Das Buch ist an sich spannend zu lesen und gibt einen detaillierten Einblick in die Menschenversuche des Nazi-Regimes. Vor allem die Entstehung der Euthanasie und die Berichte der Versuchsopfer fand ich interessant. Der Aufbau des Buches könnte aber besser gestaltet sein. Ausserdem bin ich nicht einverstanden mit der Aussage von Klaus Dörner, dass heutzutage psychischem Schmerz mehr Aufmerksamkeit geschenkt würde, als physischem Schmerz. Psychische Erkrankungen versteht man heute nunmal viel besser, als dies noch vor dreissig Jahren der Fall war. Das heisst aber nicht, dass andere Pathologien in den Hintergrund rücken.