Ein Meer von rosa-weißen Blüten, malerische Fachwerkhäuser und romantische Flusslandschaften – nach sechs Jahren in Hamburg hat Leonie fast vergessen, wie schön das Alte Land ist. Da ihre Mitbewohnerinnen eigene Wege gehen und sie ihren Job verloren hat, muss sie sich neu orientieren und hofft, in der alten Heimat zur Ruhe zu kommen. Doch die will sich einfach nicht einstellen, da ihre Eltern Hilfe brauchen und, ganz unerwartet, ein Mann ihr Herz höher schlagen lässt. Ein Glück, dass sie sich auf ihre beiden Freundinnen Nina und Stella verlassen kann!
Die Geschichte um Leonie und ihr Leben wird in der Ich-Perspektive erzählt, was mir sehr gefallen hat. Ich habe Leonie sofort in mein Herz geschlossen und mich mit ihr gefreut und auch mal mit ihr mitgelitten. Mit jeder Seite lernt man sie und ihre Mitbewohnerinnen Stella und Nina besser kennen. Auch die ein oder andere Rückblende gibt es. Diese fügen sich wunderbar in das aktuelle Geschehen ein und ich als Leserin konnte die Mädels besser kennenlernen. Neben den wunderbar gezeichneten Charakteren liest sich das Buch - wie von Frau Engelmann gewohnt - flüssig und flott.
Besonders gefallen hat mir zudem die Atmosphäre und die Idylle im alten Land. Bei der ein oder anderen Reise dorthin konnte ich mir die Apfelblüte richtig vorstellen. Zudem bin ich mit Sicherheit nicht die Einzige die nun gerne selbst mal dorthin reisen würde. Überhaupt hat mir die Glaubwürdigkeit an dem Roman gefallen und das kleine Zeichen, dass zwar manchmal alles zusammenbricht aber daraus etwas Neues wachsen kann.
Fazit
Ein wunderbarer Wohlfühlroman mit realistisch dargestellten Charakteren und einfach wundervollen Schauplätzen. Lesen!
Auch Band 2 hat mir wieder sehr gut gefallen, auch wenn ich mich erst daran gewöhnen musste, dass dieses Mal (nur) aus Leonies Sicht in der Ich-Perspektive erzählt wurde. Trotzdem ein gelungener Wohlfühl-Roman, der einem die 3 Freundinnen noch mehr ans Herz wachsen lässt...
Inhalt Ein Meer von rosa-weißen Blüten, pittoreske Fachwerkhäuser und romantische Flusslandschaften – nach sechs Jahren in Hamburg hat Leonie fast vergessen, wie schön das Alte Land ist. Da ihre Mitbewohnerinnen eigene Wege gehen und sie ihren Job verloren hat, muss sie sich neu orientieren und hofft, in der alten Heimat zur Ruhe zu kommen. Doch die will sich einfach nicht einstellen, da ihre Eltern Hilfe brauchen und ein Mann in ihr Leben tritt. Ein Glück, dass sie sich auf ihre beiden Freundinnen Nina und Stella verlassen kann! Quelle: Knaur
Meine Meinung Ein buntes haus voll einzigartigen Persönlichkeiten, eine Freundschaft die alles standhält, das Leben, dass manchmal einfach verrückt spielt und mittendrin Leonie, die versucht alles unter einem Hut zu bringen. Mit einem ruhigen, detaillierten Schreibstil erzählt uns die Autorin in Apfelblütenzauber wie das Leben nun einmal nicht immer so will, wie man gerne möchte. "Egal, wie alt sie waren: Kinder sollten niemals gezwungen sein, tiefere Einblicke in elterliche Differenzen zu bekommen, geschweige denn womöglich Partei zu ergreifen, dachte ich leicht verärgert." Was mir an diesem Buch am besten gefallen hat? Dass es einfach realistisch war! Ein weiterer Pluspunkt waren zudem die vielen kleinen Sprüche, die für mich persönlich einfach immer zutreffend waren.
Fazit Endlich wieder einmal eine Geschichte, in der die Liebe so dargestellt wird, wie sie im Leben auch tatsächlich ist. Endlich wieder einmal ein Buch, bei dem die Liebe zwar eine wichtige Rolle spielt, eine einzigartige Freundschaft jedoch im Vordergrund steht. Endlich wieder einmal ein Buch, dass zwar nicht vor Spannung strotzt, mich jedoch trotzdem von der ersten bis zur letzten Seite packen konnte. Und nachdem ich es dann schon länger beendet hatte, durfte ich auch noch erfahren, dass es noch nicht zu Ende ist, denn anscheinend gibt es zu diesem quirligen Trio noch weitere Bücher, in denen ich ganz bestimmt schon bald eintauchen werde.
Meine Meinung: Inhalt Leonie ist erschüttert darüber, wie ihr Leben auf einmal verläuft. Hatte sie vor kurzem noch einen festen Job und jede Menge Zeit mit ihren Freundinnen, ändert sich diese Situation jedoch sehr plötzlich. Um wieder einigermaßen zur Ruhe zu kommen, fährt sich ins Alte Land, auch um ihren Eltern zu helfen, wo sich allerdings schon das nächste Unglück ankündigt. Als schließlich auch noch ein ihr unbekannter Mann in ihr Leben tritt, ist das Chaos perfekt...
»Egal, wie alt sie waren: Kinder sollten niemals gezwungen sein, tiefere Einblicke in elterliche Differenzen zu bekommen, geschweige denn womöglich Partei zu ergreifen, dachte ich leicht verärgert.« Zitat aus: "Apfelblütenzauber"
Charaktere Leonie ist 41 Jahre alt und hat eine blühende Fantasie. Sie hat kein Vertrauen in Situationen, die sie nicht selbst kontrollieren kann. Nina ist eine Freundin von Leonie und ziemlich kratzbürstig. Sie ist mit Leonies Chef Alexander liiert, aber nicht sicher, wohin diese Beziehung führen wird. Im Grunde genommen hat sie Bindungsängste und ist absolut nicht auf den Mund gefallen. Stella, die andere beste Freundin von Leonie, steht mit beiden Beinen im Leben, führt eine funktionierende Beziehung und ist stolze Mama. Ihre Tochter Emma ist das Patenkind von Leonie.
»"Wie sagte Oscar Wilde doch so schön: Am Ende wird immer alles gut. Und wenn es das nichts ist, ist es auch nicht das Ende."« Zitat aus: "Apfelblütenzauber"
Gesamt Es fiel mir leicht in die Geschichte zu finden. Gleich lernte ich Leonie kennen und feierte zusammen mit ihr ihren Geburtstag. Ich habe mich auf den ersten Seiten noch ziemlich wohl gefühlt in dieser traumhaften Villa, zusammen mit der Protagonistin und ihren Freundinnen. Gabriella Engelmann hat sie gut beschrieben und mir auch die wundervolle Umgebung vor Augen führen können. Wo ich schon bei dem Punkt angelangt wäre, der mir am Besten gefallen hat: Das Setting: Sei es die Villa, in der Leonie mit ihren Freundinnen lebt, oder das wundervolle Alte Land. Ich habe die blühenden Bäume gesehen und mich in dieser Umgebung richtig wohl gefühlt, doch schon bald merkte ich, dass das Setting wohl das Einzige bleiben würde, was mich vollends an diesem Roman überzeugen würde. Ich fange mal mit der Protagonistin an: Leonie ist 41 Jahre alt, verhält sich aber so unfassbar unselbstständig. Tatsächlich habe ich mich ein paar Mal gefragt, ob ich mich vielleicht im Alter geirrt habe. Hatte ich mir gar verlesen? Nein. Habe ich nicht. Zudem fand ich es ein bisschen merkwürdig, wie sie mit schlechten Neuigkeiten umgegangen ist. Sie kam mir in diesen Situationen sehr hilflos vor und ziemlich durcheinander. Dass sie an der Situation was ändern wollte, kam allerdings nicht bei mir an. Leonie nahm das alles so hin und gut. Man kann sich ja später noch Gedanken machen, wie es weiter gehen soll. Das habe ich nicht verstanden und konnte ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Ich fand sie zugegeben nach einer Zeit sehr unsympathisch. Eine Identifikation fand für mich zu keiner Zeit statt. Weder mit Leonie, noch mit ihren Freundinnen, oder einer anderen Figur aus diesem Roman, dafür waren sie mir einfach viel zu blass.
»"Natürlich ist es hier schön, genau wie in Hamburg. Aber es ist auch wichtig, gelegentlich seinen Horizont zu erweitern und die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten."« Zitat aus: "Apfelblütenzauber"
Zusätzlich zu meinen Schwierigkeiten, was die einzelnen Charaktere angeht, habe ich mich zudem auch noch ziemlich gelangweilt, denn es passiert, Entschuldigung, nichts. Der eigentliche Plot wird von zig anderen Nebengeschichten total in den Hintergrund gedrängt, was mir fast den gesamten Spaß an der Geschichte genommen hat. Ich wollte wissen, was Leonie alles im Alten Land mit dem neuen Mann erlebt und bekam die Probleme der Eltern und diverse andere Kleinigkeiten zu sehen, die mich nicht so brennend interessiert haben, wie der eigentliche Plot. Ich habe auf Überraschungen gewartet. Habe mir gedacht, dass da doch jetzt bestimmt noch was kommen muss, etwas, womit ich nicht gerechnet hätte, doch es lief genau so ab, wie ich es mir ausgemalt habe. Die Geschichte war für mich so durchsichtig, wie Glas. Egal, ob es sich um den Kern des Buches, oder um die Nebengeschichten handelte, ich hatte vor Augen, wie sich alles auflösen und der Roman enden würde - Und behielt Recht. Leider muss ich sagen, dass mich Apfelblütenzauber zu keiner Zeit richtig packen konnte. Ich habe mich mehr gelangweilt, als Spannung empfunden und auch die Emotionen, die die Protagonistin wohl an der ein oder anderen Stelle gespürt hat, prallten völlig an mir ab. Schade!
In Kürze: Positiv Tolles Setting. Alles wird in der Ich-Perspektive von Leonie selbst erzählt.
Negativ Sehr vorhersehbar. Keinerlei Überraschungen. Oft langweilig. Figuren zu blass. Protagonistin sehr anstrengend. Konnte mich zu keiner Zeit mit ihr identifizieren. Manches wirkte auf mich zu unrealistisch.
Fazit: "Apfelblütenzauber" ist ein Roman, dem für mich das Besondere gefehlt hat. Jegliche Emotionen prallten an mir ab und auch die Protagonistin an sich konnte mich nicht überzeugen. Ich empfand sie als ziemlich anstrengend, weil sie sich meines Erachtens nicht wirklich wie eine erwachsene Frau verhalten hat. Für mich war dieser Roman leider zu langweilig und zu vorhersehbar, deshalb gibt es auch nur knappe zwei Blümchen.
Die Begleitumstände im Leben ändern sich. Die drei Freundinnen Nina, Stella und Leonie sind noch immer sehr gut miteinander befreundet und wohnen in der Villa, in die sie vor 6 Jahren alle eingezogen waren. Aber die ersten Veränderungen stehen an. Die Villa soll verkauft werden, denn Stella wird mit ihrer Familie nach Husum ziehen. Leonies Eltern, die im Alten Land einen Hofladen betreiben und Feriengäste in ihrer Pension betreuen, bitten diese um Hilfe. Leonies Mutter möchte sich nun endlich selbst verwirklichen und die Kulturreise machen, die sie schon seit Jahren machen wollte. Es passte zeitlich nie und ihre Wünsche wurden immer hintenan gestellt. Aber nun ist es Zeit für sie, Nägel mit Köpfen zu machen. Das heißt für Leonie, dass sie daheim ihren Vater unterstützen muss, denn Hofladen und Gästebetreuung scheinen ihn zu überfordern. Nicht gerade vor Begeisterung sprühend macht sie sich auf den Weg ins Alte Land ...
"Apfelblütenzauber" ist die Fortsetzung des vor Jahren erschienenen Romans "Eine Villa zum Verlieben". Man kann es auch als Einzelband lesen, Spaß macht es jedoch, wenn man erst den Vorgänger liest, um die Protagonisten kennenzulernen. Wieder sind die Protagonisten die drei Freundinnen Nina, Stella und Leonie, wobei es in diesem Buch hauptsächlich um Leonie geht.
Als Leonies Mutter sie anruft und ihr mitteilt, dass sie eine Reise antreten wird und sie bittet, doch derweil bei ihrem Vater auszuhelfen, ist sie nicht begeistert und versucht den Gedanken zu verdrängen, wieder ins Alte Land zu ziehen. Sie als Großstädterin kann und will sich nicht mit dem Gedanken an die Enge und Ruhe im Ländlichen anfreunden. Und doch passiert es, dass sie, dort wieder ansässig, merkt, wie schön es doch dort eigentlich ist. Trotzdem sie nun weitab vom Schuss ist, besteht weiterhin die Beziehung zu ihren Freundinnen, die ihr weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen, sich auch nicht zu fein sind, einfach mal im Alten Land vorbeizukommen und bei ihr nach dem Rechten zu sehen. Zwischenzeitlich hat Leonie auch noch ihren Job verloren, so dass es momentan so aussieht, als läge ihre Zukunft tatsächlich im Alten Land, bei ihren Eltern. Aber es gibt auch noch angenehme Aspekte, die sich ihr bieten, männliche zum Beispiel.
Leonie hat einen langen und manchmal holprigen Weg vor sich, bis sie ihr Ziel erreicht, aber sie hat das große Glück, nicht allein zu sein.
Nachdem ich dieses zauberhafte Buch beendet habe, überkam mich der Reisedrang. Das Alte Land muss man lieben, wenn man es so wiedergeben kann wie die Autorin Gabriella Engelmann. Ich wünschte mir mehr als einmal, ich könnte mich sofort auf die Socken machen und selbst hinfahren, um alles mit eigenen Augen zu sehen. Aufgrund der Beschreibungen vom Alten Land fühlte ich mich in die Landschaft hineinversetzt, roch die Blüten und sah vor meinem inneren Auge die Blütenpracht. Sieht so aus, als sollte ich tatsächlich mal die Sache in Angriff nehmen.
Die Autorin Gabriella Engelmann kann anfassen bzw. schreiben, was sie will. Ich will es lesen, weil mich ihre Bücher ansprechen. Mit ihrem mitreißenden, lockeren Schreibstil nimmt sie den Leser mit in ihre Geschichten, lädt sie dort ab und entlässt sie erst, wenn man das Buch vollendet hat. Keine Chance, dort wieder herauszukommen, will man auch gar nicht.
Die sympathischen Protagonistinnen haben es mir wieder angetan. Leonie habe ich besonders in mein Herz geschlossen und ich hoffte sehr, dass sie ihr Glück finden möge. Mit diesem Buch heißt es nun Abschied nehmen von drei Freundinnen, die ich sehr gern begleitet habe. Ich habe mit ihnen gelacht, geliebt, gelitten und geweint, konnte mich aber ebenso mit ihnen freuen über all das, was ihnen so im Laufe der Jahre geschehen ist.
Auch möchte ich nicht versäumen, noch kurz auf das Cover einzugehen. Ich finde es einfach zauberhaft, von der Gestaltung wie auch vom Motiv. Als Pluspunkt kommt noch die Haptik des Umschlages hinzu, der mit Rillen geprägt ist. Es fässt sich einfach toll an.
Wieder ein Buch von Gabriella Engelmann, das man unbedingt gelesen haben sollte. Ich empfehle es sehr gern weiter. Wer es nicht liest - selber schuld.
Ich hatte mir alles so schön zurechtgelegt. Es sollte ein idyllischer Ausflug ins Grüne werden. Ich wollte durch eine Geschichte reisen, die an einem Meer von rosa-weißen Apfelblüten, malerischen Fachwerkhäusern und romantischen Flusslandschaften vorbeiführt. Die mich verzaubert und für gute Stimmung sorgt. Doch was ich beim Lesen von “Apfelblütenzauber” verspürt habe, war lediglich eine leichte Prise des Erhofften. Denn vom vielbesagten Zauber, der von Engelmanns Zeilen ausgehen soll, hat mich leider nur ein klitzekleiner Windhauch erreicht. Ich bedaure es zutiefst, aber Engelmanns Geschichte begegnete mir seicht und unfassbar kitschig.
Dabei sind Leonie, Nina und Stella, die Engelmann bereits in ihrem Vorgängerroman “Eine Villa zum Verlieben” zueinanderfinden ließ, ein bunter und sympathischer Haufen. Durch sie spinnt Engelmann ein enges Freundschaftsgeflecht, von dem das ganze Buch eingehüllt wird. Vor allem Protagonistin Leonie, eine Anfang Vierzigjährige Singlefrau und Restaurantleitung eines angesehenen Hamburger Restaurants, ist mir auf Anhieb sympathisch. Ich finde mich sowohl in ihrer Berufung, ihrem nordischen Wohnort als auch ihrer Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit wieder. Alle Komponenten spiegeln Facetten meines eigenen Lebens wieder, weshalb die Hoffnung auf die Geschichte groß war. Vielleicht zu groß.
Denn als Leonie, die sich schon lange nach einem Mann an ihrer Seite sehnt, sich dem schmierigen Thomas hingibt, kommt meine Sympathie für ihre Person abhanden. Aus ihrer Begegnung resultiert ein merkwürdiges Gebaren, das ich sicherlich Teenagern. Aber keineswegs erwachsenen Leuten zuordnen würde. Ihr vergnügtes Stelldichein auf dem Küchenfußboden und kitschiges Liebesgesäusel a la Rosamunde Pilcher waren mir einfach ein bisschen zu viel des Guten. Romantik ja, Kitsch nein. Erst als Leonie auf den natürlichen Markus trifft, lenkt Engelmann das Schiff wieder auf einen einigermaßen erträglichen Kurs. Sie hätte den Kontrast von Leonies Männerbegegnungen nicht deutlicher darstellen können, als mithilfe dieser beiden Figuren.
Neben der persönlichen Entwicklung von Leonie widmet sich die Autorin auch Leonies Eltern, deren Liebe zueinander durch die viele Arbeit auf dem ländlichen Apfelhof mit Pension und Hofladen im Alten Land über all die Jahre in den Hintergrund rückt. Engelmann verdeutlicht sehr gut, wie die Selbständigkeit das Leben der beiden in Beschlag nimmt. Allerdings gefiel mir auch hier das egoistische Vorgehen von Leonies Mutter nicht, die sich von den Strapazen des Alltags in Südfrankreich eine Auszeit nimmt und ihren Mann auf dem Apfelhof mehr oder weniger sich selbst überlässt.
Ehrlich gesagt kam ich mir in Engelmanns Roman vor wie ein Storch im Salat. Meine Faszination für das Alte Land nahm einen schalen Beigeschmack an. Ungelenk stakselte ich von Seite zu Seite und war dann doch irgendwie erleichtert, als ich am Ende angelangt war. So leid es mir um die mühsame Recherchearbeit und leidenschaftliche Hingabe Engelmanns tut, aber “Apfelblütenzauber” und ich werden keine Freunde. Ich konnte mich dem Zauber dieses Romans wohl ebenso wenig hingeben, wie dem eines Rosamunde Pilcher Romans.
Mit der liebevollen Aufmachung des Buches und den Rezepten eines Altländer Drei-Gänge-Menüs und des Fillet of Soul Polentabrotes mit Peperoncino im hinteren Teil des Buches weiß mich der Verlag und die Autorin dennoch zu begeistern. Ich bin mir sicher, dass der Roman auch ohne mich zahlreiche begeisterte Anhänger findet.
“Man muss dem Glück Raum geben, sich zu entfalten, sich tief in der Seele einzunisten, damit man für unvorhergesehene Widrigkeiten gewappnet ist.”
Die Protaginistin Leonie lebt gemeinsam mit ihren besten Freundinnen in einer wunderschönen „Villa zum Verlieben“ im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel und an ihrem 41. Geburtstag ist ihr einziger Wunsch, dass alles genau so bleibt, wie es ist. Sie liebt die in 3 Parteien aufgeteilte Villa, sie liebt ihre Freundinnen, sie liebt ihre Arbeit, sie liebt ihre Familie und sogar ihr Singledasein. Aber Schlag auf Schlag gerät ihr komplettes Leben aus den Fugen. Ihr Chef und guter Freund Alexander muss das Gebäude in dem sich das Restaurant befindet in dem sie Arbeiten räumen und entschließt, dies als Zeichen des Schicksals zu sehen aus der Gastronomie auszusteigen und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Aber damit nicht genug, entscheidet sich ihre Freundin Stella die Villa zu verkaufen um mit ihrem Mann eine Kinderarztpraxis auf Husum zu eröffnen. Perspektivlos entschließt sich Leonie erstmal ins Alte Land auf den Hof ihrer Eltern zurück zu kehren, zur Ruhe zu kommen und zu überlegen in welche Richtung ihr Leben in Zukunft weitergehen soll. Doch das Chaos fängt grade erst an. Ihre Mutter ist der Meinung lange genug zum Wohle der Familie auf ihre eigenen Bedürfnisse verzichtet zu haben und entschließt das sie und Leonies Vater eine Pause von einander brauchen und begibt sich auf eine Kunstreise nach Frankreich. Leonies Leben liegt als Scherbenhaufen vor ihr und sie muss diesen Scherbenhaufen Stück für Stück wieder zusammenpuzzeln um ihren Weg für eine glückliche Zukunft finden zu können.
Meine Meinung:
Genau genommen ist „Apfelblütenzauber“ die Fortsetzung von Gabriellas Roman „eine Villa zum Verlieben“, aber das Buch lässt sich auch prima alleinstehend Lesen. Ich selbst kenne das Buch „eine Villa zum Verlieben“ nicht, aber ich hatte bei meinem Einstieg in die Geschichte keinerlei Probleme und auch nicht das Gefühl irgendwas verpasst zu haben. Leonie ist eine sehr sympathische, lockere und liebevolle Protagonistin und wirkt einfach wie aus dem Leben gegriffen. Ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen und sie wirkte nicht gekünstelt auf mich. Ein weiteres Highlight in Gabriellas Bücher sind für mich immer die Umgebungen in denen sie ihre Geschichten spielen lässt. Sie schafft es immer wieder die Orte so zu beschreiben das der Leser sie bildlich vor Augen hat, aber ohne sich darin über Seiten hinweg zu verlaufen. Man merkt beim Lesen, das sie sich selbst bei jedem ihrer Bücher die Zeit nimmt um die Handlungsorte zu bereisen und deren Hintergründe recherchiert. So, zum Beispiel das Apfel- und Kübisfest des Obsthofs Schuback in Jork, auf dem man einfach gemütlich die ein oder andere Stunde herum schlendern kann, es sich unter arrangierten Sitzecken unter Apfelbäumen bequem machen, oder einfach regionale Speisen wie eine grandiose Kürbissuppe genießen kann. Gabriella erfindet nicht einfach irgendwelche bunten Straßenfeste, sondern sie bedient sich für ihre Handlungen viel lieber Ereignisse die der Leser genauso gut selbst vor Ort erleben kann. Gleichzeitig schafft sie aber nicht nur eine rosa-rote Brillenwelt, sondern zeigt in ihren Geschichten auch immer negativ Aspekte auf die zum Beispiel der Tourismus mit sich bringt. Im Fall vom „Apfelblütenzauber“ ist zum Beispiel die Durststecke für viele Pensionsinhaber während der Wintermonate in denen die Touristen im Alten Land deutlich weniger sind als während der Zeit der Apfelblüte und der Sommermonate. Wer Gabriellas Romane liest, bekommt meiner Meinung nach immer eine herzliche Geschichte mit Mehrwert und ich kann sie einfach jedem ans Herz legen.
Gerade hat Leonie ihren 41. Geburtstag gefeiert und mit ihren Freunden und Eltern darauf angestoßen, dass alles so bleiben möge, wie es ist. Denn Leonie ist zufrieden mit ihrem Leben: seit sechs Jahren wohnt sie mit ihren Freundinnen Nina und Stella in einer wunderschönen Hamburger Stadtvilla, hat einen Job, der ihr Spaß macht und der sie erfüllt und zwei Katzen, an denen sie hängt. Doch bereits einen Tag später beginnt ihr Leben in Schieflage zu geraten. Die Ehe ihrer Eltern kriselt, ihre Mutter will sich in Frankreich eine Auszeit nehmen vom Alltag auf dem Apfelhof samt Pension und Hofladen, vor allem aber von ihrem Mann. Kurze Zeit später erfährt sie von ihrem Arbeitgeber, dass das Restaurant, in dem sie arbeitet, schließen und sie damit ihren Job verlieren wird. Und als dann auch noch die Stadtvilla verkauft werden soll, ist das Unglück perfekt.
Leonie erscheint es fast wie ein Rettungsanker, dass nun ihre Hilfe auf dem elterlichen Apfelhof im Alten Land gebraucht wird. Trotz einer Aushilfe verbleiben noch ausreichend Aufgaben, mit denen ihr Vater heillos überfordert wäre. In Ruhe will sie sich über ihre neue Situation klar werden und entscheiden, welche Richtung ihr Leben nun einschlagen soll. Dabei ist es nicht sonderlich hilfreich, dass sie Thomas wiederbegegnet, der sie vor Jahren nicht interessiert hat, nun aber unerwartet ihr Herz höher schlagen lässt. Und dazu lernt sie noch Markus kennen, einen charmanten Mann, dem sie die schönen Seiten des Alten Lands zeigen kann...
Man muss dem Glück Raum geben, sich zu entfalten, sich tief in der Seele einzunisten, damit man für unvorhergesehene Widrigkeiten gewappnet ist.
Einen klassischen Frauenwohlfühlroman hat Gabriella Engelmann hier geschrieben, eine Liebesgeschichte angesiedelt in einer romantisch zauberhaften Umgebung. Obwohl die Zeit der Apfelblüten mittlerweile vorbei sein dürfte, konnten die ausdrucksstarken Schilderungen der Landschaft Bilder in meinem Kopf entstehen lassen, weshalb ich nun Lust habe, das Alte Land einmal mit eigenen Augen zu sehen. Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte rotiniert konstruiert und angenehm zu verfolgen, zumal die kurzen Kapitel geradezu dazu auffordern, immer noch ein bisschen weiter zu lesen. Die Charaktere werden sympathisch dargestellt, wenn auch klischeebehaftet, und auch wenn die Geschichte recht vorhersehbar ist und keine besonderen Überraschungen bietet, ist sie geeignet, um ein paar Stunden friedlich in sie abzutauchen.
Wie ich erst beim Lesen erfahren habe, gibt es zu dem Buch einen Vorgängerroman: 'Eine Villa zum Verlieben'. Sicher ist es nicht zwingend notwendig, den ersten Band zu kennen, bevor man 'Apfelblütenzauber' liest, doch mir wären die Personen vielleicht noch ein wenig näher gewesen, wenn ich ihre bisherige Geschichte gekannt hätte.
Eine besondere Überraschung boten die Rezepte im Buch, teils eingestreut in den Text, teils im Anhang. Den Apfelblechkuchen mit Mandeln werde ich bestimmt einmal ausprobieren - so hole ich mir den Geschmack vom Alten Land auch in mein Haus...
Insgesamt erfüllt das Buch alle Erwartungen, die man an dieses Genre haben kann und bietet eine leichte Lektüre für zwischendurch. Ab und zu tut solch ein Buch wirklich gut.
"Apfelblütenzauber" von Gabriella Engelmann ist im April 2015 beim Verlag Knaur neu erschienen. Das Cover der Buches ist sehr "appetitlich" gestaltet. Den Einband des Buches finde ich genial: im Hintergrund Holz, die Oberfläche des Buches fühlt sich auch wirklich so an dank der Riffelung, die roten Äpfel möchte man am Liebsten gleich essen und der Zweig mit den Blüten des Apfelbaums passt wunderbar zur momentanen Jahreszeit. Ein richtiger "Eyecatcher" !!
Im Buch selbst geht es hauptsächlich um Leonie. Sie wohnt seit 6 Jahren in Hamburg in einer Villa (genannt die "Villa zum Verlieben") mit ihren besten 2 Freundinnen Stella und Nina, ist Single mit 2 Katzen und hat einen Job als Restaurantleiterin, der ihr viel Spaß macht. Zu Beginn des Buches erlebt der Leser die Feier zu Leonies 41. Geburtstag, den sie mit ihren Freundinnen, den dazuzugehörenden Männern und ihren Eltern feiert. Leonie scheint sehr glücklich zu sein. Tags darauf eröffnet ihr jedoch ihre Mutter, dass sie sich eine "Auszeit" von ihrem Mann nehmen möchte und eine Kunstreise durch Europa plant, da sie momentan "einfach die Schnauze voll hat" und sich mal nur um sich selbst kümmern möchte. Die Eltern bewirtschaften einen Obsthof mit Hofladen im "Alten Land" und vermieten einige Fremdenzimmer. Leonie ist schockiert, mit Schwierigkeiten in der Ehe ihrer Eltern hätte sie nie gerechnet. Am nächsten Tag erzählt ihr Stella, dass sie schwanger ist, und schließlich verliert Leonie auch noch ihren Job als Restaurantleiterin, weil das Haus, in dem das Lokal ist, abgerissen werden soll.
Das Buch beschreibt die Geschichte aus der Sicht von Leonie. Die Autorin schafft es mühelos, viele verschiedene kleine Geschichten geschickt zu einem großen Handlungsstrang zu verflechten. Sei es Leonie, ihre Eltern auf getrennten Wegen, die Freundinnen Stella mit Ehemann und 2 Kindern, Nina mit ihrem Freund Alexander (der auch gleichzeitig Leonies Chef ist) und auch neue Männer, die in Leonies Leben treten. Aus diesen vielen "Zutaten" macht Gabriella Engelmann eine wirklich schöne Geschichte. Sehr liebevoll und detailliert beschreibt sie das "Alte Land", eine Obstanbau-Gegend in der Nähe von Hamburg; man bekommt richtig Lust darauf, sich diese Gegend einmal selbst anzuschauen. Und manchmal kann man auch den Duft der Blumen, Blüten oder der Apfelkuchen riechen... Die Erlebnisse des Buches könnten jederzeit so passieren oder auch eine wahre Geschichte wiedergeben. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist, dass die Streitereien und Misstöne im Buch nicht "laut" werden, die Autorin schafft es trotzdem, dass keiner schlecht da steht. Dass diese Geschichte ein gutes Ende haben muss, versteht sich von selbst.
Die Geschichte selbst ist ein typischer Frauenroman, für männliche Leser uninteressant. Die perfekte Lektüre für einen schönen, warmen, sonnigen Tag auf Terrasse/Balkon mit einem Stück frischen Apfelkuchen und einer Tasse Kaffee...
Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl von 5 Sternen !!
Dieses Buch ist die Fortsetzung von dem Roman "Eine Villa zum Verlieben". Nachdem Nina, Stella und Leonie durch Zufall bei der Besichtigung einer Villa und den späteren gemeinsamen Einzug in Diese, zusammen und sich angefreundet haben, wohnen die Drei in diesem Buch noch immer in dieser Villa in Hamburg. Im ersten Buch lernten wir alle drei jungen Frauen näher kennen, in diesem Buch geht es hauptsächlich um Leonie. Obwohl Leonie als einzige der drei jungen Frauen noch Single ist, geht es ihr richtig gut. Sie hat einen wundervollen Job in einem Feinschmeckerrestaurant, wundervolle Freundinnen und liebt ihr gemeinsames Leben in der Villa. Doch wie das Leben nun einmal so spielt, dauert diese Idylle nicht lange an. Denn Leonie verliert ihren Job und auch ihre Eltern bereiten ihr Sorgen. Ihre Mutter reist nach Paris um sich ihre Traum von der Kunstmalerei zu erfüllen und ihr Vater steht nun allein mit einer Pension da. Nun stellt sich ihm die Frage, ob er die Pension aufgeben soll oder ob er es irgendwie schafft, sie weiterzuführen. Leonie reist zu ihrem Vater ins "Alte Land" und greift ihm mit der Pension und dem Hofladen unter die Arme. Leonie verliebt sich erneut in ihre alte Heimat und ein Mann, den sie von Früher kennt, lässt plötzlich ihr Herz höher schlagen. Aber er ist nicht der Einzige, denn auch ein anderer toller Mann signalisiert plötzlich Interesse an ihr. Da sich auch bei Stella und Nina die Lebensumstände verändert haben, steht das gemeinsame Zusammenleben in der Villa auf wackeligen Beinen. Bis zum Ende des Buches blieb spannend, wie es mit den drei jungen Frauen weitergeht, ob sie aus der Villa ausziehen würden und in welche Richtungen es sie verschlagen würde. Auch bleibt lange offen, welcher der beiden Männer nun den freien Platz in Leonies Herz erobern kann. Auch in diesem Buch hat Gabriella Engelmann den Leser wieder mit an den Ort des Geschehens genommen, da sie durch ihre detailverliebte Beschreibung das Gefühl erzeugte, direkt mit vor Ort, im "Alten Land" zu sein. Ich hoffe, das "Alte Land" einmal selbst zur Blütezeit der Apfelbäume besuchen zu können, das muss einfach bezaubernd sein. Allerdings plätschert die Geschichte zeitweise etwas vor sich hin, ohne dass irgendwelche Höhen und Tiefen auftauchen, die das Buch mal richtig spannend werden lassen. Zeitweise empfand ich es auch als etwas vorhersehbar. Dennoch war die Geschichte wieder sehr flüssig beschrieben und ist eine schöne Sommerlektüre, die auch etwas das Fernweh nach blühenden Apfelplantagen weckt. Aus diesem Grund vergebe ich auch hier 4 von 5 Punkten.
Das hier ist ehrlich ein Buch, das super zum Sommer und zu Urlaub passt und zudem in einer extrem schönen Ecke Deutschlands spielt, dem Alten Land. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es dort allein von der Natur her richtig toll sein muss, denn die Beschreibungen im Buch sind so schön, dass man selbst irgendwie das Bedürfnis bekommt das Alte Land besuchen zu wollen und selbst einmal in den Genuss des Anblicks der Apfelblüte zu kommen oder seinen Sommer dort zu verbringen. Vor allen Dingen, wenn man wie ich ein kleiner Naturmensch ist und solche Gegenden deutlich ansprechender findet, als jede noch so hochgelobte Stadt.
Dazu kommt in diesem Roman noch, dass auch die Handlung einfach sehr harmonisch ist, man von allem ein wenig dabei hat, auch wenn es im Allgemeinen eher alltägliche Problemchen sind, die aber richtig toll beschrieben sind. Es findet einfach eine große Zeit der Veränderungen für die Charaktere statt und auch, wenn jeder Punkt für sich genommen nur eine Kleinigkeit wäre, sind alle zusammen genommen schon etwas deutlich Größeres. Familiengründungen, Umzüge, Neuentwicklungen im Arbeitsleben, die Suche nach dem richtigen Partner etc. Vor allen Dingen mag ich es einfach sehr, dass es zu jedem wichtigen Charakter ein wenig eigene Geschichte gibt, auch wenn es halt ‘nur’ die Eltern, Freunde etc. der Protagonistin sind, um die es dort geht, aber es passt einfach. Die Charaktere und auch die Handlung werden dadurch runder, da sich nichts nur rein auf einen Charakter fixiert.
Vor allen Dingen finde ich die Freundschaft zwischen Leonie, Nina und Stella finde ich richtig toll beschrieben, da sie ihre Höhen und Tiefen hat, aber die drei trotzdem zusammenhalten, auch wenn sie mal nicht gänzlich einer Meinung sind. Ebenso gibt es einige andere Charaktere, die ich sehr gern mochte und bei anderen hat es die Autorin gekonnt geschafft, dass sie mir als Leser ebenso unsympathisch wurden, wie sie es für Leonie waren. Bei anderen hingegen hatte ich schon gleich das Gefühl, dass Leonies Hoffnungen da etwas auf dem Holzweg sein könnten, auch wenn sie da noch nicht so ganz von überzeugt war.
Es ist ehrlich ein sehr warmherziges Buch, mit tollen Charakteren, einem tollen Handlungsort, nach dem es irgendwie Fernweh weckt, wenn man noch nie dort war, ihn einfach entdecken zu wollen und für den Sommer oder im Urlaub, wo man einfach mit einem Buch entspannen will, die perfekte Lektüre ist.
Auch den zweiten Band zu Eine Villa zum Verlieben habe ich inzwischen gelesen und mich noch mehr in diese Geschichte verliebt 😊
Es geht wieder um die drei Freundinnen Stella, Nina und Leonie - diesmal einige Jahre später. Das Leben ist für alle Drei weitergegangen und jetzt stehen sie vor großen Entscheidungen, die auch ihr Zusammenleben in der Villa beeinflussen. Jede von ihnen hat mir Problemen zu kämpfen - ob es nun die Beziehung ist, der Job oder die Trennung von Eltern - aber sie halten zusammen und stecken den Kopf nicht in den Sand.
Diesmal steht Leonie im Fokus, die sich plötzlich in ihrer Heimat, dem Alten Land wiederfindet und dort beim elterlichen Hof aushelfen muss, weil ihre Mutter auf Reisen geht. Der Duft von Äpfeln wehte mir m dank der tollen Beschreibungen ständig um die Nase und auch all die Locations konnte ich mir bildlich vorstellen.
Nina, Leonie und Stella sind mir mit Apfelblütenzauber noch mehr ans Herz gewachsen. Sie stehen mitten im Leben, müssen Entscheidungen treffen und ihren Weg gehen. Es sind einfach Geschichten aus dem Leben gegriffen - erzählt mit viel Gefühl, aber auch Witz. Es könnten du und ich sein, um die es da geht. Und oft habe ich mich in einer der Protagonistinnen wiedergefunden.
Gabriella Engelmann, ich weiß nicht, wie du das machst, aber du schaffst es mit deinen Büchern Herzen zu öffnen und auch den Blick zu weiten. Deine Geschichten sind echt und voller Gefühl - ich lache, weine, zweifle, leide immer mit.
Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band. Da muss ich aber warten bis meine Mama den gelesen hat - ich hoffe sie beeilt sich 😍
Ein seichtes Frauenbuch - das erwartet man bei diesem Cover, der Story und der Autorin und mehr möchte dieses Buch vermutlich auch gar nicht sein. Aber auch leichte Unterhaltungsliteratur für den Nachmittag auf dem Balkon kann gut geschrieben und niveauvoll sein, was hier meiner Meinung nach aber leider überhaupt nicht der Fall ist. Der Schreibstil ist gerade mal durchschnittlich, die Protagonistin ist auf nervtötende Weise naiv und dösig, der Großteil der Figuren ist platt und ein richtiges Lektorat hat das Buch wohl nicht gesehen, anders kann ich mir die groben, logische, Schnitzer in der Storyline nicht erklären. Der Leser merkt an vielen Stellen, dass das Buch "mit der heißen Nadel gestrickt" wurde, hier war wohl eine schnelle Veröffentlichung wichtiger als die Qualität des Romans. Für mich war es das erste und vorerst auch das letzte Buch von Gabriella Engelmann - schade.