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Endlich Kokain: Roman

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"Ganz Wien greift zu Kokain" oder: eine todsichere Methode, sein Leben zu retten
Ein rührend normaler, leider zu dicker Gutmensch, der nie wild, aufregend und hemmungslos gelebt hat, erhält die furchtbare Diagnose: noch maximal drei Jahre Lebenserwartung bei weiter zunehmendem Bluthochdruck und Bewegungslosigkeit. Der frühpensionierte TV-Redakteur fasst einen verzweifelten Entschluss, als er erfährt, dass nur harte Drogen gegen seine monströse Fettsucht helfen: Er beginnt eine "Kokain-Diät". Der geborene Spießer protokolliert penibel Dosis und Wirkung, doch bald schon wird er immer rauschhafter, wilder, offener – und dünner! Sein Charakter löst sich auf. Er lügt, fälscht, betrügt, hat plötzlich Sex im Übermaß und steigt mit jedem verlorenen Pfund auf zur schrulligen Kultfigur der Wiener Kunstboheme. Nur ein Zufall kann ihn vor seinem naiven Optimismus und dem sicheren Drogenende retten. Joachim Lottmanns Roman ist die eindrückliche Seelenstudie eines Mannes, der in einen Strudel dekadenter Abenteuer gerät, und zugleich das Abbild einer berauschten Zeit.

246 pages, Kindle Edition

First published April 10, 2014

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About the author

Joachim Lottmann

18 books4 followers

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Community Reviews

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7 (6%)
Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for MaggyGray.
673 reviews31 followers
March 26, 2017
Was für ein sexistischer Scheiß!

Durch dieses Buch musste ich mich durchquälen. Der Klappentext klang vielversprechend, leider scheint der Autor ein bisschen an Selbstüberschätzung zu leiden. ("Es könnte der Hit des Jahres 2014 werden" schrieb er seinem Lektor.)

Stephan Braum hat mit seinen gut 130 Kilo noch zwei, drei Jahre zu leben, dann fällt er tot um (Bluthochdurck, Diabetes, Gelenke etc.). Da er schon alles durch hat, kommt er auf die Idee, mit Kokain abzunehmen. Gesagt, getan. Über einen befreundeten Künstler - Hölzl - kommt er an den Stoff, nimmt auch tatsächlich ab und steigt zur "It-Größe" im Wiener Kunstkreis auf. Durch Tagebucheintragungen beschreibt Braum in der Ich-Form seine Gedanken und Erfolge.

Ich kenne mich in der österreichischen Kunstszene nicht aus, kann deshalb auch nicht sagen, ob es - laut Autor - da tatsächlich nur ums Kiffen und Vögeln geht, aber zumindest in "Endlich Kokain" wird es so beschrieben und ausgelebt. Nur leider bricht hier erneut die feuchte Fantasie eines alternden Autors durch, der seinem Alter-Ego nicht nur seine Vita auf den Leib schustert, sondern ihn auch noch die Eskapaden ausleben lässt, von der Lottmann vielleicht des Nachts nur träumen kann. Schon nachdem Braum die erste "Line" gezogen hat, schüchtert er einen Barmann ein, der sich denn auch pflichtschuldigst vor Angst in die Hosen macht (klar!). Gleich im Anschluss kommt auch schon die erste blutjunge und fast magersüchtig wirkende Gespielin daher, die nach anfänglichem Zögern (man ist ja kein Triebtäter) natürlich mit Braum ins Bett hüpft. Die nächste Gespielin ist älter und unansehnlicher, wird aber trotzdem bestiegen, weil man diese quasi von Hölzl "geerbt" hat, seit dieser im Koma liegt. Eine dritte - Gott sei Dank wieder dünne und junge!! - folgt auf dem Fuß. Alle drei wollen gedemütigt, gefesselt und geschlagen werden, was Braum ja eigentlich TOTAL doof findet - aber der Mann von Welt besorgt es den Tussis natürlich trotzdem, immerhin erscheinen die jungen Körper (nicht die alte Trulla!) durchaus noch "benutzbar". Dass sie unter den "Künstlern" auch ausgeliehen und getauscht werden, versteht sich von selbst, das ist aber dann unter der Rubrik "Emanzipation der Frau" zu sehen, weil DIE das ja so wollen.
Braum steigt derweil zu einem Pseudo-Star auf, vor dem rätselhafterweise alle kuschen (Männer) bzw. von dem alle bestiegen werden wollen (Frauen). Inwieweit sich Braum ändert bleibt dem Leser rätselhaft. Auch wie man rank und schlank werden kann (zum Schluss bringt er es auf ca. 87 Kilo), ohne die überschüssigen Hautschürzen entfernt zu haben. Braum lässt sich von der ersten Seite an über seine Mitmenschen in übelster Art und Weise aus - ob es nun die fetten hässlichen Frauen oder die dämlichen schissigen Männer sind. Dass er ebenso eine Hackfresse hat, ist selbstverständlich egal. Erst mal dünn geworden, hecheln ihm alle hinterher.

Fazit: die nasse-Höschen-Träume eines Autors, der neben seinem Schreibstil und einer Weltanschauung für Schwachmaten nichts vorzuweisen hat, sind in "Endlich Kokain" ein peinlicher Versuch, den "Hit des Jahres" an den Leser zu bringen. Durchgefallen!
Profile Image for Bobbi.
201 reviews10 followers
March 1, 2019
It was a really well written book about a misogynist who starts using cocaine to lose weight. We don’t find out much about his past life besides the fact that he was weird and didn’t fit in with others. I would have liked to hear about some of the old interests he had in life besides history or film, which he didn’t really seem to like anyways. There was no individuality, so there wasn’t much development to be done anyways. It would have been nicer to see some sort of development, but I can tell that the author was pointing to the lack of development as a key theme. Props to him for keeping the novel interesting with one dimensional characters!
386 reviews4 followers
August 17, 2022
Dieses Buch war auf einer Liste der lustigsten deutschen Bücher. Das mag natürlich immer subjektiv sein, aber ich kann nichts lustiges daran finden, wenn ein alternder, übergewichtiger Fernsehintendant langsam zu einem Kokain-Abhängigen wird.
Stilistisch wie inhaltlich echt nicht gut.
Profile Image for Patricia Olbert.
35 reviews
June 19, 2016
Ich habe das Buch sehr zügig durchgelesen und mich gut amüsiert. Besonders der Erzählstil hat mir gut gefallen, es gibt einige wunderschön-absurde Sätze, die mir viel Freude gemacht haben. Wirklich sympathisch ist einem der Protagonist Stephan nie, aber als Leser wird im Laufe der Geschichte das Mitleid kleiner und die Antipathie immer größer. Das ist das Besondere an diesem Buch, es gibt keine Helden, alle Figuren sind die entweder dämlich, arrogant, egoistisch, unerträglich opportun oder machthungrig oder alles auf einmal. Dennoch wird die Wirklichkeit eigentlich nur ein bisschen überspitzt. Das einzige Manko des Buches ist das Ende, ich hatte das Gefühl, dass der Autor einfach mittendrin aufgehört hat. Ein zynisch witziger Roman mit kleinen Seitenhieben auf die Gesellschaft. Auch wenn es überwiegend ja die Künstlerszene geht, kriegt eigentlich jeder, zumindest mal in einem Nebensatz, sein Fett weg.
Displaying 1 - 5 of 5 reviews

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