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Scott and Amundsen: Duel in the Ice

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A dual biography exploring the reasons for winning or loosing the race to the pole

232 pages, Hardcover

First published August 1, 2001

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Claudia - BookButterflies.
567 reviews315 followers
March 22, 2020
Durch meine Antarktis Reise 2019, die Vorträge zur Geschichte der Antarktis und das persönliche Treffen auf Scotts Enkel Falcon Scott war ich natürlich jetzt sehr interessiert an Literatur zum Thema. Diese ist sehr vielfältig und dieses für mich erste Buch dazu hat mir gut gefallen, allerdings mit einigen Abzügen.

Geschrieben ist es abwechselnd aus Amundsen und Scotts Seite. Der Leser erfährt wie sie aufgewachsen sind, was sie zur See brachte und dann auch die ersten „Berührungen“ mit der Antarktis. Gipfelnd dann in dem eigentlichen "Rennen" um die Entdeckung des Südpols.

Beide sind nicht nur vom Wesen sondern auch von ihrer Umgebung sehr unterschiedlich. Mir ist Ammundsen nicht sehr sympathisch geworden, auch wenn er vom Autoren an einigen Stellen zu unobjektiv in den Himmel gelobt wird. Scott wird dagegen oft recht negativ dargstellt. Sicherlich hat er Fehler gemacht, die sind nachzuweisen, aber wie es in ihm wirklich aussah ist eine andere Geschichte. Und nun habe ich von seinem Enkel eben auch diese andere Seite der Medaille gehört. Wirklich wissen tut es nur Scott selbst und den können wir nicht mehr befragen. Sein Ende ist tragisch und hat mich auch in diesem Buch berührt.

Gut haben mir die immer wieder integrierten persönlichen Tagebucheinträge und Nachrichten der Personen gefallen. nicht nur von Scott und Ammundsen sondern auch Mitgliedern ihrer Mannschaft. Das hat das Ganze sehr viel persönlicher und nahbarer gemacht.

Denn ansonsten war das Buch eher etwas nüchtern geschrieben. Es ist sehr vollgestopft mit geschichtlichen Fakten und Daten. Das erinnerte mich vermutlich zu sehr an die Geschichtsbücher meiner Schulzeit. Ich konnte mit vielen Namen etwas anfangen: Shackleton, Drygalski, de Gerlache etc. Aber das liegt daran, dass ich 3 Wochen durch diese Meere geschippert bin und viele Vorträge dazu hörte.

Ich hatte mir einfach ein Buch gewünscht, welches so spannend und gut geschrieben ist wie ein Roman, den ich auch jemanden empfehlen kann, der sich noch nicht explizit mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Das ist es leider nicht :(

PS: Die Landkarte am ENDE des Buches, sollte man sich besser am Anfang schon einmal anschauen, um die Wege der beiden Kontrahenten besser nachvollziehen zu können.

Profile Image for Saskia.
411 reviews32 followers
December 25, 2019
Mich ärgert es so, dass ich mich so schwer mit dem Buch getan habe, denn objektiv betrachtet hätte mir das Buch ziemlich gut gefallen können/müssen. An der Umsetzung ist es aber mal wieder gescheitert. Bisher wusste ich immer nur von dem Rennen um den Südpol und, dass es mit einer tragischen Geschichte verbunden ist. Großartig mehr weiß ich jetzt nicht, nur, dass ich mir deutlich besser herleiten kann, wer denn nun gewonnen hat.
Ich mochte es, wie Langner die beiden Persönlichkeiten Scott und Amundsen gegenüber stellt und deren Geschichten parallel erzählt. Ebenso versucht er es in einen geschichtlichen Kontext zu setzen, um ein bessere Bild von der Gesamtsituation zu bekommen. Die ganzen Bemühungen bringen am Ende leider recht wenig, da ich die passende Karte auf der letzten Seite erst gefunden habe und zum anderen ist die Informationsdichte viel zu hoch. Ich kam nur langsam voran und hatte einfach keine Freude daran mehr zu erfahren. Ich weiß nicht, ob es schon gereicht hätte, wenn es mehr Absätze gegeben hätte. Das Einbinden der Tagebucheinträge ist eine gute Idee, konnte mich aber innerhalb des Textes nicht überzeugen. Am Anfang jeden Kapitels fand ich die Gegenüberstellungen hingegen sehr interessant, wovon ich auch gerne mehr lesen wollen würde.
Profile Image for Manja W.
145 reviews
May 19, 2023
Eigentlich wären es 3,5 Sterne gewesen. Das Buch liest sich super schnell weg, obwohl es eigentlich ein Sachbuch ist. Die Geschichte ist spannend runter geschrieben, man leidet mit den Männern, die mit dem so schlecht vorbereiteten Scott unterwegs sein müssen und erfreut sich an der gemütlichen Beschreibung von Framheim. An einigen Stellen fehlte aber etwas Hintergrund, wer gerade wo ist und was zu welcher Zeit warum tut und wer warum wohin aussortiert wurde. Das war verwirrend und trübte an mancher Stelle das Lesevergnügen.
Profile Image for Antje.
689 reviews59 followers
August 2, 2015
Der Autor gibt einen weitfassenden Überblick über die norwegische und englische Expedition, die 1911 sich zeitgleich auf den Weg begeben, um den Südpol zu erreichen. Schon früh zeichnet sich ab, welche der beiden Mannschaften den besser vorbereiteten Expeditionsleiter hat und welches Unternehmen unter den Voraussetzungen nur scheitern kann. Während Amundsen auf Grönland-Huskys, Skier und Fellbekleidung setzt, glaubt Scott allein mit englischer Manneskraft und Gentlemen-Benehmen ein solches unwirtliches geographisches Ziel zu erreichen.
Langer gelingt zudem die unterschiedlichen Persönlichkeiten der beiden Expeditionsleiter plastisch zu skizzieren. Überhaupt hält er sich nicht mit langen Vorreden oder irgendwelchen schlauen Analysen auf, sondern beginnt sofort die parallele Schilderung vom Wettrennen am Südpol und einem kurzen Abriss der vorangegangenen Expeditionen und der Organisation dieser besonderen und alles entscheidenden. Dennoch empfand ich die Erzählweise ein wenig holprig, wobei keineswegs die Tagebuchvermerke einiger Protagonisten störten, sondern mir die Erklärungen, gerade die geographischen und landschaftlichen, nicht anschaulich genug waren.
Profile Image for awesomatik.de.
360 reviews16 followers
October 8, 2013

1911 treten die Polarforscher Scott und Amundsen unfreiwillig zu einem Wettlauf an, das letzte unerschlossene Stück Erde unseres Planeten zu erobern. Zwei ehrgeizige Forscher, starten zu einem Duell im ewigen Eis, aus dem nur einer lebend herausgehen wird.

Im Zeitalter von Google Earth und Eisbrechern kann man sich kaum vorstellen, dass der Südpol erst vor knapp 100 Jahren erobert wurde. Das letzte große Abenteuer in der Entdeckungsgeschichte unseres Planeten liest sich durch die Gegenüberstellung beider Expeditionen spannend wie ein Thriller.
Beide Forscher haben den unbedingten Willen den Pol als erste zu erobern. Hier enden aber schon die Gemeinsamkeiten. Der Wettkampf zwischen England und Norwegen ist auch ein Kampf um die richtige Expeditionsmethode zweier Persönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der eine Seite der englische Soldat Scott, der mit Motorschlitten und Ponys anreist, Skier und Hunde zur Fortbewegung ablehnt und Schwierigkeiten mit der Personalführung hat. Auf der anderen Seite ein gut organisierter Amundsen, der auf erfahrene Männer, gute Vorbereitung, leichtes Gepäck, Skier und Schlittenhunde setzt und nicht vor skrupellosen personellen Konsequenzen zurückschreckt, um sein Ziel zu erreichen. So ist jeder Zentimeter im Eis ein Kampf. Mensch gegen Natur und Mensch gegen Mensch.
Die ganze Dramatik der Südpoleroberung wird für den Leser besonders am Ende durch die Originalauszüge aus den Tagebüchern der Forscher kurz vor ihrem Tod spürbar. Der Schmerz der Niederlage und der bevorstehende Tod der britischen Expeditionsteilnehmer hinterlässt einen bleibenden Eindruck und hallt lange nach dem Zusammenklappen des Buches nach.

Fazit
Was gibt es Schöneres als mit einem warmen Tee im Bett zu liegen und eine atemlose Jagd zum Südpol zu verfolgen, bei dem die Protagonisten mit Temperaturen um die – 60 Grad zu kämpfen haben! Natürlich kann Langner der epischen Dimension der Polarexpeditionen auf 209 Seiten nicht gerecht werden aber ein guter Einstieg in die Thematik ist es alle Mal. Abenteuer pur – Best served cold!
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