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Comisaria Ruiz #4

El sueño de la razón

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La comisaria más atípica de la novela negra deberá enfrentarse a un crimen de inspiración artística. Una mujer de ley, fuera del sistema, en búsqueda de la verdad.

La comisaria Ruiz vuelve a Madrid para preparar su defensa. El viejo Jefe Superior de la policía ha logrado su suspensión en venganza por una antigua investigación y María está temporalmente fuera del cuerpo. Pero eso no la va a frenar. Es el mes de mayo, tiempo de fiestas en torno al río Manzanares, y la aparición de unos animales muertos es el primer indicio de una anomalía que pronto dejará más huellas la ejecución de una joven becaria de Historia del Arte en uno de los puentes del río. Y no será la única. La policía investiga magia negra, acoso sexual o sadismo, pero los distintos sucesos empiezan a conformar una serie de escenificaciones que llevarán a la comisaria Ruiz hasta el legado de Goya. Sin equipo, sin uniforme y sin pistola, María se enfrenta esta vez a un ser de extrema inteligencia, marcado por una obsesión y con gran capacidad de manipulación. En su lucha contra el tiempo recorrerá casas okupas, túneles subterráneos y un Madrid oculto y ajeno al Estado.

426 pages, Kindle Edition

Published March 5, 2019

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About the author

Berna González Harbour

13 books25 followers
Es periodista, subdirectora del diario El País y colaboradora de la Cadena SER.

Licenciada en Ciencias de la Información por la Universidad Complutense de Madrid, ha estado vinculada desde sus inicios a la cobertura de noticias de Internacional, ha sido corresponsal en Moscú, enviada especial en una veintena de países en conflicto y redactora jefa de esta sección. La información sobre el mundo, la política, los cambios sociales, el impulso de las mujeres, la transformación de un gran periódico en plena revolución digital y los libros son algunas de sus pasiones.

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Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for Ana Cristina Lee.
790 reviews415 followers
September 20, 2022
El título ya nos orienta sobre el tema: una serie de asesinatos conectados con las pinturas de Goya, sobre todo las de la época más negra. La comisaria María Ruiz está de baja por problemas en un caso anterior - al que se alude bastante; yo no lo había leído y ahora creo que es mejor leer la serie en orden - pero se implica en la investigación usando sus contactos y recursos.

Hay una buena ambientación, así como bastante información sobre la vida y la obra de Goya. Se recorren lugares como la ubicación de La Quinta del Sordo o la ermita de San Antonio de la Florida. También aparece un submundo de viejos caserones okupados y alcantarillas que perforan el suelo de Madrid y albergan seres desamparados.

Una buena novela en conjunto, quizá un pelín larga para mi gusto.
Profile Image for Kingofmusic.
285 reviews57 followers
September 12, 2022
Der Künstler und seine Monster

„Die von der Vernunft aufgegebene Fantasie bringt unmögliche Monster hervor; mit ihr vereint ist sie die Mutter der Künste und der Ursprung der Wunder.“ (Francisco de Goya)

Es gibt ja immer noch Menschen, die an der Existenz Bielefelds zweifeln. Nun, wie erklärt es sich dann, dass ein berühmter Puddinghersteller seinen Hauptsitz dort hat und es sogar einen in meinen Augen äußerst liebenswerten und professionellen (wenn auch kleinen) Verlag in meiner Heimatstadt gibt? Okay, ist ja gut – ich höre schon auf :-).

Nun, der angesprochene Verlag heißt Pendragon und hat (nicht nur) mich bereits mit etlichen seiner Veröffentlichungen begeistern können. Der neueste Coup des Verlags ist ein Kriminalroman der Spanierin Berna González Harbour und trägt den Titel „Goyas Ungeheuer“. Es ist der erste ins Deutsche übersetzte Krimi, jedoch nicht der erste Fall für Comisaria Maria Ruiz. An dieser Stelle spreche ich schon mal meine Hoffnung aus, dass „Goyas Ungeheuer“ so gut bei den deutschen Lesern ankommt, dass der Verlag auch die anderen Bücher der Reihe übersetzt und verlegt. Hat ja mit James Lee Burke auch schon geklappt *g*.

Um was geht´s? Comisaria Ruiz wurde aufgrund früherer Ereignisse, die im Lauf der Lektüre (kurz) angesprochen werden und deren unmittelbare Folgen ein in diesem Band der Reihe eröffnendes Verfahren gegen sie nach sich ziehen, vom Dienst freigestellt, was sie jedoch nicht daran hindert, auf eigene Faust einer Reihe von (zunächst) bestialischen Tiermorden nachzugehen. Schnell stellt sich nämlich heraus, dass die nur der Anfang zu einer grausamen Mordserie sind, die eins gemeinsam haben: die Darstellung von Gemälden von Francisco de Goya.

Und somit beginnt eine Tour de Force durch Madrid, die Maria und ihre Freunde sogar in den Madrider Untergrund führt – und natürlich in den Prado, das berühmte Museum, in dem zahlreiche Gemälde Goyas gezeigt werden.

Die Autorin legt bei ihrem Krimi nicht sehr viel Wert auf blutrünstige „Der Leser schaut dem Mörder über die Schultern“-Szenen, sondern präsentiert immer erst das (nicht minder erschauernde) Ergebnis; ein Kniff, den ich als seltener Krimileser sehr begrüße. Vielmehr begleiten wir Comisaria Ruiz und ihre Freunde, wie sie Stück für Stück dem Mörder mit List, Humor, manch schrägem Zufall etc. auf die Schliche kommen. Selbst das Finale ist trotz seiner „Schlichtheit“ spannend.

Ein weiterer Pluspunkt dieses Buches sind die abgedruckten Gemälde von Francisco de Goya, die zwar leider nur in S/W gedruckt wurden, aber das kann man dem Verlag mit einem garantiert nicht gerade üppigen (Druck-)Budget nicht übelnehmen. Schließlich sind alle Gemälde im Anhang noch einmal gelistet, so dass geneigte Leser und Kunstliebhaber sehr schnell im Internet fündig werden und sich die Bilder in Farbe ansehen können.

Mir jedenfalls hat die Lektüre des Krimis großen Spaß (ja, an der ein oder anderen Stelle kann man lauthals lachen) gemacht und somit vergebe ich sehr gerne 5 künstlerisch wertvolle Sterne und spreche eine absolute Leseempfehlung aus!

©kingofmusic
Profile Image for Marisolera.
928 reviews208 followers
October 17, 2019
Pendiente de que se resuelva el expediente incoado contra ella, María Ruiz vive en Madrid y se mete en líos. Concretamente se dedica a investigar unas extrañas muertes, primero de animales y luego de personas, con un toque de magia negra, de muerte ritual que al final no son tales, sino relacionadas con los cuadros más negros de Goya. Una trama un tanto liosa, cosas que se callan, okupas, bicis y Madrid de fondo. La comisaria Ruiz tiene una vida chunga por delante y un pasado triste por detrás. Además, sin sus pilares, Carlos y Tomás, la cosa no puede ponerse peor. ¿O sí?
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
August 31, 2022
„Eigentlich glaubte sie auch nicht an solche Verbrechen. Sie kamen in den Filmen von John Malkovich und Quentin Tarantino vor, aber passten überhaupt nicht nach Madrid, das mit einem Fuß in der Gegenwart und mit dem anderen in der Vergangenheit stand.“ (Zitat Seite 82)

Inhalt
Comisaria María Ruiz ist auf Grund von angeblichen Eigenmächtigkeiten bei der Aufklärung des letzten Falles suspendiert, ein Disziplinarverfahren läuft. Der neue Chef der Madrider Polizei wartet nur darauf, dass sie trotz der Suspendierung zu ermitteln beginnt, das wäre dann auch Gehorsamsverweigerung. Doch seine Drohungen können Comisaria Ruiz nicht daran hindern, genau dies zu tun, zu ermitteln. Denn in Madrid folgt auf grausame und nicht erklärbare Tiermorde nun der Mord an der Kunststudentin Sara, deren Spezialthema die persönlichen, nicht beauftragten Zeichnungen des berühmten Malers Francisco de Goya sind. Während dieser Mord trotz der eigenartigen Szene am Tatort vom neuen Chef der Comisaria und seinem Team sofort als Eifersuchtstat eingestuft wird, mit einem passenden Verdächtigen, erkennt die Comisaria den Bezug zu Goyas Werken, denn hier stellt jemand einzelne Bilder genau nach und es gibt noch viele ähnlich brisante Werke. Wird es der Comisaria mit ihrem kleinen, sehr speziellen Team von Menschen, die sie bei ihren Recherchen unterstützen, gelingen, diesen sehr verworrenen Fall aufzuklären und weitere Morde zu verhindern?

Themen und Genre
Dieser Kriminalroman spielt in Madrid und ist Teil einer Serie um die Comisaria María Ruiz. Es ist der erste Band, der in deutscher Sprache herausgegeben wird. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die zeitkritischen, persönlichen Zeichnungen des Malers Francesco de Goya und die Pinturas Negras, die schwarzen Gemälde seiner letzten Jahre.

Charaktere
Es ist eine aus sehr unterschiedlichen Charakteren zusammengesetzte Gruppe rund um die Comisaria, die an sich schon eine sehr vielschichtige Figur ist. María Ruiz hat Psychologie studiert, ist eine erfolgreiche, kompetente Ermittlerin, aktiv und taff im Beruf, aber durch ihre berufliche und persönliche Situation und Bindungen trägt sie einige Konflikte und ungelöste Probleme in sich. Luna, der ältere Journalist im Vorruhestand, lebt den klassischen Journalismus, er recherchiert, sucht Zusammenhänge und berichtet darüber. Im Gegensatz zu ihm nützt die die junge Journalistin Nora die modernen Medien und Kommunikationsmöglichkeiten. Wichtige Hinweise erhält die Comisaria auch vom Straßenjungen Eloy.

Handlung und Schreibstil
Die Geschichte spielt in der aktuellen Zeit, innerhalb eines knappen Zeitrahmens. Da dies bereits der vierte Teil der Serie ist, fehlt das Hintergrundwissen zur aktuellen Situation und zu den Problemen der Comisaria. Viele Details ergeben sich jedoch aus Erinnerungen und Gesprächen. Neue Hinweise und Informationen erfahren wir beim Lesen gleichzeitig mit der Comisaria und den mit ihr befreundeten Journalisten Luna und Nora und können so eigene Überlegungen über Täter und Motive anstellen. Schilderungen der lebhaften Stadt Madrid mit ihren Sonnen- und Schattenseiten und das Leben zwischen Tradition und Moderne ergänzen die Handlung, ohne sie jedoch zu unterbrechen. Es ist eine sehr komplexe Geschichte, die mit vielen interessanten Fakten um das Werk von Francesco de Goya und dreizehn entsprechenden Abbildungen ergänzt wird.

Fazit
Eine packende, durch das Thema Goya sehr interessante Geschichte, ein sehr gelungener Streifzug durch Madrid. Es ist wesentlich mehr als "nur" ein Kriminalroman, denn neben dem Leben und Werk von Francesco de Goya nimmt die Autorin auch immer wieder Bezug auf das reale Leben in Spanien und die aktuellen sozialen und gesellschaftspolitischen Themen. Ein spannendes, facettenreiches Lesevergnügen und eine interessante Serie, von der ich gerne mehr lesen würde, vergangene und zukünftige Fälle der sympathischen Comisaria Ruiz und ihrer Gruppe.

Profile Image for Wal.li.
2,628 reviews72 followers
September 3, 2022
Goya Saal

Comisaria María Ruiz ist nach einer Sache vom Dienst suspendiert. Bald soll die Anhörung der Internen stattfinden und sie hofft, dass sie dann wieder durchstarten kann. Als einige tote Tiere aufgefunden werden, geht das Gerücht, es könne sich um rituelle Taten gehandelt haben. Ruiz ist schon klar, dass sie keine Nachforschungen anstellen darf und Kontakt mit den Kollegen darf sie auch nicht aufnehmen. Ganz so eng muss man das vielleicht nicht sehen. Als jedoch die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, ist es mit Ruiz Zurückhaltung vorbei, obwohl ihr Team alles versucht, sie von dem Fall fernzuhalten, damit sie ihre Situation nicht noch schlimmer macht.

Dieser Band ist als Einzelband ausgewiesen, obwohl es eine Reihe um Comisaria María Ruiz gibt. Möglicherweise weil Ruiz hier wegen der Suspendierung nicht mit ihrem Team ermitteln kann. So ein Alleingang muss nicht die beste Lösung sein. Mit Energie und Weitblick geht Ruiz dennoch auf Mörderjagd. Die junge Frau kann bald identifiziert werden, es handelte sich um Sara, eine Kunststudentin, die sich besonders für den Maler Goya interessierte. Sie wollte seinen unbekannteren Werke eine Bühne geben. Doch warum musste sie sterben? María Ruiz begibt sich in ein sogar ihr weniger bekanntes Madrid.

Nicht ganz so häufig, aber doch immer wieder mal gibt es Kriminalromane, die mit der Welt der Kund in Verbindung stehen. Oft erweisen sie sich als interessant und lehrreich. Man erfährt etwas über großartige Kunstwerke, deren Existenz auf besondere Art mit einer Tat oder einem Täter in Verbindung steht. Nicht nur dem Leser, auch dem Ermittler kann sich so viel Neues offenbaren. Wenn sich wie hier noch ein packender und vielschichtiger Fall entwickelt, bleiben kaum noch Wünsche offen. Vielleicht hätte man sich eine weniger gradlinige Auflösung erhofft, dafür bekommt man am Schluss jedoch eine Überraschung geboten, mit der wirklich nicht zu rechnen war und die einem zu vielen im Nachhinein nicht ganz sinnvollen Mutmaßungen angeregt hat.

Dieser sehr informative und unterhaltsame Kriminalroman wird gerne empfohlen und wenigstens ein Besuch auf der Website des Prado dazu.
59 reviews1 follower
August 26, 2019
Me ha parecido el peor de la serie. Divagar demasiado.. Parece que sólo quiere demostrar lo mucho que se ha documentado y se enrolla como en ninguna de las otra dos que he leído de ella. Una pequeña decepción.
100 reviews
July 21, 2020
Libro bastante mediocre, que no aporta nada
777 reviews1 follower
March 13, 2023
Kommissarin María Ruiz kehrt nach Madrid zurück, um ihre Verteidigung vorzubereiten. Der alte Polizeichef hatte sie aus Rache suspendiert: Ungehorsam im Dienst. Es ist Anfang Mai, die Zeit der Feste von San Isidro am Fluss Manzanares (2. Mai 1808: der Kampf der Mamelucken, Rebellionen des spanischen Volkes während der Besetzung durch Napoleon und 3. Mai 1808: Erschießung der Aufständischen madrilenischen Patrioten) sind im vollen Gang, als zwei seltsame Tiermorde Rätsel aufgeben. Die Polizei sieht keinen großen Handlungsbedarf, da es sich um «Sachgegenstände» handelt (eine Rechtsgrundlage, die im neuen Tierschutzgesetz gerade in Spanien verändert wird). Geht es hier um Okkultismus? María wittert mehr dahinter. Kurz darauf wird auf einer der Flussbrücken die Leiche der Kunststudentin Sara gefunden. Die Inszenierung erinnert María an eine Zeichnung des Künstlers Goya. Auch die Inszenierung der toten Truthähne weisen auf ein Bild von Goya.

«Wenn sie geglaubt hatte, dass amn als Mitglied der Polizei die Gerechtigkeit und Wahrheit ohne Weiteres vertreten konnte, so hatte sie sich geirrt. Während sie suspendiert war und um ihre Rückkehr kämpfte, war ihr Chef weiterhin im Dienst. Seine dunkle Vergangenheit lag mitsamt seiner Verbrechen begraben, trotz Noras Berichterstattung.»

María, kaltgestellt, darf nicht ermitteln, denn dann würde sie dem Grund der Suspendierung in vollem Umfang entsprechen. Trotzdem ist sie fest entschlossen, den Fall aufzuklären, da die Kollegen den Zusammenhang zu Goya ignorieren. Ohne Ausrüstung, Uniform und Waffe ist sie dem Psychopathen auf den Fersen, – und es wird ein weiterer Mord geschehen. Die Szene der Ocupatas, der besetzten Häuser, ist ein Ansatzpunkt, denn hier hatte die Studentin gewohnt, im La Dragona, das sich neben dem Friedhof von La Almudena befindet. Ein jugendlicher Ausreißer aus der Gruppe hilft María weiter, zeigt ihr stillgelegt Abflusstunnel unter dem Königspalast, in denen Obdachlose wohnen – ein unbekanntes, unterirdisches Madrid, das dem Staat bisher nicht aufgefallen zu sein scheint. Ein befreundeter Journalist steht ihr zur Seite – Tausch von Information gegen Information. Auf dem Fahrrad durch Madrid, Kontakt mit jungen Menschen, die umweltbewusst leben, die den Kapitalismus in seiner Grundstruktur abschaffen wollen, María taucht ein in eine neue Welt. Der Jugendliche, Eloy, wird Marías wichtigster Verbündeter. Er hat sehr klare Vorstellungen von der Gesellschaft der Zukunft, vor allem in Bezug auf Konsum und Lebensmittel: «Niemand muss Geld ausgeben und ich bin Veganer». Er verkörpert den Trend zum Minimalismus, der auf Nachhaltigkeit abzielt. Eloy ist ein schweigsamer, liebenswerter Junge, der von Geheimnissen umhüllt ist. Ein wichtiger Helfer ist Luna, ein Journalist der alten Schule, zuverlässig, diskret, erfahren, jedoch und technologisch unbedarft, der den alten Zeiten hinterherjammert. Auf der anderen Seite haben wir Nora, eine Journalismus-Studentin und Freundin von Luna. Sie besitzt die Dynamik, die dem alten Luna fehlt, und ist ihm in technischen Recherchen voraus. Sie verkörpert den Übergang vom Kiosk zum digitalen Abonnement. Die beiden konkurrieren, gleichzeitig schätzen sie den anderen, tauschen sich aus.

Auch Tomás hilft María online mit Infos aus dem Netz – er will sie nicht treffen, etwas, das María sehr weh tut – was der Leser nicht versteht, weil dies eine Beziehung aus den vergangenen Bänden ist. Wer ist der geheimnisvolle Tomás, und in welcher Beziehung stand er zu María? Es ist der 4. Band aus der Serie – der letzte. Leider wurde hier mal wieder mittendrin angefangen, anstatt die Serie in der Übersetzung von vorn aufzuzügeln. Natürlich ist jeder Fall abgeschlossen, doch in einer Serie durchläuft ein Ermittler parallel ein Privatleben, das in diesem Fall immer wieder durchsticht und leider beim Lesenden Fragen aufwirft. Bedauerlicherweise fehlt ein Hinweis auf den 4. Teil und deren Vorgänger. Für mich ist die Hauptfigur ein wenig unglaubwürdig, denn María spielt mit ihrem Job, den sie liebt. Sie bedient sich vieler Quellen, und sie allein ist auf dem richtigen Weg – die Polizei ermittelt zunächst in die falsche Richtung, hat gleich einen Verdächtigen parat. Was mich etwas störte, war die Tatsache, dass sie den engsten Polizei-Kollegen ihre Teamkollegen Martín und Esteban ihre Ergebnisse nicht mitteilt, Beweise unterschlägt. Sie sind ja befreundet und vertrauen sich – niemand hätte María verraten. Z.B. findet sie bei den Okupatas irgendwann das Notizbuch der Toten unter der Matratze. Man fragt sich nun, warum die Polizei nicht selbst unverzüglich dort gesucht hat. Und natürlich behält es María für sich, wie auch andere Infos – sie will den Fall allein lösen. Das gibt keinen Sinn, weil ja genau das nicht herauskommen darf.

«Im obersten Stockwerk hing das Porträt der Familie von König Carlos IV. Sie war wahrscheinlich keine Kunstexpertin, nicht einmal Amateurin auf diesem Gebiet, aber es bedurft keine Masterabschlusses, um zu erkennen, dass sich auf der Leinwand eine Geschichte von Neid und Macht im Stil einer Seifenoper verbarg: Macht, die verdienstlose Erben zur Genüge hatten und der Wunsch derjenigen, die nach dieser Macht strebten.»

Wenn man diesen Umstand herausnimmt, ist der literarische Krimi gut zu lesen, spannend, mit einigen Längen. Leider ist recht schnell klar, wer der Täter ist – nur er ist wie vom Erdboden verschluckt. Es ist gleichzeitig ein Kunstkrimi, bei dem uns die Autorin den Maler Francisco José de Goya y Lucientes näherbringt. Ein großartiger Maler, der im höfischen Kreis Spaniens beliebt war, der allerdings auch sozialkritisch agierte und aus diesem Grund später nach Frankreich ins Exil fliehen musste. Berühmt die Radierungen «Desastres de la Guerra», die die Folgen und Gräueltaten unter der napoleonischen Herrschaft und dem Unabhängigkeitskrieg der spanischen Bevölkerung darstellt, ebenso «Die Erschießung der Aufständischen vom 3. Mai 1808». Der Täter in diesem Krimi stellt mit seinen Morden Bilder von Goya nach und so begibt sich María auf die Spuren von Goya, besucht Museen und blättert in Büchern. 13 Schwarz-weiß-Abbildungen zu Goyas Bildern sind dem Roman beigefügt. Leider ist das, was María sieht, nur im Ansatz auf den kleinen Fotos zu erahnen, denn die meisten sind im Original große Ölgemälde (man kann im Netz danach suchen). Auf jeden Fall ist das ein feiner Drive zu Werk und Biographie von Francisco de Goya, der anreizt, seine Werke mal wieder in Original zu besuchen. Allein aus Marías Sicht, wäre der Krimi schwerlich zu erzählen – also bedient sich die Autorin eines allwissenden Erzählers, um die Handlung voranzutreiben. Krimi und Kunstgeschichte sind fein miteinander verwoben, und es gibt Raum für Gesellschaftskritik und einen Einblick in die Hausbesetzerszene und andere Feinheiten. Von daher lesenswerte spanische Kriminalliteratur.


Berna González Harbour, geboren 1965 in Santander, startete ihre Karriere als Journalistin bei der spanischen Zeitung El País, wo sie u. a. verschiedene Ressorts leitete. Zudem ist sie regelmäßiger Gast bei Sendungen des spanischen Senders Cadena Ser und ist in Spanien eine bekannte Literaturkritikerin. Ihre Liebe für Krimis ließ sie 2012 ihr erstes eigenes Werk schreiben, 2020 gewann sie für El sueño de la razón (Goyas Ungeheuer) den spanischen Krimipreis Premio Hammett.

Profile Image for Gloria Dauden.
Author 37 books75 followers
April 17, 2023
Esperaba mucho más. Podría haber sido un libro magnífico, pero se queda en un intento por desgracia. Tampoco ayuda que sea parte de una serie de la que no he leído nada antes. Habría ganado mucho como libro verdaderamente independiente centrado en Goya ( y los crímenes) sin menciones a personajes que no afectan para nada a la trama central y cuyas subtramas no avanzan apenas nada.
Profile Image for eguzkilore.
108 reviews3 followers
February 24, 2024
pues me ha entretenido mucho, pero siento que tarda muchísimo en avanzar, y otra vez el tema de que hay 0 mujeres y media y encima se les trata como objetos, es que estoy harta. además, en este libro le ha dado por usar la palabra “sendos” y la ha desgastado, vaya pesadez. pero bueno, está entretenido aunque el final me ha decepcionado un poco
Profile Image for anamjaime.
463 reviews
April 23, 2024
Es un libro que me ha gustado pero también se me ha hecho pesado a ratos, sobre todo cuando se ponía a filosofar sobre las pinturas de Goya o cuando estaba todo el rato que no podía investigar.

No recomiendo leerlo si no te has leído los anteriores porque te comerías en gran spoiler de los anteriores.

El libro se deja leer pero no me ha enganchado en ningún momento.
Profile Image for Alba.
213 reviews12 followers
June 1, 2024
Bastant meh, molts madrileños fent tonteries.
Profile Image for Katie Tomaty.
4 reviews
January 31, 2025
Guter leichter Krimi mit kunsthistorischem Bezug und einem interessanten weiblichen Hauptcharakter
Profile Image for Gunnar.
413 reviews14 followers
September 10, 2022
Comisaria María Ruiz ist wieder nach Madrid zurückgekehrt, aber von Dienst suspendiert. Die Situation belastet auch ihr Verhältnis zu ihren Freunden im Polizeiapparat. Sie müsste sich eigentlich zurückhalten, aber als mehrere merkwürdige Ereignisse in Madrid stattfinden, ist ihr Ermittlerinstinkt geweckt. Tote Truthähne werden zur Schau gestellt, ein Hund versinkt in einem Schlammloch und schließlich ein Mord: Nahe des Flusses Manzanares wird eine junge Kunststudentin bizarr ermordet aufgefunden. Die Zurschaustellung lässt nur einen Schluss zu: Es gibt eine Verbindung zu den Werken des großen spanischen Künstlers Francisco de Goya. Doch während die Polizei den Dozentin und Liebhaber der Studentin verhaftet, verfolgt Ruiz eine ganz andere Spur.

Nochmehr als der deutsche Titel ist der Originaltitel in direktem Bezug zu Goyas Werk: „El sueño de la razón“ ist ein Teil von Goyas berühmtem Werk „El sueño de la razón produce monstruos“ („Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“). Die Auseinandersetzung mit Goyas Werk ist auch das Faszinierende an diesem Roman. Im Buch tauchen 13 Abbildungen von Goyas Kunstwerken auf, die Auseinandersetzung mit seinem Werk ist essentieller Bestandteil des Kriminalromans. Daneben wird auch die spanische Hauptstadt als Setting mit ungewöhnlichen Schauplätzen gut in Szene gesetzt.

Die Voraussetzungen für einen guten Roman sind somit vorhanden, dennoch war ich nicht ganz zufrieden. Die Übersetzung einer Serie mit dem vierten Roman zu beginnen, empfand ich als unglücklich, da viel zu viel aus der Vorgeschichte der Figuren in diesen Band hineinspielt. Zudem fand ich die Figur des psychopatischen Täters eher blass und nicht markant genug. Es ist auch so, dass der Täter so zur Mitte des Buches feststeht und ich eigentlich noch mit einer Wendung zum Ende gerechnet hatte, aber da kam nichts mehr. Fazit: Plot und Täterfiguren haben mich nicht begeistert, aber wer mit einem Krimi mal so richtig in die Kunsthistorie und Francisco de Goya eintauchen will, der sollte einen Blick in diesen Roman riskieren.
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