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Ich seh das so: Warum Freiheit, Feminismus und Demokratie nicht verhandelbar sind

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Schützen und stärken wir unsere Demokratie! So lautet das flammende Plädoyer der Juristin und ehemaligen Politikerin Heide Schmidt – heute, da die Demokratie überall in Gefahr ist, mehr denn je. Mit Kritik an der aktuellen Politik hält sich Schmidt dabei nicht zurück. Denn am Ende es geht um unsere Menschenwürde, um unsere Freiheit, und es geht darum, uns darauf verlassen zu können, dass diese Werte in Zukunft gesichert sind.
In die Politik ist Heide Schmidt gegangen, weil sie Zustände, die sie für ungerecht und falsch hielt, nicht einfach hinnehmen wollte. Als Frau war sie oft Pionierin, Erfolge gelangen ihr nicht nur als Parteigründerin - aber es folgte auch so manche Ernüchterung. Damit ging ein Intensivkurs in Sachen Demokratie einher, die für Schmidt zu einer Lebensform wurde.
Die Galionsfigur des Liberalismus in Österreich überrascht in diesem Buch mit einem überzeugten Bekenntnis zu Feminismus und der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen. Nachdenklich und persönlich erzählt Schmidt aus ihrem Leben und befasst sich mit den großen Herausforderungen unserer Der Umgang mit den Menschen, die zu uns kommen, der Klimakrise, den Folgen der Corona-Pandemie, der Bildung unserer Kinder, dem Erstarken des Populismus, den Angriffe auf den Rechtsstaat.
Wir alle wollen frei leben. Dafür müssen wir jetzt etwas tun.

166 pages, Kindle Edition

Published November 2, 2020

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Profile Image for Daniela.
470 reviews38 followers
September 5, 2021
Wer Heide Schmidts Ansichten und politischen Meinungen kennt, wird hier wenig Neues finden. Vieles, was sie hier schreibt, hat sie auch schon vielfach in Diskussionsrunden dargelegt. Da ich ihre Eloquenz und ihre Besonnenheit in der Darstellung aber seit meiner Jugend immer schon sehr inspirierend fand, las ich auch ihr Buch mit großer Begeisterung. Ständig hatte ich das Gefühl, beim Lesen ihre Stimme zu hören. Das ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass der Text mit generell kurzen Sätzen die Klarheit und Verständlichkeit ihrer Gedanken stützt. So hatte ich beim Lesen den Eindruck, eine längere verschriftlichte Rede von Schmidt vor mir zu haben.

Vielleicht ganz kurz nur ein paar wichtige Grundsätze ihres Schreibens, die auf mich den meisten Eindruck gemacht haben:
- Demokratie braucht Kritik. Und Kritik ist keine "Anpatzerei". (S.90)
- Pluralismus ist kein Selbstzweck. Er ist das Ergebnis von Freiheit und führt zur Freiheit. (S.14)
- Wahlfreiheit der Frauen bei der Entscheidung zwischen "daheim" und "Beruf" bedeutet nicht Gleichberechtigung. (S.54)
- Die Lösung der sozialen Frage ist eine unabdingbare Voraussetzung für Demokratie. (S.110)
- Wir brauchen eine neue Art der Wirtschaftspolitik, andere Maßstäbe, mit denen wir Lebensqualität und Wohlstand messen, ein neues Sensorium für die Verletzlichkeit der Welt und des Menschen. (S.128)
- Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist notwendig. (S.136f.)
- Menschen nur vor größter Not zu bewahren und dafür auch noch zu Bittstellern zu machen, entspricht nicht den Prinzipien der Menschenwürde des Einzelnen und der Solidarität der Gesellschaft. (S.138)
- Politik ist Charaktersache. (S.156)
- Aufgeben darf keine Option sein. (S.170)


Was mir ein bisschen gefehlt hat, ist tatsächlich die Leidenschaft für ihre Themen. Obwohl ich in den meisten Fragen mit ihr vollkommen übereinstimme, ist der Funke nicht so recht übergesprungen. Der Text wirkt sehr besonnen und abgeklärt, ihre Entrüstung über manche Entwicklungen ist sehr kontrolliert vorgetragen.

Ebenfalls fehlte mir ein Themenregister sowie eine Literaturliste am Ende des Buches, denn mehrmals hat die Autorin im Text Bücher zitiert, in denen ich gern weiterlesen würde. Es wäre wünschenswert, wenn der Verlag das bei einer weiteren Auflage berücksichtigen könnte.

Fazit: Es ist immer empfehlenswert, einem klugen, eloquenten, gebildeten und politisch engagierten Menschen ein paar Stunden Lebenszeit zu schenken!
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