Ihre Youtube-Videos über die Sagen und Mythen Bayerns sind so beliebt, dass Sera, Jo und Mark die Genehmigung erhalten, nachts in der Münchner Frauenkirche zu drehen. Als sie sich dem berühmten Teufelstritt im Steinboden nähern, geschieht das Unfassbare: Der Fußabdruck beginnt zu leuchten, und ein unheimlicher Wind fegt durch die Kathedrale. Obwohl die drei alles auf Video festhalten, ernten sie nur Hass und den Spott ihrer Follower, was vor allem Sera nahe geht. Hat sie sich alles nur eingebildet? Oder gibt es in der Frauenkirche, von der sie Nacht für Nacht träumt, wirklich übernatürliche Phänomene? Schnell stellt Sera fest, dass sie nicht die einzige ist, die dem Rätsel auf den Grund gehen will: die schöne Lily und der geheimnisvolle Elias bieten ihr ihre Hilfe an. Doch die beiden verfolgen ihre eigenen Ziele – und sind bereit, dafür über Leichen zu gehen ...
Rezension „Zwischen dir und der Dunkelheit: Roman“ Antonia Neumayer
Meinung
Als ich dieses Buch sah, wusste ich gleich, dass ich es lesen muss. Das traumhaft schöne Cover und der mystische Klappentext zogen mich direkt in ihren Bann. Und hinter diesem sollte viel mehr stecken als er erahnen lässt. Was nur einer der Gründe ist warum ich von der Geschichte so begeistert bin.
Antonia Neumayer baut von Anfang an Hochspannung auf, welche weder bis zum Ende Abriss, noch derer man sich verwehren kann. Zweifelsohne schafft sie es, dass man als Leser das Buch nicht zur Seite legen kann. Staunend, überwältigt, mitgerissen und fasziniert blickte ich auf das Geschehen. Antonia schickte mich zwar einen kleinen Funken zu schnell durch den Anfang, denn gerade hier hätte es durchaus etwas ausführlicher sein dürfen, aber dem gesamten tat es keinen Abbruch.
Ihre bildhaften Beschreibungen ließen mich alles lebhaft wie in einem Film vor Augen sehen. Antonia webt nicht nur die Saga vom Teufelstritt der Münchner Frauenkirche geschickt ein, sondern auch andere Aspekte, die mich nicht mehr loslassen wollten. Wie auf heißen Kohlen fühlte ich mich um gleich selbst auf die Spuren dessen zu gehen. Antonia präsentierte mir beeindruckende Bilder und Wissen, dass ich so noch nie gekannt hatte. Der Bann war unermesslich stark.
Sera ist eine Protagonistin, die mir auf Anhieb sympathisch war. In ihr stecken Neugierde und Mut, und vielleicht ein wenig Naivität, was sie in meinen Augen nur noch menschlicher erscheinen ließ. Man braucht keine perfekten Helden um ihnen zu folgen und das beweist Sera, eine Figur mit Ecken und Kanten, was mir sehr gut gefiel. Auch Mark und Jo, Sera’s Freunde mochte ich sehr.
Antonia siedelt die Geschichte in unserer heutigen Zeit an, aber durch Visionen von Sera werden wir immer wieder ins Mittelalter gebracht. Zu Margarete und Elias. Was hat es mit dieser Verbindung, welche zwischen Sera und Margarete herrscht, auf sich? Die Leben der beiden scheinen miteinander verwoben zu sein, oder doch nicht? Erst spät wurde mir, und auch Sera klar, wo der Zusammenhang liegt und ich muss hier wirklich anmerken, dass ich sprachlos vor Überraschung bin. Ich konnte einfach nicht dahinter blicken, ließ mich von Antonia in die Irre führen.
Die Handlung strotzte nur so vor Geheimnissen, und auch wenn man als Leser glaubt auf das offensichtliche zu treffen, so verstand Antonia es geschickt, diese nie zu früh zu offenbaren. Ihre Intention lautete wohl, mich nicht hinter den Schleier blicken zu lassen, was wiederum zu dieser enormen Spannung führte. Dieses Buch ist durch seine Andersartigkeit einzigartig und besonders, gerade deshalb feiere ich die Geschichte und möchte unbedingt mehr solcher lesen.
Fakt ist eins: nie hätte ich hinter diesem KT erwartet, was ich schlussendlich bekam. Könnte man in Rezensionen Gesichter sehen wäre meins ein Ausruf purer Begeisterung und Überraschung.
Fazit
Antonia Neumayer präsentiert uns mit „Zwischen dir und der Dunkelheit“ einen echten Überraschungshit. Erfrischend anders. Mit sympathischen Figuren, einem faszinierenden Setting, Mystik und Spannung ohne Ende. Zweifelsohne ein Page Turner voller Geheimnisse. Und definitiv kein 0815 Fantasy Buch.
Ich habe schon an mehreren Stellen gelesen, dass das Buch in eine völlig andere Richtung geht, als erwartet. Und das kann ich absolut bestätigen. Von der jungen Autorin Antonia Neumayer wird man hier ins Urban Fantasy nach München entführt. Bei all den ersonnenen Welten verschiedenster Fantasyromane, die ich in letzter Zeit las, war das eine erfrischend spannende Abwechslung.
Eigentlich mag ich gar nicht zu viel über die Geschichte verraten. Ich finde, es ist schon irgendwie Teil davon, vorab nicht zu viel über den Inhalt zu wissen, sondern tatsächlich erst mit der Zeit alle Zusammenhänge zu erfahren.
Im Groben kann ich sagen, dass die Geschichte schlüssig ist und es weitgehend keine Logikfehler gibt. Es gab wenig, worüber ich stolperte, wie z.B. dass das Beichtgeheimnis nicht berücksichtigt wurde oder beim Wechsel ins Jahr 1488 gab es vereinzelt Worte, die damals mit Sicherheit niemand gesagt hätte. Aber das sind Kleinigkeiten.
Mit der Geschichte kommt man zügig voran. Ist man mal richtig drin, was nicht allzu lange dauert, steigt die Spannung und hält sich eigentlich bis zum Schluss. Aus der Ich-Perspektive erzählt bekommt man auch eine recht gute Verbindung zur Protagonistin Sera, wodurch die Geschichte jedoch ziemlich vereinfacht wird. Man erfährt also alles, was abseits von Sera passiert entweder, indem es Sera von ihren Freunden erzählt wird, oder gar nicht. Allerdings kam bei mir nie wirklich das Gefühl, dass mir etwas wichtiges entgangen wäre; man erfährt einfach nur das Wesentliche.
Wenn ich das nächste Mal in München bin, werde ich bestimmt in die Frauenkirche gehen und nach dem Teufelstritt schauen. Ich fand sowohl das Mythische, als auch das Theologische interessant. Ich denke, so etwas ist schwieriger schlüssig in eine Geschichte einzubauen, als eine Fantasiewelt komplett zu ersinnen und nach eigenen Ideen und Vorstellungen zu formen. Da muss man sich bei der Thematik entweder schon in einem gewissen Maß auskennen, oder sich entsprechend reinarbeiten. In meinen Augen ist das der Autorin gut und glaubhaft gelungen. Wobei man davon nicht erschlagen wird. Es bleibt trotzdem im Rahmen eines YA Romans.
Alles in allem wurde ich wirklich gut unterhalten. Ich habe es gerne gelesen, hatte meinen Spaß damit und die Spannung hielt bis zum Schluss. Vielleicht hätte es an manchen Stellen etwas ausführlicher sein können, damit man Seras Freunde und Gegner besser kennenlernt bzw. etwas mehr über sie erfährt. Aber es gab allgemein einiges an Input abseits der üblichen YA Romane, sodass es letztendlich nicht wirklich ins Gewicht fällt, dass die Nebencharaktere tatsächlich "nur" Nebencharaktere sind.
Wer also mal Lust auf ein etwas anderes Urban Fantasy hat, kann bei diesem Buch getrost zugreifen. Wenn es an manchen Stellen etwas umfangreicher bzw. ausführlicher gewesen wäre, hätte ich auf jeden Fall 5 Sterne vergeben. So ist es ein "easy read" für einen etwas leichteren Lesegenuss.
Sera und ihre Freunde Jo(hanna) und Mark veröffentlichen regelmäßig YouTube-Videos über die Mythen und Sagen Bayerns. Diese sind so beliebt, dass sie die Genehmigung erhalten nachts in der Münchener Frauenkirche drehen zu dürfen. Als sie sich dem sogenannten Teufelstritt nähern beginnt dieser auf mysteriöse Art und Weise zu glühen und ein unerklärlicher Wind geht durch die Kathedrale. Obwohl sie alles aufgenommen haben, glaubt man ihnen nicht und sie werden als Lügner beschimpft. Das geht vor allem Sera sehr nahe und sie befürchtet schon, sich alles nur eingebildet zu haben. Sie war schon immer feinfühlig und hat mehr wahrgenommen und gesehen als andere. Als sie Nachforschungen anstellt, bietet ihr Lily unerwartet Hilfe an.
Man wird direkt in das Geschehen hineingeworfen und es geht dementsprechend aufregend los. Die Geschichte spielt in der Gegenwart, allerdings erlebt Sera auch immer wieder Visionen, in denen sie in den Körper von Margarete schlüpft, die scheinbar im Mittelalter gelebt hat. Grade diese Zeitsprünge/ Perspektivenwechsel halten die Spannung permanent aufrecht. Nach und nach deckt man zusammen mit der Protagonistin die komplexen Zusammenhänge auf und bringt Klarheit ins Dunkel.
Am Anfang handelt Sera ziemlich impulsiv und naiv. Für meine Begriffe lässt sie sich doch ein bisschen zu überstürzt auf ihr völlig fremde Personen ein. Grade wenn man bedenkt, was sie mit denen eigentlich geplant hat, standen mir die Haare zu Berge. Im Verlauf macht sie aber eine ziemlich große Veränderung durch, die mir sehr gut gefallen hat.
Leider bleiben ihre besten Freunde Jo und Mark eher ein wenig im Hintergrund, schade, denn ich mochte die beiden. Mehr im Vordergrund steht Elias, den sie durch Lily kennenlernt. Als sie ihn das erste Mal trifft, scheint es ihr als habe sie ihn schonmal gesehen. Er ist geheimnisvoll und wirkt ständig abwesend.
Interessant fand ich auch die Bezüge zu realen Plätzen in und um München. Den Teufelstritt gibt es tatsächlich, ebenso wie die Sagen, die hier im Buch aufgegriffen werden.
Die Thematik des Buches ist ganz anders als ich erwartet habe, deshalb aber nicht weniger gut. Religion und Glaube spielen eine große Rolle, Gut und Böse, Gott, Engel sowie der Teufel und seine Dämonen. Das ist etwas, worüber ich in dem Umfang bisher noch nichts in einem Jugendbuch gelesen habe. Es war mal was neues, man muss es aber mögen und/ oder sich dafür interessieren. Für mich ist es absolut lesenswert!
Ich hatte leider beim Lesen dieser Geschichte nicht wirklich Spaß, auch, wenn ich den Schreibstil der Autorin wirklich gerne mochte. Das Buch an sich hat sich wirklich super flüssig und leicht lesen lassen.
Es fiel mir die ganze Geschichte lang schwer, eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen, es sprang einfach nichts über. Das Buch ist insgesamt sehr theologisch angehaucht, es war für mich teilweise wirklich etwas zu viel.
Desweiteren finde ich das Buch zu jugendlich. Ich lese ab und an gerne Jugendbücher aber hier war es mir einfach zu viel. Es war zu "kindlich"
Ich lese selten Fantasy-Romane, aber hier hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Ich las also die Leseprobe und war am Haken. Sera und ihre Freunde waren mir gleich sympathisch. Den Youtubekanal von den dreien würde ich mir bestimmt auch anschauen, wenn es ihn wirklich gäbe und ich in München lebte. Historische Gebäude und Orte sowie Sagen und Mythen können ja sehr spannend sein. Das Buch ist wunderschön gestaltet: Die Schrift und die Schnörkel auf dem Cover sind erhaben und glänzen wie Kupfer. Klappt man die Broschur auf, findet man vorn und hinten einen Stadtplan von München, einmal von heute und einmal von 1488. Ich mag so liebevolle Details! Leider sind die Karten relativ nutzlos, denn viele der Orte, die im Roman erwähnt werden (Augustinerkirche, Liebfrauenstraße, Färbergraben, Altheimer Eck, Marienplatz, Hackenviertel,...), sind dort leider gar nicht eingezeichnet. Die Geschichte ist gut geschrieben, man bleibt gern am Ball, fast wirkt der Roman wie die Vorlage für einen Kinofilm. Sera hat immer wieder Visionen, die nur kurz aufblitzen, aber gleich wieder vorbei sind, das ließe sich bestimmt gut darstellen. Ihr trockener Humor hat mich immer wieder auflachen lassen. Sie ist mir allerdings ein wenig zu naiv. Lily sagt ihr bei der ersten Begegnung ganz deutlich, dass sie zusammen einen sehr mächtigen Dämon beschwören wollen. Und Sera wurde von ihrer Großmutter früher immer wieder gewarnt, KEINE Dämonen zu beschwören. Sie denkt aber, sie hätte alles im Griff und willigt ein, mit ihr völlig fremden Leuten diese Dämonenbeschwörung durchzuführen. Lily verlangt, dass Sera KEINE religiösen Symbole tragen darf, aber Sera trägt natürlich ihr Kreuz. Das begreife ich nicht: Sie selbst glaubt daran, dass sie einen Dämon beschwören wird, trägt aber ein Symbol, dass ihn verärgern könnte. Denkt sie im Ernst, dass der Dämon das Kreuz unter ihrer Jacke nicht entdeckt? Und als es dann soweit ist, ist sie entsetzt, dass es kein kleines, harmloses Dämönchen ist und dass diese fremden Leute sie belogen haben. Na, so eine Überraschung! Ich will nicht zu viel verraten, aber es geht um Gott, Teufel, Engel, Prediger, Geister und Dämonen. Allerdings verstehe ich einiges nicht. Da heißt es, Engelsseelen hätten alle ihre Kräfte aufgegeben und seien deshalb leichte Beute für den Teufel, der sich ihre Kräfte dann einverleibt. Aber wie geht das, wenn sie doch keine Kräfte mehr haben, weil sie sie aufgegeben haben??? Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, also ist die Hauptfigur die Erzählerin. Sie redet über eine andere Person, die ich mal Tessa nenne, um nichts zu verraten. Sie nennt sie also viele Seiten lang Tessa, dann nennt sie sie plötzlich Teresa. Okay, dachte ich, Tessa ist wohl die Kurzform von Teresa. Dann nennt sie sie wieder Tessa, bis sie entdeckt, dass Tessa in Wirklichkeit Teresa heißt. Hä? Auch die Sache mit dem Teufel ist verwirrend. Er kann nur erscheinen, wenn ihm jemand im Diesseits ein Portal öffnet. Nun hat sich jemand mit dem Teufel für Mitternacht verabredet, aber der Teufel lässt ausrichten, dass er tagsüber kommen wird. Da habe ich zwei Fragen: Wie teilt er das mit? (Per Fax vielleicht? Mit Schrift an der Wand?) Und wie kann er das entscheiden, wenn er doch selber gar keine Portale öffnen kann? Aber ich wollte trotzdem wissen, wie die Geschichte weitergeht. Und es war wirklich spannend und interessant. Vor allem der Showdown hatte wieder Kinofilmpotential! Leider bleiben am Ende ein paar Fragen offen. Gibt es vielleicht eine Fortsetzung? Wer sich über die von mir oben aufgezählten Dinge ärgern könnte, sehr auf Logik bedacht und pingelig ist (auch was ausgelassene Wörter und die falsche Verwendung von "als" und "wie" betrifft), sollte dieses Buch lieber nicht lesen. Aber wer über solche Dinge hinwegsehen bzw. -lesen kann und Lust auf einen etwas anderen Fantasy-Roman hat, kann mit diesem Buch viel Vergnügen haben.
Dieses Buch war mein erstes in dieser Richtung. Obwohl ich vom Klappentext her etwas anderes erwartet hätte, hat mich die Story total in den Bann gezogen und bis zum Ende an die Seiten gefesselt. Damit habe ich ein neues SubGenre für mich entdeckt! Danke an die Autorin an dieser Stelle.
Sera, Mark und Jo sind mit Leib und Seele Youtuber. Sie haben einen Channel der sich mit unheimlichen Begegnungen und Geistergeschichten befasst. Als sie die Genehmigung bekommen Abends in der Münchener Frauenkirche zu drehen, ahnen sie noch nicht, dass diese Session die erste sein wird wo endlich “etwas passiert”.
In Begleitung eines Pastors betreten sie die Kathedrale – gleich im Eingangsbereich wird Sera magisch vom sagenumwobenen Teufelstritt angezogen. Er beginnt wie von Geisterhand zu leuchten und als sie ihre Hand ausstreckt, zieht sie sich eine Verbrennung zu.
Der Vorfall wurde von Mark aufgezeichnet und die drei haben ENDLICH einen Beweis für eine Geistererscheinung. Hätten sie doch nur da schon geahnt, in was für eine fantastische Geschichte sie noch reingezogen werden.
Der Teufelstritt war mir als Hamburgerin tatsächlich neu. Aber ich liebe es wenn es zu Dingen, über man liest, wirklich etwas im Netz gibt. Vorallem bei alten Sagen und Mythen.
Der Schreibstil war außergewöhnlich. Sehr bildgewaltig und abwechslungsreich. Ich lese oft Bücher wo Autoren sich häufig wiederholen. Das ist hier überhaupt nicht der Fall gewesen. Antonia Neumayer erzählt wortgewandt und spannend eine fantastische Geschichte die einen bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.
Die Charaktere waren wunderbar gezeichnet. Ich konnte mich sehr gut in sie – allen voran in Sera hineinversetzen und fand die drei sehr interessant und authentisch.
Die Idee und Umsetzung haben mich auf ganzer Linie überzeugt. Die Autorin hat mystische Sagen und Figuren gekonnt zum Leben erweckt. Ich habe mitgefiebert und mitgerätselt und wurde von der Auflösung überwältigt. Eine wirklich tolle Story die ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann. Sowohl das Thema Teufelstritt als auch das Thema Engel und Teufel waren absolutes Neuland für mich. Hätte ich gewusst, wie sehr es mich fesselt, hätte ich schon viel früher zu Büchern dieses SubGenres gegriffen.
Mein Eindruck: Schon in der Verlagsvorschau wurde ich auf das Buch aufmerksam. Der Inhalt klang nämlich nach sehr spannenden Lesestunden, denn ich werde magisch von Büchern angezogen, in denen es um Gut und Böse und Himmel und Hölle geht. Daher war es ganz klar, dass ich das einfach lesen muss.
Sera hat schon als kleines Kind ein Gespür für Übersinnliches, sieht tote Menschen und hat sehr lebhafte Träume. Mit 18 eröffnet sie ihren Youtube-Kanal „mystify“, um endlich eine Möglichkeit zu haben, über ihre „Gabe“ offen sprechen zu können.
Schon allein der Einstieg fängt sehr spannend mit einem von Seras Träumen an. Sie befindet sich anscheinend in der Vergangenheit und sieht jemanden auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Und mit dieser Spannung geht es bis zum Schluss auch weiter. Ich kann nicht sagen, dass es irgendwo eine Stelle oder eine Seite gab, die nicht spannend war oder ich das Gefühl hatte, dass es in die Länge gezogen worden wäre. Ganz im Gegenteil, der Leser erhält spannenden Lesestoff bis zur letzten Seite.
Antonia Neumayer erzählt mit einem leichten und lockeren Schreibstil in diesen 377 Seiten über die Suche nach der Wahrheit und was es mit den Geschehnissen in der Frauenkirche auf sich hat. Auch durch ihre gekonnte bildliche Darstellung hat das Lesen des Buches großen Spaß gemacht, da ich alles so richtig vor Augen hatte. Ich würde sogar sagen, einen regelrechten Film vor Augen hatte, der mich in seinen Bann zog.
Sera war mir zwar von Anfang an sympathisch und ich mochte sie, auch wenn ich das Gefühl hatte, das sie am Anfang ziemlich naiv war. Aber im Verlauf der Geschichte änderte sich das Gott sei Dank wieder und ihre Entwicklung gefiel mir von Seite zu Seite immer mehr.
Mark und Jo mochte ich auch auf Anhieb, auch wenn mir hier doch ein wenig die Tiefe gefehlt hat. Hier hätte es meiner Meinung nach, doch etwas mehr sein können.
Fazit: Eine Geschichte, in der es nicht nur um Gut und Böse oder Himmel und Hölle geht, sondern auch um Freundschaft und Vertrauen. Eine Geschichte, deren Umsetzung mir sehr gut gefallen hat und die mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. Ganz klare Leseempfehlung für alle Fantasy-Leser.
Da ich ja immer zu den eher "Letzten" unter den Lesern gehöre (gefühlt), habe ich zuvor schon die eine oder andere Rezension überflogen, was mich zusätzlich neugierig auf das Buch gemacht hat. Denn was nicht so richtig aus dem Klappentext hervor geht, aber in den Meinungen vieler Leser deutlich hervor gehoben wird, ist der religöse Aspekt der Geschichte. Klar, man hat die Erwähnung der Kirche, des Teufelstritts, aber naja, ich bin eben manchmal etwas langsam - oder entscheide einfach zu sehr intuitiv um die Informationen direkt so zu verarbeiten. So war ich also doppelt und dreifach neugierig und wurde so gar nicht enttäuscht. Der Verlag ordnet das Buch auf seiner Seite zwar als Historische Fantasy ein, da es aber zur aktuellen Zeit spielt, fände ich Urban Fantasy etwas treffender, auch vom Stil her, aber das ist eigentlich ziemlich relativ.
Was ich Genre bezogen jedoch wirklich erwähnenswert finde, ist, dass es greifbar ist, man nicht diese oberflächliche Abhandlung empfindet oder dieses Gefühl, dass alles einfach zu schnell geht. Sicher es passiert viel, aber alles in Maßen. Sehr toll fand ich auch, dass die beiden Protagonisten nicht anstrengend sind. Ihr Handeln konnte ich nachvollziehen, die Argumente in Diskussionen fand ich plausibel (soweit ich mich spontan erinnere) und die Liebesgeschichte - wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen kann - gut integriert ohne unnötiges Drama, jedoch mit gewissen Ecken und Kanten. Auch die Zeitsprünge fand ich passend gesetzt, jedoch werde ich hier nicht weiter darauf einen, da es zu viel verraten würde.
Eigentlich kann ich das Buch spontan ohne wirkliche Kritik empfehlen. Ich fand die Idee unglaublich toll und stehe auf diese Art von Geschichten. Die Atmosphäre war einfach gut getroffen, die Charaktere super gezeichnet und vor allem hat mich das Buch super abschalten lassen in einem Monat, in dem ich vor lauter Anspannung aufgrund diverser Umstellungen im Leben, eigentlich kaum Ruhe fand. Es war super zu lesen und nahm mich mit.
Fazit:
Richtig gute Urban Fantasy Geschichte mit religösem Hintergrund, die einfach abholt.
…Dieser Roman von Antonia Neumayer entführt uns in die Unterwelt und ins Dazwischen. Bist du der Reise gewachsen?
Das Buch beginnt relativ harmlos. Sera und ihre Freunde, Mark und Jo, drehen in der Münchner Frauenkirche ein Video für ihren Mystery-Channel. Alles verläuft wie immer, bis plötzlich der dort im Boden vorhandene Teufelstritt zu glühen beginnt. Sera spürt die Anwesenheit von etwas Bösem. Doch so schnell alles gekommen und passiert ist, verschwindet es wieder. Anschließend treten sogar Zweifel auf, ob das wirklich passiert ist oder ob es nur eine von ihren Visionen war, die sie ständig plagen? Dann tritt Lilly in ihr Leben. Sie lädt Sera ein, Kontakt mit einem Dämon aufzunehmen. Kann sie der fremden jungen Frau trauen? Die Neugier überwiegt. Und so macht sich Sera auf den Weg zu Lilly und ihrer Beschwörung. In sicherem Abstand folgen Ihre Freunde. Kann doch gar nichts passieren? Oder? Wahrscheinlich nur ein paar Gothic-Fans, die sich einen Scherz erlauben wollen. Kein Grund zur Panik. In der kleinen verlassenen Kirche, in der das schaurige Ereignis stattfinden soll, steht Sera plötzlich dem Leibhaftigen, dem Dämon Samael, gegenüber. Und er will sie, ihre Seele. Kurz bevor er sie töten kann, gelingt Sera die Flucht. Naja, zumindest fast… Sie findet sich plötzlich im Dazwischen wieder. Wie kommt sie hier nur wieder raus? Kann ihr Elias, einer von Lillys Handlangern helfen? Immerhin hat er ihr zur Flucht verholfen? Oder ist es eine Falle, um sie letzten Endes dann doch zu opfern? Sie spürt sofort eine Verbundenheit zu ihm. Woran liegt das? Und warum heißt der Mann in ihren Visionen auch Elias?
Der Roman war sehr fesselnd und düster. Es hat mir auch gefallen, dass die Versionen von Sera eine kleine Zeitreise sind. Und ich finde es klasse, dass es einen Hüter des Höllentors mit bayerischem Dialekt gibt. :)
Genau das Fragen sich die drei Freunde Sera, Mark und Jo bei ihrem neuesten Dreh in der Münchner Frauenkirche. Beim näherem hinsehen des Teufelstritt beginnt dieser unheilvoll zu leuchten und Sera verbrennt sich sogar daran die Hand. Als wäre das noch nicht genug, glaubt den drei keiner ihrer Follower. Die drei werden belächelt und zweifeln bald selbst an sich, bis auf einen Fan der Sera helfen will dem Geheimniss des Teufelstritt auf die Spur zu kommen.
Meine Meinung
Eine sehr coole spannende Story die mir persönlich gleich Lust darauf gemacht hat auf den Spuren des Buches zu wandeln und sich den Teufelstritt aus der Nähe anzusehen.
Ich finde die Idee der drei YouTuber mit ihrem Kanal unheimlich auf Spurensuche nach mysteriösen Phänomenen zu suchen. Dabei muss ich sagen überkam mich bei der Suche eine Gänsehaut so genial ist dieses Werk bildhaft geschrieben und umgesetzt.
Sera und ihre beiden Freunde sind dagegen in der Zwickmühle, denn sie haben es erlebt und werden nach ihrem Auftritt und den seltsamen Ereignissen in der Kirche als Lügner dargestellt. Dabei will Sera wissen was sie genau in der Kirche gesehen hat. Einzig die Hilfe eines Fans kommt ihr gerade recht. Denn der scheint ihr zu glauben.
Dabei ist nicht immer alles so offensichtlich und viele Geheimnisse sind auf Seras Entdeckungsreise intergriert die das Werk von Anfang bis Ende spannend machen.
Dazu das passende Setting das mich in seinen Bann gezogen hat. Die Charakteristika, vor allem Sera, gefallen mir da sehr gut.
Das Buch hatte vor allem mein Interesse geweckt, weil es in München, der Stadt in der ich geboren und aufgewachsen bin, spielt. Nachdem mir Klappentext und Cover auch sehr zugesagt haben, habe ich mich sehr gefreut, dass ich Zwischen dir und der Dunkelheit vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar bekommen habe. Meine nachfolgende Meinung hat dies jedoch nicht beeinflusst.
Natürlich kenne ich als Münchnerin die Sage um den Teufelsabdruck in der Frauenkirche - allerdings in der Version, in der der Teufel, die Fenster nicht entdeckt. Wie auch immer: Ich war sehr gespannt, was die Autorin aus dieser Sage macht. Kurz gesagt: Die Autorin schafft es von Anfang an, mit ihrer Erzählung Hochspannung aufzubauen. Dazu trägt neben dem Thema natürlich auch die bildgewaltige Sprache und der fließende Stil bei.
Antonia Neumayer wirft den Leser direkt in die Handlung und schafft es durch Zeitsprünge und Perspektivenwechsel die Spannung in Zwischen dir und der Dunkelheit kontinuierlich aufrechtzuerhalten, dass es mir teilweise wirklich schwer gefallen ist, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Protagonistin, Sera, war mir von Anfang an als Figur sympathisch. Bei ihr handelt es sich um eine plastische Figur, die nicht nur mit ihren Stärken, sondern auch mit ihren Schwächen beschrieben wird. Was sie einfach deutlich "nahbarer" macht, als so manche andere Helden.
Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass es mir manchmal ein bisschen "zu viel" war. Das ändert aber nichts daran, dass ich das Buch gerne weiterempfehle. Ich vergebe für Zwischen dir und der Dunkelheit 4 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar! Die Rezension spiegelt selbstverständlich trotzdem meine ehrliche Meinung wider.
Aufmachung: Wie schön ist bitte das Cover?! *.* Im Hintergrund sieht man ein Kirchenportal, umwabert von Schatten und eingerahmt von zwei stilisierten Engelsflügeln. Es sieht nicht nur traumhaft schön aus, beim Lesen merkt man auch wie hervorragend es zum Inhalt passt. Ebenso der Titel! Ab ca. der Hälfte merkt man sogar, dass sich dahinter mehr verbirgt, als man zunächst denkt. In den Klappen im Innenteil ist vorne außerdem eine wunderschön gestaltete Karte vom modernen München, hinten eine von München im Jahr 1488. Insgesamt also eine wirklich tolle Aufmachung!
Meine Meinung: Vorweg: Ich muss wirklich sagen, dass ich positiv überrascht bin. Ich habe eine schöne Romantasy-YA-Geschichte erwartet, aber was ich bekommen habe, hat mich wirklich vom Hocker gehauen!
Man steigt im Prolog in einen Traum Seras ein, in dem direkt schon einiges los ist. Gefühlt fängt die Geschichte mittendrin an, dementsprechend hat man natürlich sofort einige Fragen. Dabei hat die Autorin es so geschickt hinbekommen, dass man – obwohl man zunächst nicht allzu viel begreift – nicht verwirrt ist, sondern einfach nur gefesselt von dem Geschehen. Und das zieht sich durch das gesamte Buch!
Antonia Neumayer hat bewiesen, dass sie es versteht, dem Leser einige wenige Informationshäppchen zuzuwerfen, die gerade so viele Fragen beantwortet, dass der Leser zufriedengestellt wird, aber gleichzeitig wieder ebenso viele Fragen aufwirft. Man ist dadurch schon ab Seite 1 ans Buch gefesselt und kommt so schnell nicht mehr los. So bemerkt man gar nicht, wie die ersten hundert Seiten förmlich an einem vorbeifliegen und hätte ich nicht zwischendurch mal schlafen müssen oder Vorlesung gehabt, hätte ich vermutlich die gesamten 380 Seiten an einem Stück gelesen.
Der Plot des Buches hat mir sehr gut gefallen. Als eingefleischter Supernatural-Fan liebe ich alle Geschichten, die sich um Engel, Dämonen und den Teufel ranken, daher hat Zwischen dir und der Dunkelheit zu hundert Prozent meinen Geschmack getroffen! Vom Gefühl her hätte das Buch auch gut eine Folge der Serie sein können. :D Parallel zur Handlung in der Gegenwart, in der Sera sich Samael und Lily stellen muss, liest man von ihren Visionen der Vergangenheit, in der Margarete und Elias ganz ähnliche Probleme durchstehen mussten. Man fragt sich dabei natürlich, was damals alles passiert ist (hier wären wir wieder bei den Informationshäppchen, von denen ich oben geredet habe) und ob und inwiefern das Ganze mit der Handlung in der Gegenwart zusammenhängt. Dabei versucht man natürlich, zu erraten, wie die beiden Handlungsstränge zusammenlaufen könnten, aber dadurch, dass man nur peu á peu neue Hinweise bekommt, die gleichzeitig, wie gesagt, nur weitere Fragen aufwerfen, kommt man einfach nicht dahinter. Es fängt also spannend an und bleibt bis zum Schluss spannend, ich kann es nicht oft genug betonen!
Sera ist eine sympathische Protagonistin, die mir auf Anhieb ans Herz gewachsen ist. Zwischendurch könnte man zwar leicht den Eindruck bekommen, dass sie naiv ist, aber dass sie lediglich einen unerschütterlichen Glauben hat, der sie manchmal scheinbar irrational handeln lässt und im Gegenteil sogar eine sehr starke, selbstbewusste Protagonistin ist, die durchaus merkt, wann Situationen ihr gefährlich werden könnten, merkt man schnell. Sie ist mutig und trifft tatsächlich oft riskante Entscheidungen, aber niemals, ohne sich der Gefahr nicht bewusst zu sein und die Situation mit Vorsicht und Bedacht zu genießen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Elias wirkte auf mich zunächst sehr zwielichtig. Man weiß nicht so wirklich, ob man ihm trauen kann, aber man ist sich ziemlich sicher, dass er ein dunkles Geheimnis mit sich trägt. Auch seine Rolle in der Geschichte wird nicht sofort offenbart, sondern man erfährt erst nach und nach, ob er Sera wirklich Gutes will, oder nur so tut. Lilys Rolle dagegen war mir schon von Anfang an klar, aber ich denke, das war von der Autorin auch so gewollt. Dadurch, dass Sera erst nicht merkt, welch große Gefahr von Lily ausgeht, man als Leser aber einen starken Verdacht ihr gegenüber hegt, steigert sich natürlich nur der Nervenkitzel. Witzig fand ich, dass der Dämon Azazel (ich glaube er war es, kann aber auch Abaddon gewesen sein) bayerisch spricht. Das mag vielleicht zuerst befremdlich wirken, aber es macht definitiv Sinn. Ich musste seine Sätze nur sehr langsam und oft auch mehrfach lesen, damit ich überhaupt erst verstehe, was er eigentlich sagt. Bayerisch ist für mich als Kind aus dem Westen wie eine Fremdsprache. xD
Fazit: Zwischen dir und der Dunkelheit hat mich in jeder Hinsicht positiv überrascht! Antonia Neumayer hat mit ihrer Fähigkeit, dem Leser gerade so viel zu verraten, dass seine Fragen beantwortet werden, aber gleichzeitig neue Fragen aufgeworfen werden, die christliche Mythologie in eine moderne Welt verpackt und so einen Pageturner geschaffen, der einen von der ersten bis zur letzten Seite ans Buch fesselt. Dazu kommt eine tolle Protagonistin, die einem durch ihren Mut und ihr Selbstbewusstsein sofort sympathisch ist. Ganz eindeutig ein Monatshighlight! 5/5 Lesehasen.
„Hallo, liebe Gruselfreunde, und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unheimelig – unserer Videoreihe, in der wir die schaurigen Sagen und verwunschenen Orte unserer schönen bayerischen Heimat näher unter die Lupe nehmen.“
Für ihren Youtube-Kanal begeben sich Sera und ihre Freunde Jo und Mark, die sich auch eine gemeinsame Wohnung teilen, auf den Spuren eines weiteren Mythos' des Nachts in den „Dom zu Unserer Lieben Frau“, besser bekannt als Münchner Frauenkirche. Im Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt beginnt plötzlich der Abdruck im Eingangsbereich, der sogenannte Teufelstritt, zu leuchten, die Opferkerzen gehen alle auf einen Schlag aus, und Sera hört jemanden reden. Sie ist sicher, dass sie und ihre Freunde nicht allein in der Kirche gewesen sind. Aber niemand glaubt ihr. Selbst Jo und Mark zögern, weil sie zumindest die von Sera behauptete Erscheinung nicht bemerkt haben.
Als Lilly und Elias auftauchen und die Lösung aller Rätsel versprechen, ist Sera voller Neugierde. Doch kann sie den beiden vertrauen? Oder hat sie sich auf ein (lebens)gefährliches Abenteuer eingelassen?
Antonia Neumayer führt uns mit „Zwischen dir und mir die Dunkelheit“ in einen Wechsel von Licht und Dunkelheit, Gut und Böse, Himmel und Hölle sowie Vergangenheit und Gegenwart. Wenngleich der Erzählton überwiegend verständlich ist, unterstützt durch die Schilderung aus Seras Sicht, verwirren einige Ereignisse und Bilder der Handlung. Mangels Logik werden möglicherweise vor allem diejenigen Leser, die wie ich ohne jeglichen Glauben sind, die Existenz von Himmel und Hölle, Teufel, Dämonen und Engeln in Zweifel ziehen oder gar ablehnen. Bedauerlicherweise führt die Inhaltsbeschreibung den Leser hier etwas in die Irre.
Zwar bekräftigt die Darstellung religiöser Themen die beachtliche Recherche der Autorin. Indes entstehen bei der Auseinandersetzung in der Folge ein paar Längen. Hingegen werden diese teilweise von den effektiv in Szene gesetzten finsteren und unerklärlichen Aspekten aufgefangen. Außerdem punktet die geheimnisvollen Geschichte mit überraschenden Spannungselementen.
Aus den im Großen und Ganzen anschaulich ausgearbeiteten Charaktere ragt Sera heraus. Die sympathische Studentin ist bereits früher durch eine gewisse Andersartigkeit aufgefallen, nahm die Dinge wahr, die für andere Menschen nicht real waren, hatte sehr lebhafte Träume, hörte in der Stille Stimmen und sah Leute, wo gar keine waren. Sera zeichnet sich durch Wissbegierde aus und hat Humor. Verständnis finden auch ihre Zurückhaltung und die zunächst fehlende Selbstsicherheit. Allerdings sind ihre ebenfalls vorhandene Leichtgläubigkeit und Naivität anfangs schwer nachvollziehbar. Wiederum überzeugt ihre von der Autorin im Verlauf des Geschehens dargestellte Entwicklung.
Trotz der angeführten Mängel ist Antonia Neumayer mit „Zwischen dir und der Dunkelheit eine unterhaltsame Lektüre gelungen, die entsprechend interessierte Leser erfreuen dürfte.
Cover Das Cover ist ansprechend und passend zum Inhalt des Buches. Zu sehen ist der Eingang einer Kirche vermutlich die Frauenkirche, welche im Buch eine Bedeutung spielt.
Schreibstil Das Buch ist aus der Sicht von Sera in der Ich-Perspektive geschrieben und lässt sich schnell lesen.
Handlung/ Charaktere Ich muss sagen als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich das ist eine ideale Geschichte für mich und habe mich schon sehr gefreut das Buch zu lesen. Durch den Klappentext hatte ich auch ganz andere Erwartungen an den Inhalt der Geschichte, grundsätzlich ist das für mich auch nicht schlimm aber von dem Buch wurde ich enttäuscht. Erwartet habe ich eine gruselige und gespenstige Geschichte über den Teufelstritt in der Frauenkirche, bekommen habe ich eine theologische Geschichte in Form von Himmel, Hölle, Engel und sogar der Teufel höchstpersönlich. Ich habe kein Problem mit Engelsgeschichten aber es war mir To much. Durch den ganzen Bezug zur Bibel war das Buch für mich auch einfach nicht spannend. Hinzu kam auch noch das Sera eine Verbindung zur Vergangenheit hatte und immer wieder Flashbacks hatte. Diese waren mir auch zu lang gestaltet, wodurch sich das Buch noch mehr gezogen hatte. Trotzdem konnte man merken das die Autorin ausführliche Recherchen durchgeführt hatte und geschickt echte Sagen in die Handlung eingebaut hat. Mit Sera konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Sie ist einfach naiv und handelt impulsiv. Sie wurde mehrfach gewarnt etwas nicht zu tun und natürlich macht sie das.
Fazit Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen, da es mir viel zu theologisch angehaucht war und ich dadurch kein Lesevergnügen hatte
Sera und ihre beiden Freunde Mark und Jo, sind begeisterte Fans von den Sagen und Mythen rund um Bayern. Deshalb haben sie auch vor einiger Zeit einen Youtube-Kanal gestartet, in dem sie verlassene Orte besuchen. Aber auch Orte, um die sich Sagen und Mythen drehen, werden gerne besucht und dabei alles mit der Kamera festgehalten. Als sie dann die Genehmigung bekommen, nachts in der Münchner Frauenkirche zu drehen, geschehen seltsame Dinge, die sich einfach nicht erklären lassen. In dem Moment, indem sie sich dem bekannten Teufelstritt nähern, fängt er an zu leuchten und als Sera sich dem Leuchten nähert verbrennt sie sich die Finger. Seit dieser Nacht wird Sera von einem immer wiederkehrenden Traum geplagt. Um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, beschließt sie nochmal zur Frauenkirche zurück zu kehren und trifft dort ein seltsames Mädchen, das ihr dabei helfen möchte. Doch ist dieses Mädchen nicht die, die sie vorgibt zu sein.
Mich hatte der Klappentext neugierig gemacht. Da es diese Sage rund um die Münchener Frauenkirche wirklich gibt und der Teufelstritt auch genauso existiert. Leider war diese Geschichte für meinen Geschmack zu düster. Was aber daran liegt das ich ein absoluter Angsthase bin. Ich hätte nicht gedacht das diese Geschichte so ein ausmaß haben würde. Dennoch bin ich ziemlich schnell voran gekommen und die Sage über die Münchener Frauenkirche war super interessant. Es gab keine Längen und die Geschichte wurde ziemlich rasant erzählt, was den Lesefluss sehr gut unterstütze. Für Paranormal Romance und Romantasy Leser könnte dieses Buch eine gute Geschichte für zwischendurch sein.
Auf den Spuren eines Engels… Tatsächlich hat mich hier ausnahmsweise zuerst der Klappentext angesprochen und erst danach die tollen Flügel des Covers. Die Aussicht auf einen Kampf zwischen Gut und Böse, macht mir immer besondere Freude, wenn ich auch manchmal auf der anderen Seite stehe. Jedenfalls lernen wir hier Sera und ihre Freunde kennen, die die Spukgeschichten Bayerns auf einem Vlog festhalten und dabei in den Genuss einer „höllischen“ Erscheinung kommen. Ab da ist nichts mehr wie zuvor. Und dann hat Sera ja noch diese Visionen, die ihr das Leben nicht gerade leichter machen. Wir lernen sehr viel über die Bibel und Gottes Geschichte, die mir, als Heidin, nicht gänzlich unbekannt war, aber mir dennoch neue Blickwinkel eröffnet haben. Ich bin dadurch allerdings nicht gläubiger geworden. Zwischenzeitlich war es für mich auch wirklich anstrengend diesem ganzen Gottesgeschwafel zu folgen. Ich brauchte ab und zu tatsächlich eine Pause. Dennoch hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, denn hier geht es nicht nur um Gut und Böse, sondern auch um den Willen und die Kraft, seine Rachegelüste zu überwinden und das Richtige zu tun. Es geht um Engel, Dämonen und den Teufel, da bin ich sowieso immer hin und weg. Das Buch hat allerdings ein mehr oder weniger offenes Ende, denn keiner weiß so recht, ob es jetzt wirklich alles super ist, oder ob da noch was kommt.