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"Das ist auch euer Krieg!"

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Deutsche Soldaten berichten von ihren Einsätzen.
In Afghanistan und anderen Krisengebieten riskieren unsere Soldaten Tag für Tag ihr Leben. Wieder heimgekehrt, treffen sie mit ihren Erlebnissen oft auf Desinteresse, Unverständnis und sogar offene Ablehnung. Jetzt endlich melden sie sich zu Wort und haben der Bundeswehrärztin Heike Groos ihre Geschichten erzählt.
Erstmals, direkt und ungefiltert, berichten sie von dem, was sie nicht mehr loslässt: von Bildern des Krieges, die sie nicht vergessen und vom Leben nach dem Einsatz, in das viele nicht mehr zurückfinden können. Die Erlebnisberichte und Briefe sind einzigartig in ihrer Ausdrucksstärke und Intensität, sie rütteln wach und entwickeln einen Sog, der uns zur Auseinandersetzung zwingt. Wer sie gelesen hat, spricht und denkt anders über unsere Beteiligung an internationalen Kriegseinsätzen.

Mit einem Vorwort von Roger Willemsen.

208 pages, Paperback

First published January 1, 2010

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About the author

Heike Groos

8 books2 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Alice.
239 reviews33 followers
June 4, 2019
Immer öfter dachte ich, schade, dass nur ich diese Geschichten zu lesen bekomme. Das müsste eigentlich der gesamten deutschen Bevölkerung zugänglich gemacht werden, dann würde vielleicht endlich ein Umdenken erfolgen, Soldaten würde vielleicht endlich mehr Verständnis entgegengebracht werden und ganz vielleicht würde endlich ein Umdenken bezüglich dieses Afgahnistaneinsatzes seitens der Politiker erfolgen und die Debatten im Bundestag würden ihre Scheinheiligkeit und Naivität verlieren.


Worum geht es?
Im Großen und Ganzen geht es um Soldaten, die bis Anfang 2010, in verschiedenen Verwendungen (benutzt man das wirklich für Menschen?), im Ensatz in Afgahnistan waren.

Die SoldatInnen, Ärzte, ein Techniker und ein Polizist schreiben in einer kritischen Weise über den Einsatz vor Ort, den gänzlich unbekannten Sinn davon, über das Verhalten der Amerikaner (das Kündigungsschreiben eines US-Diplomaten mit inbegriffen), die Ausbildung afgahnischer Polizisten, Terroranschläge und das wichtig(st)e Thema "Wie geht es einem nach dem Einsatz? (Auch wenn man doch nicht in Kampfhandlungen verwickelt war)". Das Verhalten, -Totschweigen-, der Kameraden und Familienangehörigen, Freunde, nach so einem schwerwiegenden Auftrag, wird auch mehrfach angesprochen.
Den Selbstmord nach vielen Streiterein/mimimi-ich-red-nich-mehr-mit-dir am Telefon/per E-Mail mit schwangerer Freundin, während dem Auslandseinsatz.
Das Versagen der hiesigen Psychatrien mit ihren Ärzten. Um es mit einem Zitat auszudrücken: "Ich verliere immer mehr das Vertrauen in professionelle Hilfe".

Fazit:
Beim Schließen des Buchs ging mir ein Schauer über die Arme.
Auch mich, als nicht-sonderlich-stark-Militärinteressierte ließ es nicht kalt. So hab ich mir das gar nicht vorgestellt. Zu dem auch noch mit den ganzen Klebezettelchen, die wichtige Stellen markieren.
Ich kann mich den Worten der Autorin nur anschließen, dass die ganze Bevölkerung Deutschlands es lesen sollte. Um mal ein paar Infos zu bekommen. Über eine aktuelle Version würde ich mich sehr freuen.

Und die Politik?
Es ist ein Scheißgefühl, wenn man von denen nur als Spielball benutzt wird. Jeder von denen interessiert sich nur für seine Interessen, aber niemand interessiert sich für das Wohl der Soldaten dort unten. Das ist schon ein tolles Gefühl, wenn man Tausende Kilometer fernab seiner Heimat einfach nur benutzt wird.

Ich habe keine Antworten, habe keine Lösungen. Was ich einfordere, ist, das wir korrekte und ausreichende Informationen bekommen. [...] Damit für Afgahnistan, das Land, dem wir so zwiespältig gegenüberstehen wie wohl noch nie zuvor einem anderen Land, wieder Hoffnung entstehen kann.[...] Damit unsere Kameraden, Freunde, Ehemänner und Söhne nicht umsonst gestorben sind.


Im Gedenken an die Gefallenen.
Profile Image for Oceana2602.
554 reviews160 followers
August 13, 2012
I have family and friends fighting in Afghanistan. Do you? Do you even know if you do?

(in fact, I have this one guy who's over there who I'd really really like to meet again, but I have no way of contacting him, which kinda sucks.)

If you are German, please read this book.

PLEASE.

I know I'm more interested in military history than most people, but this isn't about military history. This is about German history. About a part that seems to be completely forgotten in the media and public - the fact that we are - RIGHT NOW - fighting in a war in Afghanistan.

Yes, I know, you people don't want to hear that. Germany fighting a war in another country, makes everyone a bit squeezy, right? But let's call a duck a duck and a war a war, and yes, we are involved. And I think we owe it to ourselves, our history, and our soldiers (cause that's right, too, we have soldiers, you know), to face that fact and deal with it. ESPECIALLY because we are German. Because if we should have learned one thing from history is that looking away and being silent is really not a solution, right?

But oh no, we are ignoring Afghanistan. Actually, we are mostly ignoring the whole fucking Bundeswehr right now.

Wake up, people, this is not how this works. You need to watch and listen and inform yourself and then speak up, no matter if it is to support or to protest. Just don't sit there and look away, please.

//half-political rant over

Anyway, as there is almost not literature about our involvement in Afghanistan, and as this is not written by Heike Groos (whose book I didn't like, see my review, for other reasons), I would really like everyone to read this. German soldiers (or people otherwise involved in Afghanistan), speaking up about their time their.

Profile Image for SusanneH.
533 reviews42 followers
January 1, 2016
lesenswert!
Deutsche Soldaten im Einsatz im Irak, Afghanistan und jetzt auch in Syrien. Zu wenig wird hier zulande über ihren Alltag berichtet, viel zu selten ihre Geschichten erzählt.
Was ist ihre Motivation? Wie gehen sie später mt ihren Erlebnissen um und wie begegnen wir ihnen nach ihrer Rückkehr.
Hat mich sehr nachdenklich gemacht und auch traurig. Wir schicken unsere Soldaten und Soldatinnen hinaus in die Welt, nennen es "Verteidigung" oder auch bewaffneten Konflikt. Das Wort Krieg wird nicht in den Mund genommen.
Schlimm finde ich die unzureichende Betreuung nach der Rückkehr, da wird zu viel weggeschaut.
Das Buch enthält Berichte von Soldaten-/innen, aber auch von Angehörigen.
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