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Judith Kepler #3

Schatten der Toten

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Judith Kepler kennt den Tod wie wenige andere – denn sie ist Tatortreinigerin. Gerade beginnt sie, über ihr weiteres Leben nachzudenken: Ihr Chef will, dass sie die Firma übernimmt, und ihre Beziehung zu einem Waisenmädchen entwickelt sich auf unerwartete Weise. Doch dann stirbt Eva Kellermann, eine frühere Stasi-Spionin. Ihr letztes Geheimnis setzt eine tödliche Jagd in Gang, auf einen der größten Verbrecher dieser Zeit: Bastide Larcan. Er ist Judiths Vater – der so viel Leid verursachte und sich nie dafür verantworten musste. Seine Spur führt nach Odessa, und Judith muss sich entscheiden: für ihr Leben oder für eine Reise in die Vergangenheit, in der die Schatten der Toten sie erwarten …

672 pages, Paperback

First published March 11, 2019

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About the author

Elisabeth Herrmann

37 books85 followers
Elisabeth Herrmann ist eine der aufregendsten Stimmen unserer Zeit. Lebendig, abgründig, atmosphärisch – ihr Stil begeistert Krimileser seit der Veröffentlichung von Das Kindermädchen. (In der Verfilmung für das ZDF wird Jan Josef Liefers in der Hauptrolle zu sehen sein.) Mit Zeugin der Toten legt Elisabeth Herrmann nun einen Spannungsroman vor, der eine ganz ungewöhnliche Heldin vorstellt. Die Autorin lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

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23 (35%)
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2 stars
3 (4%)
1 star
3 (4%)
Displaying 1 - 18 of 18 reviews
Profile Image for Wal.li.
2,646 reviews73 followers
March 29, 2019
Odessa

Es ist noch nicht vorbei. Zwar ist die Banksache für Larcan gänzlich schief gegangen, das stachelt ihn umso mehr an, sich zu rehabilitieren. Inzwischen hat Dombrowski einen Herzinfarkt und Judith Kepler muss sich einer Aufgabe stellen, vor der sie immer zurückgeschreckt ist. Eva Kellermann stirbt und verrät ihrer Tochter Isa ihr letztes Geheimnis. Isa Kellermann ist schockiert. Noch mehr als je zuvor will sie Larcan zur Strecke bringen. Dafür ersinnt sie einen Plan. Judith, die die kleine Tabea nicht vergessen hat, möchte sich um das Mädchen kümmern, weiß aber nicht recht, wie sie sich der Pflegemutter gegenüber verhalten soll. Von ihrer Neugier gesteuert, trifft sie eher zufällig auf Tabeas Vater.

Noch immer gibt es Geheimnisse in Judiths Leben. Nach der Sache Sassnitz wurde Judith in ein Kinderheim gebracht, wo viel getan wurde, um ihr nach ihren Eltern auch noch die Erinnerung an diese zu nehmen. Als Erwachsene fühlt sich Judith immer noch nicht vollständig. Und nun legt Isa Kellermann nach dem Tod ihrer Mutter ein so eigenartiges Verhalten an den Tag, dass Judith einfach herausfinden muss, was Isas Motivation ist. Genauso wie Isa will auch Judith eine Aussprache mit Larcan, der ihr lange totgeglaubter Vater ist.

Im dritten Band der Reihe um Judith Kepler kommt es zu einem spannenden Finale. Da besonders die beiden letzten Bände aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Mit Freude verfolgt man, wie sich Judith in ihrer Persönlichkeit entwickelt und doch sie selber bleibt. Zunächst wird ihr die Aufgabe, die sie mit der Vertretung Dombrowskis übernommen hat recht schwer, doch bald verblasst dies neben den anderen Ereignissen, die ihre Spürnase Witterung aufnehmen lassen. Dabei kommen sie und Isa sich in die Quere und können sich doch nicht ausweichen. Wie sie schließlich beide in Odessa landen, ist in diesem packenden Krimi nachzulesen. Da geht es um Geheimdienstoperationen, Familiengeheimnisse und eine hartnäckige Judith Kepler, die sich einfach nicht abschütteln lässt. Als Tatortreinigerin ist sie einiges gewöhnt, doch hier wird ihre Resilienz auf eine echte Probe gestellt. Judith aber wächst mit ihren Aufgaben. Ihre Charakterschilderung erhält ebenso neue Facetten wie die ihres Vaters. Am Ende gewinnt Judiths Leben eine hoffungsfrohe neue Richtung, es bleibt aber genau das leichte Kribbeln, dass durchaus wünschen lässt, es gäbe noch mehr zu erzählen.
Profile Image for Buchdoktor.
2,450 reviews196 followers
March 22, 2019
Judith Kepler ist bei einer Berliner Gebäudereinigungsfirma auf Tatortreinigung spezialisiert. In „Zeugin der Toten“ (2011),dem ersten Band der Reihe, wurde sie damit konfrontiert, dass sie Kind eines Stasi-Agenten war. Beim Versuch der Familie, in den Westen überzulaufen, wird vor über 30 Jahren Judiths Mutter erschossen, sie selbst landet in Sassnitz in einem staatlichen Kinderheim. I Ihr Vater verunglückt angeblich kurz darauf tödlich. Während Judith in der Firma ihren schwer erkrankten Chef vertritt, werden die Ereignisse dieser Operation Sassnitz noch einmal aufgewühlt, als ein Buch über die Opfer des Kalten Krieges veröffentlicht wird. Judith weiß, dass ihr Vater lebt, weil er sie bereits einmal frech als Komplizin für seine Geschäfte in Anspruch nehmen wollte. Er nennt sich inzwischen Larcan, arbeitete für den KGB und handelt im Auftrag Russlands mit Waffen.

Isa Kellermann arbeitet für die Spionageabwehr der Bundesrepublik und setzt damit die Familientradition fort; denn schon ihr Vater arbeitete für den BND. Während ihre Mutter im Sterben liegt, bereitet Isa einen Einsatz in Odessa/Ukraine vor, bei dem eine Waffenlieferung abgefangen werden und damit eine Verbindung zu deutschen Rechtsextremen offengelegt werden soll. Isa besteht darauf, selbst vor Ort zu sein. Sehr ungewöhnlich in ihrer Position, begründet sie ihren Einsatzplan damit, sie müsse vor Ort sein, weil ihr V-Mann in Odessa aktiv sein wird. Für einen Führungsoffizier gehört Storytelling zum täglichen Geschäft. Isa erhält damit normalerweise die Legenden ihrer Agenten aufrecht. In einem dicht gesponnenen Netz aus konkurrierenden Geheimdiensten, aus Landes- und Bundesbehörden, die sich jeder den Erfolg gern ans eigene Revers heften würden, verfolgt Isa jedoch in Odessa ein sehr persönliches Ziel.

Während im Prolog Bastide Larcan sich in Odessa offenbar den Dank eines reichen und einflussreichen Gauners verdienen kann, setzen sich die beteiligten Gruppen zur Übergabe der Waffenlieferung in Bewegung. Judith will Rache an ihrem Vater üben für ein Leben, das allein auf Lügen aufgebaut war, und muss sich hier mitten in ihrem eigenen Schachzug fragen, ob sie evtl. anderen als Marionette dient.

Der erste Judith-Kepler-Roman wurde noch als Krimi vermarktet, das letzte Band der Reihe kommt als Spionage-Thriller entsprechend verwickelt. An den Handlungsverlauf des ersten Bandes konnte ich mich nicht mehr vollständig erinnern. Eingeschobene Details aus Judiths Leben brachten die Erinnerung allmählich wieder zurück.

Judith Kepler erlebe ich als faszinierende Figur mit einem für den Kalten Krieg zwischen Ost und West nicht ungewöhnlichen Schicksal. Elisabeth Herrmann legt einige Sorgfalt selbst in die Ausarbeitung der Nebenfiguren ihrer Romane. So stellt sie Judith mit Tabea ein - wie sie selbst - verwaistes Kind zur Seite oder lässt Judith in einem Café nach einer Schießerei klar Schiff machen und sich so die lebenslange Treue des Besitzers verdienen. Die Hafenstadt Odessa als Schauplatz mit ihren Katakomben unter der Altstadt hat mich gefesselt, wie von einem Schauplatz-Fan zu erwarten war. Sorgfältige Recherche ist hier schon die halbe Miete. Für Judith scheint es nicht der letzte Aufenthalt in der Stadt gewesen zu sein …

Wer Judith Kepler aus den Vorgängerbänden kennt, wird schnell in die Handlung hinein kommen. Kein Problem sehe ich darin, diesen Band zuerst zu lesen und später in den vorhergehenden Bänden ausführlich zu ergründen, was Judith Kepler antreibt.
Profile Image for Elisabeth Bulitta.
134 reviews3 followers
March 23, 2019
Spannender Spionagethriller, der durch langatmige Passagen jedoch etwas an Reiz verliert. Dennoch ein fulminanter, lesenswerter Abschluss der Kepler-Trilogie.

Mit „Schatten der Toten“ schließt Elisabeth Herrmann ihre dreibändige Romanreihe rund um die Tatortreinigerin Judith Kepler ab. Dieser Spionagethriller ist im März 2019 bei Goldmann erschienen und umfasst 672 Seiten.
Nachdem ihr Chef einen Herzinfarkt erlitten hat, steht Judith Keplers Leben an einem Wendepunkt. In etwa zeitgleich stirbt die ehemalige Stasi-Spionin Eva Kellermann, die ihrer Tochter, Isa, an ihrem Sterbebett ein lang gehütetes Geheimnis offenbart. Wer oder was steckte wirklich hinter der Operation Sassnitz, die in den Achtzigern der kleinen Judith die Familie nahm? Die Spur führt nach Odessa, wo Bastide Larcan, Judiths Vater und früherer Stasi-Agent, inzwischen als einer der größten Verbrecher sein Dasein fristet. Und nicht nur einer wünscht diesem Mann dem Tod …
Ich muss gestehen, dass ich mich anfangs mit der Lektüre ein wenig schwertat. Die Handlung ist recht komplex, und die beiden Vorgängerbände waren mir nicht mehr 100%-ig präsent. Jedoch gelingt es Herrmann, mit geschickt eingestreuten Informationen in ihrer Leserschaft wieder Judiths Geschichte wachzurufen, sodass man sich doch nach und nach in die Story einfinden kann. Ein gewisses Maß an Konzentration erfordern bis zum Ende die vielen verschiedenen Abkürzungen für Geheimdienste und –organisationen, die man allerdings nach einer Zeit auch gut zuordnen kann.
Ist man beim Lesen einmal in den Lesefluss gekommen, präsentiert sich Herrmanns Thriller als interessante Reise durch die beiden Großstädte Berlin und Odessa sowie die deutsch-deutsche Geschichte. Insbesondere die Beschreibungen des heutigen Odessas und seiner Menschen haben mich beim Lesen sehr beeindruckt und zeugen von einer tiefgreifenden Recherche. Zudem stellt die Autorin mit Judith Kepler einen Menschen und sein Schicksal ins Zentrum des Geschehens, die des Erinnerns an diese deutsche Epoche würdig sind.
Mag der Mittelteil des Thrillers, in dem viele Vorbereitungen diverser Geheim- und Nachrichtendienste geschildert werden, zuweilen zu langatmig erscheinen, macht dieses der wirklich fulminante und von Überraschungen geprägte letzte Teil dieses Buches fast wieder wett. Im Gegensatz zu den Charakteren des Buches verfügen Leserinnen und Leser über alle wichtigen Informationen, sodass für sie die gesamte Kepler-Reihe zu einem befriedigenden und logischen Ende kommt.
Herrmanns Sprache ist vielfältig: So gibt es einige sprachlich wirklich gelungene und feine Passagen, während an anderen Stellen, passend zu Hintergrund und Charakter der Figuren, die Sprache sehr derbe ist. Alles in allem ist das Buch flüssig zu lesen und bereitet in dieser Hinsicht keine größeren Schwierigkeiten. Ein wenig gewöhnungsbedürftig dürften für einige die eher uns fremd erscheinenden ukrainischen Namen sein.
In diesem Roman trifft man beim Lesen auf viele aus den Vorgängerbänden schon bekannte Gesichter, was für Neueinsteiger/innen eventuell eine Herausforderung darstellen könnte. Dennoch sind alle Charaktere sehr vielschichtig und – vor allem – wandelbar dargestellt, die Sympathien für die einzelnen Figuren kommen und gehen von Zeit zu Zeit – lediglich Judith Kepler scheint hier eine Konstante zu sein.
Das Cover ist düster gestaltet, allein die helle Schrift mit Titel und Namen der Autorin sticht hervor. Die Treppe, die ins Tiefe führt, hat durchaus symbolischen Charakter: ein Abstieg in die Abgründe des Menschen und der Geschichte. Aber auch zum offensichtlichen Inhalt des Buches gibt es Bezüge, spielt der Keller doch mehr als einmal eine Rolle.
Alles in allem präsentiert Elisabeth Herrmann mit „Schatten der Toten“ trotz ausgesprochener Längen einen lesenswerten und würdigen Abschluss ihrer Kepler-Trilogie. Der spannende Showdown lässt das Buch zu einem Muss für alle Kepler-Fans werden. Von mir gibt es daher mit dreieinhalb von fünf Sternen eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for Angi.
168 reviews2 followers
April 3, 2019
Vor dem Lesen dieses Buches habe ich mir extra noch den 2. Teil der Reihe besorgt, damit ich nichts verpasse. Es wird zwar einiges aus der Vergangenheit kurz wiederholt oder angeschnitten, aber ohne Vorkenntnisse könnte man sich beim Lesen schon des Öfteren etwas verloren vorkommen. Außerdem liest man Reihen einfach auch komplett, finde ich. Die Protagonisten haben immer ein Privatleben, das sich entwickelt und man kann so einen viel besseren Draht zu ihnen aufbauen.

So fiel es mir also nicht schwer, der doch manchmal etwas komplexen Handlung zu folgen. Viele Verwicklungen, alte Stasigeschichten, eine furchtbar schief gelaufene Geheimdienstaktion und massig Rachegedanken prägen die Story.

Judith, die Hauptperson, arbeitet als Tatortreinigerin und hat im letzten Band erfahren, dass ihr Vater ein international gesuchter Waffenhändler und früherer Geheimagent ist. Seitdem lässt ihr die Vergangenheit keine Ruhe mehr, sie will diesen Mann zur Rede stellen und von ihm hören, warum er sie vor so vielen Jahren im Stich gelassen hat.
Doch wie soll sie Bastide Larcan - wie er sich inzwischen nennt - finden?
Hier kommt Isa ins Spiel, die ebenfalls eine alte Rechnung mit Bastide offen hat. Sie will Judith als Lockvogel benutzen, aber diese traut ihr nicht. Also denkt sie sich einen anderen hochgefährlichen Plan aus, bei dem sie nicht nur ihren Job aufs Spiel setzt.
Alles endet in Odessa, mit einer Menge Blut und viel Verrat.

Der Schreibstil der Autorin ist prima zu lesen, sehr ausführlich und manchmal mit fast poetisch anmutenden Formulierungen. Auch das nötige Quäntchen Humor fehlt nicht.
Die Schauplätze kann man sich immer sehr gut vorstellen und alles wirkt realistisch, gut recherchiert und lebendig.

Mit Judith, Tabea und einigen anderen Figuren habe ich gern mitgefiebert, denn sie wachsen einem schnell ans Leserherz. Manche von ihnen müssen so sehr leiden, dass man gar nicht anders kann, als mitzufühlen. Aber am Ende wird ja vieles wieder gut.

Die Story ist super durchdacht, sehr komplex und wartet immer wieder mit rasanten Szenen, überraschenden Wendungen und Verquickungen auf, die man so nie erwartet hätte. Manches kann man sich natürlich denken (wie die Beweggründe von Isa), aber anderes kommt wirklich ohne Vorwarnung. Das Buch liest sich fesselnd und wenn es nicht so dick wäre, hätte ich es bestimmt an einem Tag verschlungen.
Es wird oft auch sehr blutig und so manches Opfer erscheint einem unnötig und grausam, aber so ist das Leben.

Gerne empfehle ich dieses Buch weiter, aber bitte vorher am besten Band 1 und 2 lesen!
Profile Image for Petra Sch..
406 reviews2 followers
June 10, 2019
Spionagethriller mit Längen

Kurz zum Inhalt:
Judith Kepler arbeitet in Berlin als Tatortreinigerin. Es passiert plötzlich einiges, das ihr Leben auf den Kopf stellt: Ihr Chef liegt im Krankenhaus und möchte, dass sie die Führung übernimmt. Die Halbwaise Tabea, die ihr sehr am Herzen liegt, ist ebenfalls im Krankenhaus und Judith kann ihren Vater nicht erreichen.
Und dann ist das noch Isa Kellermann, eine Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes, die den ehemaligen Spion Bastide Larcan um jeden Preis fassen möchte - dieser ist jedoch Judiths Vater und hält sich derzeit in Odessa auf.
Soll Judith die Vergangenheit ruhen lassen oder ebenfalls nach Odessa reisen?



Meine Meinung:
"Schatten der Toten" ist der dritte Teil um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle Infos aus dem Vorgängerband werden genauestens beschrieben, da sie für die Geschichte wichtig sind.
Leider war mir aufgrund des Klappentextes nicht bewusst, dass diese ganze Spionagesache so detailliert dargelegt wird. Ich lese zwar immer wieder mal gerne Spionagegeschichten, aber dabei muss es nicht so derart ins Detail gehen. Teilweise war es mir auch zu verworren und ich habe auch nicht alle Zusammenhänge gleich verstanden.
Außerdem hätte man das Buch gut und gern um ein Drittel kürzen können, was auch der Spannung zugute gekommen wäre. Denn diese ausufernden Stasi-und-Geheimdienst-Beschreibungen haben mich oft aus dem Lesefluss gebracht und waren langatmig und zäh.
Auch hätte ich mir gerne gewünscht, mehr über die Arbeit einer Tatortreinigerin zu erfahren; das ging in diesem Buch leider total unter.
Das letzte Drittel des Buches hat mir dann jedoch gefallen, es wurde rasant (die geplante Operation des deutschen Verfassungsschutzes in Odessa) und dramatisch (das schreckliche und grausame Verhalten des ukrainischen Milliardärs Oleg Nikiforov).
Aus der Danksagung der Autorin hätte ich herausgelesen, dass dies der letzte Band um Judith Kepler ist. An und für sich wäre auch alles gut abgeschlossen - doch hat es sich die Autorin nicht nehmen lassen, doch noch etwas einzubauen, das die Geschichte weiterlaufen lassen könnte... Ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band geben wird.
Das Cover ist eher unscheinbar - sollen die Stufen an die Potemkinsche Treppe in Odessa erinnern, die eine Bedeutung für die Geschichte hat?


Fazit:
Ein etwas anderer Spionagethriller; leider mit zähen Längen in der Mitte, aber einem spannenden Finale.
Profile Image for Dani_liest.
449 reviews29 followers
March 24, 2019
Krimis mit Polizisten, Journalisten oder Privatdetektiven im Mittelpunkt habe ich schon viele gelesen, über eine Tatortreinigerin jedoch noch keine. Ich stellte mir dies sehr innovativ und interessant vor und war deswegen sehr gespannt auf Elisabeth Herrmanns Buch „Schatten der Toten“. Ziemlich schnell stellte ich allerdings fest, dass dieser Krimi etwas ganz anderes ist, als ich mir vorgestellt hatte und Enttäuschung machte sich breit.
Judith Kepplers Beruf ist für den Verlauf der Handlung komplett irrelevant. Sie könnte genauso Sekretärin, Taxifahrerin oder Verkäuferin sein. Bis auf in den ersten beiden Seiten erleben wir sie nie bei ihrer Arbeit und der Tatort hat auch nichts mit der Handlung zu tun.
Hier geht es nicht um die Aufklärung eines Mordes sondern um Judiths private Geschichte. Diese hat in den beiden Vorgängerromane bereits ihren Lauf genommen.
Mir waren die ersten beiden Teile nicht bekannt, die wichtigsten Rahmendaten werden im dritten Band noch einmal zusammen gefasst, so dass ich gut mitgekommen bin. Trotzdem würde ich empfehlen, die Serie der Reihe nach zu lesen.

Judith Keppler ist eine Protagonistin, die mir schnell sympathisch wurde. Sie lebt ein Einsiedlerdasein und wirkt nach außen sehr unnahbar, trotzdem kristallisiert sich schnell heraus, dass unter der harten Schale ein weicher Kern schlummert. Sie sorgt sich um ihren erkrankten Chef und kümmert sich um die Halbwaise Tabea. Sie setzt sogar Himmel und Hölle in Bewegung um den Vater des Mädchens zu finden, als es ins Krankenhaus muss.
Hätte sich der Roman einzig und allein um Judith gedreht, hätte ich sicherlich noch einen Stern mehr vergeben.

Die zweite Hauptfigur, Isa Kellermann, konnte ich leider weniger gut leiden. Nach dem Tod ihrer Mutter verfolgt Isa nur noch ein Ziel, sie möchte Bastide Larcan – Judiths Vater – finden und mit ihm abrechnen. Dabei geht sie buchstäblich über Leichen, schreckt vor Sabotage und Landesverrat nicht zurück.
Dieses Wirrwarr aus den verschiedenen Geheimdiensten, sei es Stasi, KGB, BND oder Mossad war mir persönlich zu viel und zu konfus. Ich gestehe, dass ich Isas Kapitel ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch überflogen habe und hoffte, dass wir schnell wieder zu Judith wechseln. Der Showdown ist dann auch extrem blutig und actiongeladen.

Meiner Meinung nach kommt diese Serie nicht an die um den Anwalt Vernau oder Sanela Belara heran. Ich fand „Schatten der Toten“ okay, aber die Begeisterung blieb aus. Die beiden Vorgänger werde ich eher nicht lesen. Der Cliffhanger am Ende von Band 3 mach mich jedoch schon irgendwie neugierig, wie es nun noch weiter gehen könnte, so dass ich einem 4. Buch eine Chance geben werde.
343 reviews5 followers
March 27, 2019
Hochspannung pur! Plötzlich öffnet sich ein Fenster in die eigene Vergangenheit. Die Identität der Tatortreinigerin Judith Kepler. Gerade beginnt Tatortreinigerin Judith Kepler über ihr weiteres Leben nachzudenken, Ihr Chef will, dass sie die Firma übernimmt und ihre Beziehung zu einem Waisenmädchen entwickelt sich auf unerwartete Weise, als Eva Kellermann, eine frühere Stasi-Spionin, stirbt. Ihr letztes Geheimnis setzt eine tödliche Jagd in Gang, auf einen der größten Verbrecher dieser Zeit: Bastide Larcan. Er ist Judiths Vater – der so viel Leid verursachte und sich nie dafür verantworten musste. Seine Spur führt nach Odessa, und Judith muss sich entscheiden: für ihr Leben oder für eine Reise in die Vergangenheit, in der die Schatten der Toten sie erwarten. Die Vergangenheit ruht nie auch für Judith Kepler nicht, sie ist Tatortreinigerin und kennt den Tod wie wenige andere. Sie wird gerufen, wenn der Tod Spuren hinterlässt, die niemand sonst beseitigen kann. Judith Kepler ist auf der Jagd nach dem Mann, der ihr Leben zerstört hat. Sie kommt den Geheimnissen ihrer Vergangenheit einen weiteren Schritt näher. Eine Mission, die die Geister der Vergangenheit weckt ... Aber sie weiß auch, sie wird nicht ruhen, bis sie endlich die Wahrheit erfährt, was als Kind mit ihr wirklich geschah …… Die Cleanerin ist zurück! Die neue Fortsetzung der Geschichte um Judith Kepler ist extrem spannend. Immer wieder wird das ehemalige Heimkind von ihrer Vergangenheit eingeholt und als sie Wahrheit über ihre Herkunft erfährt droht sich die Erde zu öffnen. Interessante Verwicklungen, realistisch und authentisch von Elisabeth Herrmann dargestellt. Mit reichlich Brisanz wird hier ein Plot aufgebaut, dessen Dynamik stetig zunimmt. Spannend, ausgefeilt, authentisch - damit zeichnen sich Charaktere sowie Handlung aus und zeigen einmal mehr, warum Elisabeth Herrmanns Krimis so lesenswert sind. Mit der Cleanerin Judith Kepler hat Herrmann eine Heldin geschaffen, die doppelt überzeugt: im Job als Tatortreinigerin und sonst brüchige hard-boiled Heldin. Hoch spannender Stoff, der aktuelle gesellschaftliche Themen auf intelligente Art aufgreift. Wirklich genial wie die Autorin jüngere deutsche Geschichte mit einem Kriminalfall verknüpft. Sehr gut recherchiert und unglaublich spannend. Ein guter Thriller mit einer sympathischen und interessanten Hauptfigur. Für Liebhaber des politischen Kriminalromans ein Muss! Kurzum, ein Krimi der Extraklasse! Gelungene Fortsetzung.
Profile Image for Archer.
656 reviews12 followers
April 19, 2019
Judith Keppler ist Tatortreinigerin, doch das nützt ihr dieses Mal nichts mehr. Denn ihr Vater ist Bastide Lacan und dieser Mann ist einer Erwähnung wert - oder auch mehrerer. Zu DDR-Zeiten arbeitete er für die Stasi als Romeo, also als einer, der westliche Frauen in bestimmten Positionen verführte und ihnen Staatsgeheimnisse stahl. Doch damit nicht genug. Mittlerweile mauschelt er mit ukrainischen Mafiosis und vor ein paar Monaten hätte er beinahe den Geldverkehrt von Deutschland lahmgelegt. Nicht nur der BND ist hinter ihm her, auch Judith selbst hat noch das ein oder andere Hühnchen mit ihrem Vater zu rupfen ...

Ein Tipp vorneweg: Wer dieses Buch liest, sollte die Vorgänger kennen. Ich bin von der irrigen Annahme ausgegangen, dass es sich um einen normalen Krimi handelt, zwar aus einer Reihe, aber ohne Vorkenntnisse möglich. Ist es auch, rein theoretisch. Trotzdem wäre es besser, in diesem Fall die Reihenfolge einzuhalten, allein für das Verständnis der vorhergehenden Ereignisse, die hier öfter erwähnt werden und weil man sich auf gewisse Art selbst spoilert. Das zum ersten. Den zweiten Fehler beging ich, als ich davon ausging, es ginge um Judith, die Tatortreinigerin. Natürlich spielt sie eine Hauptrolle, aber eigentlich geht es mehr um viel DDR-Klüngel, indem auch sämtliche Stasi-Klischees bedient werden. So fand ich das Buch zwar - schon vom Schreibstil her - super zu lesen, aber fesseln konnte es mich nicht, weil mich Spionagethriller von Natur aus langweilen. Allen, die davon nicht genug kriegen können, sei dieses Buch aus tiefstem Herzen empfohlen.
Profile Image for yesterday.
492 reviews3 followers
February 11, 2020
Ein großes Plus des Krimis/Thrillers: er lässt sich wunderbar lesen auch ohne die beiden Vorgängerbände (Zeugin der Toten, Stimme der Toten) mit Tatortreinigerin Judith Kepler gekannt zu haben. Natürlich gibt es Personen, die sie schon länger begleiten und auch kurze Anspielungen auf Dinge, die einige Monate oder ein paar Jahre vorbei sind, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt und aus dieser Hinsicht ist dieses 669 Seiten starke Buch eine runde Sache.

Was mich weniger zufrieden stimmte, ist das Ende - angedeutet wird, dass dies der letzte Kepler-Band ist, aber die Geschichte hört eigentlich mit einem klassischen Cliffhanger auf. Meiner Meinung nach ist es einer und ich finde es mutig, das so am Ende einer Reihe stehen zu lassen.

Nun aber genug gemeckert. Wobei, eines muss ich auch noch loswerden: die Länge ist zwar beachtlich, aber dadurch (und das ist nur logisch) gibt es auch viele kürzere und längere Phasen im Buch, wo man es ohne Probleme weglegen kann. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Schauplätzen hin und her, dennoch ließe sich das meiner Meinung nach teilweise schon straffer erzählen.

Die Geschichte liest sich ansonsten noch relativ flott, zeitweise eben wenn es spannend ist, dann auch wieder aufgrund der kurzen Abschnitte. Blut, Leichen, Intrigen, Geheimdienstkram, private Probleme, Zwischenfälle und emotionale Schieflagen: es ist ansonsten alles dabei, was man in einem guten (Reihen-)Krimi erwarten kann. Story und Charaktere sind grundsätzlich schlüssig und glaubwürdig, auch wenn die Hauptfigur für mich stellenweise gar ein bisschen “überdreht” wirkt, schnell überreagiert. Aber vielleicht liegt das daran, dass ich “Putzfrau” Judith vorher nicht kannte.
Profile Image for yellowdog.
881 reviews
March 28, 2019
Intensiver Thriller


Schatten der Toten ist der dritte Teil der Reihe um die Tatortreinigerin Judith Kepler und ihre Vergangenheit. Man kann den Roman ohne Kenntnis der Vorgänger lesen, aber es bleibt doch das Gefühl einiges verpasst zu haben.
 
Bastide Larcan, zwar ein Antiheld, ist wohl neben Judith die spannendste Figur und in einigen Kapiteln steht er im Mittelpunkt. Judith Kepler reist sogar bis nach Odessa um ihn dort aufzuspüren, denn er ist ihr Vater, der sie als Kind verlassen hatte. Odessa, die Hafenstadt in der Ukraine mit seinen Katakomben, ist ein aufregender Schauplatz, aber es dauert eine Weile im Buch, bis man da ankommt.
Es gibt weitere interessante Figuren, zum Beispiel Isa Kellermann vom Verfassungsschutz. Elisabeth Herrmann lässt bei ihren Figuren gerne Beruf und private Dinge miteinander wirken.
 
Elisabeth Herrmann gilt zu Recht als eine der besten Krimi/Thriller-Autorinnen, denn sie schreibt auf hohen Niveau, hält auch bei einem umfangreichen Roman die Spannung kontinuierlich hoch und legt viel Wert auf Figurenentwicklung.

429 reviews2 followers
August 28, 2021
2,5 Sterne!
Ich war erleichtert, als ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte. Das Buch ist keineswegs schlecht. Ich bin ein Fan von Elisabeth Herrmann‘s Bücher aber, wie Teil 2 dieser Kepler Trilogie, wird die Geschichte durch zu viele Handlungsstränge und Zufälle kompliziert. Man muss für dieses Buch Zeit nehmen, in der man ungestört lesen kann - nichts mit 15 Minuten weiterlesen in der Kaffeepause. Zumindest ging es mir so. Ich brauchte Zeit und Ruhe, um mich auf diese komplexe Geschichte zu fokussieren. Dass Herrmann ausgezeichnet recherchiert, ist hier wieder zu erkennen. Allerdings wird alles so sehr ins kleinstes Detail gegangen und als Ergebnis verliert die Geschichte an Spannung und wird langatmig und zäh.
Ein Gutes hat das Buch: die sehr detaillierte Beschreibungen von Odessa haben dazu geführt, dass diese Stadt auf meine „Must See“ Liste steht - und dass ich dann natürlich im Londonskaja Hotel übernachten werde.
2,394 reviews14 followers
April 1, 2019
Zum Inhalt: 

Als Tatortreinigerin ist Judith Kepler mit dem Tod vertraut wie kaum jemand sonst. Jetzt will ihr Chef, dass sie die Firma übernimmt. Als Eva plötzlich stirbt beginnt unerwartet eine Jagd nach Judiths Vater. Plötzlich muss Judith sich für ihr Leben oder eine Reise in die Vergangenheit entscheiden. 

Meine Meinung: 

Wie so oft, wenn man sich sehr auf ein Buch freut, wird die Erwartung eher nicht erfüllt. Hier ist es genau so. Die Geschichte war sehr vielschichtig, sehr viele Handlungsstränge, die zu verfolgen oftmals nicht leicht war. Das ging meiner Meinung nach sehr auf Kosten der Spannung und macht das Buch teilweise etwas zäh. Die vielen Protagonisten waren teilweise auch schwer zusammen zu kriegen, so dass für mich am Ende nur für eine durchschnittliche Wertung möglich ist. 

Fazit: 

Zu viele Handlungsstränge. 

200 reviews
April 6, 2019
gut recherchierter Krimi

Auch in dieser Fortsetzung wird Judith Kepler, Tatortreinigerin, an ihre Grenzen gebracht. Hier stirbt Eva Kellermann, eine frühere Stasi-Spionin und Judith wird auf einmal von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie gerät zwischen die Fronten der Geheimdienste und Ermittler.
In diesem Buch ging ihr eigentlicher Beruf irgendwie unter.

Wie auch in den vorherigen Bänden, merkt man hier, dass die Autorin großen Wert auf gute Recherche legt - daher sind die Bücher immer besonders interessant, weil sich alles super fügt, viele interessante Informationen (betreffend Politik, Stasi, Waffenschmuggel) verarbeitet sind und einfach alles im Einklang ist.

Das Buch ist mit gutem Schreibstil so gelesen, dass es durchwegs spannend bleibt und man es eigentlich nicht aus der Hand legen möchte.
Profile Image for Kirsten.
3,384 reviews11 followers
May 4, 2024
Ich fand das Buch schon aus dem Grund interessant, weil der Krimi ein altes Thema mit einem neuen verknüpft. Das hat mir gut gefallen, denn die Autorin zeigt, wie wenig die Vergangenheit aufgearbeitet ist und wie sehr sie deshalb auf die Gegenwart Einfluss hat.

Stellenweise fand ich allerdings die Intrigen ein bisschen zu viel und Judiths Auftreten zu professionell für jemand, der eigentlich nicht in dem Geschäft ist. Das hat die Geschichte unnötig dramatisch gemacht. Aber das ist nur ein kleiner Punkt, der mir das buch nicht madig machen konnte.
Profile Image for Heidy.
156 reviews
September 24, 2019
Dieses Buch ist nicht so spannend wie Band 1 + 2, jedenfalls für Leute, die sich hauptsächlich für die Story von Judith Kepler interessieren. Zwar geht es immer noch irgendwie um Judith Kepler und ihren Hintergrund, letztendlich dreht sich dieses Buch jedoch hauptsächlich um *die Odessa-Verschwoerung* und die zieht sich hin... (Naja, kein Wunder bei 671 Seiten... - Kein Buch *muss* so lang sein: weniger ist mehr!)
Profile Image for Binchen.
334 reviews6 followers
April 23, 2019
Judith soll Dombrowski vertreten, doch nicht nur das -

auch Tabea und Isa sind wieder dabei und haben Erwartungen an sie.

Spannend auch dieser Teil, der vorwiegend in Odessa spielt
Profile Image for Karin.
826 reviews4 followers
January 13, 2020
(Rebuy)
Ein würdiger Abschluss dieser Trilogie, wenn auch zu Beginn ein wenig langatmig, aber ab der Hälfte wollte ich nur mehr wissen, ob eh alles gut endet
Profile Image for Ulliken.
311 reviews3 followers
January 26, 2020
Der kalte Krieg schläft nicht


Das Cover des Buches ist dunkel gehalten, an einer Mauer führt eine Treppe ins Tiefe. Der Titel ist hell und erhaben, darüber der Name der Autorin Elisabeth Herrmann. Es macht sofort den richtigen Eindruch, dass der Roman ein Thriller ist.

Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Ihr Chef liegt nach einem wiederholten Herzinfarkt auf der Intensivstation und möchte ihr die Firma übergeben. Als sie einen alten Bekannten wiedertrifft und dann auch noch ihr Kindermädchen, aus dem Waisenhaus stirbt, brechen alte Wunden auf. Judith will sich an ihrem Vater Richard Lindner, alias Bastide Larcan rächen, der ein gesuchter Verbrecher ist und viel Leid verursachte. Aber erst soll er ihr diefür sie wichtigste Frage überhaupt beantworten. - Er war zu Zeiten des kalten Kriegs ein Romeo. Er machte sich an Frauen heran, die Geheimnisträger waren. Die Stasi war überall. Ist sie es noch?

Wird Judith sich auf die Suche in ihre Vergangenheit begeben, oder so weiterleben wie bisher? Wie der Titel verrät, entscheidet sie sich für Reise zu den Schatten der Toten, die ihr Vater zu verantworten haben soll.

Elisabeth Herrmann hat eine wunderbare Art, ihre Charaktere in den Romanen herauszuarbeiten. Der Roman ist sehr spannend und es ist erschreckend, wie grausam Staaten durch ihre Geheimdienste vorgehen, auch heute noch. Für Leser, die die beiden vorhergehenden Romane nicht kennen, ist es leider mühsam, in die Handlung einzusteigen.

Der Roman erschien im März 2019 im Verlag Goldmann.
Displaying 1 - 18 of 18 reviews