Explodierende Mieten haben den Ruf nach Enteignung großer Immobilienkonzerne laut werden lassen. Das Anliegen findet breite Unterstützung. Entsprechend aufgeregt reagieren jene, die Privateigentum als Inbegriff der Freiheit sehen. Sie warnen vor der Rückkehr des Sozialismus. Zeitgleich wird erbittert über eine europaweite Anpassung des Urheberrechts zur Sicherung digitalen Eigentums gestritten. Unterschiedliche Konflikte, aber beide Ausdruck einer Gesellschaft, deren Ordnung auf privater Verfügungsgewalt beruht. Privateigentum, so heißt es, sei Garant für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand. Doch Klimawandel und soziale Polarisierung zeigen zunehmend dringlicher seine dysfunktionale und zerstörerische Kehrseite. Nach Jahrzehnten der Privatisierung ist es an der Zeit, das vergiftete Versprechen des Privateigentums bloßzustellen und aus Enteignung (Wieder-)Aneignung zu machen.
Ausgezeichnete Einführung in die politische Ökonomie des Marxismus entlang der Frage des kapitalistischen Privateigentums. Idealer Einstieg zum Weiterlesen.
Sehr gut und trotz des schwierigen Themas spannend geschrieben. Vor allem ist erwähnenswert, dass die Autorin nach einer ausführlichen und dennoch nicht langweilig werdenden Darstellung und quellenreicher Analyse des Eigentumsbegriffs, seiner Geschichte und Kontroverse, das Aufzeigen realistischer und praktikabler Alternativen zur bestehenden Eigentumsordnung nicht vernachlässigt. Herausgekommen ist daher ein Buch, das jede:r lesen sollte, der:die in diese Themen einsteigen will. ✊🏼