Inklusive Hörbuch-Download, gelesen von Paul Pizzera und Michael Niavarani
Paul Pizzera singt, rockt, schmähtandelt und räumt seit 2011 eine Auszeichnung nach der anderen ab. Jetzt präsentiert der Ausnahmekünstler sein erstes Buch: Kommt ein Mann zum Therapeuten ... Nein, das ist kein verstaubter Witz, sondern das Setting von "Der hippokratische Neid" - ein Gespräch in Dialogform zwischen dem intellektuell-zynischen Analytiker und seinem bildungsfernen, reaktionären Prolo-Klienten. In der Lesedauer einer therapeutischen Sitzung ("Die Kunst der Stunde") werden Welt-, Frauen- und Selbstbilder penibel gezeichnet und argwöhnisch verworfen, um zu zeigen, dass jeder Mensch Lehrer und Schüler zugleich sein kann.
Was soll man sich von 80 Seiten Dialog zwischen Therapeut und Patient erwarten? Es war lustig und unterhaltsam, aber auch nicht mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwo einen Therapeuten gibt, der so mit seinen Patienten spricht, einerseits flapsig, andererseits die Kluft zwischen Bildungsbürgertum und "Proletariat" betonend. Die Wortwitze waren manchmal etwas überbemüht, aber insgesamt eben doch unterhaltsam. Ich überlege schon, Band 2 auch zu lesen, ist ja gleich erledigt!
Ich bin seit langem großer Fan von Paul Pizzera und schätze ihn sehr als Kabarettist und Musiker. Ich hoffe, er bleibt dabei und lässt das "Bücher" schreiben wieder sein.
Pizzeras üblicherweise grandiose Wortspiele wirken hier für mich nur künstlich aufgesetzt, das Bedürfnis zu lachen hatte ich leider kein einziges Mal und die "versteckten" hochphilosophischen Weltbetrachtungen sind auch nur erneut abgearbeitete Klischees.
Als Musiker und Kabarettist hat sich Paul Pizzera schon längst einen Namen gemacht. Mit seinem literarischen Debüt "Der hippokratische Neid" zeigt er einmal mehr, wie talentiert, tiefsinnig und witzig er ist.
In diesem Buch folgen wir einem Therapiegespräch in Dialogform zwischen einem an archaischen Sichtweisen festhaltenden Klienten und seinem wortgewandten und metapherliebenden Gegenüber.
Sein Ziel, die Leserschaft mit diesem Buch zu unterhalten, hat Paul Pizzera in meinem Fall spielend leicht erreicht. "Der hippokratische Neid" ist flott zu lesen, lädt zum Schmunzeln und auch Kopfschütteln ein, sorgt für den einen oder anderen Lacher und rechnet gleichzeitig auch mit veralteten Welt-, Frauen- und Selbstbildern ab. Super finde ich, dass man beim Kauf dieses Buchs auch gleich das Hörbuch (via Download-Code) dazu bekommt. Es ist einfach köstlich, Paul Pizzera und Michael Niavarani in diesen Rollen zu hören. Ein ganz besonderes Schmankerl sind hier auch die Outtakes am Ende. Top!
Erstlingswerk von Paul Pizzera, ein fiktiver Dialog in einer Therapiesitzung mit einem kleinen netten Twist am Ende. Man ist in 1,5-2 Stunden durch, ganz kurzweilig aber keine große Literatur.
Was ich aber unbedingt mal anbringen muss ist der Satz: „Sie haben beim Denken Pech gehabt.“ Super!
In einem Ruck innerhalb von nicht ganz einer Stunde durchgelesen. So viel gelacht, manche Sätze zweimal lesen müssen - gleich wie oft auch bei deinen Liedtexten Pauli. 😂 Hammer Buch einfach.
Ich bin vermutlich etwas voreingenommen, weil ich ein großer Fan von Paul Pizzera bin. Nichtsdestotrotz muss man ihm lassen, dass er mit seinem Buch genau das bewirkt hat, was er wollte und wovor er uns gewarnt hat. Er hat ein kurzes Buch geschrieben, das uns ein bisschen unterhalten soll, das das Thema psychologische Betreuung und den Mut, über die eigenen Probleme zu reden geben soll, und das "weder sozialen noch fachlichen Anspruch auf Richtigkeit" hat.
Zugegeben, der Dialog ist vermutlich nicht so, wie er in einer richtigen Praxis stattfinden würde (deshalb auch die Vorwarnung von der Seite von Paul Pizzera), doch dafür war er unterhaltsam. Man muss definitiv die Lieder von Pizzera & Jaus kennen, um alle Pointen zu verstehen, aber da dies ein Herzensprojekt seinerseits war, darf man nicht davon überrascht sein, dass einige Referenzen zu den Liedtexten vorkommen.
Insgesamt ein nettes Buch zum Drüberstreuen für Pizzera Fans, die nicht zu viel Wert auf Richtigkeit legen.
Was für eine köstliche Stunde mir Paul Pizzera (und Michael Niavarani) hier beschert haben! Vom Feinsten kann ich nur sagen. Tiefsinniger Wortwitz. Ich habe genau bekommen, was ich erwartet habe. Großartig!