Tri desaťročia po procese niekto zavraždí Arvida Storholta, najznámejšieho nórskeho špióna, ktorého zatkli a odsúdili v roku 1987. Krátko predtým pochovajú v Enebakku telo neznámej ženy, ktorú objavil v neďalekom jazere mladý Poliak. Jedno je isté, ležala v ňom už dlho.
Dette er en av få krimbøker jeg gir full pott uten å nøle. Når Gard Sveen er på sitt beste (og det er han her) så er det få andre som når opp til hans nivå i Norge. En svært god penn kombinert med historisk innsikt, politisk kløkt og en konspirativ hjerne, gjør bøkene hans til noe mer enn enkle krimromaner der man leter etter en drapsmann. I «Bjørnen» går Sveen tilbake til gulloppskriften fra «Den siste pilegrimen» : Et historisk biplott som det lukter svidd av kombinert med grundig etterforskning i nåtid.
Denne gangen gyver Sveen løs på det som langt på vei kan kalles en spionthriller. Vi følger en ung avhopper fra DDR i Oslo i tiden fra hun hopper av og frem til ... Ja, nå skal ikke jeg avsløre hva som skjer. Men, det jeg kan si er at en ung arbeiderpartibyråkrat med et navn som ligner veldig på Arne Treholt spiller en helt sentral og avgjørende rolle rundt den unge avhopperens skjebne. Det føles langt på vei svært troverdig det som skjer i det historiske plottet, og det er intenst spennende. Til tider kjente jeg nesten et fysisk ubehag i disse partiene av teksten. Det er noe LeCarre over Sveen i de mest nervepirrende scenene av denne historien.
Hovedplottet er konspiratorisk både krevende og levende, og en aner virkelig ikke hvem en kan stole på, for en aner jo at bak en av etterforskerens mange hjelpere befinner «Bjørnen» seg. Den virkelige storspionen som ville fått datidens Treholt til å ligne en liten stein under skoen hans. Det føles beklemmende nært, ekte og guffent realistisk. Dette er Gard Sveens fremste våpen som forfatter. Han evner virkelig å ta deg med på reisen. Du føler du er med i handlingen, ikke som en tilskuer som betrakter det på avstand.
VG gav «Bjørnen» en sekser på terningen, og boken ble Sveens andre Riverton-nominasjon på fem år. Fullt fortjent!
Spannend, mitreißend, aber mir bleiben zu viele Fragen offen
1973 flieht die 17jährige DDR-Bürgerin Christel Heinze, die als Schwimmerin an einem Wettkampf in Norwegen teilnimmt, in die bundesdeutsche Botschaft. Doch Christel bleibt eine, die nie ankommt in dieser Zeit des Kalten Krieges: in der Bundesrepublik verdächtigt man sie, von der Stasi ins Land geschleust worden zu sein - Guillaume lässt grüßen. Wieder in Norwegen, wird sie im sozialdemokratischen Land von den meist linksgerichteten Studenten als Verräterin an der Sache beschimpft. Bald verliebt sie sich, wohl in den falschen Mann, wird erpresst mit ihrer Vergangenheit und verschwindet schließlich bekleidet mit einem Schafsfellmantel. 2016 wird eine Frauenleiche in einem See gefunden. Die Tote trägt die Reste eines Mantels aus Schafsfell. Tommy Bergmann beginnt zu ermitteln und wird verwickelt in ein Verwirrspiel mit Kalten Kriegern und Geheimdiensten, als auch noch ein Norweger getötet wird, der früher für die Sowjetunion spioniert hatte.
Die Stimmung ist meist düster und voller Vorahnung auf ein schlimmes Ende, die häufigen Sprünge ließen mich immer weiter lesen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, tiefe Einblicke erhalten zu haben. Seit der langen Zeit, in der die Sozialdemokraten an der Regierung waren, hat sich Norwegen verändert: "Tommy sah sich diskret um und hatte plötzlich das Gefühl, dass die norwegische Sozialdemokratie nur eine Illusion war. Früher hatte die Arbeiterpartei die Gesetze gemacht, während die Reichen das Geld verdient hatten, soweit die Regeln es zuließen. Heute saßen Menschen wie Christian Wessel auf beiden Seiten des Tisches." Die Vertreter der Macht, mit denen Tommy sich einlässt, offenbaren ihren Zynismus: "Die meisten Menschen hätten es in einem aufgeklärten Absolutismus leichter oder in Platons idealem Staat. Sie wissen es nur nicht besser. In dem Chaos, das die sogenannte Demokratie mit sich bringt, sind es Menschen wie ich, wie meine Familie, die sich Macht und Geld sichern, während der einfache Mann auf der Straße brav seine Steuern zahlt und schon zufrieden ist, wenn er einen schönen Film im Fernsehen findet oder von den sozialen Medien gefesselt wird, mit denen die Amerikaner die Welt betäuben. Sie halten das, was sie um sich herum sehen, für die Wirklichkeit." Ähnlich zynisch ging man Jahre zuvor auch mit Christel um.
Ich hatte dieses Buch bereits auf dem Reader, als mir auffiel, dass es sich um Band 4 einer Serie handelt. Also habe ich zumindest den ersten Band vorgezogen, als Audio, denke aber, dass man Band 4 auch allein lesen könnte (es scheinen die Bände 2 und 3 jedoch in genau dieser Reihenfolge eng zusammenzuhängen und es gibt in diesem Band 4 einige Spoiler auf letztere zur Gesundheit von Tommy Bergmann und seiner Lebensgefährtin Susanne; nicht jedoch auf Band 1, obwohl Tommy einem Polizisten aus Band 1 wiederbegegnet - auf den damaligen Fall wird absolut nicht Bezug genommen). Wie auch Band 1 besticht dieser Spannungsroman, den ich eher als Polit-Krimi (einen Whodunnit) einordnen würde denn als Thriller, durch den starken Bezug auf einen historischen Fall. In Band 1 war das der Zweite Weltkrieg mit der deutschen Besatzung Norwegens und dem Widerstand, hier ist es der Kalte Krieg, dessen Akteure im Damals und Heute einige Geheimnisse zu hüten trachten. Der Ansatz gefällt mir sehr gut, vor allem, wie von Beginn an die Handlungsstränge im Heute (mit Tommy als Hauptperson) und Damals (aus der Sicht Christels) aufeinander zu getrieben werden. Ich fand die Anzahl der Stränge und Handelnden als durchaus komplex und habe mir irgendwann eine Liste gemacht; als Hörbuch beim Band 1 fiel mir der Durchblick deutlich schwerer.
Gefallen hat mir das während der Lektüre, weniger jedoch vom Ende her. Es bleiben einige Fragen offen, so kann ich zum Beispiel nur aus einem Nebensatz entnehmen, wer der Mann mit den teuren Lederschuhen war. Ich verstehe nicht die Motivation von mehreren Taten, wie den Zeitpunkt für den Mord an Storholt (nach dem Leichenfund, ja, aber dennoch, warum erst jetzt), das Motiv auf Täterseite damals, warum einige jetzt plötzlich reden wollen, Sascha, Kleive, in Berlin. Was wurde aus der Schwangerschaft? Und dann diese Unterhaltung am Ende - das ist irgendwie unrund (ich kann das alles nur kryptisch schreiben, um nichts zu verraten). Dazu hatte ich lange Zeit die Sorge, dass der Plot eine Wiederholung von Band 1 werden könne - es gibt einige Gemeinsamkeiten, eine unschuldig zwischen die Mühlen geratene naive Idealistin, der sich genötigt sieht, mit ihren Informanten zu schlafen. Der Name Gretchen wird wieder verwendet, es gibt wieder einen Handlungsstrang mit Deutschland (um den Markt hier mit ins Visier zu nehmen?), ältere Akteure sehen sich wieder durch Krebs zu bestimmten Aktionen genötigt (es gibt doch noch andere Krankheiten), ein Unsympath erinnert wieder an einen Vogel (Ornithologie dürfte nicht das Hobby von Autor Gaard Sveen sein). Ich habe mir gerade Band 2 geholt, denn im Gegensatz zu Band 1 (5 Sterne) war ich von dem aktuellen Band 4 nicht überzeugt. 5 Sterne zwar für Spannung, Aufbau und Setting, aber nur maximal 3 für die Handlung. Insgesamt 3,5 Sterne. Ich runde ab und lasse Luft für eine Einordnung von Band 2 und 3.
Personal (hier verwirrte mich weniger die Anzahl als vielmehr, dass einige in den Zeitsprüngen nur sporadisch auftauchen, dann mal mit Vor- mal mit Nachname): Arvid Storholt. Hat für die Russen spioniert und war dafür im Gefängnis. Piotr Woźniak. Findet eine tote Frau. Tommy Bergmann. Polizist. Fredrik Reuter, Polizeipräsident, Tommys Chef. Hat vor zehn Jahren dessen Karriere gerettet. Sascha. Alexander Iljawitsch Maximow. "Kulturattaché" der sowjetischen Botschaft in Oslo in den Achtzigern. Führungsoffizier für wichtige Spione Jan Amundsen. 2016 Vizekommandant des Polizeilichen Sicherheitsdienstes PST Christel Heinze 1973 ein 17jähriges Schwimmtalent aus der DDR Magda Heinze. Christels jüngere Schwester. Christian Wessel. Der wichtigste Staatssekretär des Ministerpräsidenten. Altes Geld. Gerd und Ilse Heinze, Eltern von Christel und Magda Udo Fritz. Pensionierter Berliner Polizist. Susanne. Tommys Lebensgefährtin, Juristin. Mathea. Susannes 16jährige Tochter. Petter Bruvik. Bauer. Martin Kleive. Früher bei der Marine. Anatoli Gerwinski. Russischer Überläufer. Arnfinn Toft. Früher Amundsens Chef. Melanie Mielke. Früher Christels Kollegin beim Handelskontor. diese Charaktere werfen Fragen auf: Der Bär, Medwedew, Bjørn, Margaret Meyer
Vor vielen Jahren hat sich eine junge Frau aus einer Sportmannschaft bei einem Aufenthalt in Oslo in den Westen abgesetzt. Sie ist am Ziel ihrer Träume und wird doch nicht glücklich. Und irgendwann ist sie nur noch eine vermisste Person. Als im Jahr 2016 in einem See eine Frauenleiche gefunden wird, ist es Tommy Bergmann, der versucht etwas über die Identität der Toten herauszufinden. Noch nach der langen Zeit ist erkennbar, dass die Frau keines natürlichen Todes gestorben ist. Und so wird aus einem Leichenfund unversehens eine Mordermittlung, in die bald auch der Geheimdienst eingreift.
Der kalte Krieg, lange vorbei, so glaubt man wenigstens, und doch bietet er einen fesselnden Hintergrund zu diesem packenden Kriminalroman. Tommy Bergmann hat sich gefangen, bleibt aber doch er selbst. Mit Ecken und Kanten und nicht immer im Sinne seines Vorgesetzten handelnd, so kennt man ihn. Zum Teil wird seine Art genutzt, um zweifelhafte Aktionen auszuführen, dann wieder wird sie ihm vorgehalten, um ihm mit Jobverlust zu drohen. Gerade so wie es passt. Tommy Bergmann bleibt am Ball, ihm geht es um die Wahrheit und nicht um die Produktion eines Ergebnisses, das manchen gut in den Kram passen würde.
Ist der kalte Krieg überhaupt jemals zu Ende gewesen? Jedenfalls wirkt er in die Gegenwart nach und hat manche Menschen nie losgelassen. In den 1970ern und 80ern war manchmal nicht mehr klar, wer Freund und wer Feind ist. Jeder spionierte gegen jeden und eine junge Frau gerät zwischen die Fronten. Durch die Flucht hat sie jeglichen Kontakt zu ihrer Familie verloren, allein muss sie ihre Entscheidungen treffen. Man könnte meinen Tommy Bergmann ist in einer ähnlichen Situation, ein Einzelgänger, der manchmal keine Rücksicht auf Verluste nimmt. Mit fein ziselierten Worten schildert der Autor wie Bergmann bei seinen Ermittlungen vorgeht. Stück für Stück deckt er die Strukturen auf, die die junge Frau damals umgaben und letztlich zu ihrem Tod führten. Durch den Wechsel zwischen Rückblende und Gegenwart wird der Leser langsam in immer größer werdende Anspannung versetzt. Welches Bild wird sich am Ende ergeben. Die gekonnte Mischung aus Politthriller und Mordermittlung ist sehr überzeugend. In diesem Fall ist nichts so wie es scheint.
https://lottensbokblogg.wordpress.com... Bjørnen är en spännande och mycket välskriven deckare. I serien om Tommy Bergmann så har böckerna gradvis blivit mörkare och mörkare, men i Bjørnen tycker jag Gard Sveen är mer tillbaka till stämningen i den första boken, Den siste pilegrimen. Det är både språk, stämning och tema – spionage – som liknar. Men ändå så är språket och stämningen i Bjørnen speciell. I början har jag lite svårt för en av huvudpersonerna, Christel, som jag upplevde som en konstig person. Men efterhand så blev både karaktärerna och berättelsen mer och mer intressanta, och jag sträckläste Bjørnen. Upplägget, som i sig är vanligt, med två olika historier tycker jag fungerar alldeles utmärkt. Att den ena utspelar sig på 70-talet är förstås ingen nackdel.
Temat är intressant, och här märks Gard Sveens bakgrund som statsvetare och tjänsteman på departement (seniorrådgivare på Försvarsdepartementet). Det är ingen tvekan om att han här är på hemmaplan, samtidigt som han använder sin fantasi att sätta historien i rullning. Det är en intressant del av Norges historia även detta tidsmässigt. Naturligtvis ligger liknelserna med Arne Treholt nära tillhands, men det är inget som stör. Spionromaner brukar inte vara mina favoriter, men den här vinklingen gillar jag.
Jag tycker det är ett utmärkt drag att förflytta Tommy Bergmann flera år framåt i tiden från historien i Blod i dans. Det gör förändringarna trovärdiga, och utan att man får veta detaljerna förstår man att mycket har hänt med honom. Det är en annorlunda men ändå samma person, en mognare och inte lika trasig. Jag gillar den utvecklingen. I övrigt finns det flera intressanta karaktärer, även om jag som sagt var har lite svårt för Christel i början.
Berättelsen är intressant i sig och jag upplever också Bjørnen som spännande, även om det inte är en extrem bladvändare.
Alltså jag förstår inte varför inte Gard Sveens böcker översätts till svenska. Nu är det inget problem för mig, men ändå. De verkar däremot vara översatta till engelska! Själv hoppas jag på fler böcker av honom att läsa förstås.
Omdöme: Välskrivet och spännande om spionage i Norge Betyg: 4+
Dieser Thriller ist Tommy Bergmanns vierter Fall, der für mich bisher “ruhigste”, wenn man das bei Bergmann sagen kann. Ich tendiere sogar dazu, ihn eher als Krimi zu bezeichnen, was nichts Schlechtes sein muss.
Gard Sveen widmet sich dieses Mal Norwegens Geschichte während der 1970er Jahre. Es war die Blütezeit der DDR, die Mauer wackelte nicht, Amerika misstraute Russland, Europa misstraute der DDR und Russland misstraute sowieso jedem. Überall wimmelte es von Agenten und Oslo bildete da keine Ausnahme. Tommy Bergmann war damals noch jung. Als er zu einem Leichenfund gerufen wird, ahnt er nicht, wie tief in den Kalten Krieg ihn dieser Fall noch führen wird.
Die Stimmung in den Episoden, die in der Vergangenheit spielen, und sich mit den aktuellen abwechseln, ist gut eingefangen. Gut ist auch, dass darauf verzichtet wurde, Zitate der russischen Agenten mit Akzent niederzuschreiben. Dies kann bei wenigen Malen authentisch wirken, aber bei längeren Texten wie so einem Buch doch auf Dauer sehr anstrengend zu lesen sein.
“Die stille Tochter” (auch wenn man Ende vermuten kann, worauf sich der Titel bezieht, der originale ist meiner Meinung nach treffender) ist ein durchwegs spannender skandinavischer Pageturner, der mich persönlich in zwei Aspekten ein wenig überrascht hat. In einem positiv, im anderen negativ.
Positiv: Wir erleben Tommy Bergmann hier öfter ratlos, über lange Strecken von anderen Ermittlern, von ihren Geschichten und Hinweisen zur damaligen Zeit, abhängig. Er hat wenige seiner sonst so prägnanten “Amokläufe”, verrückte Alleingänge, Geistesblitze, die vielleicht nicht immer ganz nachvollziehbar sind. Im Gegenteil - er wirkt geerdeter, liebt die Tochter seiner Lebensgefährtin mehr als er zugibt, recherchiert ganz klassisch und lässt sich überdurchschnittlich viel auf die Sprünge helfen.
Und hier sind wir auch schon beim negativen Aspekt. Ohne zu viel über die Auflösung zu verraten, sie ist zwar eine gute Wendung, aber kommt meiner Meinung nach am Ende etwas zu plötzlich daher. In dieser Form hätte es das einfach schon viel früher geben müssen, was natürlich zur Folge gehabt hätte, dass das Buch dann nur halb so dick geworden wäre.
Wie gesagt, der Twist und der Weg dahin sind durchaus spannend und ein Tommy Bergmann ohne “Superkräfte” oder viel Action ist ganz sympathisch, aber auf den letzten rund 20 Seiten geht es dann ein wenig schnell, als ob die Luft raus wäre.
Wer einen klassischen Skandinavien-Thriller-Einstieg ins Buch mag und das Abtasten und die Fallstricke zwischen den Protagonisten auf beiden Zeitebenen genießt, der wird aber dennoch an diesem Spionage-Krimi seine Freude haben.
In einem See bei Oslo wird die Leiche einer Frau gefunden, Tommy Bergmann nimmt die Ermittlung auf. Und bald wird ihm klar, dass hinter diesem Mord sehr viel mehr steckt. Seine Recherche führt ihn mitten hinein in die verworrenen Geflechte der Spionage im Kalten Krieg. Handelt es sich bei der Leiche wirklich um die verschollene Christel Heinze, die für den KGB tätig war? Als dann auch noch mit Arvid Storholt ein weiterer vermutlicher Agent ermordet aufgefunden wird, beginnt für Tommy Bergmann eine Ermittlung, dessen Ausmaß er selber kaum fassen kann.
Die Reihe rund um Tommy Bergmann war mir bis zu diesem Buch kein Begriff, doch der Klappentext machte mich neugierig. Ich bin gerade sehr auf einem Podcast-Trip und in einer Folge eines Podcasts ging es um Spionage nach dem zweiten Weltkrieg. Da passte das Buch einfach zu gut und ich begann ohne weitere Vorkenntnisse der Reihe, das Buch zu lesen. Ich kam unheimlich schnell und gut in die Geschichte rein. Sehr spannend war der Beginn der Handlung, wobei diese Spannung leider nicht gänzlich gehalten werden konnte. Phasenweise war mir die Handlung etwas zu ruhig und plätscherte mehr vor sich hin, vor allem im ersten Drittel des Buches. Gegen Ende hin nahm die Handlung dann jedoch deutlich an Fahrt auf und die letzten 100 Seiten verschlang ich innerhalb kürzester Zeit. Tommy Bergmann gefiel mir sehr gut als Ermittler und ich werde die anderen Bände der Reihe auf jeden Fall nun auch noch lesen. Seine ruhige Art und die Betrachtung der Welt um ihn herum wirkten auf mich sehr sympathisch. Verbunden mit seinem scharfen Verstand ergab er für mich den perfekten Protagonisten. Die Geschichte an sich gefiel mir gut. Die Handlung springt immer wieder in der Zeit zwischen Tommy 2016 und Christel ab 1973 hin und her. Die Geschichte rund um Christel fand ich sehr spannend und die Einblicke in ihr Leben sehr interessant. Am Ende des Buches blieben ein paar Fragen für mich leider nicht ganz zufriedenstellend unerklärt. Doch die eigentliche Auflösung des Falls war sehr schlüssig und verständnisvoll geschrieben.
Zum Inhalt: An einem Dezembertag 1982 verschwindet die ehemalige DDR-Bürgerin und KGB-Agentin Christel Heinze. Hat ihre große Liebe Arvid damit zu tun? War es wirklich Liebe oder Verrat? In einem See werden 2016 die Überreste einer Frauenleiche gefunden, kurz darauf wird Arvid ermordet. Tommy Bergmann ermittelt für den norwegischen Geheimdienst. Gibt es eine Verbindung zwischen der toten Unbekannten und dem ermordeten Sowjetagenten? Meine Meinung: Die Bücher von Gard Sveen packen mich entweder sofort und gar nicht. So habe ich Bücher des Autoren schon als brillant empfunden und mal als geht so. Dieses Buch gehört jetzt leider wieder zur Kategorie geht so. Ich fand das Buch extrem zäh und es als Thriller zu bezeichnen ist schon eher mutig. Durch den doch recht langsamen Aufbau würde ich das Buch eher als Krimi bezeichnen. Tommy Bergmann als Figur hat mir wieder gut gefallen, die übrigen Figuren haben mich nicht so mitgenommen. Auch die Geschichte an sich war okay, aber ich fand sie nicht so wahnsinnig interessant. Was mit aber am meisten gefehlt hat, war Spannung von Anfang an. So war mir das Buch ein wenig zäh wie zu lange gekauter Kaugummi. Fazit: Zu zäh erzählt
Das Hörbuch hat mir anfangs sehr gut gefallen. Zum einen fand ich den Sprecher angenehm, zum anderen hat mich die ungewöhnliche Story schnell gefesselt. Das 17-jährige Mädchen Christel, das in den 70er-Jahren ein Trainingslager in Norwegen nutzt, um aus der DDR zu fliehen war einer der beiden Erzählstränge, der andere wird aus der Perspektive des Ermittlers Tommy Bergmann geschildert, der 2016 in zwei Mordfällen ermittelt. Zum einen wurde eine Frauenleiche in einem Teich gefunden, zum anderen wurde der ehemalige russische Spion Arvid Storholt und seine Frau brutal ermordet. Je länger die Geschichte ging, desto mehr habe ich stellenweise den Faden verloren. Die vielen Namen waren für mich verwirrend und die Story entwickelte sich immer sonderbarer. Auch das Ende war für mich nicht stimmig. Schade!
Fire ganger i åpningskapittelet på tre sider brukes uttrykket ‘som om’, og slik fortsetter det på side etter side. Denne språklige klisjeen tar fokus bort fra et ellers kompetent plott.
Die packenden Norwegen-Thriller von Gard Sveen haben mir schon sehr gut gefallen. Sie passen zu der rauen Atmosphäre Norwegens. Aber mit seinem neuen Thriller „Die stille Tochter “ hat sich der Autor wirklich selbst übertroffen. Ein brutaler Mord an der ehemaligen DDR-Bürgerin und KGB-Agentin Christel Heinze und an Arvid Storholt, einem berühmt berüchtigten Doppelagenten, lassen den norwegischen Kommissar Bergmann, ein Ermittler mit besonderer Geschichte, auf einen alten Skandal, der auch ihm selbst gefährlich werden kann stoßen..... abgründig gut. Ein hochspannender Krimi zu Zeiten des Kalten Krieges: Im November 1973 reist die 17-jährige Schwimmerin Christel Heinze aus Ostberlin mit ihrer Mannschaft zu einem Wettkampf nach Oslo. Nach minutiöser Planung wagt sie die Flucht vom Hallenbad zur nächsten U-Bahnstation. Der Stasi-Beauftragte dieses Auslandswettkampfes ist ihr dicht auf den Fersen, doch sie entkommt. Über die westdeutsche Botschaft wird sie in die Freiheit nach Deutschland geschickt. Für ihr Studium kehrt Christel einige Jahre später nach Oslo zurück. Innerhalb weniger Jahre wird sie unfreiwillig zur KGB-Agentin und verschwindet schließlich irgendwann spurlos. Was ist geschehen? Erst im Jahre 2016 stößt Tommy Bergmann auf eine mögliche Spur, als in einem See die Überreste einer Frauenleiche gefunden werden. Von dem Menschen, der direkt unter der Wasseroberfläche lag, war kaum noch etwas vorhanden. Reste von Kleidung, ein Seil und irgendwelche Fetzen, bei denen es sich möglicherweise einmal um Haut gehandelt hatte. An einer Strähne am Schädel hatten ein paar seltsame Gewächse Fuß gefasst. Die langen, braunen, schleimigen Tentakel ließen es fast so aussehen, als hätte die tote Person lange Haare gehabt. Da er vom Polizeidienst suspendiert wurde, hat er nichts zu verlieren und keine Angst davor, sich mit den Mächtigen anzulegen. Doch die wollen ihre Geheimnisse nicht preisgeben. Kurz darauf wird Arvid Storholt ermordet. Gibt es eine Verbindung zwischen der Toten und dem ermordeten Sowjetagenten? Sie waren beide Mitglieder der sozialdemokratischen Studentenvereinigung, Arbeiderpartiets Studentlag. Er hatte sie bei einem Sommerkurs 1974 unterrichtet. Da sind sie sich das erste Mal begegnet. War es wirklich wahre Liebe oder nur eine Gelegenheit zum Verrat, Tommy ermittelt für den norwegischen Geheimdienst. Während immer neue Spuren auftauchen und die Charaktere an Profil gewinnen, wird ganz langsam die erschütternde Wahrheit mit ihren vielen grauenhaften Gesichtern enthüllt. Sensationell geschrieben und hochspannend konzipiert, typisch für die Skandinavier sehr, sehr düster! Krimiliteratur auf höchstem Niveau; mit starken Charakterstudien und einer packenden Geschichte. Das Ende ist erschreckend. Unbedingt lesen!
1973: Ein Schwimmwettbewerb in Oslo. Die junge DDR-Athletin Christel Heinze will nicht mehr zurück und kommt mit Hilfe der deutschen Botschaft in die Bundesrepublik. Doch dort ist sie nicht willkommen, man unterstellt ihr Spionage. Frustriert kehrt sie zurück nach Oslo.
1982: Christel Heinze, mittlerweile vom sowjetischen Geheimdienst angeworben und für den KGB arbeitend, verschwindet spurlos in Oslo.
2016: In einem See werden die Überreste einer Frauenleiche gefunden. Niemand weiß, wer sie ist oder woher sie kam. Die Untersuchungen werden eingestellt, sehr zu Tommy Bergmanns Leidwesen, der mit dem Fall betraut ist. Wer hat hier was zu verbergen? Kurz darauf wird Arvid Storholt ermordet aufgefunden, ein Agent und Christel Heinzes große Liebe. Hat er etwas mit ihrem Tod zu tun?
Auf Geheiß von oben sucht Tommy Bergmann nach Hinweisen, die Licht ins Dunkel bringen könnten. Und er lässt nicht nach, selbst dann nicht, als er droht, seinen Job zu verlieren. Er muss tief graben und die Spuren aus der Vergangenheit richtig deuten, damit er die Hinweise findet, die ihn auf die richtige Spur führen.
„Die stille Tochter“ ist ein Agententhriller, der die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die in Zeiten des Kalten Krieges zwischen die Fronten gerät und dafür mit ihrem Leben bezahlt. Rückblenden und Gegenwart wechseln sich ab, wobei die Story ihre Spannung durchgängig aus den vergangenen Ereignissen bezieht. Bergmanns Ermittlungen gestalten sich schwierig, ziehen sich hin, und genau das nimmt ab und an das Tempo aus der Geschichte und bremst den Lesefluss. Ein spannender Thriller, der, obwohl bereits der vierte Band mit Tommy Bergmann, problemlos ohne Kenntnis der Vorgänger gelesen werden kann.
Im bereits vierten Teil der Reihe um Tommy Bergmann geht es um das Thema Spionage. Vom Polizeidienst suspendiert, wird Tommy vom Geheimdienst angeheuert, um einen alten Mordfall zu klären.
Im Jahr 2016 wird in Norwegen eine Wasserleiche gefunden, die vermutlich schon sehr lange dort lag. Die Ermittlungen ergeben schließlich, dass es sich bei der Toten um die Deutsche Christel Heinze handelt, die in den Siebzigerjahren aus der DDR geflohen ist. Später wird sie von den Russen aufgespürt und unter Zwang für den Geheimdienst verpflichtet. Die Verstrickungen werden immer heftiger, denn irgendwann sucht sie Hilfe bei den Amerikanern.
Tommy muss nun viele Jahre später aufklären, was damals geschehen ist. Keine leichte Aufgabe. Nur dadurch, dass er gern mal gegen die Regeln verstößt und auf eigene Faust ermittelt, kommt er schließlich dem Mörder auf die Spur.
Der Schreibstil ist bestens lesbar, alles gut vorstellbar und die Dialoge wirken lebendig und authentisch. Tommy fand ich als Protagonist recht angenehm, er ist jetzt nicht der typische Sympathieträger, aber auch nicht das Gegenteil. Man kann sich durchaus mit seiner manchmal etwas eigensinnigen Art anfreunden. Die Story an sich fand ich manchmal fast etwas zu verworren, man muss sich beim Lesen konzentrieren, um nicht durcheinander zu kommen bei den vielen Personen, Decknamen, Klarnamen und Verstrickungen. Dadurch empfand ich manche Stellen als etwas langwierig.
Insgesamt aber ein durchaus spannender, gut durchdachter Thriller, den ich empfehlen kann. Es geht auch nicht blutig zu, also auch für Leser mit schwächerem Magen bestens geeignet.
Zum Inhalt: An einem Dezembertag 1982 verschwindet die ehemalige DDR-Bürgerin und KGB-Agentin Christel Heinze. Hat ihre große Liebe Arvid damit zu tun? War es wirklich Liebe oder Verrat? In einem See werden 2016 die Überreste einer Frauenleiche gefunden, kurz darauf wird Arvid ermordet. Tommy Bergmann ermittelt für den norwegischen Geheimdienst. Gibt es eine Verbindung zwischen der toten Unbekannten und dem ermordeten Sowjetagenten? Meine Meinung: Die Bücher von Gard Sveen packen mich entweder sofort und gar nicht. So habe ich Bücher des Autoren schon als brillant empfunden und mal als geht so. Dieses Buch gehört jetzt leider wieder zur Kategorie geht so. Ich fand das Buch extrem zäh und es als Thriller zu bezeichnen ist schon eher mutig. Durch den doch recht langsamen Aufbau würde ich das Buch eher als Krimi bezeichnen. Tommy Bergmann als Figur hat mir wieder gut gefallen, die übrigen Figuren haben mich nicht so mitgenommen. Auch die Geschichte an sich war okay, aber ich fand sie nicht so wahnsinnig interessant. Was mit aber am meisten gefehlt hat, war Spannung von Anfang an. So war mir das Buch ein wenig zäh wie zu lange gekauter Kaugummi. Fazit: Zu zäh erzählt
"Die stille Tochter" - der Titel - wer war diese? Und fängt die Verwirrung schon an, die mich das ganze Buch beim Lesen begleitet und gestört hat. Am Anfang musste ich mir sogar eine kleine Zeittabelle aufschreiben, wann, welche Personen die Hauptrolle spielen. Christl fand ich zu Beginn mit der Flucht sehr mutig, aber dann war sie doch sehr hilflos und hat sich an die Männer gehalten, weil sie ihre Famlie verloren hat. Tommy Bergmann als Aufklärer war sehr mutig und hat viel Licht in die verworrenen Verhältnisse geworfen. Die zeitweiligen Zusammenfassungen von ihm waren gut für ein bisserl mehr Überblick, den ich eigentlich im ganzen Roman nie hatte - Vielleicht nur bei der ersten überraschenden Szene, die mir noch am besten von diesem Thriller gefallen habt. Der Stil war sehr nüchtern, ernst, der Text voller Fakten, ohne Gefühle, ohne Schilderungen. Ein Buch, das volle Konzentration fordert, keine angenehme Unterhaltung und keine erholsame Entspannung. Nein, dieser Autor hat mich wieder enttäuscht!