»War ein eher ruhiger 68 Mails im Eingang, 45 geschrieben. Ich mach den Rechner aus, zieh meine Jacke an, stell mich in den Aufzug und Harakiri. Gute Nacht, du schöne Welt.«Alex Rühle ist ein erfolgreicher Journalist, er kommt ganz schön rum, ist glücklich verheiratet und hat zwei Kinder und er ist süchtig. Er ist ein Internet-Junkie. Kein Extremfall, nicht mal die Ausnahme. Er ist gerade so abhängig wie Sie und ich es sind, nur dass wir es nicht immer wissen. Doch Alex Rühle weiß es und macht Ein halbes Jahr wird digital gefastet, und das Leben als Journalist und Vater muss offline weitergehen. Dabei ist das Porträt einer Zeit entstanden, in der alles immer schneller geht und man doch keine Zeit hat, und in der das Allein-Sein zur Tortur geworden ist.
Alex Rühle is a German journalist and author. His best known book is Ohne Netz, about his expericences living without internet or smartphone use for half a year.
The reason why I picked this book up may be for many of u entirely different. I myself am not very addicted to the internet, social media - I barely use it. I am 34 and female, if that is of any interest ;) I can count on two hands the times I skyped. I do make usage of the internet, so I can profit of it in any way, but I can stay for as long as I want to. So the necessity of me reading this book was maybe not that high. I can see people being interested in this book when they themselves have quite an addiction to being constantly online and connected.
My approach was, to get a look into a person, that is this addicted to being online.
I really enjoyed the diary form of the book. For me it was not that shocking, that people react weirded out, when u tell them that u don't use facebook or can't answer e-mails / whatsapp. Because I myself am in these situations quite often. It doesn't bother me much tho and I didn't find the experience of the author very dramatic in that matter. All in all it was an interesting read - but some facts, as in, that people waste their time on the internet without noticing how the hours just fly by.... I don't know if u really need to read a book to realize that.
Ich bin mir bei diesem Buch nicht ganz sicher mit meiner Meinung, einerseits hat mir ein bisschen der Alltagsbezug von dem Autor zu seinem Leben ohne Internet gefehlt, es wurden stattdessen häufig andere Bücher und Autoren im Zusammenhang mit dem Experiment erwähnt, was nicht nur seine schlechten Seiten hatte, aber neben denen für mich persönlich der Rest zu kurz kommt. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat waren die Gedankengänge des Autoren, an die man von alleine nicht unbedingt denken würde, auch hat er viel mit Metaphern gearbeitet was dem Buch etwas lebhaftes verlieh. Alles in allem ein interessanter Erfahrungsbericht, zu einem Thema über das wahrscheinlich schon viele Nachgedacht haben
Der SZ Redakteur Rühle schildert in seinem sechsmonatigem Selbst-Experiment, die Vor- und Nachteile in der heutigen Ära ohne das www. Interessant, anregend zur Selbstreflexion und meiner Ansicht nach stimmig!
Alex Rühle (*1969) ist Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. Als er einen Blackberry für seine Arbeit bekommt, ist er dauerhaft online und mit seinen E-Mails beschäftigt. Er beobachtet bei sich ein starkes Suchtverhalten und beschließt, dem entgegenzuwirken - mit einem halben Jahr Ohne Netz. Nicht ohne Hindernisse deinstalliert er E-Mail-Programme und Browser auf der Arbeit und Zuhause und gibt seinen Blackberry zurück. Während des Entzugs schreibt er Tagebuch und veröffentlich dieses anschließend als eine Art biographische Dokumentation des halben Jahrs offline. Angereichert ist der Text mit Anekdoten und Fakten zu den Themen Sucht, Flucht vor Erneuerungen und Technik (auch anderer Autoren), Medienwissenschaft und vielem mehr. Natürlich schildert er auch die persönlichen Implikationen, die der Entzug hat. Mehr Zeit bzw. Entschleunigung, einige Momente der Ruhe, Schwierigkeiten bei analogen Recherchen, ... Trotzdem scheint er am Ende des Experiments froh, wieder zu alten Gewohnheiten und dem Netz zurückkehren zu können, ohne geht es offensichtlich nicht. Tipps für den Leser für einen gesünderen Umgang mit dem Internet kann er nicht bieten. So ist Ohne Netz zwar unterhaltsam und lädt zum Nachdenken über die eigenen Gewohnheiten und Abhängigkeiten ein - aber nicht mehr.