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Auch 16 Jahre nach dem verheerenden Atomunfall gilt der Schwarzwald als verstrahlt und unbewohnbar. Auf der Suche nach seinen seit der Katastrophe verschollenen Eltern dringt Felix immer tiefer in das Sperrgebiet vor. Er trifft auf Gutes und Bedrohliches und lernt auch mit dem ihm Unverständlichen umzugehen. Doch nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen haben sich völlig verändert. Immer wieder begegnet Felix dem unheimlichen Gesang, einer Kraft, die niemand erklären kann, und die alles Leben bedroht …

390 pages, Kindle Edition

Published March 13, 2019

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Thomas Erle

17 books

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Jennys Bücherkiste.
820 reviews27 followers
April 15, 2019
Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.

Rezension
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Ich tue mich schwer damit, meine Meinung zu diesem Buch zu formulieren. Nicht, weil es mir nicht gefallen hätte, sondern weil ich im Grunde nur meine Punkte aus der Rezension zum ersten Teil wiederholen kann. Der erste Satz des Buches macht es schon recht deutlich: Es gibt sehr viele, sehr detaillierte Beschreibungen, zwischen denen die Handlung manchmal etwas verloren geht, obwohl die Geschichte durchaus spannend ist und vorangetrieben wird. Grundsätzlich haben mir die viele Beschreibungen gefallen. Dadurch war das Buch sehr bildlich und lebendig. Gerade die Beschreibungen der Natur haben viele Emotionen vermittelt: Entspannende Ruhe beim Überqueren von Blumenwiesen, Nervosität beim Annähern an verlassene Dörfer oder Bauernhöfe. Außerdem fand ich es gruselig, wie Felix so vollkommen allein im wilden Nirgendwo unterwegs war. Ich war immer neugierig, was er hinter der nächsten Ecke sehen würde. Und manchmal war ich aus reinem Interesse sogar geneigt, Google Maps zu befragen, wo genau er sich wohl gerade befindet und ob dieser Ort in Broschüren wirklich so angepriesen wird wie Felix annimmt.

Insbesondere zu Anfang haben diese detaillierten Beschreibungen aber auch dazu geführt, dass das Tempo der Geschichte sehr langsam war. Gerade im ersten Viertel hätte ich mir gewünscht, dass die Handlung ein bisschen mehr Fahrt aufnimmt. Wobei dies nicht nur mit den ausführlichen Beschreibungen zu tun hat, sondern auch mit dem Mangel an Charakteren. Es leben nicht mehr viele Menschen im Schwarzwald und diejenigen, die sich dort eine Existenz aufgebaut haben, halten sich größtenteils versteckt. Inhaltlich ist es deshalb absolut konsequent, dass Felix auf den ersten 100 Seiten keiner Menschenseele begegnet. Als Leser fand ich es irgendwann aber mehr und mehr ermüdend, dass er außer Laufen, Gucken und Denken nichts zu tun hatte. Es war eine enorme Erleichterung, als er endlich auf Menschen getroffen ist. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, ist mir noch nie aufgefallen, wie unfassbar wichtig zwischenmenschliche Interaktionen sind.

Sobald Felix auf Menschen getroffen ist, fand ich das Lesen wieder angenehmer. Als er in einem größeren Dorf ankommt, in dem es eine richtige Struktur und viel Kontakt gibt, ist das Buch sogar richtig spannend geworden. Konflikte zwischen verschiedenen Menschen haben dem Buch sehr viel mehr gegeben als verwilderte, kaum passierbare Trampelpfade es konnten. In Zusammenarbeit mit den anderen Menschen wurde zudem die Handlung weiter getrieben, auch wenn es noch immer keine richtigen Erklärungen gibt für die unsichtbare Macht, die im Schwarzwald ihr Unwesen treibt. Mir ist nach wie vor schleierhaft, was dort eigentlich vor sich geht. Schade, dass in diesem Band kaum etwas erläutert wird. Aber zumindest Felix' Suche nach seinen Eltern ist nach der langen Einleitung weit vorangetrieben worden. Jetzt bin ich auf den letzten Band gespannt und hoffe sehr, dass dort auch wirklich eine Auflösung folgt.

Fazit
Diese Fortsetzung hat mir gut gefallen, auch wenn ich dieselben Kritikpunkte habe ich zum ersten Band. Die vielen detaillierten Beschreibungen haben die Geschichte lebendig gemacht und Emotionen vermittelt. Gleichzeitig war das Tempo dadurch aber extrem gering. Der Anfang war zudem etwas ermüdend, da Felix keiner Menschenseele begegnet ist. Sobald andere Charaktere auftauchten, wurde das Buch aber spannend. Die Handlung wird vorangetrieben, auch wenn Erklärungen leider immer noch fehlen. „Das Lied der Wächter – Der Gesang“ hat mich neugierig auf den finalen Teil gemacht und bekommt dafür vier Schreibfedern.

Ich bedanke mich beim Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar!
Profile Image for Alica.
232 reviews
April 1, 2019
Der zweite Band der Trilogie "Das Lied der Wächter" setzt nahtlos am Ende von Band 1 an. Felix setzt seinen Weg alleine fort und lässt Lena, ihre kleine Siedlung und die dortige Sicherheit zurück. Wie schon in Band 1 verläuft die Handlung überwiegend ruhig, konnte mich aber dennoch fesseln. Felix begegnet auch in diesem Band den unterschiedlichsten Personen im Sperrgebiet und nicht alle sind ihm freundlich gesinnt. Thomas Erle gelingt es dabei, die auftauchenden Personen mit wenigen Worten so in die Handlung zu integrieren, dass man ihre Interaktionen mit Felix interessant findet und bei jeder neuen Begegnung auf Hinweise hofft, die die seltsame Kraft im Gebiet erklärt. Doch ebenso wie Felix scheinen auch die Bewohner nur wenig über das zu wissen, was um sie herum geschieht. Sie haben sich damit arrangiert.

Anders als noch in Band 1 mehren sich die unheimlichen Ereignisse jedoch. Der "Gesang", der die "Spinne", jene unheimliche Kraft, ankündigt, zeigt zunehmend die damit einhergehenden Gefahren. Und dann trifft Felix im Laufe der Handlung ein Mädchen, das ein besonderes Geheimnis birgt und Felix' Welt in mehrfacher Hinsicht auf den Kopf stellt. Mich fasziniert die Art, wie die ruhige Handlung mit wenigen Hinweisen auf die geheimnisvolle Kraft eine Grundspannung erzeugt, die mich regelrecht an die Seiten gefesselt haben. Dazu die schönen Landschaftsbeschreibungen, bei denen ich stets das Gefühl hatte, selbst durch den Schwarzwald zu wandern. Für mich ist die Mischung fast perfekt - nur zum Ende hin hätte ich doch gerne mehr Klärung erhofft. Doch um herauszufinden, was genau diese Kraft nun ist, muss der Leser geduldig auf Band 3 warten. In der Hinsicht war das Ende von Band 2 leider etwas ernüchternd.

Charaktere tauchen wie gesagt vielfach auf und begleiten Felix zumeist für eine kurze Zeit - entweder weil sie ihm helfen oder weil sie eine Gefahr darstellen. Obwohl die Nebencharaktere nur kurz von Bedeutung sind, empfand ich sie überwiegend als lebendig und authentisch beschrieben. Sie passen sich nahtlos in die Handlung ein und zeigen auf, wie das Leben im Sperrgebiet verläuft, ohne irgendwie gezwungen bedeutungsvoll zu sein. Selbst Chiara, die ein seltsames Geheimnis birgt, begleitet Felix ein Stück der Handlung, hat einen nachhaltigen Einfluss auf ihn - und lässt ihn weiterziehen. Das erzeugt eine erfrischende "Gelassenheit".
Zeitgleich wächst Felix an den Aufgaben, die ihm auf der Suche nach seinen Eltern im Weg stehen. Er wird merklich nachdenklicher, reflektiert das Geschehen zunehmend und nimmt nicht mehr alles einfach hin. Er wird erwachsener und geht mit neuen Situationen zunehmend geplanter um. Wo ich Felix in Band 1 noch zu sprunghaft und unüberlegt fand, mag ich ihn mittlerweile echt gerne!

Fazit: Wer Band 1 zu langatmig und unaufgeregt fand, wird vermutlich auch an Band 2 keine Freude haben. Mich fasziniert eben dieses Unaufgeregte aber sehr und die hintergründige Spannung fesselte mich an die Seiten, sodass ich den Band innerhalb weniger Tage durchgelesen hatte. Zudem genoss ich die Landschaftsbeschreibungen und freue mich darauf, irgendwann selbst den Schwarzwald zu durchwandern! Wenn Band 3 die Rätsel um die seltsame Kraft nun endlich aufklärt, hat die Trilogie Potential, eine meiner liebsten Buchreihen zu werden!
Profile Image for Karin.
101 reviews
November 3, 2024
Mich hat die Thematik der Trilogie aus zwei Gründen angesprochen, einmal weil ich im Nordschwarzwald geboren wurde und dort die ersten 10 Jahre meines Lebens verbracht habe und daher vertraut bin mit seiner Düsterkeit und Mystik. Zum anderen fand ich es sehr spannend von einem wegen eines Atomunfalls völlig abgeriegelten Schwazwald zu lesen.

Diese Rezension bezieht sich auf Band 1 und 2 der Trilogie (Das Erwachen, Der Gesang), da ich nicht vorhabe, den letzten Band zu lesen, aus Gründen, die ich noch ausführen werde.

Ich bin  davon ausgegangen, dass die Trilogie für Erwachsene geschrieben wurde, da die Bände in meiner Bücherei bei den normalen Romanen standen und nicht bei den Jugendbüchern bzw. Young Adult Büchern. Es ist aber für YA geschrieben, weil wir einem 16-jährigen als Hauptprotagonist folgen. Das wäre schon einmal das erste Manko für mich, da ich normalerweise kein YA mehr lese, weil die Geschichten dort meist nach dem immer selben Muster gestrickt sind.

Dennoch fand ich vor allem den ersten Band interessant und spannend. Die Prosa des Autoren ist sehr eingängig und die Beschreibungen der Landschaften sind detailliert und atmosphärisch, sodass man sich gut in die Situation in einer von der Außenwelt abgeriegelten Gegend hineinversetzen kann.

Im ersten Viertel des zweiten Bandes ist unser Hauptprotagonist zum ersten Mal völlig allein unterwegs und man liest über mehr als 100 Seiten nichts anderes, als wie er sich seinen Weg durch die Wildnis sucht. Obwohl alles sehr atmosphärisch beschrieben ist, bekommt man doch rasch genug, von kaum nachverfolgbaren Bachläufen, dickem Dickicht, steilen Hängen und Felswänden, überwucherten Straßen, blockierten Bereichen und immer wieder von verlassenen Dörfern, Hütten und Siedlungen zu lesen.

Das macht auch später, nachdem er wieder auf Menschen trifft, einen Großteil der Erzählung aus und wird in einem zweiten Band durch die Wiederholungen einfach langweilig. Zumal man wenig bis gar nichts über die geheimnisvolle Kraft erfährt, die weite Teile des Schwarzwaldes beherrscht und die es für die dort lebenden Menschen schwierig macht, sich in ihrer Umgegebung frei zu bewegen. Man muss als Leser, wie die dort lebenden Menschen, einfach akzeptieren, dass diese Kraft nun einmal da ist. Zum Ende des zweiten Bandes ist mir dies jedoch zu wenig.

Mit dem Ende des zweiten Bandes hat der Protagonist sein Hauptziel erreicht, will nun jedoch mehr über die Geheimnisse des Schwarzwaldes erfahren, was dann im dritten Band (Das Gesetz) erfolgen soll. Mir ist das Erreichen des Hauptzieles erst einmal genug, weswegen ich davon absehe auch den dritten Band zu lesen, da vorhersehbar ist, dass es auch hier wieder weitgehend durch die Wildnis geht. Davon hatte ich in den ersten beiden Bänden, wenn auch schön und atmosphärisch beschrieben, bereits ausreichend gelesen und meine Neugierde, endlich etwas über die geheimnisvolle Kraft zu erfahren, ist jetzt nicht mehr groß genug. 
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