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Nachgelassene Schriften und Wissenschaftlicher Briefwechsel / Wissenschaftlicher Briefwechsel: Zweiter Band der "Nachgelassenen Schriften und Wissenschaftlicher Briefwechsel"

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"Gottlob Frege. Nachgelassene Schriften und wissenschaftlicher Briefwechsel. Herausgegeben von Hans Hermes, Friedrich Kambartel und Friedrich Kaulbach. Gottlob Frege hinterließ eine große Anzahl wissenschaftlich bedeutsamer Papiere, darunter größere unveröffentlichte Manuskripte, die allerdings fast sämtlich fragmentarisch geblieben sind, sowie Notizen und Briefentwürfe, ferner Briefe seiner wichtigsten Diskussionspartner wie z.B. Russell, Wittgenstein, Dingler, Carnap oder Peano. Der Nachlaß verbrannte während des Zweiten Weltkrieges. Erhielten blieben, von Ausnahmen abgesehen, lediglich Abschriften, die in Vorbereitung einer Publikation von einem Großteil der wichtigen Stücke bereits gemacht worden waren. Die zweibändige Ausgabe Gottlob Nachgelassene Schriften und Wissenschaftlicher Briefwechsel veröffentlicht den gesamten noch zugänglichen wissenschaftlichen Nachlaß Freges. Band 1 enthält den nichtbrieflichen Nachlaß Freges mit ausführlichen Einleitungen der Herausgeber. Band 2 enthält alle überlieferten Schreiben von und an Frege, die im Zusammenhang mit seiner wissenschaftlichen Tätigkeit stehen oder von wissenschaftsgeschichtlichem Interesse sind. Sie werden durch Herausgebereinleitungen und Kommentare erschlossen. Ergänzend sind in kritischer Edition als Centenarausgabe mit ergänzenden Texten die ""Grundlagen der Arithmetik"" erschienen sowie von Lothar Kreiser die Biographie ""Gottlob Frege. Leben - Werk - Zeit""."

340 pages, Hardcover

Published January 1, 1976

About the author

Gottlob Frege

129 books174 followers
Friedrich Ludwig Gottlob Frege (German: [ˈɡɔtloːp ˈfreːɡə]) was a German mathematician, logician and philosopher. He is considered to be one of the founders of modern logic and made major contributions to the foundations of mathematics. He is generally considered to be the father of analytic philosophy, for his writings on the philosophy of language and mathematics. While he was mainly ignored by the intellectual world when he published his writings, Giuseppe Peano (1858–1932) and Bertrand Russell (1872–1970) introduced his work to later generations of logicians and philosophers.

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2,421 reviews10 followers
February 12, 2026
Frege oder die Programmierung des Denkens
Gottlob Frege ist der stille Gigant, auf dessen Schultern die moderne Logik, Informatik und analytische Philosophie ruhen. Dieser erste Band der nachgelassenen Schriften ist zugleich ein kleines Wunder der Editionsgeschichte: Obwohl das Originalmanuskript im Zweiten Weltkrieg verbrannte, blieben seine messerscharfen Gedanken dank erhaltener Abschriften für die Nachwelt bewahrt.
Hier begegnen wir dem Meister der Präzision bei der Arbeit. Ob im „Dialog mit Pünjer“, in dem Frege den Existenzbegriff mit unerbittlicher Konsequenz analysiert, in seinen kritischen Auseinandersetzungen mit der euklidischen Geometrie oder in den berühmten 17 Kernsätzen zur Logik – jeder Gedankenschritt wirkt wie ein logisches Skalpell. Frege schreibt nicht, um zu überzeugen, sondern um freizulegen.
Besonders folgenreich sind seine Überlegungen zu „Sinn und Bedeutung“, jener epochalen Unterscheidung, die bis heute das Fundament jeder ernsthaften Sprachanalyse bildet. Mit ihr löste Frege die Bedeutung eines Ausdrucks aus der bloßen Beziehung zum Gegenstand und machte sie zu einer Frage seiner Stellung im System der Erkenntnis.
Sein eigentliches Ziel war nichts Geringeres, als die Mathematik endgültig vom psychologischen Relativismus zu befreien und auf das tragfähige Fundament der Logik zu stellen. Dass dieses Projekt durch Russells Paradox erschüttert wurde, verleiht den hier versammelten „Neuen Versuchen der Grundlegung“ eine fast tragische Größe. Sie zeigen einen Denker, der unbeirrt an der Möglichkeit absoluter begrifflicher Klarheit festhält.
Dieser Band ist damit mehr als ein editorisches Ereignis: Er ist ein Schlüsseltext für das Verständnis jener logischen Revolution, die das moderne Denken erst möglich gemacht hat.
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