun Kreise der Hölle durchschreiten lässt:
Im 8. Teil der Thriller-Reihe von Bestseller-Autor Veit Etzold ermittelt Patho-Psychologin Clara Vidalis in Rom.
Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: die Verbindung der alten römischen Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle.
Doch plötzlich krümmt sich die Braut vor Schmerz, und auf ihrem strahlend weißen Hochzeitskleid erblühen große rote Flecke. Bevor irgendjemand eingreifen kann, bricht sie tot zusammen.
Der zuständige Ermittler des Vatikans, Commendatore Adami, ahnt, dass es nicht bei diesem einen außergewöhnlichen Mord bleiben wird. Und dass er allein nicht weiterkommt. In Rom kursiert schon länger der Name einer Patho-Psychologin, die bereits in einen Fall von Satanismus involviert gewesen war: Clara Vidalis vom LKA Berlin…

368 pages, Paperback

First published January 1, 2021

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104 people want to read

About the author

Veit Etzold

57 books53 followers
Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor mehreren Spiegel Bestsellern. Er arbeitete für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Führungskräfteentwicklung sowie als Hochschullehrer. Er ist zudem einer von Europas bekanntesten Rednern und Beratern zur Methodik des Corporate Storytelling. Sein erstes Buch schrieb er mit Prof. Michael Tsokos, dem Chef der Berliner Rechtsmedizin, über mysteriöse Todesfälle in der Forensik. Er ist mit der Rechtsmedizinerin Saskia Etzold, geb. Guddat, verheiratet. Veit Etzold lebt mit seiner Frau in Berlin

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Prof. Dr. Veit Etzold, born 1973 in Bremen, is the author of several Spiegel bestsellers. He has worked for media groups, banks, in management consulting and executive development, and as a university lecturer. He is also one of Europe's best-known speakers and consultants on the methodology of corporate storytelling. He wrote his first book with Prof. Michael Tsokos, the head of forensic medicine in Berlin, about mysterious deaths in forensics. He is married to the forensic pathologist Saskia Etzold, née Guddat. Veit Etzold lives with his wife in Berlin

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Community Reviews

5 stars
41 (25%)
4 stars
59 (36%)
3 stars
45 (27%)
2 stars
10 (6%)
1 star
7 (4%)
Displaying 1 - 30 of 36 reviews
Profile Image for Marcel Haußmann.
768 reviews35 followers
April 3, 2021
Wenn Veit Etzold einen neuen Clara Vidalis Thriller veröffentlicht ist Hochspannung immer schon vorprogrammiert. Der neueste Fall Höllenkind hört sich auch wieder super spannend an:

Die alten Adelsfamilien Sforza und Visconti wollen ihre Familien durch eine prächtige Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle vereinen. Doch bei der Trauung passiert plötzlich das unfassbare: die Braut krümmt sich vor Schmerzen, überall auf dem weißen Brautkleid erscheinen rote Blutflecken und die Braut fällt tot zu Boden. Die Ermittler des Vatikans kommen bei dem Fall nicht weiter und fordern die Hilfe von Clara Vidalis, an die bereits in einen Fall von Satanismus Erfahrungen gesammelt hat. Was keiner weiß ist das der Mörder die neun Kreise der Hölle öffnet...

Clara Vidalis ist endlich zurück und die Nachwirkungen des Blutgott-Falls sind noch deutlich zu spüren. Vidalis wird beurlaubt und verbringt die Zeit mit einer Freundin und ihrer Tochter in Italien währen Macdeath versucht in Berlin die Wogen zu glätten. Ich find es toll das Veit Etzold das Setting geändert hat und wir uns diesmal in Italien bzw. im Vatikan befinden. Dadurch bietet die Geschichte einen Einblick in den alten italienischen Adel und natürlich auch in die Kultur Italiens. Gleichzeit sorgt es aber dafür das der ganze Thriller ein anderes Feeling erzeugt, das so das sich die Geschichte anders anfühlt als die vorherigen Bände, was aber nicht unbedingt etwas Schlechtes ist.

Clara hadert in dem Buch mit den Ereignissen aus Blutgott und ihrer Rolle bei den Ereignissen um Marie. Sie weiß auch nicht richtig wie es für sie weiter geht und was für Konsequenzen sie erwarten. Dadurch erleben wir nochmal eine komplett andere Seite von Clara und wie sie mit den Problemen ihres Jobs umgeht. Ich hätte gerne noch etwas mehr von Macdeath gesehen denn ich mag die Szenen mit ihm immer sehr gerne. Die Protagonisten in Italien, allen voran Donatella, waren mir nicht besonders sympathisch was aber wohl auch so gewollt war, da es ihren Charakteren entsprach.

Der Schreibstil war wie immer sehr einfach und verständlich gehalten so das man gut in die Geschichte einsteigen kann, die kurz nach den Ereignissen in Blutgott ansetzt. Der Prolog setzt schon mal eine wunderbare Stimmung durch das Horrorszenario der Bluthochzeit. Eine gewisse Spannung ist durchgehend gegeben, dennoch konnte mich die Geschichte nicht so richtig packen. Die Geschichte um Dantes Inferno ist gut recherchiert aber irgendwie haben mir die Plottwists gefehlt so das ein Großteil der Geschichte abläuft wie erwartet.

Höllenkind konnte mich nicht ganz so begeistern wie davor Blutgott, punktet aber dennoch mit seiner interessanten Geschichte, einem tollen Setting und teilweise brutalen Szenen bei denen es einem ganz anders wird. Generell ein etwas ruhigerer Thriller, der aber dennoch eine Leseempfehlung von mir bekommt.

4 von 5 Sternen
Profile Image for lenisvea`s Bücherwelt (Sandra Berghaus).
1,046 reviews21 followers
April 13, 2021
Verlag: Knaur TB
Erscheinungstermin: 01.04.2021
Lieferstatus: Verfügbar
368 Seiten
ISBN: 978-3-426-52409-1
Autor: Veit Etzold
10,99 €
Alter römischer Adel, düstere Geheimnisse im Vatikan und ein unerbittlicher Rächer, der seine Feinde Dantes neun Kreise der Hölle durchschreiten lässt:
Im 8. Teil der Thriller-Reihe von Bestseller-Autor Veit Etzold ermittelt Patho-Psychologin Clara Vidalis in Rom.

Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: die Verbindung der alten römischen Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle.
Doch plötzlich krümmt sich die Braut vor Schmerz, und auf ihrem strahlend weißen Hochzeitskleid erblühen große rote Flecke. Bevor irgendjemand eingreifen kann, bricht sie tot zusammen.
Der zuständige Ermittler des Vatikans, Commendatore Adami, ahnt, dass es nicht bei diesem einen außergewöhnlichen Mord bleiben wird. Und dass er allein nicht weiterkommt. In Rom kursiert schon länger der Name einer Patho-Psychologin, die bereits in einen Fall von Satanismus involviert gewesen war: Clara Vidalis vom LKA Berlin…

Bestseller-Autor Veit Etzold schickt die toughe Patho-Psychologin Clara Vidalis in ihrem 8. Fall auf einen echten Höllen-Trip im Vatikan – eiskalter Nervenkitzel für alle Fans harter Thriller im US-Stil.

Die Thriller-Reihe mit Clara Vidalis ist in folgender Reihenfolge erschienen:
• Final Cut
• Seelenangst
• Todeswächter
• Der Totenzeichner
• Tränenbringer
• Schmerzmacher
• Blutgott
• Höllenkind

Zum Autor

Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor von neun Spiegel-Bestsellern und gefragter Keynote-Speaker. Veit Etzold versteht es, komplexe Themen unterhaltsam und spannend aufzubereiten und zu einzigartigen Thrillern zu verarbeiten. Als Experte für Strategie und Storytelling hat er bereits zahlreiche internationale Unternehmen beraten. Er ist u. a. Mitglied der Atlantikbrücke und Global Bridges und lehrt zudem seit 2018 als Professor für Wirtschaftswissenschaften.

Meine Meinung

Ich habe das Buch im Rahmen eines Bloggerpäckchens erhalten. Einzelbände von ihm hatte ich schon gelesen, aber aus dieser Reihe hatte ich bisher nur einen Teil gelesen.

Meiner Meinung nach wäre es gut, die Bände der Reihe nach zu lesen, denn hier wurde immer wieder Bezug genommen auf Blutgott, den vorherigen Teil, aufgrund deren Vorkommnisse Clara Vidalis nun beurlaubt wird.

Sie entschließt sich daraufhin kurzerhand, mit ihrer Freundin einen Kurzurlaub in Italien zu machen, bei dem sie aber gleich wieder in Ermittlungen hinein gezogen wird. Der Vatikan bittet sie um Mithilfe, denn bei einer Trauung in der Sixtinischen Kapelle ist die Braut, Mitglied einer alten römischen Adelsfamilie, blutend tot zusammen gebrochen ohne ersichtlichen Grund.

Da Clara Vidalis eine bekannte Patho-Psychologin ist, die sich schon mit Fällen von Satanismus beschäftigt hat, wird sie vom zuständigen Commissario Adami kontaktiert. Dann kommt es auch schon zu weiteren Mordfällen in der Adelsfamilie …

Mehr möchte ich hier gar nicht verraten.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht schwer gefallen. Aber auch danach konnte mich das Buch nur bedingt fesseln und begeistern. Mir hat der Charakter von Clara Vidalis und ihrem Mann schon gefallen, aber der Fall an sich war irgendwie weit her geholt.

Es kommt ein Todesfall nach dem anderen daher und die Auflösung ist mir dann ein wenig zu kurz gekommen.

Alles in allem konnte mich dieser Thriller leider nur zeitweise begeistern. Ich habe momentan nicht den Drang, noch einmal ein Buch des Autoren zu lesen. Daher kann ich hier auch nicht direkt eine Lese- und Hörempfehlung aussprechen, auch wenn mit der Sprecher gut gefallen hat. Von mir gibt es für Höllenkind 3,5 Sterne.

3,5 von 5 Sternen

Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Knaur Verlag
Infos zum Autoren: @Knaur Verlag
Rezension: ©lenisveasbücherwelt.de
Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt.de
Profile Image for Toralf Saffer.
420 reviews4 followers
June 9, 2021
Bella Italia für Clara Vidalis

Es war eine tolle Rezi welche mich auf dieses Buch aufmerksam werden ließ.
Eigentlich steige ich nicht gern quer in Reihen ein, aber hier habe ich es getan und um Wowi (Klaus Wowereit, ehem. regierender Bürgermeister von Berlin) zu zitieren "Und das ist gut so!" Denn ich bin begeistert und habe mir sofort die 7 Vorgängerbände besorgt.
Höllenkind hat alles was ein guter Thriller meiner Meinung nach braucht - sympathische Protagonisten, Tempo, Witz, gut recherchierten Hintergrund, tolle Lokation, eine Prise Satanismus, ein wenig düstere Vatikangeheimnisse, alter Adel und jede Menge Spannung.
Clara Vidalis wurde von ihrem Arbeitgeber, dem LKA Berlin, beurlaubt und will die Zeit nutzen um in Florenz mit einer Freundin zu entspannen, zeitgleich findet in der Sixtinischen Kapelle in Rom eine Hochzeit des italienischen Hochadels statt, welche noch vor dem Segen durch das genauso plötzliche wie spektakuläre Ableben der Braut endet. Der Vatikan holt sich Claras Kompetenz in solchen Dingen zu Hilfe und los geht`s. Der Braut folgen bald weitere Familienmitglieder, welche auf sehr ungewöhnliche Weise das Zeitliche segnen. Die Taten verweisen auf Dantes "Göttliche Komödie" stellen die Ermittler vor immer neue Rätsel. Steckt die Mafia dahinter oder holen Verbrechen aus längst vergangenen Zeiten die Familie ein? Ala Dan Brown hetzen die Ermittler durch die historischen Kulissen von Rom und Florenz, während der Leser viel kunsthistorisches und geschichtliches Wissen unterhaltsam serviert bekommt - zumal man dank eines Nebenerzählstranges schon etwas mehr weiß als die Akteure.
Der Schreibstil ist leicht, spannend, amüsant und unterhaltsam, man schaut auf das Geschehen und genießt nebenbei das italienische Flair. Besonders gefallen haben mir die Hauptpersonen, Clara und ihr Mann, genannt MacDeath - endlich mal keine Psychopathen welche unter der Last ihrer Probleme fast nicht zum ermitteln kommen - sondern eher der Typ leicht schräg und genial, wobei MacDeath mich sehr an Prof. Boerne aus dem Münsteraner Tatort erinnert.
Diese Mischung macht das Buch so gut, das man nicht aufhören will zu lesen - und mich macht es zu einem neuen Fan der Reihe.
5 Sterne!
Profile Image for NiWa.
543 reviews9 followers
April 5, 2021
HÖLLISCH GUT.

In der Sixtinischen Kapelle im Vatikan laden zwei alte Adelsfamilien zur prunkvollen Hochzeit ein. Eben noch strahlend schön, blüht das Blut der Braut am Hochzeitskleid und sie stirbt vorm Altar. Patho-Psychologin Clara Vidalis aus Deutschland wird zur Aufklärung hinzugezogen, war sie doch schon mit Fällen um Satanismus betraut.

„Höllenkind“ ist der achte Band der Reihe um die Ermittlerin Clara Vidalis, die als Kommissarin und Patho-Psychologin für das LKA tätig ist.

Die vorherigen Teile der Reihe sind mir unbekannt. Daher hatte ich schon Zweifel, ob ich dem Geschehen entsprechend folgen kann. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, wobei es durchaus Bezüge zu früheren Fällen gibt. An diesen Stellen wird mittels einer Fußnote auf den jeweiligen Band verwiesen. Jedenfalls bin ich trotz meiner Unwissenheit gut bei Ermittlerin Clara Vidalis angekommen und mir hat dieser Fall großen Spaß gemacht.

Clara Vidalis und ihr Mann - MacDeath genannt - arbeiten beide für’s LKA. Aufgrund der Ereignisse früherer Ermittlungen wird Vidalis suspendiert und setzt sich auf einen Mädelsurlaub nach Italien ab. Hier sucht sie Commendatore Adami auf, der als zuständiger Ermittler des Vatikans um Hilfe bei der Aufklärung der ‚Bluthochzeit‘ bittet.

Das Buch beginnt mit dieser Bluthochzeit und damit mit einen Knall. Mitten im Herzen des Vatikans wird eine prächtige Hochzeit des Altadels gefeiert, die in ihrem Ausgang an einen schlechten Horrorfilm denken lässt: Das Hochzeitskleid wird im Blut der Braut ertränkt, während sie vor den Augen der feierlichen Gesellschaft in die Knie und aus dem Leben geht. Eine überaus perfide Idee, die mir sofort unter die Haut gekrochen ist.

Aufgrund des Hintergrunds des Vatikans, des italienischen Flairs und eines feinen Puzzles aus Hinweisen, schleicht sich meiner Meinung nach ein sachter Bezug zu Dan Browns religiös geprägten Thrillern ein. Ich habe es trotzdem oder vielleicht gerade deshalb als enorm spannend empfunden. Mir gefielen das Rätseln, die zu entschlüsselnde Symbole sowie Gedankengänge und zusätzlich hat Veit Etzold den Flair von Bella Italia zum Leben erweckt.

Protagonistin Clara Vidalis gefällt mir ausgezeichnet. Ich habe früher viele Thriller mit Serienkiller und Ermittlern gelesen, und empfinde die Patho-Psychologin als erfrischend anders. Sie ist normaler, lebensfroher, sodass eine gewisse Leichtigkeit trotz der diabolischen Ereignisse in der Handlung entsteht. Im Gegensatz zu alkoholkranken und geschiedenen Kommissaren erfreut sich Vidalis einer funktionierenden Ehe, die für charmant-freche Dialoge sorgt.

Der Fall selbst breitet sich aus. Vidalis kommt eher der Zufall zu Hilfe, als es ihre Fähigkeiten tun. Einige Details empfand ich zwar als vorhersehbar, aber im positiven Sinn. Ich hatte etliche Zusammenhänge - aufgrund eines Wissensvorsprungs gegenüber der Ermittlerin - schnell durchschaut. Trotzdem war es fesselnd, die Motive dahinter zu lüften.

Veit Etzold streut Details zu Kunst, Medizin, Kultur und Geschichte ein. Meiner Meinung nach ist es genau das richtige Maß, sodass man neben der Thriller-Unterhaltung einiges an Hintergrundinformationen erhält.

Der Schreib- und Erzählstil ist locker gehalten, was meiner Ansicht nach dem Genre entspricht. Zwischen blutigen Szenen, dem Ermittlungsgeschehen und interessantem Wissen streut er amüsante Denkanstöße ein, die zum Schmunzeln anregen:

„Die gleichen Firmen, die sonst mit penetranter Werbung und haltlosen Marketingversprechen alles taten, um mit dem Kunden Kontakt aufnehmen zu können, taten im Callcenter alles, um den gleichen Kunden genauso schnell wieder loszuwerden.“ (S. 285)

Mit Abstand betrachtet fallen die genannten Kritikpunkte zwar auf, dennoch hat es mir unheimlich großen Spaß gemacht. Die Ermittlungen mit Viladis in Dan-Brown-Manier vermitteln ein altehrwürdiges Bild von Italien, wo die Familien alt, der Glaube stark und die Geschichte geheimnisvoll ist.

Am Ende wird der Leser nicht mit einer runden Aufklärung verwöhnt, sondern hat es mit einem offenen Ausgang zutun. So etwas mag ich gern, wobei ich denke, dass dieser Stil nicht jedem liegt.

Letztendlich habe ich mit „Höllenkind“ einen fesselnden, spannenden und interessanten Thriller gelesen, der mich höllisch gut unterhalten hat.

Die Reihe um Clara Viladis:
1) Final Cut
2) Seelenangst
3) Todeswächter
4) Der Totenzeichner
5) Tränenbringer
6) Schmerzmacher
7) Blutgott
8) Höllenkind
Profile Image for Sally.
258 reviews8 followers
April 1, 2021
Danke an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar.

Darum geht's:
Clara Vidalis wird aufgrund der Geschehnisse rund um den Blutgott beurlaubt und beschließt deshalb mit ihrer Freundin Urlaub in Florenz zu machen. Als im Vatikan jedoch bei einer Hochzeit zweier adliger Familien ein grausiger Mord geschieht, wird sie von den Ermittlern als Beraterin hinzugezogen. Schon steckt sie in einem neuen Fall voller grausamer Morde und Intrigen innerhalb des italienischen Adels.

Meine Meinung:
Bereits der vorherige Band "Blutgott" hat mir gut gefallen und so auch "Höllenkind". An dieser Stelle sei erwähnt, dass das Buch Bezug nimmt auf die Geschehnisse im Blutgott. Zwar nur am Anfang um die Geschichte einzuleiten und ihr versteht diese Mordfälle Buch auch ohne den Vorgängerband, aber dieses Buch würde euch für den Vorgänger spoilern, falls ihr in danach lesen wollt. Ich empfehle also, Blutgott gelesen zu haben.
Höllenkind hat wieder durch blutige und grausame Morde überzeugt, das muss man aber auch mögen. Mir hats gefallen. Leider konnte mich die Handlung nur wenig überraschen, weil ich ziemlich von Anfang an eine Vermutung zum Mörder hatte, welche sich dann auch auch wahr herausgestellt hat.
Das besondere an Veits Bücher ist für mich aber seine Liebe zum Detail. Die Mordfälle sind immer sehr gut in die Umgebung eingebunden. Im ganzen Buch wird Bezug genommen auf verschiedene Werke der Kunst, Architektur aber auch Literatur. Und somit fügt sich die Handlung perfekt in seine Umgebung ein. All diese Beschreibungen und Details machen das Buch natürlich auch Bildhafter und bringen den Leser näher zum Ort des Geschehens. Wirklich klasse! Auch der Schreibstil war wieder sehr angenehm und flüssig. Man kann das Buch sehr gut lesen. Lediglich einige Wiederholungen ähnlicher Ausdrücke sind mir aufgefallen.

Fazit:
Ein detailverliebter und atmosphärischer Thriller, der jedoch nichts für zartbesaitete Leser ist. Für die Dedektive unter euch könnten aber vielleicht große Überraschungen aus bleiben. Trotzdem sorgte das Buch bei mir für schaurig-schöne Lesestunden.

Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen
Profile Image for Syndala.
58 reviews3 followers
March 31, 2021
"Höllenkind" ist der achte Band der Clara Vidalis Reihe. Die vorangegangenen Teile habe ich bis jetzt nicht gelesen, aber um der Handlung folgen zu können war das auch gar nicht nötig.

Wie schon bei "Final Control" überzeugt Veit Etzold mich durch seinen Schreibstil und die in seinen Werken immer wieder auftretenden Bezüge zum zeitgenössichen Geschehen und anderen Werken. Besonders die im Verlaufe der Handlung immer wieder auftauchenden Zitate aus Dantes Göttlicher Komödie haben mir gut gefallen.

Der Fall in den Clara Vidalis in diesem Buch verwickelt wird ist von Beginn an fesselnd und absolut spannend. Die Protagonistin, sowie die anderen Charaktere des "Ermittlerteams" sind alle sympathisch und machen die Geschichte erst so richtig rund.

Für mich war das Ende ein gelungenes, das ich gar nicht anders gewollt hätte. Veit Etzold hat es hier wieder geschafft den bösen Gegenspieler so aufzubauen, als das man nur mit ihm mitfühlen kann und ihm keine Strafe für seine Verbrechen wünscht.
Profile Image for Jacky.
12 reviews
October 26, 2023
Ich hatte mich sehr auf den letzten Teil der Reihe gefreut - tolles Cover, vielversprechender Name. Leider war es meiner Meinung nach der schwächste von allen Teilen und das einzige Buch aus der Reihe, welches ich nicht noch Mal lesen würde.
Profile Image for Buchbesprechung.
215 reviews24 followers
July 3, 2021
Nachdem ich schon am Thriller "Final Control" (2020) von Veit Etzold (48) trotz der eigentlich interessanten Geschichte etliche stilistische Mängel auszusetzen hatte, erspare ich mir bei seinem neuen, im März erschienen Thriller "Höllenkind", dem achten Band der Clara-Vidalis-Krimireihe, im März bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur erschienen, die Mühe einer ernsthaften Rezension: Dieser Roman ist dermaßen dürftig und stilistisch auf niedrigem Niveau, wie man es diesem Autor kaum zutraut. Schon die Ausgangsidee - Clara Vidalis wird vom Dienst im LKA suspendiert und im unfreiwilligen Urlaub in Florenz vom Vatikan angeheuert - ist dermaßen unglaubwürdig, dass alles Nachfolgende kaum noch wundert. Wieder im Text häufige Wiederholungen, und sollten erfahrene Kriminalisten im Dienst sich tatsächlich so dümmlich unterhalten und verhalten, wie die Dialoge im Roman formuliert und die Szenen geschildert sind, muss man um die Effektivität der deutschen Kripo bangen. Der ganze Roman ist absolut banal, schludrig und lieblos während der Lockdown-Monate runtergeschrieben. Die Spannung - sollte man eine beim Lesen überhaupt verspürt haben - verpufft spätestens zur Mitte des Buches, wenn die Identität der Täterin erkennbar wird. Das einzig Positive an diesem Roman sind jene Textpassagen, die sich sachlich auf Rom und Florenz, auf die dortigen Baudenkmäler und Kunstschätze sowie auf Dantes "Göttliche Komödie" beziehen. Zusammengefasst: Dieser Roman war für mich sogar als ablenkende Feierabend-Lektüre noch untauglich, da ich mich während der Lektüre statt zu unterhalten eher über das niedrige Niveau des Romans geärgert habe. Ich habe trotz dreimaligen Abbruchversuchs doch bis zum Ende durchgehalten, aber leider blieb meine Ausdauer selbst im Epilog unbelohnt, da man sich die Hintergründe, die zu den spektakulären Morden geführt haben, schon vorher hatte zusammenreimen können.
Profile Image for Book-addicted.
891 reviews
April 25, 2021
*Inhalt*
Eine pompöse Hochzeit in der sixtinischen Kapelle, die Braut, die am Arm ihres Vaters in die Kirche geführt wird... währenddessen verzieht sich ihr Gesicht schmerzverzerrt und es bilden sich große, rote Flecken auf ihrem wunderschönen Kleid. Kurze Zeit später ist die Braut tot - Todesursache: massiver Blutverlust. Doch was führte dazu?

Clara Vidalis vom LKA Berlin gerät mehr oder weniger durch Zufall an die Gelegenheit, in diesem Fall zu ermitteln und greift Commendatore Adami, dem Ermittler des Vatikans, unter die Arme...gemeinsam versuchen sie den mysteriösen Tod zu lösen - doch es soll nicht die letzte Leiche sein.. 

*Erster Satz des Buches*
"Kardinal Julio richtete seinen Blick auf die Braut in ihrem maßgeschneiderten Kleid aus weißer spanischer Seide und wusste: Hier handelte es sich um ein Ereignis, wie es nur alle zehn Jahre zu verzeichnen war."
- ETZOLD, V. (2021), HÖLLENKIND, KNAUR VERLAG, S. 11 -

*Meine Meinung*
Veit Etzold ist in den letzten Jahren zu einem meiner liebsten Thriller- Autoren geworden - warum? Seine Geschichten sind außergewöhnlich, immer spannend und meist von irgendeinem Thema dominiert, dass den Leser ebenso fesselt, wie der Kriminalfall an sich. Im Falle vom "Höllenkind" handelt es sich dabei um "Dantes Inferno" und wir erhalten neben den Ermittlungen zum Todes-/Mordfall eine Menge Details zu Dante und seiner Hölle. 

Clara Vidalis ermittelt nun in im Ausland und unterstützt den Ermittler des Vatikans, Adami, bei seinen Untersuchungen. Dabei gehen sie bei den Adelsfamilien Sforza und Visconti ein und aus, denn die Braut und der Bräutigam hätten die Familien durch ihre Hochzeit vereint. Während ich Adami immer etwas "unmotiviert" und träge empfand, gefiel mir Clara Vidalis wieder wirklich gut, da sie alle Hebel in Bewegung setzt, um den Fall zu lösen. Auch unser Freund MacDeath, Claras Ehemann Martin Friedrich, ist dieses Mal wieder mit von der Partie und mischt schon bald mit, was die Ermittlungen in Italien angeht. 

Wer die anderen Romane von Veit Etzold kennt und (wie ich) vor der Lektüre von "Höllenkind" gerade einen anderen Band der Reihe beendet hat, der könnte überrascht werden, denn dieser Roman ist anders. Während "Blutgott" noch deutlich blutiger war und mit mehr teilnehmenden Ermittlern glänzte, ist "Höllenkind" vergleichsweise harmlos und unsere Freunde aus der Berliner Ermittlerriege sind dieses Mal nur wenig mit von der Partie. Mein Freund Von Weinstein, der zuständige Pathologe, den ich sehr mag, tritt nur wenig auf und auch die anderen sind nur wenig (bis gar nicht) mit von der Partie. Dies mag natürlich damit zusammenhängen, dass sich unser Tatort nicht in Deutschland befindet und somit völlig andere Ermittler (außer MacDeath und Vidalis) zuständig sind - aber: schade. Auch wenn es der Geschichte und damit dem ganzen Roman nicht schadet, so habe ich doch besonders Von Weinstein vermisst und hoffe sehr, dass er im nächsten Band wieder präsenter sein wird. 

Der Plot ist auf jeden Fall spannend, wenn auch weniger grausam, fesselt und ließ mich als Leserin nicht so schnell wieder los - immerhin wollte ich ja wissen, was es mit der verblutenden Braut ohne Verletzungen auf sich hat! 

Auch wenn ich mit der Auflösung des Ganzen so nicht gerechnet hatte, gefiel sie mir wirklich gut und auch wenn dies ein etwas anderer "Etzold" ist, als bisher gewohnt, gefiel er mir richtig gut. 

*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-52409-1
Preis: 10,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (Ebook)
Reihe: 
Final Cut
Seelenangst
Todeswächter
Der Todeszeichner
Tränenbringer
Schmerzmacher
Blutgott
Höllenkind

*Infos zum Autor*
"Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor von neun Spiegel-Bestsellern und gefragter Keynote-Speaker. Veit Etzold versteht es, komplexe Themen unterhaltsam und spannend aufzubereiten und zu einzigartigen Thrillern zu verarbeiten. Als Experte für Strategie und Storytelling hat er bereits zahlreiche internationale Unternehmen beraten. Er ist u. a. Mitglied der Atlantikbrücke und Global Bridges und lehrt zudem seit 2018 als Professor für Wirtschaftswissenschaften." (Quelle: Verlagshomepage)

*Fazit*
Etwas anderes als seine Vorgänger, aber dennoch absolut lesenswert. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!
Profile Image for Susi Aly.
778 reviews7 followers
August 23, 2021
Der achte Fall für Clara Vidalis. Und dieser hat es definitiv in sich.
Ganz im Stil von Dan Brown liefert Veit Etzold einen vielschichtigen und nervenaufreibenden Vatikan Thriller, der es definitiv in sich hat und das der Hölle zu entstammen scheint.

Veit Etzold hat mich auch hier wieder mit seinem Schreibstil absolut begeistert.
Einnehmend, fesselnd und absolut mitreißend.
Der Prolog hatte es definitiv in sich.
Wären es nicht so viel Hintergrunddetails gewesen, so wäre ich wohl völlig in Schockstarre verfallen. So passierte es aber, dass ich einige Passagen nochmal lesen musste, um das große Ganze auch zu verstehen. Was mir übrigens während der Handlung immer wieder passierte.
Unglaublich faszinierende und fantasievolle Taten, die vor Perfidität und Skrupellosigkeit nur so strotzen, aber ohne Zweifel total faszinieren.
Richtig toll fand ich das Namensverzeichnis am Anfang des Buches.
Die Charaktere selbst sind neben Clara unglaublich facettenreich, interessant und ja, auch furcht einflößend.
Denn ihre Facetten sind sehr weitläufig und man weiß nicht so recht, was man von Ihnen halten soll.
Mich haben ganz besonders eine junge Frau, Wolf und der alte Visconti begeistert.
Aber auch die anderen Nebencharaktere verstanden zu begeistern, denn sie nehmen unglaublich viel Raum ein.

Dieser Band spielt in Italien und Rumänien, wodurch es auch in zwei Handlungsstränge unterteilt ist, was mir wahnsinnig gut gefallen hat.
Besonders der Handlungsstrang der in Rumänien spielte, hat mich unsagbar begeistert und eine ganze Palette an Emotionen durchlaufen lassen.
Mich hat diese junge Frau und ihr Schicksal einfach nicht losgelassen und so unglaublich viel und tief fühlen lassen.
Man hat Mitgefühl und trägt so viel Wut in sich, weil sich so eine große Aussichtslosigkeit breit macht.
Es dauerte auch etwas, bis man das große Ganze verstehen und kompensieren kann.
Dabei webt der Autor auch ernste Themen ein, die definitiv nachhallen und man eindeutig daran zu knabbern hat.
Der Handlungsstrang in Italien ist nicht weniger schrecklich, aber auf eine andere Art und Weise. Es ist schmerzlich, tragisch und die Wut im Bauch brodelte immer mehr.
Schlussendlich geht es immer um Macht und Gier oder? Was hier wirklich perfekt zelebriert und ausgearbeitet wurde.

Die ganzen Hintergrundinformationen rund um die Kirche waren mir jedoch manchmal etwas zu viel des Guten. Auch wenn es nachvollziehbar war. Dadurch kam die Spannung manchmal leicht ins Stocken.
Dafür hat mich Clara wieder total begeistert.
Es gab einige Szenen ,die haben mich wieder so zum lachen gebracht, was definitiv MacDeaths Verschulden war. Er ist einfach so genial und er merkt es nicht einmal. Herrlich. Aber ich mochte auch die anderen Ermittler wahnsinnig gern.

Die Story ist sehr actionreich und abwechslungsreich gestaltet.
Einiges vorhersehbar, anderes nicht.
Stellenweise etwas brutal und nicht immer etwas für schwache Nerven.
Besonders gut hat mir der zwischenmenschliche und psychologische Aspekt gefallen, der einfach so viel vermittelt und mich manchmal mit Wärme und Rührung erfüllt hat.
Besonders im letzten Drittel geht es Schlag auf Schlag und Wow, was für ein Ende.
Ich bin total begeistert, auch wenn man es vielleicht nicht sein sollte.
Aber manchmal sucht sich die Gerechtigkeit ihren eigenen Weg.
Manchmal anders, als man es befürworten kann. Aber es ist immer eine Sache von Perspektive und Menschlichkeit, die sich immer wieder anders äußert.
Trotz vielen Fakten, hat mich Veit Etzold wieder absolut begeistert und ich freu mich riesig auf den nächsten Band.

Fazit:
"Höllenkind” ist der achte Band aus der Clara Vidalis Reihe und mein Gott, diesmal hat mich Veit Etzold wieder so unglaublich begeistert und überrascht.
Neben gut platzierten Twists ,punktet er mit einer vielschichtigen Handlung ,die definitiv direkt aus der Hölle zu stammen scheint und so viel Aussichtslosigkeit und Hoffnungslosigkeit hervorbringt.
Diese Story ging mir wirklich nahe, weil ich den Schmerz, die Wut und den Wunsch nach Rache und Gerechtigkeit so unglaublich gut nachvollziehen konnte.
Definitiv ein Thriller der nicht kalt lässt und mich absolut überzeugen konnte.
Ich bin schon unglaublich gespannt auf den nächsten Band.
Profile Image for Damarisdy.
462 reviews1 follower
April 6, 2021
Ich habe mich als nächstes für das Hörbuch "Höllenkind" von Veit Etzold auf Bookbeat entschieden und wollte dem Autor nach "Blutgott", welcher mich nicht so ganz überzeugte, noch einmal eine Chance geben.

In der Geschichte hat der Leser es mit der gleichen Ermittlerin, Clara Vidalis, zu tun, die ich bereits aus dem Vorgängerband kenne. Sie behandelt aber immer unterschiedliche Fälle, sodass die Bücher dieser Serie unabhängig voneinander gelesen werden können. Hier fließen allerdings ein paar Dinge vom "Blutgott" mit ein, der ja immer noch auf freiem Fuß ist. Großartig gespoilert wird hier aber nicht. In dieser Story ereignet sich ein eigenartiger Todesfall, eine frisch vermählte Braut kippt noch in der Kapelle plötzlich blutüberströmt zusammen und stirbt. Und hierbei handelt es sich nicht um einen Einzelfall...

Veit Etzold schreibt seinen Thriller aus unterschiedlichen Perspektiven, so erhalte ich wieder einen guten Überblick über die Personenkonstellation und den generellen Ist-Zustand. Da ich das Ermittlerteam bereits kenne, komme ich schneller als gedacht in die Geschichte rein und es ist schön, "alte Bekannte" wieder zu treffen. Denn der Thriller "Blutgott" hatte auch positive Aspekte, dazu zählten beispielsweise die sympathischen Ermittler. Clara ist sehr fokussiert und motiviert, ich mag sie als Protagonistin einfach sehr gerne. Und auch ihre Kollegen sind auf ihre eigene Art und Weise liebenswert, wenn auch speziellerer Natur.

Der Fall catcht mich von Anfang an richtig und ich frage mich eine Zeit lang, was dahinter steckt. Da aber auch aus den Sichtweisen ein paar weiblicher Opfer berichtet wird, schließt sich der Kreis recht schnell und ich beginne zügig zu verstehen, womit wir es hier zu tun haben. Das ganze Szenario ist zwar nicht ganz so pervers wie beim "Blutgott", ist aber nah dran, so geht es um einige wiederwertige, sexuelle Präferenzen und auch wieder um Kannibalismus. Die Thriller von Etzold scheinen wirklich nichts für zarte Gemüter zu sein, im Gegenteil, besser die Leser sind etwas abgebrüht. Teilweise sind die Geschehnisse für mich allerdings schon so abstrakt, dass ich sie gar nicht mehr so richtig an mich ran lasse, sodass ich das alles ganz gut ertrage. Doch ich bin sicher, dass sich alles davon schon einmal irgendwann, irgendwo ereignet hat, mag darüber aber ehrlich gesagt nicht näher nachdenken. Ich muss schon sagen, dass solche Taten irgendwie in ihren Bann ziehen können, sie haben einen gewissen "Schaulustigen-Effekt", so möchte ich selber schon wissen, was genau noch so alles passiert. Aber man sollte sich mit den Dingen besser nur bis zu einem gewissen Grad beschäftigen. Lieber das Buch vorzeitig beenden, als sich zu quälen und zu sehr zu ekeln.

Gelungen finde ich die Verknüpfungen zur Bibel, die hier aber völlig fehlinterpretiert werden, aber eben eine spezielle Bedeutung erhalten. Ich bin recht bibelfest und staune immer wieder darüber, wie verschieden Dinge ausgelegt werden.

Schade finde ich, dass auch dieser Fall nicht richtig geklärt wird und das Ende offen ist. Ich bin mehr ein Fan von "Ende gut, alles gut", obwohl bei so einer Thematik ein solches Zitat eigentlich nicht mal wirklich funktionieren kann, aber ich denke, ihr wisst, was ich meine :D

Der Schreibstil ist sehr kurzweilig und auf jeden Fall sehr plakativ von seinen Beschreibungen her, also nicht für Jeden was. Ich wurde aber auf jeden Fall besser unterhalten, als von dem vorherigen Thriller des Autors und empfand auch die Länge des Werkes als recht angenehm und nicht zu zäh und langatmig.

Somit vergebe ich eine entsprechende Lese- und Kaufempfehlung und 3,5 Sterne, die ich – sofern nicht anders möglich – aufrunde ****
159 reviews
April 11, 2021
Wo bleibt die Spannung?

Clara Vidalis wird von der Presse beschuldigt, ein Monster (eine Kriminelle) erschaffen zu haben. Sie wird von ihrem Vorgesetzten in den Urlaub geschickt & sie muss ihre Waffe abgeben. Glücklicherweise ist ihr Verwandter Marco in Italien zu Geld gekommen, daher kann er es sich leisten, Wohnungen in Florenz zu vermieten. Da ihr Mann keinen Urlaub bekommt, fährt die Pathopsychologin Clara mit ihrer Cousine nach Italien, wo ihr prompt die Geldbörse gestohlen wird. Außerdem fällt ihr ein Mann auf, der vor der Wohnung herumlungert. Als sie Klarheit will, stellt sich der Unbekannte als Schweizergardist Tobias Wehrli vor und bittet Vidalis um Hilfe: Bei einer Hochzeit im Vatikan brach die Braut plötzlich blutüberströmt vor dem Altar zusammen. Zwei alte Adelsfamilien wollten durch die Verbindung der Kinder ihre Kräfte bündeln. Clara beginnt zu ermitteln; bald kommt es zu weiteren mysteriösen Todesfällen, was bedeutet, dass es sich um eine Vendetta handeln muss…

Im Schweinsgalopp durch Popkultur & Kunstgeschichte: „Bluthölle“ ist der achte Band der Clara—Vidalis-Krimireihe. Für mich ist es der erste Band der Reihe, man kann das Buch jedoch als stand – alone lesen. Der Anfang des Romans war äußerst vielversprechend. Leider war die Erzählung sprachlich eine Enttäuschung und stilistisch holprig. Viele Figuren sprechen auf ähnliche Art und Weise, benutzen die Wendung „Es ist eh so“, daher sind sie nicht unbedingt unterscheidbar. Die Dialoge sind teilweise unglaubwürdig, insgesamt fehlt es an Tiefe. Mangelnder Tiefgang ist zwar ein Grundproblem im Thriller – Genre, oft wird dieses Manko jedoch durch eine mörderische Spannung wettgemacht (wie in den Chris-Carter-Thrillern). Nicht so hier. „Bluthölle“ besteht formal aus mehreren Teilen, ein Hauch von Spannung kommt leider erst am Ende auf. Kein klassischer Thriller also.
Etzold schneidet sehr viele Themen an, große Namen werden genannt. David Lynch, Dan Brown, Dante Alighieri, Michelangelo. Für Ahnungslose ist das sicher interessant. Alter Adel und Menschenhandel: Teilweise ist die Handlung in Rumänien angesiedelt. Es fehlt die Einheitlichkeit: Mal heißt eine Stadt „Constanta“, mal „Konstanza“. Auch Sätze wie „Er ließ die Schultern senken“ lassen sich durch eine sorgfältige Korrektur vermeiden.
Die Protagonisten waren mir leider nicht sympathisch, obwohl ich bei einem Blick in den Klappentext (vor der Lektüre) begeistert war: Clara Vidalis ist eine Bremerin mit spanisch-italienischen Wurzeln, ihre Italienischkenntnisse sind nicht perfekt. Ich hätte mir eine filigranere Figurenzeichnung gewünscht.
Mir war ziemlich schnell klar, wie alles in der Geschichte zusammenhängt. Insgesamt fehlt es an Raffinesse. Eine Ermittlerin, die im (Zwangs)Urlaub in ihrem Metier arbeitet, ist im Krimigenre nichts Neues, dieser Aspekt störte mich jedoch nicht im Geringsten, auch nicht die Kürze der Kapitel. Aus dem „Stoff“ hätte Veit Etzold mit adäquaten erzählerische Mitteln aber viel mehr machen können. Da ich grundsätzlich keine Lektüre abbreche, musste ich mich hier gegen Ende zum Lesen regelrecht „aufraffen“.

Schade!
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April 3, 2021
Ein spannendes Abenteuer zwischen Rom und Florenz!

Alter römischer Adel, düstere Geheimnisse im Vatikan und ein unerbittlicher Rächer, der seine Feinde Dantes neun Kreise der Hölle durchschreiten lässt!

"Höllenkind" von Veit Etzold und dem Verlag Droemer Knaur ist der achte Fall für Hauptkommissarin Clara Vidalis, die die Abteilung für Pathopsychologie am LKA 113 in Berlin leitet. Dieser Thriller hat mir wieder sehr gut gefallen, denn er hat mir spannende Unterhaltung geboten und mir eine Menge Gänsehautmomente beschert.

Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: Im Vatikan sollen sich die Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle verbinden. Doch mitten in den Feierlichkeiten färbt sich das weiße Kleid der Braut auf einmal rot und sie bricht tot zusammen. Der Ermittler Commendatore Adami ahnt, dass es nicht bei diesem einen ungewöhnlichen Mord bleiben wird. Hilfesuchend wendet er sich an die Pathopsychologin Clara Vidalis, die bereits in einem Fall von Satanismus involviert gewesen war.

Nachdem Clara Vidalis sich nicht von ihrem letzten Fall erholen konnte, wo es um die Jagd nach dem Blutgott ging, muss sie zwangsweise Urlaub nehmen. Um nervigen Journalisten die ihr ständig im Nacken sitzen und schweren Vorwürfen aus dem Weg zu gehen, lässt sie sich auf ein paar Tage Urlaub in Florenz ein. Doch kurz nach ihrer Ankunft und nachdem ihr Portemonnaie gestohlen wurde, wird sie von einem Gardisten der Schweizer Garde des Vatikans aufgesucht. Sie soll im Auftrag von Kardinal Julio in Rom den ungewöhnlichen und mysteriösen Todesfall von Aurelia Sforza näher untersuchen. Zusammen mit ihrem Ehemann Prof. Martin Friedrich (MacDeath), Profiler, Mediziner und ausgebildeter Psychiater der die Abteilung für operative Fallanalyse am LKA 113 leitet, beginnt ein spannendes, rasantes und gefährliches Abenteuer zwischen mehreren Städten. Obwohl der Autor hier auf den Spuren von Dan Brown wandelt, ist ihm ein gelungener Plot gelungen, der von Anfang bis Ende gut durchdacht und unheimlich spannend ist.

Grausame und verstörende Kapitel aus Rumänien haben zwischendurch für Entsetzen gesorgt, nach und nach haben sich diese Kapitel geschickt zum Rest der Geschichte eingefügt. Der Thriller beinhaltet insgesamt vier Bücher, die jeweils sehr kurze Kapitel haben. Einige Cliffhanger haben zum weiterlesen angeregt, auch der Schreibstil ist verständlich, flüssig und authentisch. Mir haben die Kapitel wo MacDeath zu Wort kommt auch wieder gut gefallen, da seine humorvolle Art sehr sympathisch rüberkommt und ich seine Vorträge über Serienmörder sehr interessant finde. Er wäre ein Gentleman, wenn er nicht auf Partys von „postmortalen Schändungen“ oder „ödipaler Kastrationsangst“ sprechen würde. Er und Clara Vidalis ergeben ein sympathisches und authentisches Team ab. Mir hat dieser Teil wieder sehr gut gefallen und ich empfehle ihn ohne Wenn und Aber weiter.
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April 19, 2021
Die Braut stirbt blutüberströmt auf dem Weg zum Altar unter den Augen von Kardinal Julio. Es ist die Familie Visconti, die hier im Mittelpunkt steht. In Berlin wird gerade Clara Vidalis wegen ihres Einflusses im Fall eines Serienmörders beurlaubt. Das bringt sie dazu mit ihrer Freundin Sophie in Florenz Urlaub zu machen. Dort werden sie von einem Mittelsmann des Vatikans nach Rom gebracht, da Kardinal Julio von ihren Qualitäten gehört hat. In Rumänien wird ein Mädchen beschrieben, dass in ein Abhängigkeitsverhältnis rutscht und gequält wird. Clara setzt im Vatikan, gegen den Willen der Familie eine Obduktion der Toten in Berlin durch. Hier bestätigt sich, dass sie durch ein Nervengift ermordet wurde. Die Familie Visconti hat nicht nur den Tod der Stieftochter zu beklagen, sondern auch die Entführung der leiblichen Tochter. Langsam wird klar, dass im familiären Umfeld jemand die Fäden zieht. Dann wird auch noch der Kopf des Bräutigams gefunden und stellt das ermittelnde Team vor weiter Rätsel.
Ein überaus spannender und sehr authentisch geschriebener Thriller, den ich hier gelesen habe. Das Buch ist mit sehr brutalen Details gespickt, die diesem Thriller eine besondere Note geben, aber auch, meine Meinung nach, für die Schreibweise von Veit Etzold typisch ist. Das tatwerkzeug der Morde ist auch sehr einzigartig, eine Warfarin. Sich dieses auszudenken beweist die wissenschaftliche Arbeit des Autors. Die Hauptfigur, Clara Vidalis, wird vom LKA beurlaubt und während ihres Urlaubs wird sie in diesen mysteriösen Fall hineingezogen. Diese Ermittlung wird durch den Vatikan gefördert und es betrifft eine sehr berühmte und reiche Familie. Unterstützung bekommt Clara durch ihren Mann, bezeichnenderweise Dr. Death genannt, und den italienischen Commissario Adami. Dieses Team bewegt sich auf einem schmalen Grat, da die Familie Visconti sehr einflussreich ist. Die Beschreibung der Familie Visconti ist sehr eindeutig, reich und katholisch, aber durch die Entführung ihrer Tochter betroffen. Keiner weiß, wo sie abgeblieben ist. Parallel zu der Story in Rom und Florenz, gibt es noch eine, die von einem Mädchen in einem Bordell in Rumänien handelt. Diese Story ist sehr gut in den Gesamtzusammenhang eingebettet und gibt immer mehr Einblicke in die gesamte Geschichte des Thrillers. Diese Story ist sehr gut aufgebaut und gefällt mir sehr gut. Spannend und überraschend bis zum Schluss, fesselnd von Anfang bis Ende. Der Schreibstil ist flüssig und spannend, so dass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen.
„Höllenkind“ von Veit Etzold ist ein ungemein spannender Thriller, mit einem sehr bildlichen und deutlichen Schreibstil, der allerdings auch ein tolles Kopfkino auslöst. Ich würde ja fast sagen, dass sich Veit Etzold auf den Spuren von Dan Brown bewegt, gerade weil er es in dem Thriller öfter erwähnt, aber er ist auch so einfach nur sehr lesenswert. Ein echter Veit Etzold!
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April 5, 2021
„Doch das, war jetzt über ihn hereinbrach, war deswegen so perfide, weil es ebenfalls eine Konstanz hatte. Eine Konstanz des Bösen.“ (Zitat Seite 178)

Inhalt
Clara Vidalis, Hauptkommissarin und Expertin für pathopsychologische Serienmörder, wird nach dem Blutgott-Fall vorübergehend suspendiert und nützt diese Gelegenheit, sich endlich Florenz anzusehen. Doch der Urlaub währt nur kurz, denn Kardinal Julio Valera bittet sie um Hilfe. Es hätte ein großartiges gesellschaftliches Ereignis werden sollen, die Hochzeit zwischen den beiden mächtigen alten Adelshäusern Sforza und Visconti, in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Doch einige Schritte vor dem Altar bricht die Braut blutüberströmt zusammen und stirbt. Ein Fall für die Expertin Clara Vidalis, die im Auftrag des Vatikans den offiziellen Ermittler Commendatore Adami aus Florenz, unterstützen soll. Es bleibt nicht der einzige Mord im Umfeld der berühmten Familie Visconti und immer nimmt der Täter Bezug auf Verse aus Dantes „Göttlicher Komödie“. Der alte Patriarch, Paolo Visconti, spricht vom Satan, doch an den glauben weder Clara noch ihr Mann, der erfahrene Profiler Dr. Martin „MacDeath“ Friedrich, der mit ihr gemeinsam ermittelt.

Thema und Genre
In diesem Thriller, dem Band 8 der Serie um die Patho-Psychologin Clara Vidalis, geht es um Familiengeheimnisse, Macht und Rache. Auch Dantes bekannte Dichtung „Divina Commedia“ spielt eine Rolle. Hauptschauplätze sind Florenz und Rom.

Charaktere
Obwohl sie vom Dienst beurlaubt ist und sich auf zwei Wochen Sightseeing und Einkaufen gefreut hatte, ist die erfahrene, sympathische Clara Vidalis sofort bereit, den Ermittler in diesem ungewöhnlichen Fall zu unterstützen und zieht auch ihren Ehemann MacDeath hinzu. Alle Figuren diese Geschichte sind komplex, aber im Zusammenhang mit den Hintergründen ist ihr Verhalten realistisch und nachvollziehbar.

Handlung und Schreibstil
Kurze Kapitel, drastische Schilderungen und zwei Handlungsstränge erzählen eine packende Geschichte. Der zweite Erzählstrang, ebenfalls aktuell und zeitnah geschildert, spielt in Rumänien und ergänzt die Hauptgeschichte, welche die in einem straffen Zeitrahmen ablaufenden Ereignisse und Ermittlungen zum Inhalt hat. Die Sprache passt zum Genre, die Taten werden, wie wir es von diesem Autor kennen, gekonnt bis ins Detail zelebriert. Die psychologischen Aspekte und Überlegungen sind interessant, unterbrechen aber nie die Spannung. Dies gilt auch für die fachlichen Details zu den betreffenden Versen in Dantes berühmtem Werk, das dem Täter als Vorbild dient.

Fazit
Ein packender Thriller, ein neuer, geheimnisvoller Fall für Clara Vidalis und MacDeath mit interessanten Hintergründen und italienischem Flair. Es handelt sich um das neueste Buch aus einer Serie, die Handlung ist jedoch in sich abgeschlossen und garantiert auch als Einzelthriller spannendes Lesevergnügen.
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April 5, 2021
Für den Vatikan sowie für ganz Rom steht ein sehr wichtiges Ereignis vor der Tür. Zwei alte römische Adelsfamilien stehen vor einer Fusion, da eine Hochzeit ansteht. Doch wie aus dem Nichts krümmt sich die Braut vor dem Alter zusammen, fällt und stirbt. Der zuständige Ermittler des Vatikans Adami nimmt die Ermittlungen auf und weiß noch nicht, dass es nicht nur bei einem Mord bleiben wird. Für die Ermittlungen benötigt Adami Hilfe und warum sollte er nicht jemanden anfragen, der bereits einem Fall in Bezug zum Satanismus gelöst hat. Clara Vidalis vom LKA Berlin wird angeheuert, um den ungewöhnlichen Fall aus Rom zu lösen. Ein Abenteuer beginnt!
Bei „Bluthölle“ handelt es sich schon um den achten Band der „Clara Vidalis“ – Reihe. Bisher habe ich die Vorbänder noch nicht gelesen, wodurch ich sehr gespannt war, was der Autor für einen interessanten Thriller entworfen hat.
In den Thriller bin ich recht holprig eingestiegen, da recht lang ein Bezug zum Vorband gezogen wird. Aus diesem Grund fühlte ich mich irgendwie verloren. Dennoch als dann der Mord an der Braut passiert ist, gewinnt die Handlung an enormer Spannung. Mit Clara konnte ich mich schon von Beginn an anfreunden. Sie ist tough und ihre Umgangsart mit ihren Kollegen sowie anderen Menschen hat mir gefallen. Außerdem mochte ich MacDeth unheimlich gerne, da er eine recht lockere und humorvolle Art aufweist.
An ihrer Seite kann man in das alte Rom sowie in den Vatikan eintauchen. Dabei gelingt es dem Autor detailliert den Handlungsort zu beschreiben, sodass ich mir bildlich alles gut vorstellen konnte. Parallel dazu verläuft ein Erzählstrang in Rumänien. Dabei erzählt eine Frau ihre Geschichte, welche nicht ohne ist. Dazu folgen einzelne Handlungen aus Deutschland. Deswegen kann es schnell vorkommen, dass man als Leser durcheinanderkommt. Auch ist die Anzahl der Charaktere recht hoch, jedoch lässt sich sagen, dass der Autor das Problem der Unübersichtlichkeit mit dem Personenverzeichnis am Anfang des Buches gut regelt.
Neben der ganzen Handlung stellt der Autor des Öfteren einen Bezug zur „Göttlichen Komödie“ von Dante her. Dies fand ich sehr stark, da ich ein großer Fan dessen bin. Zudem weist der Autor einen recht flüssigen Schreibstil auf. Bei brutalen Szenen nimmt er keine Hand vor dem Mund, was ich persönlich stark fand. Zum Ende hin spitzt sich die Situation zu und es wird noch spannender. Leider fand ich aber, dass einzelne offene Fragen am Ende nicht beantworten worden sind. Vielleicht findet man ja dann die Antworten im darauffolgenden Band.
Ich kann schlussendlich sagen: Fans von Dan Brown werden auf jeden Fall bei diesem Buch auf ihre Kosten kommen. Wäre jetzt noch der Anfang sowie das Ende besser gewesen, wäre dieser Thriller auf jeden Fall ein Highlight geworden. Dennoch ist „Höllenkind“ ein starkes Buch.
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111 reviews
March 19, 2021
Worum geht es:
Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: die Verbindung der alten römischen Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle.
Doch plötzlich krümmt sich die Braut vor Schmerz. Was ist da nur passiert, dass eine schöne, reiche junge Frau aus einer der angesehensten Familien Italiens statt ein „ja“ zu hauchen Blut spuckt? Ihr strahlend weißes Hochzeitskleid färbt sich rot. Blutrot.
Commendatore Adami ist der zuständige Ermittler des Vatikans. Er ist dankbar, dass die durch einen Satanismus Fall schon bekannte Patho-Psychologin Clara Vidalis vom LKA Berlin mit in den Fall eingebunden wird. Wie der Zufall es will, ist die beurlaubte Clara bereits in Florenz. Als ihr Mann MacDeath noch dazu stößt, ist das Powerpaar komplett. Es hat den Anschein, als würden die Viscontis von Satan verfolgt und bis in den tiefsten Bereich der neun Höllenkreise des Dantes geführt. Da braucht es das ganze Können der Spezialistin für schwere Fälle. Das ermittlerische Zusammenspiel gefällt mir gut, die zielgerichtete Clara und der sich gerne verzettelnde MacDeath, der auf ein umfangreiches Wissen über den Tod an und für sich und über die italienische Renaissance im Besonderen zurückgreifen kann.

Buch und Cover:
Titel und Cover des Buches waren der Köder und ich habe angebissen. Das Cover finde ich super, weil es den dramatischen Inhalt perfekt vermittelt. Das Thema wird symbolhaft durch das blutige Kreuz auf der Alabasterstatue dargestellt. Die haptische Wahrnehmung wenn man mit der Hand darüberstreicht gefällt mir. Auch ein Personenverzeichnis finde ich immer hilfreich.

Mein Lieblingszitat:
S. 132: In ihrem schwarzen, engen Kleid und mit ihren dunklen, streng hochgesteckten Haaren wirkte sie auf Clara mit einem Mal wie ein schwarzes Fernrohr, das jederzeit bereit war, ihren Mann und alle anderen in den Fokus zu nehmen.

Fazit:
„Höllenkind“ war mein erstes Buch aus der Clara Vidalis Reihe. Es ließ sich ohne Vorkenntnisse lesen. Im Verlauf der Geschichte gab es immer wieder Hinweise auf die Vorgänger Bücher, die jetzt auf meinem Wunschzettel stehen. Der Thriller war packend und ist nichts für schwache Nerven. Die Ermordeten werden auf sehr brutale und gnadenlose Weise umgebracht, keine Grausamkeit wurde dem Leser erspart. Zudem gab es viele historische Informationen und die dunklen Geheimnisse des Vatikans werden großartig in Szene gesetzt.
Ich habe schon lange nicht mehr einen so spannenden Thriller gelesen. Ich bin ganz und gar in das Geschehen eingetaucht und mühelos in dieser mitreißenden Geschichte versunken. Fünf Sterne!
122 reviews
March 27, 2021
„HÖLLEN KIND" von Veit Etzold Teil 8

Um dieses Buch lesen zu können, musste ich die vorherigen 7 Teile in kürzester Zeit lesen. Das war mal eine Herausforderung. Die ersten 7 Bücher haben mir sehr gur gefallen, Clara habe ich auf Anhieb lieb gewonnen und auch ihren Ehemann MacDeath fand ich auch total gut und cool.

Aber jetzt zu dem 8. Teil Clara Vidalis Reihe.
Ein blutiges, spannendes Buch. Für Thriller Fans ein absolutes Must-read! Ich denke man könnte alle Büche unabhängig von einander lesen, jedoch wollte ich unbedingt von Anfang an dabei sein.

Der Einstieg ins Buch war für mich ganz leicht, vor allem wenn es mit einem Mord beginnt. Es kann nicht besser anfangen.
Eine prachtvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle. Ein blütenweißes Brautkleid voller Blut, eine Braut, die von außen und innen verblutet und zusammenbricht. Der zuständige Ermittler des Vatikans, Commendatore Adami, ahnt, dass dies nicht der letzte Mord gewesen ist. Da er allein bei den Ermittlungen nicht weiterkommt, wendet er sich an Clara Vidalis, die ihre Beurlaubung (wegen des Blutgottes-Falls) mit ihrer Freundin Florenz in Italien verbringt.

Er hofft dass sie ihn unterstützen und das Rätsel um den Mord aufklären könnte! Natürlich kann Clara diese Bitte nicht abschlagen. So hilft sie die Serienmorde die während Ihres Urlaubs passieren zu klären.
Herr Veit hat einen spannenden, flüssigen Schreibstil, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Geschichte besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die meist so spannend enden, dass es schwerfällt, nicht weiter zu lesen. Der Autor hat erstklassige Recherche geleistet, ich mag diese Ausflüge in Kunst und Kultur, ebenso das medizinische Wissen, macht es einfach genial und dabei noch eine wundervolle Prise Humor. Jedoch muss ich gestehen die vorherigen Teile waren deutlich stärker wie dieser.

Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag und Vorablesen dass ich dieses Buch lesen durfte.
13 reviews
April 10, 2021
Der knapp 360 Seiten starke Krimi ist in insgesamt 4 Bücher unterteilt. Sehr flüssig und spannend geschrieben, es fällt leicht am Buch dranzubleiben, wobei es sich empfiehlt die handelnden Personen, die zu Beginn des Buches beschrieben sind, genau vor Augen zu haben.
Die überwiegende Handlung spielt an schönen italienischen Plätzen und mit Bezug zur ital. Dichtung und Kunstgeschichte. Beide sind wesentliche Aspekte zur Klärung der vielen Toten des Buches. Das ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, mir hat es aber gut gefallen.
Die Kommissarin und ihr Mann sind in Italien ohne dienstlichen Auftrag unterwegs, das Buch ist aber trotzdem Zeugnis einer ungewöhnlichen und spannenden Ermittlung zwischen Kirche, Vatikan, Maffia und einflussreicher ital. Familie an schönen Schauplätzen in Florenz.
Zunächst gibt es zwei parallele Handlungsstränge: Zum einen das Geschehen um eine reiche ital. Familie mit verschiedenen rätselhaften Todesfällen und zum anderen die grausame Beschreibung von Zwangsprostitution und Menschenhandel in Osteuropa. Beides sehr anschaulich beschrieben. Wenn man sehr aufmerksam liest und mitdenkt, kommt die Auflösung am Ende nicht überraschend. Mir war nach dem Ende es 2. Buches in groben Zügen klar, wo die Lösung liegen wird. Trotzdem bleibt auch der Rest des Buches spannend, man kann ja als Leser immer noch falsch liegen mit seiner Vermutung…..
Die Beschreibungen der raffiniert inszenierten Todesfälle ist sehr eindrucksvoll und anschaulich beschrieben ohne dabei gruselig zu wirken. Das „Drumherum“, die Sehenswürdigkeiten in Florenz, das ital. Leben und die ital. Beamten und die Beschreibung der alten Adelsfamilie sind ebenfalls facettenreich gestaltet, der Leser kann sich hier gut in die Situation und Sachverhalte einfinden.
Insgesamt ein spannendes und lesenswertes Buch, wenn man Bezüge zur ital. Dichtung und Kunstgeschichte mag.




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1,034 reviews6 followers
March 20, 2021
Im achten Band der Clara Vidalis Reihe geht es nach Italien. Dort ist ein grausamer Mord geschehen und da Clara eh gerade in Florenz weilt, bezieht der Vatikan sie in die Ermittlungen ein.
Das Buch folgt ganz dem Etzold typischen Stil. Sehr viel Symbolik was ja gerade im altehrwürdigen Italien / Vatikan sehr spannend ist. Immer steht die Verknüpfung der jeweiligen Symbolik in Verbindung mit einem Mord und Clara und McDeath müssen sich ganz schön was überlegen, um alles zu verstehen und zuzuordnen. Toll ist auch hier wieder, dass die Ermittler sympathisch ja fast ein wenig schrullig beschrieben sind und ein ganz normales Familienleben führen. Es begeistert mich persönlich immer sehr, wenn die Ermittler nur" äußerlich in einen Fall involviert sind und sich der persönliche – sowie der rote Faden der Krimihandlung nicht groß überlappen.
Man kann das Buch auch recht problemlos lesen, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt, es fehlen zwar einige Details, diese sind für den Handlungsstrang aber nicht relevant. Die Einbindung einer völlig fremden Person durch zeitversetzte eigene Kapitel fand ich eher verwirrend, da haben mir zeitliche Angaben zum Verständnis gefehlt (Zum Beispiel: "Zwei Wochen zuvor in…" ) und diese Einschübe machen dem geübten Leser recht schnell deutlich, welche Fährte die richtige sein könnte.
Die Geschichte in sich ist sehr stimmig und vom Sprachstil sehr gut und ausgewogen erzählt, wobei ich mich manchmal ein wenig an den ausufernden Erklärungen der Symbolik gestört habe. Zum Ende hin gewinnt die Story an Schnelligkeit und die Aufklärung ist zwar nicht allzu überraschend, aber sehr gut gelöst. Mal ein etwas anderes Ende einer Thrillergeschichte.

Fazit: Toller Lesetipp für alle die gerne Thriller mit ganz viel Symbolik und Hintergrundinformationen a la Dan Brown mögen.
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359 reviews
March 22, 2021
Was "um Himmels Willen ?", oder die Bösartigkeit Satans

Das Cover erinnert an ein seidenes sehr wertvolles Hochzeitskleid. Der Titel: "Höllenkind" mittig ein blutendes Kreuz: gibt keinen genauen Hinweis auf das Buch. Aber eine böse Vorahnung!

Inhalt: Eine Vermählung in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Das Brautpaar stammt aus den wichtigsten Adels-Familien Italiens. Die Braut schreitet zum Altar, geführt von ihrem Stiefvater. Nach wenigen Schritten bricht die Braut stark blutend zusammen und verstirbt innerhalb kürzester Zeit...

LKA Psychologin Clara Vidalis macht Urlaub in Florenz, unfreiwillig. Sie wurde suspendiert. Kaum in Florenz angekommen. Den festen Vorsatz, das LKA & jegliche Verbrechen keinerlei Raum zu geben, kontaktiert sie ein Gardist der Schweizer Garde. Der Kardinal Valera, Präfekt der Glaubenskongregation, bittet um Unterstützung in diesem schrecklichen Todesfall. Innerhalb kurzer Zeit findet sich Clara inmitten einer sehr komplexen Ermittlung, wieder. In Folge überschlagen sich die Ereignisse und alles ist anders als gedacht...

Fazit: Der bekannte Autor Veit Etzold hat hier einen außergewöhnlich detailorientierten Thriller erschaffen. Die komplexen Zusammenhänge zwischen Roms bekannten Bauwerken, der griechischen Mythologie und das sehr spezielle Ursprungs-& soziale Umfeld des italienischen Adels, werden genauso genau beschrieben & erzählt, wie die Nebenstory über Mädchensklaverei und Menschenhandel.

Durch die Detailorientierung verliert die Geschichte etwas an Tempo, & deshalb erscheinen einige Stellen etwas langatmig. Der Plot ist gut & komplex. Alle losen Enden & offene Fragen wurden gut beantwortet und logisch zusammengeführt.

Eine Leseempfehlung für LeserInnen, die genaue Hintergrundinformationen in einem spannendem Thriller schätzen.

Sehr gute 4,5 Sterne
298 reviews
March 21, 2021
Alter römischer Adel, düstere Geheimnisse im Vatikan, ein unerbittlicher Retter und Dantes 9 Kreise der Hölle - diese Beschreibung des Buches hat mich neugierig gemacht.
Die alten römischen Adelsfamilien Sforza und Visconti sollen durch eine Hochzeit verbunden werden. Bei diesem einmaligen Ereignis in der sixtinischen Kapelle bricht die Braut plötzlich zusammen und auf ihrem Kleid zeigen sich blutige Flecken. Der Ermittler des Vatikans kommt allein nicht weiter und befürchtet, dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird. Er nimmt Kontakt zu Clara Vidalis vom LKA Berlin auf, die gerade in Florenz Urlaub macht und bittet sie um ihre Mithilfe. Die Patho - Psychologin unterstützt ihn bei seiner nicht gerade leichten Aufgabe, den Mörder zu finden.
Während der Geschichte tauchen immer wieder Nachrichten aus Dantes Werken, insbesondere der göttlichen Komödie auf. Diese Ausflüge in die Literatur sind nicht störend, sondern erklären die Motive das Täters.
Veit Eztold ist es mit diesem Thriller gelungen mich zu fesseln und meine Gedanken anzuregen. Nach etwa der Hälfte des Buches dachte ich zu wissen, wer der Täter sein könnte, die letztendliche Entwicklung hat mich jedoch überrascht. Der Autor baut seinen Spannungsbogen geschickt auf und führt den Leser durch die speziellen Verhältnisse des alten römischen Adels und des Vatikans.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, die Beschreibung der Handlungsorte bildhaft gelungen. Ich konnte die mir Cafés und Sehenswürdigkeiten gut vorstellen und das italienische Ambiente ist erkennbar eingefangen.
Für mich war es das erste Buch dieser Reihe und ich wurde nicht enttäuscht. Der Titel Höllenkind ist wirklich gut gewählt.
Ich empfehle diesen Thriller mit 5 Sternen.
Profile Image for Dara.
45 reviews
October 15, 2021
Mit Abstand der schlechteste Band aus der Clara-Vidalis-Reihe.

Es fängt damit an, dass allein schon die Handlung sehr absurd ist. Während ihrer Zwangsbeurlaubung geht Clara, zusammen mit Sophie, für zwei Wochen nach Italien. Nur um dann dort erstmal casually (und schon wieder?!) für den Vatikan einen mysteriösen Mord aufzuklären. Dass heimliche Leichenausgraben-und-nach-Deutschland-verschiffen ist scheinbar kein Problem, genau so, wie die Tatsache, dass sie eigentlich keine Befugnisse hat überhaupt in der Angelegenheit zu ermitteln.

Gespickt wird das ganze Buch dann noch mit sich immer wiederholenden Dialogen, welche an Wikipedia-Beiträge erinnern. Dadurch werden die Konversationen komplett unrealistisch und endlos in die Länge gezogen. Ausserdem gibt es oben drauf noch eine gute Portion Klischees, die einem irgendwann nur noch auf die Nerven gehen und ein bisschen schlechtes "la familia Ambiente".

In den ersten zwei Teilen passiert überhaupt nichts und, wie auch im Band vorher, wird im dritten Teil das Buch im Eiltempo beendet. Und am Schluss kommt Clara, durch einen sehr erzwungen wirkenden Zufall, dann doch noch wieder in den Dienst zurück. (Aber natürlich erst nach 1,5 Seiten unnütz eingebrachtem Wissen über Jeff Bezos) — Happy End… Oder so…

Alles in Allem war die ganze Story leider sehr vorhersehbar und repetitiv und die Handlung / Ereignisse sehr weit hergeholt.

1 von 5✨ at best…
This entire review has been hidden because of spoilers.
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377 reviews3 followers
March 20, 2021
Die Geschichte beginnt schon mal gruselig und das mag ich sehr ein weißes Brautkleid und dieses voller Blut und dann eine Braut die tot zusammenbricht, was für ein toller Auftakt für einen Thriller, das fand ich schon mal klasse. Der zuständige Commendatore Adami
Der Ermittler für den Vatikan ist, merkt das er hier alleine nicht weiterkommt, denn er ahnt das es sich hier eindeutig um Mord handelt. Er wendet sich kurzerhand an Clara Vidalis, die hier ihren Italienurlaub verbringt, zusammen mit einer Freundin da sie leider beurlaubt worden ist zu Hause. Einfach um auf andere Gedanken zu kommen und dann das. Ich kannte leider noch keine Geschichte um die Ermittlerin Clara Vidalis, dies ist meine erste Geschichte und ich war echt begeistert. Ich bin zwar kein Fan von Morden rumd um den Vatikan, aber dieser hier hat mich echt in seinen Bann gezogen, kurze knappe Kapitel, spannend und flüssig geschrieben. Ich war zwar schon in Rom und die Beschreibung der vielen Gassen und Straßen und die italienischen Familien die mehr oder weniger mit der Mafia verbunden sind oder waren. Das war echt ein toller Thriller der es in sich hatte und man vieles über die Hintergründe der Familie und den Vatikan erfahren konnte. Das war echt ein blutiger spannender Thriller von der LKA-Ermittlerin Clara Vidalis und ich hoffe auch nicht der letzte.
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302 reviews2 followers
April 1, 2021
Bei einer Hochzeit der italienischen Adelsfamilie in der sixtinischen Kapelle bricht die Braut auf einmal blutüberströmt zusammen. Oberflächlich betrachtet scheint sie unverletzt zu sein. Doch was genau ist hier passiert? Der zuständige Ermittler des Vatikans scheint hier alleine nicht weiter zukommen. Wie praktisch ist es da, dass Clara Vidalis gerade in Florenz ist?

Dies ist nicht mein erster Thriller von Veit Etzold. Ich habe schon einige der Reihe gelesen und nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge. Das muss man also nicht, für das Verständnis der Bücher. Schöner ist es jedoch. Auch hier war der Schreibstil wieder schön locker und ich konnte das Buch in einem Rutsch lesen, wie auch schon die anderen. Ich finde, dass die Kapitel eine super gute Länge haben.
Auch das Cover passt wieder sehr gut in die Sparte der Thriller sowie auch in die Reihe von Clara Vidalis. Man sieht sofort, dass sie zu einer Reihe gehören.

Die Spannung im Buch hat mich dazu veranlasst immer und immer weiter zu lesen. Ich konnte es also gar nicht aus der Hand legen. Für mich war das Buch nicht durchschaubar. Ich habe mir zwar das eine oder andere gedacht aber irgendwie kam es am Ende doch anders, was mir sehr gut gefallen hat.
Ich kann diesen Thriller nur empfehlen. Mir hat er sehr gut gefallen.
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860 reviews
April 4, 2021
Mord in der sixtinischen Kapelle

Höllenkind von Veit Etzold setzt an den Geschehnissen des Vorgängers Blutgott an und das heißt, die Stimmung der Ermittler des LKA ist eher geknickt. Das betrifft besonders Patopsychologin Clara Vidalis, die beurlaubt wird.
Das Buch trägt deutliche Züge einer langjährigen Reihe, im positiven wie negativen.
Da hilft es, dass es in Höllenkind die Hauptfigur nach Italien verschlägt, wo sie eigentlich Urlaub machen wollte, dann aber für den Vatikan ermittelt.
Dort wurde eine Braut in der sixtinischen Kapelle vergiftet.
In Kapitel 8 sind Clara und und ihre Kollegin Sophie in Florenz. Eine Stadt, die ich sehr schätze. Daher mochte ich die Beschreibungen der Geschichten der Stadt. Doch schon bald geht es naxch Rom.

Auch Profiler Dr. Martin „MacDeath“ Friedrich wirkt natürlich wieder in den Passagen in Berlin mit und doziert reichlich über Serienmörder.
Ein grausamer Nebenplot handelt von der entführten Beatrice und man hat das Gefühl, der Autor ergötzt sich geradezu an den Qualen.
Eine gewisse Gefühllosigkeit erkenne ich aber auch bei den Ermittlern, bei denen alles nru Routine zu sein scheint.

Insgesamt gesehen kein erbauliches Buch,aber die guten Hauptfiguren reißen einiges raus und ich fand das Buch etwas besser als den Vorgänger Blutgott.
88 reviews2 followers
April 12, 2021
Spannungsgeladen

Als ich dieses Buch zugeschlagen habe, ging es mir eigentlich wie bei jedem Buch von Veit Etzold... ich war begeistert! Ruckzuck hatte ich das Buch verschlungen, weil es der Autor einfach versteht, die Spannung aufrecht zu erhalten. Und das bis zur letzten Seite!

Auch die sichtlich noch von den Nachwirkungen ihres letzten Falles angeschlagene Ermittlerin Clara Vidalis wird wieder überzeugend dargestellt. Anders als sonst ist sie jedoch nicht hauptamtlich, sondern auf privaten Auftrag als Ermittlerin tätig. Und dieser Auftraggeber ist niemand Geringeres als der Vatikan! Klar, dass Clara da nicht nein sagen kann - zumal sie ohnehin gerade in Italien mit ihrer besten Freundin weilt.

Der Fall hat es dabei auch in sich - es geht um Menschenhandel und eine alteingesessene florentinische Familie mit Beziehungen in die höchsten Kreise. Alles fängt jedoch mit einer sehr blutigen Hochzeit an, was jedoch nicht der letzte Tatort sein wird...

Was mir wieder sehr gut gefallen hat, waren die Stippvisiten in andere Fälle und Szenarien, wie man es beim Recherche-Experten Veit Etzold gewohnt ist. Auch die kurzen Kapitel, die ebenso dem Lesefluss zuträglich waren.

Fazit: Ein weiteres Highlight von einem meiner Lieblingsautorin - ich kann den nächsten Fall von Clara Vidalis nicht erwarten!
2,312 reviews13 followers
March 19, 2021
Zum Inhalt:
Die beurlaubte Clara Vidalis macht Urlaub in Italien. Doch scheinbar wird ihr der Urlaub nicht so richtig gegönnt, denn ein Ermittler des Vatikans nimmt zu ihr Kontakt auf. Er bittet sie, bei einem einem sonderbaren Fall zu helfen. Ein berühmte Braut brach bei der Trauung über und über mit Blut besudelt zusammen, keiner konnte ihr helfen. Und es wird nicht der letzte Todesfall bleiben. Kann Clara helfen, den sonderbaren Fall zu lösen?
Meine Meinung:
Das Buch war mal wieder der Hammer. Das Setting war für mich gefühlt mal so ganz anders aber das hat es auch besonders gemacht. Auch wenn Clara natürlich eigentlich nicht im Vatikan ermitteln darf und ja auch beurlaubt ist, findet der Autor einen Weg es doch möglich zu machen. Ich fand das Buch sehr spannend und ich habe es genossen, wieder mal von Clara und McDeath zu lesen. Wer Thriller mag, macht hier nichts falsch!
Fazit:
Wieder mal sehr spannend
733 reviews5 followers
April 17, 2021
Meine Meinung:
Die Bücher von Veit Etzold sind für mich immer eine kleine Wundertüte, man weiß nie was man bekommt. Während ich manches Mal wirklich grandiose Thriller von ihm gelesen habe, gab es auch Druckhaus einige Flops. Dieses Buch reiht sich dabei für mich eher im oberen Mittelfeld ein. Der Schreibstil des Thrillerautors ist Mal wieder sehr rasant und sprachlich wirklich sehr schnelllebig und leicht zu lesen, sodass man wirklich absolut problemlos durch die Seiten hinwegfliegt. Dies ist tatsächlich auch einer der starken des Autors, da man seine Thriller mühelos und mit Freude in einem Rutsch durchlesen kann.

Auch der Plot ist dieses Mal sehr ansprechend und Atmosphäre gewählt und auch die Ausarbeitung überraschte und überzeugte in den überwiegenden Szenen doch sehr
Dennoch muss ich sagen, dass die Spannung nicht dauerhaft hoch war, sondern manches Mal ein wenig abflachte.

Mein Fazit:
Ein solider Thriller, der Spaß machte zu lesen .
Profile Image for Sandra.
425 reviews6 followers
March 22, 2021
Oh man... das Thema klang so gut und dann war es so ein Fehlgriff. Ständig Fußnoten (!) um Bezüge zu früheren Bänden aufzuzeigen, sehr viele Vergleiche mit anderen Büchern/Filmen/Menschen "Das ist ja wie bei Dan Brown." sowie eine sehr, sehr einfache Sprache. Außerdem wusste ich noch vor der Hälfte, wer der Täter war und warum, daher war das Buch überhaupt nicht spannend. Im letzten Satz kommt dann die große Auflösung, als ob das noch irgendwie NICHT klar gewesen wäre. Also wirklich...
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