Action, Thrill und Abenteuer - mit Schwein, Charme und Plasmakanone!"Ein Meilenstein, eine der spannendsten und auch am besten ausgearbeiteten Ich-Erzählungen der aktuellen Science-Fiction." - Phantastisch Lesen Österreichische Rechtschreibung, Grammatik und Semantik; britischer Humor, Waldviertler-Bashing.Kann Spuren von Sarkasmus und Antimaterie enthalten.Die Venus - gegen jegliche wissenschaftliche Prognose, Wahrscheinlichkeit und Vernunft erfolgreich terrageformt - hat ein Der Sauerstoffgehalt der Luft beginnt langsam zu sinken, und sowohl Mensch als auch gentechnisch optimiertes Tier scheinen mehr davon zu verbrauchen als bisher. Fieberhaft wird an einer Lösung gearbeitet, doch kurzfristig scheint Hilfe von außen unvermeidlich. Das autonome Kollektiv, eine geldlos utopische Gesellschaft aus Freidenkern, verrückten Wissenschaftlern, Gelehrten und Studenten², muss sich zähneknirschend dem Außenhandel öffnen, um die Krise zu meistern.John Harris, ehemaliger Captain der UN Streitkräfte, hat ebenfalls ein Problem - er ist pleite.Wieder einmal.In einem Sonnensystem, dessen Handel weitestgehend von allmächtigen Konzernen gesteuert wird, ist nicht mehr viel Platz für einen einfachen Freihändler. Und schon gar nicht, wenn sich dieser weigert, Aufträge anzunehmen, die ihn mit dem Gesetz in Konflikt bringen könnten. Sein einziger nennenswerter Besitz ist die Avatar, eine Phobocaster, ein legendärer Schiffstyp des vorletzten interplanetaren Krieges. Ihr Wert alleine könnte aus John einen wohlhabenden, sogar reichen Mann machen - doch ein Verkauf kommt nicht in Frage.Denn die Avatar ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Geisterschiff ... ²Und sprechenden Schweinen. Aber lesen Sie selbst!„Die humoristischen Elemente brauchen sich jedoch bezüglich Hintersinn vor keinem Terry Pratchett, bezüglich Kreativität vor keinem Douglas Adams zu verstecken.“ - Phantastisch Lesen„… ist eine klare Empfehlung als ungewöhnliche, leicht trashige und humorvolle Military Science-Fiction mit ungeahnten philosophischen und erzählerischen Tiefen.“ - Nerd-WikiPreisträger "Goldener Stephan 2019" - 3. Platz "Phantastische Literatur""Buch des Jahres 2019" - VLP- Überarbeite Neufassung mit halbherzig bundesdeutscher Rechtschreibung (buh!) -
Gerade mit dem neuen Ertlov fertig geworden, und mir schwirrt der Kopf.
Zu viele Eindrücke, zu viele Emotionen und immer noch den Nachgeschmack des spektakulären Finales im Mund.
Der Onur Zyklus war ja schon richtig, richtig gut - aber hier wird nicht nur noch einmal eins drauf gesetzt, nein, es geht in eine vollkommen andere Richtung.
Ein Satz ist besonders im Gedächtnis geblieben:
"Weil ich nicht in einer Welt leben will, in der jemand wie du jemandem wie mir anbietet, ihm einen zu blasen, nur weil er etwas Nettes tut."
In jedem anderen Kontext wäre das obszön, vielleicht sogar unnötig, eventuell sexistisch. Aber in der Szene, in der dieser Satz fällt, ist es pure Poesie, wunderschön treffend und charakterisiert den Protagonisten perfekt. Dieser ist materialistisch, zynisch, teilweise menschenverachtend, teilweise triebgesteuert an der Grenze zur Dauersexualisierung seiner Gesprächpartner. Und trotzdem fast zu gut für die Welt, in der er lebt. Denn diese ist trotz allem superben Humor, den Ertlov auch diesmal wieder liefert, haarscharf an der Grenze zur Dystopie.
Ein wunderschönes, spannendes, packendes Science Fiction Abenteuer, das man wieder und wieder lesen kann, mit einem richtig guten Finale und sprachlich so unkonventionell, das es ein Genuss ist. Aber auch tiefsinnigere Gedanken und Betrachtungen kommen nicht zu kurz.
Eine 100% Empfehlung, nicht nur für Freunde des Genres.
Ab und an lese ich auf meinem Handy ein e-book. Meistens wenn ich irgendwo warten muss und es mords langweilig ist. Dann starte ich meine Kindle App und stöbere durch die Bücher. Durch Zufall bin auf das Buch Mutation von Ivan Ertlov Ivan Ertlov gestoßen. Am Anfang war ich begeistert, das es mal wieder einen SciFi Schreiber gibt der etwas drauf hat.
Und dann auf Seite 120 Kommt der Epilog und auf Seite 123 die Danksagung. Hey spinnt der Kerl. Gerade wo es spannend wird. Das kann er doch nicht machen.
Aber er wurde noch besser. Ivan Ertlov erinnert mich ein wenig an die ersten Bücher von Wolfgang Holbein. Der Thron der Libelle war auch so ein SciFi der aus der Reihe getanzt ist. Abgefahren, leicht durchgedreht aber glaubhaft.
Ertlov hat mit seinem Buch etwas geschafft was ich lange nicht mehr hatte. Spaß beim lesen. Und ich meine wirklich Spaß. Der Schreibstil ist frisch und herzhaft. Man spürt richtig das er vor dem Computer sitzt und bei jedem Satz den er schreibt ein grinsen im Gesicht hat.
Die Texte und die Story sind so schön verwoben das man sich gleich wohl fühlt. Manche Ausdrücke und Wortwendungen sind etwas derb, aber sie passen super in das Genre und auch in die Zeit und die Region in der dieses Buch spielt.
Alles in allem ein gelungenes Buch das ich nur weiterempfehlen kann.
Mutation ist ein Science-Fiction-Roman, der mich vollkommen überrascht hat und in dem eine komplex-geniale Geschichte versteckt ist. Genaueres erzähle ich euch unten, spoilerfrei im Text.
Meine Meinung zum Cover: Ich muss ehrlich zugeben, dass ich hinter diesem Cover keine so geniale Geschichte vermutet habe. Erst als ich es größer machte, konnte ich die gewählten Motive richtig erkennen. Was genau alles darauf sein soll, ist mir noch immer nicht klar. Aber zum Glück ist der Inhalt des Buches wichtiger. 🙂
Meine Meinung zum Inhalt: Der Beginn dieses Buches war für mich sehr seltsam. Ich habe mich wirklich gefragt, in was ich da hinein geraten bin. Mehr und mehr begann ich die Geschichte zu mögen. Der Schreibstil des Autors ist teilweise sehr verschachtelt, trotzdem flüssig zu lesen, nachdem ich mich daran gewöhnt hatte. Irgendwann fiel es mir gar nicht mehr auf. So ungewöhnlich der Beginn war, so gut entwickelte sich die Geschichte.
Nach einem sehr informativen Rückblick, der einen Ticken zu lang war, fand ich mich wieder zurück im Geschehen. Der Rückblick gehört im Nachhinein zu meinen liebsten Abschnitten, weil ich hier enorm viel über meine Lieblingsprotagnisten Alice erfuhr. Die Geschichte ist spannend und mit einer genialen Komplexität geschrieben. Der Autor hat im Hintergrund eine verzwickte Verschwörung entwickelt, die er gekonnt in seine Geschichte integriert hat. Bis zuletzt war auch ich auf der „falschen Fährte.“
Ich muss aber sagen, dass ein paar Szenen ein wenig zu ausschweifend waren und man sie ein bisschen hätte kürzen können. Vor allem so manches Gespräch oder die Gedankenspiele. Nach Kapitel 4 habe ich kurz überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll. Denn das gewählte Stilmittel wirkte übertrieben und sorgte für die Gedanken, wo ich da wohl hinein geraten bin. Zum Glück habe ich weitergelesen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass Ivan Ertlov in seinem Werk polarisiert und immer wieder auf Dinge aus der „realen“ Welt hinweist und auch so manches kritisiert. Viele Komponenten sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern spiegeln die Wahrheit wieder. Trotz allem ist in der Geschichte auch eine gehörige Portion Humor vorhanden. Immer wieder nimmt sich der Hauptprotagonist Captain John Harris selbst aufs Korn, schafft es aber in den richtigen Momenten ernst und klar zu sein. Überhaupt zeigt er des Öfteren, dass viel mehr ihm steckt. Ich war überrascht, welch tiefen Einblick ich in die Psyche von Captain Harris bekam. Sein Handeln konnte ich dadurch besser nachvollziehen.
Die Science-Fiction kam in diesem Buch nicht zu kurz. Die Military Elemente und die Schlachten waren so realistisch beschrieben, wie ich es selten erlebt habe. Hier ist auch am meisten Spannung zu finden, welche mich meisterhaft mitfiebern ließ. Die Technik hat mir vom ganzen Buch am besten gefallen. Je näher das Ende kam, umso stärker fieberte ich mit. Dabei vor allem beim finalen Kampf, ich konnte das Lesen nicht mehr unterbrechen. Das letzte Kapitel und der Epilog waren ein krönender Abschluss dieses Buches.
Mein Fazit: Ich habe hier ein ungewöhnliches, aber richtig gutes Military Science-Fiction Buch gelesen. Der Schreibstil ist verschachtelt, aber trotzdem flüssig zu lesen. Manche Szenen sind zu ausschweifend, dennoch erlebte ich ein komplex-spannende Geschichte, die richtig tolle Elemente enthält. Die zugrunde liegende Idee ist gut eingebaut und offenbart die Wahrheit konstant. Das Buch polarisiert und beinhaltet eine gehörige Portion Humor. Die besten Kapitel waren die Letzten, die zu einem krönenden Abschluss führten.
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Mein erstes Buch von Ertlov und ich muss gestehen, ich bin am Haken. Das Buch war ein Page-Turner, die Charaktere glaubwürdig, das Setting ansprechend, die Geschichte nicht übermäßig anspruchsvoll aber - vielleicht genau deshalb - äußerst unterhaltsam. Für Freunde humorvoller Military Science Fiction eine echte Empfehlung. Kleinigkeiten haben mich einen Stern abziehen lassen - falls es interessiert, Spoiler ahead:
Gegen Ende des Buches ging es mir dann doch zu schnell. Die Entlarvung des Antagonisten sowie die unmittelbaren Wort- und Schusswechsel wirkten ein wenig deplatziert und plump - zumal EINERSEITS eine Person dieses Kalibers sich solche Schnitzer mMn nicht erlauben würde und ANDERERSEITS eine derartige 'Falle' inkl. der entsprechenden Waffe, etc., bei einem Schiff wie der Avatar, bzw. bei dieser speziell auch von Alice mit vorbereiteter Mission (denke hier an das Aufrüsten der internen Sensoren für die geplante Überwachung, etc.) nicht möglich sein sollte.
Mir ist auch nicht ganz klar, warum einerseits eine Anklage wegen Ghost Usage im Raum steht, parallel darauf hingewiesen wird, dass die Box zerstört wurde und gleichzeitig Alice 5 min in einem geklauten (?) Körper vor Harris steht. Hier stört mich die zeitliche Abfolge: Entweder steht die Anzeige im Raum, während man noch dabei ist, Alice irgendwie zum Reden zu bringen (Box nicht zerstört, aber beschädigt - Alternativen, wie z.B. Jolandas Körper, werden gesucht um den 'armen' Ghost zu retten) ODER Alice lebt, hat alles aufgeklärt und diese kurze Passage mit Dr. Asher war eigentlich unnötig.
Nichtsdestotrotz: Verdiente 4 Sterne, der zweite Teil der Reihe ist schon auf meiner to read list und ich freue mich darauf.
Ich tue mich mit "Mutation: Alte Freunde und profitable Kriege" echt schwer. Einerseits gefällt mir die Geschichte, bis auf einige Schwachstellen und zähe Lederfetzen echt gut. Das Setting ist plastisch und trägt zum Rest bei, ohne deplatziert oder austauschbar zu wirken. Selbst die Ideen im Bezug auf Stilbrüche sind erfrischend und heben sich vom Einheitsbrei ab, ohne ein großer Störfaktor zu sein. Doch dann betrachte ich die Umsetzung mit all ihren Facetten und stoße mit meinem kleinen Zeh an zu viele stumpfe Ecken.
Ob das die ersten Kapitel sind, die man meiner Meinung nach besser in die gesamte Geschichte eingeflochten hätte, Bewegründe oder sogar Highlights der Charaktere - die ich an einem Finger abzählen kann. Der Spannungsbogen, der beim spannen gebrochen und jemanden ein Auge ausgestochen hat oder diverse Schnitzer in der Szenenbeschreibung. Das Buch liest sich für mich wie ein roher und stumpfer Metallklotz, der ein faszinierendes und episches Raumschiff hätte sein können, dass mich nicht nur aufgesaugt, sondern auch in atmosphärischen Welten geballert hätte.
Abseits davon muss ich aber sagen, dass mir das Buch als Nicht-Space-Sci-Fi Fan echt gut gefällt. Ein Wiederspruch nicht wahr? Nicht-ganz. Denn nicht jedes Buch muss ein Meisterwerk sein und auch nicht jeder Schinken muss über Jahrzehnte reifen und gepflegt werden, um gut zu schmecken. Und genau deswegen mag ich "Mutation" auf seine eigene und vor allem realistische Art und Weise. Denn das Leben ist bei weitem nicht Perfekt und auch kein Meisterwerk, aber es macht Spaß, mit all seinen Fehlern und Mängel. Genau deswegen ist "Mutation" für mich etwas besonderes und hat sich seinen Platz in meinem Herzen verdient.
Wieder macht es einem der Autor nicht leicht. Wieder ist der Einstieg eine Hürde, die so manchen Leser vielleicht sogar aussteigen lässt.
Doch sobald man die seltsame Rückblenden-Konstruktion am Anfang überstanden hat, eröffnet sich ein Leseerlebnis, das seinesgleichen sucht. Spielerisch erschafft Ertlov ein lebendiges, glaubwürdiges Sonnensystem, das sich in seinen politischen Allianzen mit Leviathan messen kann. Er stellt Protagonisten vor und baut sie auf wie kein anderer Autor - jeder mit eigenen Sprachmustern, eigenen Macken und Eigenheiten. Charaktere, deren Verhalten in sich immer logisch bleibt. Und trotzdem jagt ein Twist den anderen, eröffnet eine Schnitzeljagd quer durch unser Sonnensystem, mit Spannung, Action und sehr viel Humor. Und einem der sympathischsten Ich Erzähler der SF Geschichte.
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Mutation ist schlicht und ergreifend eines der besten deutschen Science-Fiction Bücher aller Zeiten. Wenn nicht sogar das beste aktuelle Buch des Genres.
Nach dem imposanten Onur Zyklus war ich skeptisch, ob der Autor an dessen Erfolg anknüpfen kann. Schließlich hatte er dort Charaktere, ein Universum und vor allem eine Geschichte erschaffen, auf deren Welle er durch drei Bände reiten konnte - und das tat er (und wie er das tat!). Das Ganze noch mal zu wiederholen - das kann man sich nur sehr vorstellen.
Es sei denn man hat so viel Vorstellungskraft wie der Autor auch legt einfach noch ein paar Schippen drauf. So geschehen in Mutation, ein rasanter SciFi-Thriller, in dem selbst die Romantik nicht zu kurz kommt.
Der charismatische Ich-Erzähler - ein heldenhafter Antiheld - und sein Schiff samt 'Crew' decken eine interplanetare Verschwörung auf. Dabei stoßen sie auf viele Abenteuer und eben 'alte Freunde'. Spannung bis zum tollen Schluss ist garantiert.
Natürlich mangelt es in Mutation auch wieder nicht am Humor.
Spannendes und lustiges Buch. Die Geschichte war jetzt nicht besonders extravagant oder aufregend aber der Schreibstil des Autors hat mir sehr gefallen.