"Das ist zu gefährlich für dich! Mach dich nicht schmutzig!" Erziehungsgrundsätze wie diese sorgen dafür, dass Mädchen eine körperliche Zurückhaltung entwickeln. Doch warum werden Mädchen so häufig konditioniert, ihre Körper als derart zerbrechlich zu empfinden? Und wie wird Körperwahrnehmung gesellschaftlich konstruiert, und zwar auch jenseits der Sphäre der Erziehung? – Iris Marion Youngs Aufsatz gilt als Klassiker der feministischen Theorie. Die Politikwissenschaftlerin macht auf die empirischen Unterschiede männlichen und weiblichen Körperverhaltens aufmerksam und lenkt den Blick auf geschlechtsbedingte Ungerechtigkeiten, die noch heute der Überwindung harren.
Iris Marion Young was an American political theorist and feminist focused on the nature of justice and social difference. She served as Professor of Political Science at the University of Chicago and was affiliated with the Center for Gender Studies and the Human Rights program there.
verdammt biologistische takes. frau ist wer menstruiert, super shit take, danke dafür. viele kritikpunkte kommen aus so abstrakten ecken und sind halt verdammt exkludierend. und judith butler wird misgendert 😡
10/10 Dieser Essay hat mich wirklich positiv überrascht. Ich bin bereits mehrfach an dem kleinen Buch vorbeigelaufen und dachte immer, dass mir das Thema zu plump ist, aber hinter dem Cover verbirgt sich, vor allem für die Zeit, aus dem der Text stand, eine wirklich gründliche und gehaltvolle Analyse des Körperbewusstseins. Auch die Art und Weise, wie “Raum” hier beschrieben wird und wie die Autorin argumentiert, ist einleuchtend. Auf das “Nachwort” bzw. den Essay von Ina Kerner, der dieser Ausgabe beiliegt, hätte ich persönlich auch verzichten können. Es handelt sich hierbei eher um eine Interpretation und eine kurze biografische Einordnung/Zusammenfassung von Youngs Werken mit besonderem Fokus auf den Essays “Werfen wie ein Mädchen”, “Pregnant Embodiment”, “Women Recovering Over Clothes” und “Breasted Experience”. Da ich nur “Werfen wie ein Mädchen” gelesen habe, konnte ich relativ wenig damit anfangen.
Mein erster Essay von Iris Marion Young, ich finde ihre Herangehensweise politische Themen zu analysieren sehr spannend. Der Kommentar von Ina Kerner war sehr informativ & hat Young’s Essay gut einsortiert & kritisiert. Einige Gedanken welche ich bezüglich Young’s 'Werfen wie ein Mädchen' hatte, wurden dann von Kerner angesprochen, was mir geholfen hat meine Gedanken nochmal zu sortieren.
Wie schon vermutet war es an manchen Stellen sehr schwer oder auch gar nicht zu verstehen. Es wurde aber ausreichend erklärende und einfache Sprache verwendet, sodass ich neue Erkenntnisse gewinnen konnte. Ich fand den Essay aber ziemlich kurz, also irgendwie hat mir da noch was gefehlt oder ich dachte, da würde noch mehr kommen.
Young's Aufsatz is top (und, im Gegensatz zu der Behauptung eines anderen Reviews, in keinster Weise biologistisch; Beauvoir und Firestone werden beide in dieser Hinsicht kurz kritisiert, Young's eigene Erklärung typisch femininen Verhaltens und Wahrnehmens ist rein sozialisationsbedingt). Das Nachwort von Ina Kerner kann mensch sich jedoch getrost schenken.