Milovan Đilas was a prolific political writer and former Yugoslav communist official remembered for his disillusionment with communism. Much of his work has been translated into English from Serbian. He was, above all, a literary artist. In several of his books, Djilas proclaimed himself a writer by vocation, and a politician only under the pressure of events.
Alles andere als ein unterhaltsames Buch, die meisten Erzählungen handeln vom Partisanenkampf gegen Nazis, Bulgaren, Türken und Ungarn. Die Kriterien, die über Leben und Tod (auch von nächsten Angehörigen) entscheiden, sind haarsträubend. Die Selbstgerechtigkeit der sozialistischen Sieger und ihr Wille zur Ausrottung von allem, was einer neuen Gesellschaftsordnung entgegen steht, ist erschütternd. Im Verlauf des Buches wählt Djilas zwar unterschiedliche Perspektiven, dabei sind streng religiöse Serben noch schlimmere Killer, die auch Säuglinge in der Wiege nicht verschonen, aber auf Dauer ist das Morden und Metzeln, aus welchen guten Gründen auch immer, ziemlich zermürbend. Da sich die armen montenegrinischen Serben ebenso gern bemitleiden oder ihr Heldentum preisen wie die Iren, kommt man sich als Leser ohne den entsprechenden Hintergrund manchmal auch vor wie in den patriotischen Stücken von Joyces Dubliners. Gegen Ende überwiegt die Folklore aus den Türkenkriegen des 19. Jahrhunderts, ohne das weltweite Wikipedia wäre man da als Leser ganz schön aufgeschmissen. An der literarischen Qualität der einzelnen Erzählungen gibt es gar nicht so viel zu Deuteln, aber der Großteil ist eher für Montenegriner als für den Rest der Welt geschrieben, gleichbedeutend mit nachlassendem Leseinteresse meinerseits. Es hat durchaus seine Gründe, dass Djilas nur noch wegen seiner Gespräche mit Stalin gelesen wird. Zumindest von Fachhistorikern.