Die Verserzählung von König Rother, zu den so genannten "Spielmannsepen" zählend, entstand in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Sie gilt als ein Meisterwerk aus der Übergangszeit zur "klassischen" Literatur des hohen Mittelalters. Die zweisprachige Studienausgabe enthält den mittelhochdeutschen Text mit kritischem Apparat, eine neue Prosaübersetzung und einen umfangreichen Kommentarteil mit Sachanmerkungen, Bibliographie und Nachwort.
Books can be attributed to "Anonymous" for several reasons:
* They are officially published under that name * They are traditional stories not attributed to a specific author * They are religious texts not generally attributed to a specific author
Books whose authorship is merely uncertain should be attributed to Unknown.
Als ein Werk aus der Spielmannsepik, also dazu da, um vorgetragen zu werden, und die Bürgerinnen und Bürger des Reichs weiterzubilden (da die konzeptuelle Mündlichkeit im Mittelater vorherrschte) kann man es wichtiges Werk einordnen.
Es hat für einen Heldenroman aus dem 12. Jahrhundert typische Elemente: das Brautwerbeschema, mit der Raumüberschreitung (übers Meer fahren, um die Prinzessin zu entführen) und Macht und Herrschaft durch milte und staete (Freigiebigkeit).
Es ist meiner Meinung nach etwas langatmig, da immer wieder kleine Challenges für Rother bzw Dietrich eingeschoben werden, die den Plot nur unnötig verlängern. Interessant fande ich es lediglich hinsichtlich der Darstellung der Helden, da der König nur mächtig im Kollektiv ist und mit Rat und List statt nur körperlicher Überlegenheit, überzeugen kann. Das Mittelhochdeutsch ist relativ verständlich, aber mich hat es vom Inhalt her nicht so gecatched.