„Ich saß verloren in meiner Wohnung und fragte mich, was ich hier eigentlich sollte. Mein Hund war gestorben und hatte mich in die Einsamkeit entlassen. Ich brauchte einen neuen Hund.“
Die unvergessliche Geschichte von Bonnie Propeller, dem Hund mit den zwei Namen, handelt von unerfüllbaren Erwartungen und unverhofftem Glück; von Freude, Liebe – und von der selbstverordneten Notwendigkeit, dreimal am Tag das Haus zu verlassen.
Monika Maron is a German author, formerly of the German Democratic Republic. She moved in 1951 from West to East Berlin with her stepfather, Karl Maron, the GDR Minister of the Interior.
She studied theatre and spent time as a directing assistant and as a journalist. In the late 1970s, she began writing full-time in East Berlin. In her early novels written in East Berlin, her primary theme was life and loathing inside a totalitarian surveillance state. But despite Maron's criticism of the GDR regime, it turned out that she had worked as an informer for the Ministry of State Security, or Stasi — a fact that she addressed in her 1999 novel, Pawels Briefe (Pawel's Letters).
She left the GDR in 1988 with a three-year visa. After living in Hamburg, Germany, until 1992, she returned to a reunited Berlin, where she currently lives and writes.
Her works deal to a large degree with confrontation with the past and explore the threats posed both by memory and isolation. Her prose is sparse, bleak, and lonely, conveying the sensitivity and desperation of her narrators.
In 1992, she was distinguished with the renowned Kleist Prize, awarded annually to prominent German authors, and, in 2003, with the Friedrich Hölderlin Prize.
Her latest novel, Artur Lanz (2020), delves into the emasculation of men as "heroes," and the evolution of "cancel culture" in a liberal mainstream that polices speech and opinions. Maron's characters' views on gender, immigration and Islam made some wonder if the once leftist writer had become Islamophobic or anti-feminist. Maron has also railed against the "gender gibberish" of woke liberals in political essays. She has criticized an "unenlightened Islam" and warned against "tolerance in the face of intolerance." Her political rhetoric echoes the far-right AFD party. Is the opinionated author turning herself into a mouthpiece for the alt right?
"I say what I think," she explained in an interview with public broadcaster Deutschlandfunk. "I arrive at my convictions or opinions by looking at the world or reading about it, or by weighing one opinion against another and somehow orienting myself. Whether that's right-wing or not doesn't matter to me in the end."
Ich liebe Hunde und als Hundefreund war die Erzählung einfach perfekt. Wir als Familie haben vor ein paar Jahren einen Hund adoptiert und haben auch einen braunen ganz tollen Labrador, der inzwischen 8 Jahre alt ist. Diese autobiografische Erzählung war lustig und berührend. Ich konnte die Gefühle als Hundebesitzer nachvollziehen und musste bei vielen Dingen grinsen. Es ist nicht nur der Stolz, der einem erfüllt, wenn der eigene Hund endlich etwas gelernt hat und einem Vertrauen schenkt. Viel mehr ist es die Liebe und Wärme, die der Hund nicht nur dem Frauchen, sondern der Familie und Freunde gibt, die einen berührt.
Die Geschichte ist kurz und auch schnell gelesen. Sie ist wirklich sehr unterhaltsam und schonungslos, anders kann man es nicht sagen. Zynisch und scharfsinnig kommentiert sie die ersten Gefühle gegenüber Bonnie Propeller. Generell ist die Autorin sehr offen und ehrlich, was mir sehr gut gefallen hat. Und auch wenn sie nicht überschwenglich ihre Liebe zu Bonnie Propeller dokumentiert, kann man die Zuneigung und Zärtlichkeit zwischen den Zeilen spüren. Auch wenn ich diese Erzählung super toll fand, bin ich mir nicht sicher, ob man die Geschichte auch als Nicht-Hundefreund ebenfalls so genießen würde wie ich es getan habe.
** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Weihnachtsgeschenk. Ich hätte weder Monika Maron mit ihrer "WAAS, meine alte Freundin ein Nazi, kann gar nicht sein"-Haltung noch ihrem opportunistischen Verlag dafür Geld geben wollen, aber was soll man machen. Es ist kein schlechtes Buch, nur eben langweilig, es steht genau das Erwartbare drin, wenn jemand einen neuen Hund bekommt, und nichts, was darüber hinausginge. Interessant vielleicht für den Freundeskreis der Autorin, es liest sich wie ein Facebookupdate, und viel länger ist es auch nicht.
Monika Maron schreibt in ihrem Buch "Bonnie Propeller" über ihre Hündin Bonnie, die sie aus Ungarn bekam. Das kleine Büchlein lässt sich schnell durchlesen und ist locker flockig geschrieben. Der Leser erlebt mit wie die Vorstellung Marons, die bereits ihr Leben mit zwei Rüden Bruno und Momo geteilt hat, von ihrer Hündin Bonnie wandelt. Denn Bonnie sieht anders aus als auf dem Foto, klein, dick und kurzbeinig und kein Schultermaß von 45 cm sondern nur 35. Auch wenn die Abneigung und Enttäuschung über Bonnie groß ist, schafft es die Hündin doch mit ihrer Intelligenz ihre Besitzerin zu beeindrucken und aus der ehemals schüchternen Bonnie wird ein quirliger Hund. Ein gutes Buch für zwischendurch, welches im Endeffekt zufrieden zurücklässt.
Das äußerst schmale Büchlein "Bonnie Propeller" von Monika Maron ist kein Roman, sondern „nur“ eine Erzählung. Aber eine schöne! Als ihr Hund Momo stirbt, möchte die Autorin einen neuen Lebensgefährten. Eine Tieragentur, die Tiere aus Ungarn vermittelt, bringt ihr „Propeller“.
In einer unkitschigen Erzählung lässt Monika Maron den Leser daran teilhaben, wie ihr „Propeller“ ans Herz wächst, obwohl er so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Zu klein, zu hässlich, zu dick, zu weiblich.
Die Erzählung über Bonnie Propeller weist drei Vorzüge auf:
Erstens ist die Moral von der Geschichte, dass nicht das Aussehen den Wert eines Lebewesens ausmacht.
Zweitens dass der Hund aus dem Ausland kam, wo "freie" Hunde mies behandelt werden beziehungsweise Tierschutz nicht allzu groß geschrieben wird
und drittens, dass die Erzählung ans Herz geht, aber unkitischig ist.
Seltsam ist, dass diese Agenturen aus dem Ausland immerzu zu nächtiger Zeit an seltsamen Treffpunkten ankommen. Sind sie legal und auf das Tierwohl ausgerichtet? Don't know. Zweifel sind angebracht.
Ist die Erzählung zu kurz? Na ja. Vielleicht. Aber dann auch wieder nicht. Wie gesagt, es ist eine Erzählung, kein Roman.
Fazit: Der Mensch hat zu hohe Ansprüche. Meist an andere. Selten an sich selber. Denn was wäre gewesen, wenn Bonnie nicht so gescheit gewesen wäre? Leben an sich ist schützenswert. Diese Schutzwürdigkeit darf an keine Bedingungen geknüpft werden, zumal der Mensch alles tut, aber auch wirklich alles, um den Lebensraum von Tieren zu zerstören.
Kategorie: Tiergeschichte. Erfahrungen. Verlag: Hoffmann und Campe, 2020
Die unvergessliche Geschichte von Bonnie Propeller, dem Hund mit den zwei Namen, handelt von unerfüllbaren Erwartungen und unverhofftem Glück; von Freude, Liebe – und von der selbstverordneten Notwendigkeit, dreimal am Tag das Haus zu verlassen.
Die Autorin erzählt in liebevollen und doch bodenständigen Worten ihre Geschichte mit ihrer Hündin Bonnie Propeller. Die Geschichte ist nicht super außergewöhnlich oder super tiefsinnig aber doch sehr herzerwärmend und so lebensnah, dass diese kleine Erzählung einfach guttut. Davon braucht man eigentlich mehr in der Welt.
Eine nette kleine Ich-Erzählung einer Hundefreundin und ihrer diversen Hunde, vor allem des vielleicht "letzten", wie er nach vielen Umwegen zu ihr kommt, sie sich aneinander gewöhnen und Verschiedenes miteinander erleben. Ein gutes Geschenk für Hundefreunde, obwohl ich die Erzählerin nicht besonders sympathisch fand.
Danke Netgalley und den Verlag für ein Exemplar dieses Buches gegen eine ehrliche Rezension.
Das Buch ist in Ich-Form geschrieben. Darin wird von den verschiedenen Hunden der Besitzerin erzählt, kleine Anekdoten, vorallem aber geht es um den (wohl) letzten Hund der Dame "Bonnie Propeller". Warum die Hündin so heißt, wie sie zu dem Namen kommt, dass müsst ihr selbst lesen. Das ebook umfasst 35 Seiten, ist also schnell gelesen.
Die Idee hinter der Geschichte finde ich klasse, ich selbst liebe Hunde, hatte als Kind schon einen treuen Begleiter an meiner Seite und würde auch in Zukunft gern wieder einem Hund ein Zuhause geben. Auch, dass Bonnie aus dem Tierschutz kommt hat mir gut gefallen, denn diese Hunde sind sehr "dankbar" und einfach was besonderes! Warum also der Punktabzug!? Mich hat in dieser Geschichte die Haltung der Besitzerin ihrem Hund gegenüber extrem gestört. Sie ist zwar ehrlich, hat sich dabei bei mir aber sehr unsympatisch gemacht, denn obwohl Bonnie ein toller, lieber Hund ist, hat Frauchen permanent etwas auszusetzen, das hat mir in der Seele weh getan! Auch bis zum Schluss hatte ich nicht den Eindruck, dass die Besitzerin den Hund ernsthaft annimmt wie er ist und genauso liebt, auch wenn diese es anders betont. Schade, denn die Geschichte ist nett zu lesen, aber bei mir bleibt ein ungutes Gefühl zurück.
Dieses Büchlein befand sich in meinem Adventskalender von NetGalley.Da ich auch zu den Hundebesitzern gehöre,hab ich mich riesig gefreut.Von dieser Autorin habe ich vorher noch nie etwas gehört,geschweige gelesen.Doch meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Durch den angenehmen und flüssig zu lesenden Text habe ich das Buch nur so verschlungen. Frau Maron schreibt aufrichtig ,wie sie nach dem Verlust ihres Rüden Momo im Internet nach einem neuen Hund recherchiert und auf Propeller stößt. Ihre Freunde reagieren mit Unverständnis , aber viele können ihre Situation nachvollziehen. Der zuständige Tierschutz stattet ihr einen Besuch ab und genauso war es auch bei mir.. Propeller hatte nicht die geringste Chance ,sich ihre zukünftige Besitzerin auszusuchen und hat es erst mal schwer! Auch die Autorin hatte die Messlatte an ihrem zukünftigen Hund hoch angestellt und hätte ihn am liebsten zurück gegeben!Da war ich schon etwas enttäuscht! Hat Propeller noch eine Chance? Wie sich Propeller heimlich ins Herz der Autorin schleicht und sich trotz anfänglicher Schwierigkeiten doch noch annähern,wird in kleinen Anekdoten wiedergegeben. Propeller erhält nicht nur einen zweiten Namen,sondern ist auch im neuen Leben angekommen. Eine Erzählung,die ich gerne gelesen habe. Fazit: Für Hundebesitzer und Tierliebhaber gutgeeignet. Vielen Dank an den Hoffmann und Campe Verlag und an NetGalley für die Adventsüberraschung .
In dem Buch Bonnie Propeller: Erzählung von Monika Maron, geht es um den Hund Bonnie Propeller und um eine Hundebesitzerin. Welche erzählt, wie sie zu Bonnie Propeller, damals nur Propeller genannt, gekommen ist. Warum sie Bonnie Propeller eigentlich am Anfang gar nicht wollte und sie am Ende doch behalten hat und sie genauso geliebt hat, wie ihre Hunde, die sie davor hatte.
Meine Meinung: Ein schöne kurze Geschichte über die Inneren Werte auch von Tieren, wie in diesem Beispiel eine Hündin. Die Äußeren Werte hätten die Hundebesitzerin abgehalten, den Hund zu behalten, aber die Inneren Werte haben gezeigt, das die Hündin viel besser ist, als sie aussieht. Was mir wieder gezeigt hat, das es mehr auf die Inneren Werte als auf die Äußeren Werte, sowohl bei Tieren als auch bei Menschen an kommt. Der Schreibstil war flüssig zu lesen und die Sprache habe ich gut verstanden.
Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über eine Hundebeditzerin, die ihre neue Hündin am Ende doch behalten hat, obwohl sie es am Anfang nicht wollte. Ich kann die Geschichte nur empfehlen.
Eine herzerwärmende Geschichte! Bonnie Propeller ist ein kleiner Hund aus Ungarn. Monika Maron erzählt in einer kleinen, aber feinen Geschichte über ihre neue Hündin. Mit einem angenehmen Schreibstil versetzt sie den Leser in die Geschichte und macht sie zu etwas ganz Besonderem. Nach dem Transport aus Ungarn ist sie ziemlich verblüfft, als die Hündin so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Erst will sie die Hündin wieder abgeben, was sich jedoch bald wieder ändert. Die Beziehung zwischen den beiden ist ganz anders, als man es sonst von Hundebesitzern kennt. Sie sind eher wie Geschwister, die sich zwar mögen, jedoch einfach nebeneinander her leben. Eine wirklich süße und herzerwärmende Geschichte der beiden!
Jeder Hundefreund wird gleich verstehen, wie fürchterlich das ist : Ein Lebensgefährte, ein alter Hund stirbt. Der fest nach Hund organisierte Alltag bekommt Risse und schnell gerät so alles ins Wanken. Davon berichtet Monika Maron in "Bonnie Propeller", ein Büchlein, das jetzt zu Weihnachten zu lesen und zu verschenken, genau das Richtige ist. Ein neuer Hund kommt - vom Tierschutz aus Ungarn – und gefällt nicht. Ein Foto zeigt ein süßes Gesichtchen, doch die zu kurze Krummbeinigkeit entspricht nicht den Erwartungen, man hatte Größeres, Besseres erwartet. Die neue Besitzerin ist enttäuscht, noch ahnt sie nicht, dass sich diese kleine Hündin als wahrer Goldschatz entpuppen wird, sie bellt nicht, bleibt auch mal ohne zerstörerisches Gejammere zu Hause und läuft bei Spaziergängen gut mit. Mehr kann man doch nicht verlangen und so gewinnt Bonnie Propeller das Herz und die Liebe der Schriftstellerin Monika Maron.
Diese Erzählung ist wunderbar geschrieben, nie spöttisch, nie gefühlsduselig, und doch mitten ins Herz treffend. Monika Maron zeigt hier auf wenigen Seiten ihr großes schriftstellerisches Können, zudem ist sie eine gute Tierversteherin - zu lesen ist das auch in ihrem ebenfalls äußerst gelungenen Buch "Krähengeschwätz", einer Art Vorstudie zum Roman "Munin oder Chaos im Kopf".
Mit einfachen Worten, schlichten Sätzen gelingt es der Autorin, uns zu rühren – und dabei reißt die alte Wunde von vor ein paar Monaten wieder auf, die Trennung vom Fischer Verlag, der Heimat Monika Marons Bücher seit vierzig Jahren. Die Kontroverse soll hier nicht aufgerollt werden, es wurde reichlich darüber geschrieben und diskutiert. Dass eine so bedeutende Autorin in diesem Verlag nicht gehalten wird, spricht für eine schon länger schwelende Auseinandersetzung, und die im Land beständig geforderte Toleranz gegenüber der anderen Meinung gilt für den Fischer Verlag in diesem Fall nun offenbar nicht mehr. Traurig.
Im Verlagshaus Hoffmann und Campe werden ihre Bücher jetzt erscheinen und der neue Verlag hat mit der schnellen Veröffentlichung gerade dieser Erzählung alles richtig gemacht. Ich jedenfalls freue mich auf weitere Werke Monika Marons bei Hoffmann und Campe in 2021.
Große Romane mit vielen Seiten oder sogar Zyklen sind en vogue, aber manchmal sind kleine Bücher wie "Warten auf Bojangles" von Olivier Bourdeaut besondere Perlen. In diese Kategorie zählt für mich auch die während der aktuellen Corona-Pandemie spielenden, autofiktionale Novelle "Bonnie Propeller" von Monika Maron, in der es um eine alte Frau geht, die sich nach dem Tod ihres Hundes einen neuen anschafft, und die nur 64 Seiten umfasst.
Die mittlerweile fast 80jährige Ich-Erzählerin hat in den letzten Jahren schon zwei Hunde besessen: Bruno und nach dessen Tod Momo. Die beiden stattlichen Rüden halfen ihr oft über das Gefühl der Einsamkeit hinweg. Daher möchte sie, nachdem auch das zweite Tier gestorben ist, einen neuen Hund. Auf Umwegen kommt sie an die Mischlingshündin Propeller, die aus einem Tierheim in Ungarn stammt. Der merkwürdige Name erschließt sich zuerst niemandem und so bekommt sie den Beinamen Bonnie. Bonnie Propeller erfüllt jedoch die Erwartung ihrer Besitzerin in keiner Weise, zumal sie das Tier hässlich findet. Das Tier ist ihr peinlich, sie sagt Freunden und Passanten, sie werde es wieder abgegeben. Nur langsam kann die freundliche Hündin ihre Sympathie gewinnen.
Die unaufgeregte Erzählung hat irgendwie einen vorweihnachtlichen, besinnlichen Touch. Und auch wenn das Ende − das vermeintlich Abstoßende entpuppt sich als besonderer Schatz − vorhersehbar ist, trifft das Thema der inneren Einkehr, die Beschäftigung mit sich sich selbst in einer Situation, in der man gezwungen ist, weitgehend zu Hause zu bleiben, den Zeitgeist.
Glücklicherweise vermeidet es Monika Maron, in eine kitschige Mensch-Tier-Liebesgeschichte abzurutschen. Ihr Stil ist lakonisch, manchmal zynisch und wirkt authentisch. Ihre Hauptfigur ist einem auf den ersten Blick eher unsympathisch; sie ist eine Pragmatikerin, die den Leser an ihren Macken und Sturheiten teilhaben lässt. Nur wenige Tage nach dem Verlust ihres Haustiers, wenn das tägliche Füttern und Spazierengehen nicht mehr erforderlich sind, entgleitet ihr jegliche Alltags-Struktur und sie schlurft antriebslos bis mittags unangezogen durch ihre Wohnung. Daher ist ihr ganz unromantisch schnell klar, dass ein Ersatz her muss. Leider ist der neue Hund, den sie über das Internet gefunden hat, nicht so perfekt, wie es es gewohnt ist.
Schonungslos hält die Autorin uns einen Spiegel vor: Die Protagonistin ist zunächst oberflächlich nur auf Äußerlichkeiten bedacht, der Hund ein Statussymbol. Was danach geschildert wird, ist die langsame Annäherung zwischen Mensch und Tier. Bonnie zeigt ihre sensible Intelligenz und entwickel Stück für Stück eine eigene Identität, mit der sie sich gegen die emotionalen Erinnerungen an ihre Vorgänger etabliert.
Die Grundaussage, nicht nur nach dem Äußeren sondern nach dem Charakter und den Handlungen eines Wesens zu urteilen, ist nicht neu. Doch die herzerwärmende, aber trotzdem unsentimentale und humorvolle Geschichte wird nicht nur Hundefreunden gefallen. Störend ist allenfalls der hohe Preis für ein so dünnes Buch.
Mein Dank gilt NetGalley für das Rezensionsexemplar.
"Bonnie Propeller" ist eine Geschichte, die sich besonders an Hundeliebhaber richtet - für alle anderen ist es eine kurze Geschichte darüber, wie sich eine Frau einen neuen Hund zulegt und nach ein paar Startschwierigkeiten davon überzeugt ist, dass es sich bei ihrem Hund um ein ganz besonderes Tier handelt.
So bezaubernd und entzückend die Geschichte auch anmutet, so belanglos ist sie auch. Gut geschrieben ist die Story allemal, aber es ist eher die Art von Erzählung, die man mal so im Bekanntenkreis von sich geben könnte - ich bezweifle einfach stark das allgemeine Interesse eines größeren, eventuell auch nicht ganz so hundeaffinen Publikums. Und vor allem frage ich mich, wieso diese Geschichte gleich ein ganzes, gebundenes Buch braucht. Selbst als eine short story innerhalb eines Geschichtenbandes wäre sie wohl eher eine von den zahmeren und unbedeutenderen. Sicher, man kann durch den Text viel Charakterisierungsarbeit betreiben, wenn man dazu aufgelegt ist, aber insgesamt wirkt das Ganze dann doch auch etwas oberflächlich...
Für mich war das Büchlein nette Unterhaltung mit einem schicken Titel - mehr aber auch sicher nicht.
Diese kleine autobiografische Kurzgeschichte erzählt, wie ein neuer Hund in das Leben der Autorin gekommen ist. Oder vielleicht sollte ich besser sagen, wie er den Weg zu ihr gefunden hat und wie aus anfänglicher Ablehnung eine Freundschaft wird. Allerdins nicht nur eine Freundschaft, sondern wie sich Mensch und Tier aneinander angleichen, so wie es von Hundebesitzern oftmals nach gesagt wird.
Es ist eine schöne kleine Erzählung, die meines Erachtens den Leser einfach nur teilhaben lassen möchte. Ohne besonders großen Tiefgang oder irgendwelcher bedeutungsschwangeren Hintergründe. Der Leser kann sich zusammen mit der Autorin daran erfreuen, welche Lücke ein Haustier hinterlassen kann und wie diese wieder geschlossen wird.
Fazit
Diese Kurzgeschichte ist schnell gelesen und unterhält für einen entspannten Nachmittag. Es ist eine schön geschriebene autobiografische Geschichte, die den Leser unterhält und ihn an dieser kleinen Episode der Autorin teilhaben lässt.
Die Erzählung „Bonnie Propeller“ handelt von der Beschaffung eines Ersatzhundes, nachdem sein Vorgänger das Zeitliche gesegnet hat. Die Ich-Erzählerin setzt sich mit den Eigenheiten ihres neuen Sprösslings auseinander und versucht, sich irgendwie mit ihm zu arrangieren. Dabei gibt es Erkenntnisse, wie „dass den größeren Anteil an der unheimlichen Verständigung zwischen Mensch und Hund die Hunde leisten, die mit ihrer bedingungslosen Gefolgschaft und einer seismographischen Wahrnehmung unsere Illusion bedienen, wir verstünden die Hunde“. Ich hatte aufgrund des Medienrummels um dieses Büchlein und die Qualitäten der Autorin erwartet, besondere Gedanken oder herausragende Sprache vorzufinden, aber am Ende ist und bleibt es nur eine Hundegeschichte. Die ist zwar ganz nett, hat aber meine Vorstellung von einer ausgefallenen Lektüre nicht erfüllt.