"Mit der Veröffentlichung des von Präsident Macron beauftragten Berichtes zur Rückgabe des in französischen Museen befindlichen afrikanischen Kulturerbes entflammte im November 2018 sofort eine kontroverse Debatte, die weit über Frankreichs Grenzen hinausging und bis heute anhält. Nicht von ungefähr, zeigt die Untersuchung doch klar, dass ein großer Teil der afrikanischen Sammlungen in den ethnologischen Museen Europas gewaltvoll im Zuge des Kolonialismus oder durch die Übervorteilung der Einheimischen angeeignet wurde ‑ heute befinden sich ca. 90 Prozent des afrikanischen Kulturerbes außerhalb des Kontinents. Nötig ist eine radikale Revision der bisherigen Sammlungspraxis, die auch deutsche Museen und nicht zuletzt das geplante Humboldt Forum berührt. Die deutsche Übersetzung des hitzig diskutierten, aber nur wenig gelesenen Berichtes soll helfen, die Debatte um Geschichte, Restitution und die Zukunft der Museen, die hierzulande erst an ihrem Anfang steht, für die breite Gesellschaft zu öffnen und sie gleichzeitig zu versachlichen. Denn letztlich geht es um viel mehr: Die Debatte über die Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes kann der Anstoß sein für ein neues Gespräch zwischen Afrika und Europa und möglicherweise ein erster Schritt hin zu einem neuen Verhältnis auf Augenhöhe. "
Inhaltlich sehr interessant und nehme viel mit, aber der Schreibstil und die Form (gekürzter Bericht) haben mir den Zugang zur Lektüre ziemlich schwer gemacht leider.
The Report was commissioned by Emmanuel Macron in order to provide primary panoramic view of African heritage condition in France and offer a sketch of its restitution. Theoretical part on deliberately violent acquisition of heritage objects and perceiving accessibility of cultural heritage as a fundamental human right is undoubtedly the strong point of the document - inspiring and thought-provoking. Nonetheless practical part seems to be overly idealistic bearing in mind that after the publication of the document no object was actually restituted (except the sword of El Hadj Omar Tall, founder of Toucouleur Empire, and some spectres from Benin which actually were owned by private collectors in France). Strong emphasis on museums and curators instead of legislators which are the first to take the step towards restitution misguides. Maybe a deeper analysis of how this heritage is entangled in Western narratives would be enriching and provide a more realistic approach to the issue. Nevertheless, salutary intentions which declaratively brought the question of the colonial heritage to the daylight as the hot topic of this century.
Das Buch ist ein von Macron in Auftrag gegebenes Paper, liest sich auch etwas trocken und könnte ausführlicher sein, aber alles in allem interessant und mit sehr vielen Fakten bestückt. Man schämt sich wirklich für unsere europäische Einstellung zu anderen Kulturen.
While it has always been obvious to me that stolen cultural goods need to be returned to African countries, it was this book that first made me realise the gravity of the issue of restitution.
If you are interested in the Topic of restitution this book will be intetesting; it goes very much into Detail which can be interesting for some and Tiring for others - I would have loved to read more diversified on the need of african people getting their cultural belongings back but on the other hand I do know it is a report written und and for certain circumstances: 3,5!