Zwanzig Schritte. Weiter darf sich Taugenichts Dashan nicht von Flint entfernen, sonst werden sie von ihren Giftarmreifen getötet.
Dabei wollte Dashan doch nur einen Blick auf den Neuzugang in der Sammlung des Königs werfen: den Flamm Flint, heiß wie Feuer und exotisch wie eine Nacht unter östlichen Sternen. Dummerweise brannte besagte Sammlung dabei ab. Zur Strafe werden beiden tödliche Giftarmreife verpasst, die sie aneinander binden. Um seine Freiheit wieder zu erlangen, muss Dashan als Flints Bewacher den Hochzeitstross der Prinzessin begleiten. Als sie unterwegs von Sturmreitern überfallen werden, sieht er seine große Stunde gekommen. Endlich darf er zeigen, was in ihm steckt! Nämlich ein Held, der die Prinzessin rettet! Doch sein Plan wird von Flint vereitelt, der ihn zur Flucht zwingt. Denn wie heißt es so schön im Gesetz der Flamm: „Besser ein lebender Feigling als ein toter Held.“
Leann Porter, geboren 1970, lebt und schreibt im Münsterland. Sie liebt Bücher, Geschichten und alles was damit zu tun hat, liest was ihr in die Finger kommt und schreibt, worauf sie Lust hat. Wenn sie sich von ihren Geschichten losreißen kann, läuft sie durch den Wald, taucht durch Wracks oder reist durch die Welt, besonders oft in ihr Lieblingsland Irland, wo sie ausgiebig die Pubs unsicher macht.
Story: Die Neugierde, einmal in seinem Leben einen echten Flamm zu sehen, wird Dashan zum Verhängnis. Zwar sieht er den exotischen Neuzugang in der Sammlung des Königs, dafür fackelt dieser einen Großteil der Galerie samt Sammlung ab. Dashans Strafe bedeutet einerseits Rettung, andererseits den sicheren Tod – der Flamm und er werden mit Giftreifen aneinander gebunden. Höchstens zwanzig Schritte dürfen sie sich voneinander entfernen, ansonsten sterben beide. Dashan erhält die Aufgabe den Flamm Flint bei der Reise des Hochzeitstross‘ von Prinzessin Via zu bewachen – dabei lernt er den Gefangenen nicht nur besser kennen, die beiden entdecken auch, wie sehr sie sich zueinander hingezogen fühlen. Als die Karawane unterwegs von Sturmreitern angegriffen und die Prinzessin entführt wird, müssen sie erstmals zusammenarbeiten, um sich nicht nur gegen eine Gruppe Wegelagerer zu bestehen, sondern auch gegen die Sturmreiter, die es eigentlich auf Flint abgesehen haben …
Eigene Meinung: Mit dem Gay Fantasy „Das Gesetz der Flamm“ legt Leann Porter den ersten Teil ihrer Duologie „Die Flamm-Chroniken“ vor. Das Buch umfasst knapp 440 Seiten und erschien 2019 im deadsoft Verlag. Wann der abschließende zweite Band erscheint, steht aktuell noch nicht fest.
Die Geschichte ist spannend und bietet einen Einblick in eine faszinierende Fantasywelt, die nicht durch die typischen Rassen besticht, sondern eher an eine mittelalterliche Welt erinnert. Außer den Flamm, die das Feuer beherrschen gibt es (bisher) keine weiteren magischen Wesen – diese sind auch nicht notwendig, um die gut durchdachte, in sich schlüssige Handlung zu erzählen. Man begleitet den jungen Ritteranwärter und Taugenichts Dashan auf seinem Weg, sich endlich als Held zu beweisen, denn sein bisheriger Ruf lässt durchaus zu wünschen übrig und er will die Chancen trotz Giftfessel nutzen. Mit Flint an seiner Seite ist das allerdings nicht ganz so leicht, da der Flamm seinen eigenen Kopf hat und eigene Ziele verfolgt. Während Dashan versucht, zu zeigen, was in ihm steckt, will Flint mehr über die Flamm herausfinden, denn bisher hat er noch keinen weiteren gesehen, geschweige denn mit einem geredet. Das ungleiche Duo stolpert von einem Misere in die nächste, wächst jedoch auch immer stärker zusammen, denn sie müssen sich einfach aufeinander verlassen. Wer nun mit einer actiongeladenen Handlung mit vielen Kämpfen rechnet, irrt sich – Leann Porters Roman besticht eher durch einen gemächlichen Handlungsbogen ohne rasante Höhepunkte und Wendungen, viele Beschreibungen und den inneren Kämpfen der Protagonisten. So sucht man auch einen heroischen Endkampf vergeblich – Dashan und Flint kommen fast zu leicht davon. Das ist bei weitem nichts schlechtes – Endkämpfe mit viel Tamtam gibt es schließlich genug – man muss sich nur darauf einlassen. Und wer weiß, wie es im zweiten Band aussieht und welche Abenteuer die beiden dann zu bestehen haben.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und wirken sehr authentisch – durch sie lebt die Geschichte. „Das Gesetz der Flamm“ konzentriert sich stark auf die Charakterentwicklung von Dashan, Flint und den anderen, größtenteils wird die Geschichte durch sie vorangetrieben. Alle Figuren haben ihr Stärken und Schwächen, was sie sehr sympathisch und nachvollziehbar macht – seien es Dashan, der fast schon ein Antiheld ist, der eher durch seine Bettgeschichten und Sauftouren auf sich aufmerksam macht, oder der mysteriöse Flint, der bei weitem nicht so stark ist, wie es den Anschein hat. Auch Prinzessin Via und die Pferdemagd Wanya dürfen sich im Laufe der Geschichte beweisen und zeigen, dann auch Frauen ihre Daseinsberechtigung haben – allgemein ist es schön, dass Leann Porter auch interessanten, aktiven weiblichen Figuren einen Platz gibt, denn oftmals sind in Romanen mit schwulen Hauptfiguren die Damen wenn überhaupt eher klischeehaft (beste Freundin) präsent. Es ist schön, dass hier viele starke Frauen dabei sind, ohne dass sie den beiden Helden den Rang ablaufen.
Stilistisch legt Leann Porter einen soliden, schön geschriebenen Fantasyroman vor, der Lust auf mehr macht. Sie hat ein Händchen für ihre Figuren und weiß, wie man ihre Gedanken und Gefühle zu Papier bringt. Auch Beschreibungen liegen ihr – seien es actiongeladene Kämpfe oder Landschaften, sie weiß, wie man beim Leser Kopfkino erzeugt. Auch die expliziteren Szenen sind sehr schön und stimmungsvoll, ohne dass es zu viel wird. Positiv ist auch, dass sie die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt – dabei kommen nicht nur Dashan und Flint zu Wort, sondern auch Via und andere Nebenfiguren. Dadurch wirkt die Geschichte dreidimensionaler, denn Dashan hat nur eine eingeschränkte Sicht auf alles.
Fazit: „Das Gesetz der Flamm“ ist ein toller Auftaktband, der Lust auf mehr macht. Der Roman besticht durch gut ausgearbeitete Charaktere und eine in sich schlüssige Handlung, der hin und wieder ein wenig die Action und die Höhepunkte fehlen. Doch das ist Geschmackssache – wer gut geschriebene Fantasybücher sucht, in der die Charakterentwicklung im Zentrum steht, der sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Leann Porter weiß wie man Helden in Szene setzt und auch ohne einen fiesen Cliffhanger Lust auf den nächsten Teil macht. Unbedingt reinlesen.
In der letzten Woche hatte ich das große Vergnügen diesen Roman von Leann Porter lesen zu dürfen.
Der junge Dashan, der sich als Ritteranwärter auf der Burg des Königs befindet, ist dort eher für sein Interesse an weniger ruhmreichen Dingen bekannt. Als er versehentlich ein Feuer auslöst, wird er durch einen Armreif an den Flamm Flint gefesselt, vom Hof verstoßen und gerät in ein Abenteuer, das er sich so sicher nie hätte vorstellen können.
Mir hat die Geschichte um Dashan und Flint sehr gut gefallen. Beide haben in ihrer Vergangenheit Dinge erlebt, die dazu führen, dass Sie immer wieder an sich selbst zweifeln, die Sie unsicher machen wie Sie mit den verschiedenen Umständen am besten umgehen sollen.
Ihre Ängste und Zweifel, ihre Sorgen aber auch Hoffnungen und ihre Liebe sind wunderbar beschrieben. Die Geschichte hat mich sofort gefangen genommen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Ein tolles Leseerlebnis, das ich gerne weiterempfehle.
Einen Blick, Dashan wollte doch nur einen einzigen Blick auf den Flamm werfen, der in der Galerie der Kuriositäten des Königs zu bestaunen ist. Doch was er dabei auslöst, verändert sein ganzes Leben. Der junge Ritteranwärter ist ganz fasziniert von dem Flamm namens Flint, der nicht nur heiß ist, sondern mehr auf dem Kasten hat, als man ahnt. Durch einen speziell präparierten Armreif ist er nun an diesen Flamm gebunden und hat die Möglichkeit, diesen näher kennen zu lernen und das wahrscheinlich mehr, als er gehofft hatte. Aber vielleicht kann er nun durch seine neue Mission endlich beweisen, dass er mehr ist als ein Nichtsnutz, dass er ein Held ist, der die Prinzessin rettet. Doch leider ist da noch immer dieser Flamm, der ihn auf seiner Rettungsmission behindert und alles vereitelt. Doch leider ist der Flamm verführerischer, als es Dashan sich selbst eingestehen will.
Mich hat die Autorin direkt ab der ersten Seite auf eine fesselnde und bewegende Reise zweier Charaktere mitgenommen, die zum einen, zu sich selbst aber auch zueinander finden müssen. Uns wird die Geschichte zweier unterschiedlicher junger Männer erzählt, die durch einen gewagten Blick und einem Unfall einander gebunden sind. Doch nicht nur Dashan und Flint der Flamm erzählen uns kapitelweise wechselnd ihre Geschichte. Die Autorin lässt auch andere Charaktere zu Wort kommen, sowie hier die Prinzessin Via, die hin und wieder ihre Eindrücke schildert. Nicht nur Flint und Dashan sind authentische und gut durchdachte Charaktere, auch Nebencharaktere sind so ausführlich gestaltet, dass sie die Geschichte lebendiger machen. Jede Figur hat ihre Stärken und Schwächen und treten deutlich auf, machen ihren Standpunkt klar und sind dem Leser entweder sympathisch oder nicht.
Dashan, ein junger Ritteranwärter, ist als Nichtsnutz bekannt und hat auch keinen sonderlich guten Ruf. Durch seine aufgetragene Mission, den Flamm zu begleiten, sieht er seine Chance sich endlich als Held beweisen zu können. Auch als Leser ist man anfangs nicht wirklich von Dashan überzeugt, doch im Laufe der Geschichte erfährt man, dass viel mehr hinter der angeblichen faulen und nichtssagenden Fassade steckt. Wenn einem jahrelang erzählt wird, wie man ist, dann glaubt man da irgendwann selbst dran. Dass Dashan viel mehr in sich verbirgt, wird ihm bewusst, als er mit Flint unterwegs ist. Der Flamm hilft ihm zu sich selbst zu finden und derjenige zu sein, wer er wirklich ist. Umso mehr man von Dashan liest, umso sympathischer wird er einem im Laufe der Geschichte und es ist unfair, wie unrecht man ihm tut.
Flint erscheint anfangs sehr mysteriös, doch durch Dashan lernt man ihn immer mehr kennen und stellt fest, Flint ist gegenüber seinem Umfeld sehr aufmerksam. Er überrascht nicht nur Dashan positiv und schnell wird einem der Flamm sympathisch. Seine Geschichte ist auf der einen Seite geheimnisvoll aber auch bewegend, denn als Flamm ist es ihm nicht gerade ein Leichtes sich auf Menschen einzulassen. Dennoch ist er von Dashan fasziniert und er schafft es nicht von ihm loszukommen, was nicht nur an der Fessel liegt.
Die Autorin nimmt uns gemeinsam mit Flint und Dashan auf eine außergewöhnliche und auch spannende Reise. Wir lernen die Wald-elstern (man neigt dazu es falsch zu lesen 😉 ) und die Sturmreiter kennen. Wir erleben wie Dashan über sich selbst hinaus wächst und wir erfahren, was es eigentlich mit den Flamm auf sich hat. Der Schreibstil ist detailliert aber nicht zu ausschweifend, dennoch kitzelt die Autorin aus besonderen Momenten das gewisse Etwas und gerade gefühlvolle Momente nehmen einen mit. Selbst Nebencharaktere bekommen ihren Raum, sodass man selbst bei diesen ganz gebannt mitverfolgt, wie sie sich näher kommen oder ob sie ihre Träume erreichen. Selbst Charaktere, die einem eher negativ auffallen oder auch nur kurz einen Auftritt haben, wurden so umfangreich ausgearbeitet, dass sie einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen haben und die Geschichte mitgestalten. Auch sind sie nicht standardisiert oder klischeehaft, sondern auch passend auf die Geschichte abgestimmt.
Das Buch ist der gelungene Start ohne nervenaufreibenden Cliffhänger, dennoch ist man gespannt auf den nächsten Teil, da noch einige Dinge nicht geklärt sind, außerdem kann man es kaum erwarten, zu erfahren, was Flint und Dashan noch erleben werden und ob sie ihre gänzliche Freiheit wiedererlangen.
Ich flog in einem Rutsch durch das Buch. Die humorvollen Schnipsel von Leann Porter haben mich neugierig gemacht, und so habe ich mir das eBook geholt und auf ein vergnügliches Abenteuer gehofft. Und vergnüglich war es auf jeden Fall. Dashan und Flint sind zwei liebenswerte Chaotien, die ich manchmal mit der Stirn aneinander doingsen wollte, weil sie solche Quatschköpfe sind - aber die Geschichte kam ohne das unselige "Die Geliebten reden nicht miteinander und dadurch passiert Unglück". Die Kommunikation zwischen den beiden funktiert im Gegenteil ziemlich gut, auch dann, wenn es gerade brenzlich wird. Ich fand es realistisch, wie sich die zwischenmenschliche Seite des Ganzen entwickelt. Auch die Fantasywelt war soweit sie gezeigt wurde, schlüssig und ohne zu viel Drama aufbereitet. Was mich persönlich glücklich machte, war, recht unterschiedliche Leute in wichtigen Schlüsselpositionen zu sehen. Flint selbst wird zumindest eindeutig als PoC beschrieben, ebenso wie etliche Nebenfiguren in wichtigen Rollen. Fand ich schön. Ebenso, dass weder Homo- noch Bisexualität ein Drama darstellten. Die Figuren sind queer, aber ihr Queersein ist nicht ihr Problem. (Sondern ... nun, siehe Klappentext und siehe Buch selbst.) Ein Aspekt fiel mir dann doch unangenehm auf und für den ziehe ich einen Stern ab, CN Sucht:
Dieses Buch hat mich gefesselt! Eine absolut fantastische Geschichte! Die Autorin hat mich auf Sturmreitern fliegen und mit Höhlenlöwen kämpfen lassen. Sie schreibt sehr bildlich, sodass man einfach voll dabei ist, alles genau vor Augen hat. Ich habe mit Dashan und Flint gelitten, mitgefiebert. Hab gelitten, gelacht, geliebt, war schockiert, traurig und fassungslos. Komplette Achterbahn der Gefühle. Hier findet man alles von Magie über Waisenkinder, Paläste und Verrat bis zur großen Liebe 🥰❤️ Heiße Szenen inbegriffen 🔥🔥🔥🔥🔥
Obwohl es Band 1 ist, kann man es wunderbar lesen.
Trotzdem stellt sich mir die Frage: Wann kommt endlich Band zwei?
Was gibt es noch zu erfahren und zu erleben, an der Seite von Flint und Dashan? Hach ich freue mich drauf.
Dieses Buch ist ein absolutes Leseerlebnis, für das ich der Autorin danken möchte 😘
Verdiente ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und eine klare Leseempfehlung! 📖🤓
Vor einiger Zeit bin ich wieder auf die Reihe aufmerksam geworden und hatte sie zunächst auf meine Wunschliste gesetzt bis ich feststellte, dass ich das eBook bereits in meiner Sammlung befindet. Den Inhalt hatte ich inzwischen vollständig vergessen, was sich im Nachhinein als Glücksfall erwiesen hat, da ich die Welt so noch einmal ganz neu entdecken konnte. Besonders überzeugt haben mich die Charaktere. Dashan, Flint und Via durchlaufen eine spürbare Entwicklung, wobei vor allem Dashan deutlich über sich hinauswächst. Ich bin sehr gespannt darauf, wie es weitergeht, welche Abenteuer noch folgen und wie manche anstehende Konflikte gelöst werden. Da ich den zweiten Band auch schon habe, geht es gleich weiter mit dem Lesen.
Dystopien, Science-Ficion und auch Fantasy, in all ihren Facetten, bieten einen Rahmen, der von der Wirklichkeit Lichtjahre entfernt liegt. Ich liebe diese Schauplätze und Geschichten, die nichts mit der Realität zu tun haben, die mich Neues entdecken lassen und meine Phantasie antreiben, einfach, weil darin alles möglich ist. Leann Porter konnte mich mit ihrem eindrucksvollen Weltenbau in „Crash“, einer dystopischen Story, schon vollends begeistern. Mit „Das Gesetz der Flamm“ geht die Reise in die High-Fantasy und somit in ein Genre, dass ebenso zu meinen Favoriten gehört.
- Der Vorhang stank, als wäre er seit Aldabars Krönung nicht gewaschen worden. Dashan atmete flach durch den Mund. Thon stieß ein ersticktes Röcheln aus. „Das ist ein beschissenes Versteck“, zischte er. Dashan verdrehte die Augen, obwohl Thon das im Dunkeln nicht sehen konnte. „Weißt du ein besseres?“, zischte er zurück. „Die ganze Idee ist beschissen.“ – (S. 2)
Ich kannte weder die Welt, noch die darin spielende Geschichte, aber mit diesen ersten Sätzen hatte mich die Autorin bereits fest in der Hand. Nicht nur, dass ich mir dabei ein Grinsen kaum verkneifen konnte, sie lassen auch schon ein klein wenig von Dashans Persönlichkeit durchblitzen. Er ist neugierig, ein Draufgänger und gleichzeitig ein Tollpatsch, und natürlich Vergnügen jeglicher Art nicht abgeneigt. Seine Prioritäten sind eindeutig anders gewichtet, als die der restlichen Ritteranwärter und doch kommt er damit ganz gut durchs Leben. Bis zu diesem vermaledeiten Zwischenfall, bei dem er die halbe königliche Sammlung an seltenen und wertvollen Exponaten abfackelt. Die Strafe dafür scheint, wie so oft, relativ milde auszufallen. Er bekommt die verantwortungsvolle Aufgabe als Wächter für Flint, einem Flamm und gleichzeitig eines der Ausstellungsstücke, zugeteilt. Durch Armreifen an ihn gebunden, darf Dashan endlich die Palastmauern verlassen und brennt richtiggehend darauf, zu zeigen, dass in ihm mehr steckt, als der von allen belächelte Taugenichts. Leider ändern sich die eigenen Möglichkeiten nicht, nur weil man jetzt auf der anderen Seite des Burggrabens steht und Dashan muss erkennen, dass es nicht so einfach werden wird, als wahrer Held in die Annalen einzugehen, vor allem, wenn man an etwas gefesselt ist, das seinen eigenen Kopf hat.
Das Zusammenspiel zwischen dem manchmal etwas schlichten Dashan und dem geheimnisvollen Flint hat Leann Porter wirklich grandios umgesetzt. Sie belauern sich, profitieren voneinander und wachsen durch den anderen über sich hinaus. Es sind Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss, so wie es die Beiden irgendwann auch gegenseitig tun. Die wechselnden Perspektiven lassen beim lesen tiefer blicken, als Dashan und Flint gewollt sind, dem anderen gegenüber preis zu geben und es macht Spaß, in ihre Köpfe zu sehen. Aber auch die vermeintlichen Nebenfiguren stehen dem in nichts nach. Allen voran Via, von der ich mir wünschen würde im Folgeband noch einiges mehr zu erfahren ist. Die Autorin hat es geschafft eine High-Fantasy Geschichte zu Papier zu bringen, die sich wirklich kurzweilig und ohne Längen lesen lässt. Sie ist lebendig, witzig, aber auch emotional und konnte mich zusätzlich durch die liebevoll und detailreich ausgearbeiteten Schauplätze vollends begeistern. Nun hoffe ich, dass Leann Porter mit Teil zwei der Flamm-Chroniken nicht allzu lange auf sich warten lässt. Ich möchte unbedingt erfahren, durch welche Abenteuer der Flamm und sein Beinahe-Held noch stolpern. Eine Leseempfehlung muss ich nach diesen Worten wohl eigentlich nicht mehr aussprechen … ich tu´s trotzdem! 😉