»Bostjans Flug« ist der Roman einer slowenischen Kindheit und Jugend, die unauslöschlich von Verlust geprägt wird. Die wichtigsten Stationen der Geschichte, die sich in einer unvergleichlichen Szenenfolge räumlich und zeitlich miteinander verflechten und in Johann Strutz‘ kongenialer Übersetzung zu einem erschütternden, ästhetisch faszinierenden Ganzen verbinden, sind: Verschleppung und Deportation der Mutter und ihr Tod im Konzentrationslager, während der Vater in der Deutschen Wehrmacht dient; Heimkehr und zweite Heirat des Vaters; die in mythisch-magische Dimensionen reichende Welt der sterbenden Großmutter; Einsamkeit und Trauer des jugendlichen Bostjan - und die rettende Begegnung mit der ersten Liebe.
Jamais quinze premières pages n'auront autant liquéfiées mes entrailles comme celles du Vol de Boštjan, traduit pour cette rentrée littéraire par les éditions do (18 ans après sa sortie). Si l'on pourrait résumer le livre comme une histoire d'amour en temps de guerre, il est plutôt question d'un portrait, celui de Boštjan : jeune garçon dont la mère a été enlevée à son foyer durant la seconde guerre mondiale, dont la grand-mère est morte chez elle, de vieillesse, au père strict, parangon d'une communauté (qui n'oublie cependant pas d'être hypocrite) dont le quotidien est façonné par le travail rural, la peur d'un Dieu tout puissant et omniscient, et les célébrations que ce même Dieu leur dépose sur leur chemin de vie misérable.
La plume de Florjan Lipuš, magnifiquement traduite par Andrée Lück Gaye et Marjeta Novak Kajzer, est légère, empreint d'une extrême sensibilité, comme une brise qui souffle entre des mots choisis, soupesés, triés, puis semés sur des phrases-sentiers qui, comme les voyettes du récit, virent de droite et de gauche, déroulant un souffle poétique qui pénètre nos artères, nos poumons et nous chamboule pour toujours ; même dans la pire des tempêtes, au cours de la pire des séparations.
Ich habe das Buch kurz vor einer Slowenien-Reise gelesen und konnte während meiner Wanderungen durch den Triglav-Nationalpark feststellen, wie präzise und stimmig der Autor die einzigartige Landschaft Nordsloweniens eingefangen hat. Bei der Besichtigung eines alten Bauernhauses, das zu einem kleinem Museum umfunktioniert worden ist, wurde auch das karge und trostlose Leben, das im Buch beschrieben ist, spürbar.
Bei aller Wertschätzung, die ich dem Buch entgegenbringe, war mein Lesevergnügen aber doch dadurch getrübt, dass mir das Buch stellenweise zu repetitiv war, während die Handlung gleichzeitig nur angedeuet wurde. Auch die Liebensgeschichte, die einige Rezensenten hervorheben, blieb für mich zu vage um mich zu berühren und erschien mir mehr als abstrakte Sehnsucht des Erzählers nach Zuneigung, denn als tatsächliche Liebe, zumal Lina, das Objekt seiner Begierde, dem Erzähler nur oberflächlich bekannt ist.
Nichtsdesto trotz ist Boštjans Flug in meinen Augen ein einzigartiges Buch, dem es auf beeindruckende Weise gelingt, Lebensumstände im gebirgigen Slowenien zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Worte zu fassen und ein Gefühl von Trostlosigkeit inmitten einer rauen (aber spektakulären) Naturlandschaft zu vermitteln.
Dolgi lirizirani zapisi notranjega stanja cloveka se mene vedno dotaknejo. Ob branju sm ves cas razmisljala, kak si bostjan zasluzi en topel objem, hkrati sm razmisljala tut o tem, kolk otrok gre ta trenutek cez isto situacijo. War sucks. Tok posledic pusca na dusevnosti ljudi, ampak nasim voditeljem je mar le, da se bo proizvedlo cim vec denarja ob tem pa ljudi nahujskal enga proti drugem, da jih bo se lazje manipulirat. In tuki na pomoc pristopi cerkev, ogledalo patriarhata in odlicno sredstvo za pranje mozganov brezupnih ljudi. Kritika cerkve skozi celoten roman se mi je zdela naravnost imenitna in resnicna, z vsem sm se strinjala. Zakaj bi “vsemogocni bog” dopustil, da se po svetu dogajajo take grozote in morije. Da nedolzni in dobri ljudje umirajo in zgubljajo domove, stari idiotski napuhanci pa se valjajo v denarju v udobju svojega razkosnega doma. Ni fer.