Köln, im Jahre 101 nach Christi Geburt. Die junge Witwe Rufina ist nach dem Tod ihres Mannes Maurus gezwungen, die Therme, die er gepachtet hatte, allein weiterzuführen. Doch das Geschäft läuft schlecht. Als dann eines Morgens kein frisches Wasser in die Becken läuft, sucht Rufina zornig den Baumeister Silvian auf, der im Wasserkastell für das Funktionieren der Zuleitungen zu sorgen hat. Es gibt jedoch einen grausigen Grund, warum das Wasser nicht fließt: Ein Leichnam verstopft die Rohrleitung. Und Rufina kennt den Mann: Er hat im Januar gleichzeitig mit ihrem Mann die Stadt verlassen.
Damals hat man Rufina erklärt, dass Maurus im Wald von Wölfen zerrissen worden sei – nun aber keimt ein anderer Verdacht in ihr. Doch als sie Fragen stellt, stößt sie auf eine Mauer aus Schweigen. Und als sie kurz darauf entführt wird, kann sich Rufina im letzten Moment befreien. Schließlich stößt sie auf ein Geflecht aus zwielichtigen Machenschaften und Bestechung, illegalem Goldhandel und politischen Intrigen. In den warmen, luxuriösen Thermen gedeihen Klatsch, Gerüchte und Intrigen. In den dunklen Wäldern Germaniens ist es leicht, einen Menschen spurlos verschwinden zu lassen. In den Straßen und auf den Foren der Colonia werden Geschäfte gemacht und Ämter vergeben. In dem mächtigen Strom aber, dem Lebensnerv der Stadt, sammelt sich an Stellen, die nur wenige kennen, des Rheines Gold…