Die Geschwister John und Becky Kling leben mit ihren Eltern und Geschwistern in sehr armen Verhältnissen im London des 19. Jahrhunderts. Der 13-jährige John und seine Mutter arbeiten in einer Textilfabrik, Becky muss unentgeltlich für einen Händler arbeiten. Der Vater ist arbeitslos, der ältere Bruder Billy, alias 'King' ist Anführer einer Jugendbande in den Docks. Eines Tages lernen die Kinder Karl Marx kennen, der unter dem Namen Mohr in London lebt und den Kindern hilfreich zur Seite steht. Weil John sich gegen das System in der Textilfabrik auflehnt, werden er und seine Mutter eines Diebstahls beschuldigt und ungerechtfertigt gestraft.
In Romanform geschriebene Biographie des Begründers des Kommunismus.
Dieser Roman hat nach 60 Jahren nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Jetzt aus einer etwas anderen Sicht, vor 50 Jahren war dieses Buch noch Pflichtliteratur in meiner Schulzeit.
Ein historischer Roman, der das Leiden der Arbeiter im 19. Jahrhundert in verschiedenen Aspekten darstellt und es schafft, eine echte historische Persönlichkeit als wichtige Nebenfigur zu haben ohne dass es kitschig oder erzwungen wirkt. Ich weiß nicht viel darüber, wie Marx wirklich als Person war, aber als Romanfigur funktioniert er hier echt gut.Ich mag, dass er zwar ein Retter und Hoffnungsträger ist, aber in dem, was er tun kann eingeschränkt ist und auch selber mal Hilfe braucht. Es gibt der Figur Tiefe, Schwächen einzugestehen ohne dass er seine Wirkung als einflussreicher und guter Mann verliert. Die Geschichte der Familie Kling habe ich gern verfolgt, auch wenn sowohl gute als auch niederschmetternde Momente oft etwas überdramatisch dargestellt wurden. Schade fand ich auch, dass die Botschaft und Moral dass Buches alles andere als subtil vermittelt wurde. Grade im Kontext eines DDR Schulbuchs muss ich da leider an Propaganda denken, auch wenn die Ideen selbst nicht schädlich oder falsch sind. In den letzten etwa 150 Seiten verliert das Buch ein wenig den Fokus, aber insgesamt habe ich es echt gerne gelesen und fand es auch sehr abwechslungsreich.
Erstaunlicherweise fand ich es spannend. Wir lasen es über die Sommerferien für die Schule. Da kam ich gerade in die 6. Klasse. In meiner Erinnerung fühlt es sich ein wenig an wie Charles Dickens. Nur waren die Figuren nicht so idealisiert dargestellt worden. Hier hatten die "Olivers" altersgemäße Ecken und Kanten.
Kui mõelda, et see on punane propaganda ja nii nõme, ilmselt ei saaks seda raamatut armastada. Aga mina kui apoliitiline jõmpsikas küll armastasin. Mul oli nii kahju neist, kel raske, tundsin servatult kaasa, kui üks justsünnitanud tegelane tõsteti voodist välja, sest voodi viidi võlgade katteks ka minema, ning raamat oli samas nii põnev! Billysse olin väga armunud ning kiitsin nende seadusevälise kamba tegemised kõigest südamest heaks. Punane propaganda? Vist jah. Aga nauditav noortekirjandus? Jah!!!