Er ist der Rebellenkönig, eine lebende Legende – und seine Geschichte in Blut geschrieben.Verkrüppelt, ungeliebt und Taiden Belarron verabscheut sein Leben und brennt darauf, sich endlich zu beweisen. Dafür will er den legendären Rebellenführer Kyron schnappen, der mit allen Mitteln gegen die Regentschaft des Schwarzen Uhrwerks aufbegehrt. Doch dann rettet ausgerechnet der ihm das Leben und Taidens Weltbild gerät ins Schwanken. Warum hat Kyron ihm geholfen? Was versteckt sich wirklich hinter der Maske, unter der das Gesicht des Rebellenkönigs verborgen liegt?Taiden zögert damit, Kyron auszuliefern, während er immer tiefer in seine Welt eintaucht. Doch es bleibt keine Zeit, um seine Gefühle zu sortieren – denn das Uhrwerk droht, jeden zu zermalmen, der sich zwischen seinen Zahnrädern verfängt.
Er ist der Rebellenkönig, eine lebende Legende – und seine Geschichte in Blut geschrieben.
Verkrüppelt, ungeliebt und einsam: Taiden Belarron verabscheut sein Leben und brennt darauf, sich endlich zu beweisen. Dafür will er den legendären Rebellenführer Kyron schnappen, der mit allen Mitteln gegen die Regentschaft des Schwarzen Uhrwerks aufbegehrt. Doch dann rettet ausgerechnet der ihm das Leben und Taidens Weltbild gerät ins Schwanken. Warum hat Kyron ihm geholfen? Was versteckt sich wirklich hinter der Maske, unter der das Gesicht des Rebellenkönigs verborgen liegt?
Taiden zögert damit, Kyron auszuliefern, während er immer tiefer in seine Welt eintaucht. Doch es bleibt keine Zeit, um seine Gefühle zu sortieren – denn das Uhrwerk droht, jeden zu zermalmen, der sich zwischen seinen Zahnrädern verfängt. Quelle: drachenmond.de
Meinung:
Der Rebellenkönig war fort. Tot, sagten seine Freunde.
Das Cover hat mir sofort gefallen, es sich irgendwie magisch aus und auch düster. Zwar spielt Magie in diesem Buch keine Rolle, aber trotzdem sieht das Cover danach aus. Darauf zu sehen ist Taiden, der die Hauptperson des Buches ist. Gut finde ich, dass man kein Gesicht sieht, da bleibt dies dem Leser überlassen.
Der Schreibstil der Autorin war sehr gut zu lesen. Ich weiß nicht, ob es schon andere Bücher von ihr gibt, aber hier kam ich sehr schnell in die Geschichte und ich fand es toll, dass diese aus Sicht von einem Mann erzählt wird. Oftmals gab es aber Sprünge, die man besser machen hätte können, aber ansonsten fand ich den Stil insgesamt sehr gut.
Zu Beginn der Geschichte ist Taiden jung und will der Garde beitreten, da er einen Hass auf die Rebellen hegt. Doch sobald er den Rebellenkönig persönlich trifft, gerät sein Entschluss ins Wanken.
Zuerst muss ich sagen, dass ich finde, dass der Klappentext einfach zu viel verrät. Man muss nicht schon vorher wissen, wer der Rebellenkönig ist und ich bin froh, dass ich diesen nicht mehr im Kopf hatte, als ich mit dem Buch begonnen habe. Ich würde also empfehlen, dass man das Buch einfach so liest, ohne dass man weiß, wer nun der Rebellenkönig ist.
Ich kam sehr gut in die Geschichte hinein. Dann aber wurde ich skeptisch, da Taiden wirklich jung war und ich schon dachte, dass es auch so bleiben wird. Aber im Laufe der Handlung wird er immer älter, bis er am Ende so um die 30 Jahre alt ist (glaube ich). Das fand ich eigentlich ziemlich interessant, man erlebt sein halbes Leben mit ihm. Taiden ist ein Krüppel, seine rechte Hand ist unbrauchbar und dafür wird er schon von vielen belächelt. Er hat einen besten Freund, doch schon früh merkt man als Leser, dass er mehr für diesen empfindet. Taiden ist ein sehr interessanter Charakter für mich. Er wächst an jeder Aufgabe und steht nicht, wie sonst typisch in diesen Büchern, nur auf Frauen. Da entwickeln sich im Laufe der Geschichte noch einige Liebesbeziehungen und die mit einem bestimmtem Mann fand ich davon am besten.
Von der Geschichte selbst möchte ich nicht zu viel verraten, aber man begleitet Taiden auf all seinen Wegen. Wie er seinen Hass auf die Rebellen hegt. Wie er sich der Garde anschließt, wie er trainiert um allen zu beweisen, dass er etwas wert ist. Wie er Menschen trifft, die ihm wichtig sind und die seine Sicht auf die Rebellensituation ändern. Wie er den Rebellenkönig selber trifft. Wie er Entscheidungen trifft, die nicht immer gut sind. Und wie am Ende alles anders kommt, als geplant. Ich mochte seinen Weg und auch die ganzen Personen, die er getroffen hat. Es war einfach spannend und manche Nebencharaktere mag ich sogar lieber als Taiden selbst.
Was mich aber gestört hat, waren die plötzlichen Zeitsprünge. Man liest einen Absatz und im nächsten sind 5 Jahre vergangen. Da war ich immer ziemlich verwirrt und ich finde, dass man dies besser lösen könnte. Das gleiche gilt für die Visionen, die Taiden hat. Plötzlich liest man in der Ich-Perspektive, aber es ist gar nicht Taiden, sondern jemand anderes. Bis ich das kapiert habe, mussten schon einige Kapitel vergehen.
Auch die Welt selber wurde mir zu wenig erklärt. Es gibt das schwarze Uhrwerk und die Stunden, die die Gesetze durchbringen. Wie das alles entstanden ist, wird auch kurz angeschnitten, aber ich hätte mir viel mehr Erklärungen gewünscht. Meistens war ich verwirrt, da ich die Welt selber nicht verstanden habe.
Was wiederum cool ist, sind die Hybriden. Menschen können sich Metalle einsetzen lassen und werden so entweder nicht alt, sie dienen als Körperersatz oder es gibt auch Gehirndrähte, die jeden Rebellengedanken verscheuchen. Dieses Konzept ist sehr cool und ich verstand es auch. Gerne hätte ich mehr vom Zynnhybrid gelesen und vielleicht gibts ja noch ein Buch über ihn, wer weiß. Seine Geschichte hat mich beeindruckt, er ist sehr interessant und auch wenn er selten vorkam, gehört er zu meinen liebsten Charakteren.
Ein weitere Pluspunkt ist der zweite Handlungsstrang von Carive. Sie liest die Tagebücher des Rebellenkönigs und am Ende kommen beide Handlungsstränge zusammen und wie dies gelöst wurde hat mir gut gefallen. Carive selbst war nicht unbedingt mein Liebling, aber ihre Kapitel haben mir trotzdem gefallen. Sie ist eine Rebellin, viel mehr erfährt man nicht von ihrer Vergangenheit.
Das Ende war dann nochmal spannend, denn die Rebellion erreicht ihren Höhepunkt. Menschen starben und andere trafen Entscheidungen. Alle Kämpfe waren spannend und es starb auch jemand, den ich wirklich gern mochte. Das letzte Kapitel hat mich nochmal verwirrt, aber die Autorin hat es mir in der Leserunde erklärt. Selber wäre ich nicht drauf gekommen, warum das jetzt so ist, so gings mir aber mit ein paar Sachen. Insgesamt war das Ende aber toll.
Fazit:
Das Buch hat mich positiv überrascht. Ich mochte sehr viele Charaktere, einzig die Handlung war öfter verwirrend und das ist auch mein größter Kritikpunkt. Aber ansonsten habe ich es genossen, das Buch zu lesen und Taiden auf seiner Reise zu begleiten. Wäre nicht manchen so sprungahft gewesen, hätte es volle 5 Sterne bekommen, so reicht es leider nur für 4.
Inhalt Auf den dreizehn Inseln regiert das schwarze Uhrwerk mit seinen 13 Stunden, mächtigen und starken Hybriden - halb Mensch, halb Metall. Obschon Frieden herrscht, sind nicht alle zufrieden mit der Führung des Uhrwerks und im Untergrund brodelt es gewaltig: Ein Mann namens Schatten hat Rebellen unter sich versammelt, mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen.
Taiden Belarron, Sohn von Adel, geplagt und zum Krüppel degradiert wegen seiner gelähmten Hand, wünscht sich nichts sehnlicher, der Garde beizutreten und für das schwarze Uhrwerk die Rebellen zu jagen, denn sie haben vor Jahren seine missliche Lage verursacht. Doch auf der Flucht vor seiner arrangierten Ehe gerät Taiden in Lebensgefahr - und ausgerechnet der Schatten rettet ihm sein Leben. Und sein Weltbild gerät gehörig aus den Fugen...
Meine Meinung Steampunk ist ein Genre, das viel zu wenig Beachtung bekommt. Und von dem ich selber noch viel zu wenig gelesen habe. Also habe ich mich an Das schwarze Uhrwerk herangetraut, ohne wirklich zu wissen, was auf mich zukommt. Der Schreibstil der Autorin hat mir von Anfang an zugesagt. Er ist etwas besonderes, nicht so alltäglich, teilweise gar poetisch. Dadurch - und weil es einfach immer irgendetwas zu entdecken gab - bin ich sehr schnell vorangekommen.
Taiden wird als Kind von Adel gross, als treuer Diener des Systems seiner Heimat. Aufgrund einer Verletzung, die seine Hand verkrüppelt und unbrauchbar gemacht hat, wird er jedoch gemieden. Kein Wunder wünscht er sich nichts sehnlicher, als selber Jagd auf die Rebellen zu machen, haben diese doch die Verletzung verursacht. Selbst seine Verlobte ekelt sich vor ihm und so beschliesst Taiden, die arrangierte Ehe zu umgehen und flieht von Zuhause. Und bevor er es sich versieht, steht er direkt dem Schatten gegenüber, dem sagenumwobenen Rebellenkönig und erbittertesten Gegner des Uhrwerks. Doch dass dieser ihm hilft und sein Leben rettet, bringt all seine Überzeugungen ins wanken. Und langsam muss Taiden sein Weltbild neu gestalten...
Das schwarze Uhrwerk ist eines dieser Bücher, denen man mit einer Rezension kaum gerecht werden kann. Zu viel gibt es zu entdecken, zu beachten - und doch so wenig kann in die Buchbesprechung einfliessen, will man doch künftige Leser nicht spoilern.
Mir persönlich hat das Buch unglaublich gut gefallen. Es spielt über einen sehr grossen Zeitsraum hinweg und wenn mich nicht alles täuscht, vergehen zwischen Anfang bis Ende der Geschichte 10 Jahre oder mehr. Natürlich musste die Autorin da ein wenig tricksen, und ich finde, sie hat das unglaublich gut gemacht! Klar, man muss sehr aufmerksam lesen, damit man manchen Zeitsprung nicht überliest, aber sowieso verdient Das schwarze Uhrwerk ein konzentriertes Lesen.
Wer komplexe Geschichten mit tollem Worldbuilding und einer unglaublichen Vielfalt an Charakteren mag, wer ein faszinierendes Setting liebt, ein wenig Düsternis und Gewalt nicht scheut, wer gerne mit vollem Herzen und voller Konzentration beim Lesen ist, dem empfehle ich Das schwarze Uhrwerk. Aber Vorsicht: Bringt genug Zeit mit. Und Taschentücher.
Setting Es empfiehlt sich, das Printexemplar der Geschichte zu lesen (Karte beim eBook nicht vorhanden) - oder im Internet nach der Karte der 13. Inseln zu suchen, da diese sehr komplex sind. Als Handlungsort hat mir diese Inselgruppe sehr gefallen. Die (Vulkan-)Inseln sind sich alle ähnlich und doch komplett unterschiedlich, sie bieten verschiedenen Völkern eine Heimat und ich habe es geliebt, das alles zu entdecken. Das Setting hat mir also komplett zugesagt und ich hoffe sehr, dass es Schauplatz von weiteren Geschichten werden darf.
Doch auch das Worldbuilding und vor allem das ganze System um das schwarze Uhrwerk, seine 13 Stunde, die Garde etc. sind extrem komplex. Also so richtig komplex. Wer nicht aufmerksam mitliest, kann hier schnell den Überblick verlieren. Ich gebe zu, so ganz komplett ohne Notizen habe ich es auch nicht geschafft. Eine solche Komplexität gefällt mir wahnsinnig gut, aber es ist sicherlich nicht jedermanns Sache.
Die Stimmung, die in der Geschichte um Taiden Belarron geherrscht hat, verdient hier noch besondere Aufmerksamkeit. Der Autorin ist es perfekt gelungen, die richtige Stimmung in ihre Welt einzubringen, und ich habe mich mitten drin gefühlt - ein wunderbares wenn auch bedrückendes Gefühl.
Charaktere Taiden Belarron ist der Hauptprotagonist der Geschichte. Zu Beginn ist er ein leicht verwöhnter, aber ziemlich verbitterter junger Adliger, dem die Welt gefühlt (zumindest aus seiner Sicht) nur böses will. Ich muss sagen, eine Entwicklung wie Taiden macht kaum ein Protagonist je durch. Seine Entscheidungen waren mir nicht immer sympathisch, aber immer perfekt auf seinen Charakter zugeschnitten. Innert der fast 450 Seiten verwandelt sich Taiden vom treuen Uhrwerksdiener zu einem Zweifler und Kämpfer.
Auf seinem Weg begleiten ihn immer wieder andere Menschen, die alle auf ihre Art wundersam oder wunderbar oder beides zusammen sind. Sei es der beste Freund von Taiden, der Rebellenführer, oder die verrückte Tüftlerin Aurenna, sie alle wachsen einem irgendwie ans Herz und man leidet mit ihnen.
Neben den Sympathieträgern bietet so ein (wenn auch fiktives) regimekritisches Buch natürlich auch ordentliche Antagonisten. Manchmal wechselt der Status eines der Protagonisten auch von sympathisch zu fieser Gegner - oder umgekehrt. Aber alles hat irgendwie seine Richtigkeit, passt einfach perfekt zueinander.
Fazit Die Geschichte um Taiden, der ein treuer Freund des Systems ist und dessen Weltbild ordentlich aus den Fugen gerät, ist wunderschön und spannend, rundum gelungen in eine steampunkartige Umgebung eingebetet, bietet Humor aber auch sehr viel Trauer, lebt mit einer Vielfalt von Charakteren, die man lieben oder hassen kann - und vor allem bietet Das schwarze Uhrwerk fantastische Lesestunden mit sehr viel Kopfkino.
Es mag sein, dass die Geschichte ein, zwei Schwächen hat, für mich war es jedoch das richtige Buch zur richtigen Zeit.
Story: Seit einem Attentat ist Taiden, Sproß der Adelsfamilie Belarron verkrüppelt und ein gesellschaftlicher Außenseiter. Als seiner Mutter ihn mit einer Frau verheiraten will, sucht Taiden sein Heil in der Flucht und verlässt den Familiensitz Rabenfels. In der Nachbarinsel Arassa will er der Garde beitreten und endlich selbst Rebellen jagen – immerhin hat er einem von ihnen seine gelähmte, rechte Hand zu verdanken. Sein oberstes Ziel ist es, den Schatten von Arassa zu fangen, den maskierten Mann, der für das Schwarze Uhrwerk (des Herrschaftssystems) der Staatsfeind Nummer 1 ist. Doch sein Vorhaben gerät ins Wanken, als er den Mann hinter der Maske kennenlernt – Kyron nimmt ihn unter seine Fittiche und rettet ihm mehrfach das Leben. Zudem ist er in Wahrheit nicht ansatzweise so schlecht wie sein Ruf, will er nicht gegen das Uhrwerk rebellieren, sondern lediglich den Menschen helfen, die unter der Willkür und Grausamkeit des Schwarzen Uhrwerks zu zerbrechen drohen. Nach einer Weile schließt sich Taiden an, lernt mehr über das wirkliche Leben auf den 13 Inseln kennen und greift schließlich selbst nach der Maske, als Kyron bei einem Attentat ums Leben kommt. Als neuer Schatten wird er mehr und mehr zu dem Rebellenkönig, der das Uhrwerk stürzen und die Inseln endlich befreien könnte …
Eigene Meinung: Mit dem Einzelband „Das schwarze Uhrwerk“ erschien das spannende Steamfantasy-Debüt von Magali Volkmann beim Drachenmond Verlag. Die Geschichte spielt auf 13 Inseln und wartet mit einer Vielzahl Charakteren, Rassen und funkensprühender Ideen auf. Grundsätzlich hätte man aus den vielen Handlungssträngen mehrere Bücher schreiben können – die Autorin hat sich für einen 430-seitigen Roman geschrieben, der Potenzial zu mehr gehabt hätte.
Die Geschichte beginnt spannend und zieht den Leser bereits auf den ersten Seiten in den Bann. Man taucht schnell in die Welt der 13 Inseln auf und lernt in Taiden einen ungewöhnlichen Helden kennen – er ist verkrüppelt, ein gesellschaftlicher Außenseiter und alles andere als stark. Zumeist läuft er weg, wenn er mit einer Situation nicht zurechtkommt, anstatt zu kämpfen – was auch eine Möglichkeit ist, die Geschichte voranzutreiben. Geplagt von düsteren Visionen seines Uhrgroßvaters (des Begründers des Schwarzen Uhrwerks) stolpert Taiden von einer Katastrophe in die nächste, ohne wirklich etwas zu bewegen. Seine größte Schwäche und die der gesamten Geschichte ist es, dass er keinen wirklichen Plan hat, was er eigentlich erreichen will. Er reagiert nur auf die Geschehnisse, er bestimmt sie nicht. Als Leser vermisst man irgendwann den roten Faden, ist genervt von seinem ständigen Hin und Her und wünscht sich einen Helden, der zumindest ansatzweise einen Plan verfolgt. Um die Verwirrung zu erhöhen, spielt die Geschichte binnen knapp 15 Jahre – zu Beginn ist Taiden 15, am Ende Anfang 30. Der ganze Roman ist gespickt mit Zeitsprüngen, denen man nur schwer folgen kann und die einem das Gefühl geben, etwas wichtiges zu verpassen – gerade hinsichtlich der Charakterentwicklung und des Spannungsaufbaus. Zum Ende hin wird das Buch immer verworrener, die Handlungen der Figuren immer unlogischer und die gesamte Geschichte immer konstruierter. Taidens Aktionen sind einfach nur hanebüchen und man fragt sich, warum ihm keiner seiner Berater in die Parade fährt oder zumindest andere Ideen hat, wie man eine Rebellion angeht. Dann wären etliche liebgewonnene Charaktere am Ende noch am Leben, die nur zu sterben scheinen, weil das so vorgesehen ist und um Taiden noch mehr den Anstrich des armen, gebrochenen Helden zu geben. Neben der verworrenen und recht unlogischen Geschichten, stört mich persönlich noch die Tatsache, dass Taiden seine Bisexualität bis zum Ende verschweigt und er seine Beziehung zu Kyron sogar gegenüber seiner Frau nie offen zugibt. Dabei gibt es Situationen, wo er ihr davon hätte erzählen können (und meiner Meinung nach auch müssen, immerhin baut eine Ehe auf Vertrauen und Offenheit), ganz gleich wie streng die Gesetze hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Liebe auf den 13 Inseln sind. Es hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, dass Taiden Kyron bis zuletzt verleugnet und ist in Anbetracht der aktuellen Diskussionen hinsichtlich queerer Repräsentation ist Taidens Art durchaus bedenklich.
Die Figuren sind durchaus gut ausgearbeitet – Taiden ist eher ein Antiheld, doch er hat Potenzial sich zu verändern und aus seinen Fehlern zu lernen (was er leider nur bedingt tut), um seine Ideen und Pläne in die Tat umsetzen. Seine Partner und Geliebten, sei es Kyron, der als Schatten von Arassa helfen will oder Araine, die innerhalb der Rebellion lernt zu kämpfen und sich mit Feuereifer gegen das Uhrwerk stellt, sind wesentlich stärker und solider als Taiden. Auch die übrigen Figuren – die Funkenmechanikerin Aurenna, Taidens Berater Naris und Kanra und die vielen Nebenfiguren – haben mehr Profil als der Hauptcharakter. Das ist im Laufe der Geschichte auch das größte Problem des Romans – Taiden ist als Hauptfigur zu schwach und kann sich nie wirklich gegen die vielen anderen Figuren durchsetzen.
Stilistisch gibt es nichts zu bemängeln – Magali Volkmann hat einen sehr schönen Schreibstil, der durch lebendige Dialoge und Beschreibungen besticht. Die Handlung wird zumeist aus Taidens Sicht erzählt (Ich-Perspektive, denn es handelt sich um Tagebücher), manchmal wechselt die Autorin jedoch ohne Übergang die Perspektive, was zusätzlich verwirrt. Nichtsdestotrotz besitzt sie ein Übermaß an Fantasie, die den Leser schnell in den Bann zieht – seien es die Hintergründe der Inseln, die verschiedenen Rassen (auch wenn man sie nur schwer auseinander halten kann), die technischen Finessen und die magischen Elemente: die fantastische Welt des Schwarzen Uhrwerks macht Spaß und ist mir viel Liebe zum Detail erschaffen. Was dem Roman zusetzt sind die verworrenen Handlungsabläufe, denn die Autorin scheitert daran, eine solide, in sich schlüssige Geschichte zu erzählen und einen Hauptcharakter zu erschaffen, dessen Aktionen nachvollziehbar sind und die dafür sorgen, dass man mitfiebert. Das ist schade, denn „Das schwarze Uhrwerk“ hatte enorm viel Potenzial ein geniales Steamfantasy-Abenteuer zu sein und vielleicht den Auftakt einer Reihe zu bilden, denn von den 13 Inseln lernt man leider nur 3 oder 4 kennen.
Fazit: „Das schwarze Uhrwerk“ ist ein Steamfantasy-Roman, der stark beginnt, aber leider auch stark nachlässt. Das Buch besticht durch eine tolle Grundidee, viele schöne Steampunkelemente und einen sehr schönen, flüssigen Schreibstil. Hauptmanko ist der Held der Geschichte, dessen Handlungen nicht nachvollziehbar sein und den man von Kapitel zu Kapitel weniger leiden kann. Auch die Geschichte wird zunehmend unübersichtlicher und unlogischer, der Plot unrund und nicht wirklich durchdacht, was das Lesevergnügen stark trübt. Schade, hier hätte man soviel mehr machen können. Von mir leider nur 2,5 Sterne …
"Das schwarze Uhrwerk" war mein erster Kontakt mit dem Dark Fantasy Genre und dem Gesamtwerk von Magali Volkmann.
Das Buch folgt drei Perspektiven. Die Geschichte von Taiden Belarron, der sich weigert eine Zwangsehe einzugehen und von zu Hause flüchtet, um einen berüchtigten Rebellen zu jagen, die Geschichte von Carive, die 15 Jahre in der Zukunft die Tagebücher Taidens liest und seinen Absturz in die Rebellion erfährt und die Geschichte von Amarion dem Zinnhybriden, der 60 Jahre vor den Ereignissen des Plots die 13 Inseln von ihrem grausamen König befreit und direkt in die nächste Tyrannei gestürzt hat.
Während die ersten zwei Handlungsstränge sich im Laufe der Handlung immer wieder verflechten und schließlich miteinander verschmelzen, habe ich den Plot rund um den Zinnhybriden als unnötig empfunden. Amarions Geschichte offenbart wenig, was durch das woldbuilding nicht sowieso schon bekannt ist.
Der dritte Handlungsstrang trägt auch nicht sonderlich zum pacing des Buchs bei. Der Anfang und vor allem Taidens Indoktrination und Radikalisierung, erst zum Uhrwerksdiener und dann zum Staatsfeind, ist wirklich interessant. Vor allem die Perspektive eines adligen, gesellschaftlich privilegierten Menschen, ist selten in dieser Art von Geschichte und deswegen erfrischend. Ab der Mitte des Buchs wird die Handlung jedoch etwas zäh. Es gibt mehrere große Zeitsprünge, die lediglich beiläufig in Nebensätzen erwähnt werden und Taiden verirrt sich von Ereignis zu Ereignis und zeigt wenig Eigeninitiative. Das pacing wir erst in den letzten 150 Seiten wieder etwas zügiger, was dem Buch dann doch noch ein gelungenes Ende ermöglicht.
Taiden selbst ist eine Problem für sich. Um ehrlich zu sein weiß ich nicht genau, was ich von ihm halten soll. Er ist passiv auf eine beinahe beeindruckende Art und Weise. Nach seiner Flucht von zu Hause lässt er sich von Plotereignis zu Plotereignis tragen und tut wenig, um die Geschichte mitzubestimmen. Das könnte zwar durchaus ein interessantes Stilmittel sein, um den Kontrollverlust innerhalb des Uhrwerks zu verdeutlichen, wird jedoch dadurch untergraben, dass die Entscheidungen, die Taiden trifft, meistens dumm sind. Das ist am Anfang der Geschichte noch nachvollziehbar, da er schließlich noch jung und unreif ist, aber mit Ende 20 wird es doch eher anstrengend.
Sein character arc ist hingegen wirklich interessant. Taiden handelt für einen Großteil des Buchs aus Eigennutz. Er hasst Rebellen weil sie ihn entstellt haben und dann hasst er das Uhrwerk, weil sie seine Liebsten genommen haben. Aus seiner Selbstsucht entwickelt sich jedoch im Laufe des Buches wahre Rebellion, die im allerletzten Kapitel meiner Meinung nach die größten Früchte trägt.
Außerhalb von Taiden bin ich aber auch mit keinem der vielen Nebencharaktere wirklich warm geworden, unter anderem auch weil diese oft gestorben oder aus dem plot entfernt wurden, um Katalysator für Taidens character development zu sein. Ich bin kein fan von fridgeing und nach der zweiten Instanz wurde es vorhersehbar und ausgelutscht. Auch Carive als eine Art sekundäre Hauptfigur konnte mich nicht begeistern. Die zwischenmenschlichen Beziehungen haben sich oft unnatürlich angefühlt, vor allem die Beziehung von Taiden und Araine, die ein extremer Fall von instant love ist, sowie die "Freundschaft" zwischen Taiden und Aryon. Müsste ich Favoriten aus dem cast aussuchen, würde ich wahrscheinlich Marawyn oder Kanra wählen.
Das Buch hat queer representation, aber der Umgang mit queerness gefällt mir persönlich nicht. Die Welt ist Uhrwerks ist homophob und Taiden kann seine Bisexualität nie offen ausleben, was an sich nicht schlimm ist. Allerdings verleugnet er diese mehrmals im Lauf der Geschichte. Es ist klar, dass er seine queerness nicht vor dem Uhrwerk rausposaunen kann, aber sie vor seiner Ehefrau zu verleugnen, obwohl er seine Scham über seine Identität angeblich überwunden hat, ist meiner Meinung nach unpassend. Auch die Beschreibung der dunkelhäutigen Figuren als "schokoladenfarben" ist mir seltsam aufgestoßen.
Was mich trotz allem aber wirklich begeistern konnte, war die Welt des Uhrwerks und den 13 Inseln. Ich liebe Steampunk und Dystopien. Die Metallhybriden sind ein wundervolles Konzept, ebenso wie Funkenmechanik. Die Art und Weise wie Uhrwerkspropaganda und Indoktrination dargestellt wurde ist phänomenal und die Welt fühlt sich ausgebaut und reich an Geschichte an. Auch die Gestaltwandler und ihre Geschichte, sofern sie erzählt wurde, konnte mich begeistern. Jede der Inseln, die im Laufe der story besucht werden, fühlt sich einzigartig und lebendig an. Die Umgebungen werden ausführlich aber nicht übermäßig beschrieben, was den Schreibstil generell sehr angenehm macht. Die 13 Inseln sind eine Welt, wie ich sie bisher nicht erlebt habe und konnten alle meine Probleme mit dem Buch deutlich abmildern.
Mein abschließendes Fazit ist nun folgendes: Obwohl "Das schwarze Uhrwerk" meine Erwartungen nicht erfüllt hat und ich einige Probleme mit dem Buch hatte, kann ich mich doch für die Welt der Inseln begeistern und bin nicht abgeneigt, ein weiteres Buch von Magali Volkmann zu lesen. Da dies der Debutroman der Autorin war, bin ich außerdem gespannt, wie sich ihr Schreibstil entwickelt.
Er ist der Rebellenkönig, eine lebende Legende – und seine Geschichte in Blut geschrieben. Verkrüppelt, ungeliebt und einsam: Taiden Belarron verabscheut sein Leben und brennt darauf, sich endlich zu beweisen. Dafür will er den legendären Rebellenführer Kyron schnappen, der mit allen Mitteln gegen die Regentschaft des Schwarzen Uhrwerks aufbegehrt. Doch dann rettet ausgerechnet der ihm das Leben und Taidens Weltbild gerät ins Schwanken. Warum hat Kyron ihm geholfen? Was versteckt sich wirklich hinter der Maske, unter der das Gesicht des Rebellenkönigs verborgen liegt? Taiden zögert damit, Kyron auszuliefern, während er immer tiefer in seine Welt eintaucht. Doch es bleibt keine Zeit, um seine Gefühle zu sortieren – denn das Uhrwerk droht, jeden zu zermalmen, der sich zwischen seinen Zahnrädern verfängt.
meine Meinung:
Diese Buch ist für mich etwas schwer zu beurteilen, da es inhaltlich nicht ganz das ist was ich erwartet hatte und trotzdem etwas verbirgt was mich fesseln konnte.
Die Geschichte ist ein sehr interessanter Plot, der viel verspricht und die Erwartungen doch hoch ansetzen lässt. Allein durch den Klappentext erwartete ich eine Geschichte eines jungen Mannes der sich aus dem Schatten des "verkrüppelten Mutterschosses" erhebt, in die Welt zieht und sein Leben in die Hand nimmt. Das Erlebte sollte ihn prägen, sich neu orientieren und über sich hinauswachsen lassen. Es ist nicht so, dass dies hier nicht geschieht, nur geht es in eine völlig andere Richtung - also unvorhersehbar! 13 Inseln, die alle unter der grässlichen Herrschaft "des schwarzen Uhrwerks" stehen. Regiert von 13 Oberhäuptern, die die 13 "Stunden" genannt werden, ist eine mega Idee. Hinzu kommt "lebendiges" Metall, dass auch als Hypridenmetall genutzt wird um die Armeen und einzelne Menschen härter und leider auch gefügiger zu machen. Fast schon unsterblich und je nach Legierung ist es einem bestimmten Zweck dienlich. Diese Ideen sind gigantisch gut und der Roman versprach mir von Seite zu Seite immer mehr potenzial. Allerdings fehlten mir hier manchmal "sachdienliche Hinweise" die das verstehen flüssiger machen und die Geschichte dadurch an Leichtigkeit gewinnen lässt. Das was ich mir zusammengereimt habe, mag also der Tatsache entsprechen - oder eben nicht. Auch der Zeitenwechsel, Charakterwechsel oder Visionen gaben sich erst zu erkennen, mitten im neuen Kapitel. Und da hatte ich manchmal dann schon den Zusammenhang zum vorherigen gelesenen verloren. Dies machte das lesen etwas zähflüssig. Manchmal stellte ich mir auch die Frage, ob der Inhalt jetzt notwendig gewesen wäre und zur Geschichte beitrug. Auch der Charakter Taiden Bellaron hatte ich so meine Probleme, da ich mich nicht wirklich mit ihm anfreunden konnte. Vieles des Geschehenen ist zwar nachvollziehbar und erklärt sich von selbst, weshalb er zu dem heranwächst. Letztendlich waren es für meinen Geschmack aber viel zu viele Schicksalsschläge die er hat wegstecken müssen und die ihn auch zu diesem verbitterten Mann machten. Und doch kommt immer wieder der kleine, trotzige Junge hervor der mit seinem Leben als Krüppel nicht wirklich klar kommt / kommen möchte. Immer wieder hatte ich das Gefühl das er Dinge tut weil sie von ihm erwartet wurden und nicht weil er selbstständig und eigenmächtig handelt. Er gab mir immer wieder das Gefühl, keine Entscheidungen selbst treffen zu können (wollen) und brauchte immer wieder die Bestätigungen seiner aktuellen Weggefährten. Und diese wechselten oft und waren auch hier wieder nach meinem Geschmack zu viele. Die Masse macht´s! Den wir reden hier von sage und schreibe 4 Weggefährten, Partnerschaften/ tiefere Freundschaften/ Beziehungen, die er auf schlappe 440 Seiten versucht zu führen und mich vom eigentlichen Thema, dass das Buch erzählen sollte, nämlich der Rebellion, schon etwas ablenkte. Auch wenn sie für ihn prägend waren. Weiter kommt hinzu wie oben beschrieben, dass ich erwartete, das er aus dem Schatten des Elternhauses geht, sein Leben selbst in die Hand nimmt und an seinen Erfahrungen wächst- doch ich hatte eher das Gefühl dass er sich immer wieder im "Schatten" versteckt und tut was von ihm erwartet wird und nicht was er selbst fühlt.
Letztendlich konnte mich der Roman zwar unterhalten und teilweise auch fesseln, allerdings gab es auch einige langatmige Passagen die noch nicht mal wirklich Handlungsführend waren. Für mich ist es nicht ganz nachvollziehbar, weshalb wir hier einen Einzelband haben da ich einiges gerne detaillierter gehabt hätte und einiges, was nicht Handlungsführend war sollte doch ein Ende haben.
Taiden gehört dem Adel hat. Dieser gilt als besonders gesetzestreu und wird daher von der Regierung, dem sogenannten "Schwarzen Uhrwerk" bevorzugt behandelt. Das gemeine Volk lebt in ständiger Angst vor der Überwachung und Willkür von Seiten des eben erwähnten. Denn jede "falsche" Handlung macht den Bürger zum Rebellen, was zu Verfolgung, Gefangennahme, Folter, Manipulation und Tod führen kann.
Seit einem Rebellenangriff in der Kindheit muss Taiden mit einer gelähmten Hand leben, die ihn zum Außenseiter macht. Nicht nur seine Familie nimmt ihn nicht für voll, auch seine Verlobte ekelt sich offen vor seiner "Kralle". Verbittert macht Taiden es sich zum Ziel den "Schatten von Arassa", den berühmt berüchtigten Rebellenanführer zu töten. Dieser bietet den verzweifelten Bürgern Hilfe und Unterstützung, wo das Uhrwerk sie vernachlässigt und unterdrückt.
Zusammen mit Taiden lernt der Leser nach und nach das wahre Gesicht des Uhrwerks kennen und hassen. Plötzlich muss er alles, was er beigebracht bekommen hat und alles, was er seit seinem 15. Lebensjahr wollte, in Frage stellen.
Es gibt im Buch auch einige Steampunk-Elemente: Gegen das nötige Kleingeld oder wenn man seine Uhrwerk-Treue besonders unter Beweis gestellt hat, kann man seinen Körper zu einem Hybriden umwandeln lassen. Es werden bestimmte Metalle eingebaut, die beispielsweise Fähigkeiten verleihen oder die Belastbarkeit erhöhen. Die Metalle haben verschiedene Wirkungen und diese können sich scheinbar bei jedem unterschiedlich äußern.
Erzählt werden primär zwei Handlungsstränge: Da ist die junge Frau Carive, der vom Rebellenführer Tagebücher überreicht werden, die sie schnellstmöglich lesen soll. Auf der anderen Seite geht es um den Inhalt der besagten Bücher. Es gibt aber auch noch eine andere Zeitebene. So erfährt man aus Visionen, die Taiden heimsuchen, einiges über die Vergangenheit und wie es überhaupt zur Entstehung und der Macht des Uhrwerks kam. Leider muss ich sagen, dass diese Wechsel zwischen Carives und Taidens Sicht, die Visionen und auch die vielen Zeitsprünge um mehrere Jahre oft sehr verwirrend waren, weil sie nicht besonders gekennzeichnet waren. Verwirrend waren auch die ganzen Namen und Bezeichnungen was die Abstammungen und Herkunft angeht. Hier wäre vielleicht ein Glossar hilfreich gewesen.
Der Schreibstil ist sehr bildreich, wunderschön, aber dennoch leicht zu lesen. Es kam zu einigen spannenden Episoden und überraschenden Wendungen.
Magali Volkmann erschafft eine Vielzahl toller und interessanter Charaktere. Leider nimmt sie uns einige davon auch viel zu früh wieder. Schade, denn grade diese haben für mich soviel Potential gehabt großes zu bewirken. Taiden gehört für mich nicht dazu. Obwohl er anfangs großer Rebellenfeind ist, verbittert und wütend wegen seiner gelähmten Hand, wirkt er doch relativ verweichlicht und ängstlich. Er stellt es sich trotzdem so schön einfach vor den wohl größten Rebellen aller Zeiten zu schnappen. Dabei handelt er oft naiv und unüberlegt und bringt dadurch nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr. Auch später zeigt sich, dass er keinen Plan von nichts hat, dass er nicht weiß wie er seine Ziele erreichen soll und auch generell ziemlich unentschlossen ist.
Für mich besticht das Buch durch ein spannendes Setting mit größtenteils liebenswürdigen und tollen Charakteren. Auch die Steampunk-Elemente finde ich super. Überzeugt hat mich auch der wunderschöne und mitreißende Schreibstil. Anfangs ist vieles ziemlich verwirrend und undurchsichtig, aber zum Ende klärt sich das meiste.
Gefiel mir leider nicht so gut wie das andere Buch der Autorin. Gerade am Anfang wird man ziemlich ins kalte Wasser gelaufen und es dauert eine Weile bis genug Informationen über die Welt zusammenkommen. Dabei ist das Worldbuilding eigentlich echt interessant mit verschiedenen Völkern, politischer Ungerechtigkeit und Steampunk-Elementen. Was mich am Anfang auch bereits gestört hat war die Beschreibung von Hautfarben anhand von Nahrungsmitteln. Ich als Weiße möchte mir an dieser Stelle nichts anmaßen, aber ich finde es nicht gut wenn eine Hautfarbe als "Schokolade" beschrieben wird weil man Menschen nicht mit Essen vergleichen und sie dadurch objektifizieren sollte. Generell mochte ich die Gesellschaft in diesem Buch nicht, da auch Frauen stark von den männlichen Figuren objektifiziert werden und oft als Statussymbol oder diejenige die den Haushalt zu schmeißen hat betrachtet werden. Unser adeliger Hauptcharakter merkt zum Glück im Lauf der Geschichte selbst wie dumm dieses Frauenbild ist, aber am Anfang hat es mich echt getriggert. Und gegen das problematische Gesellschaftsbild mit der Willkür der adligen Obrigkeit wird glücklicherweise auch (erfolgreich) rebelliert. Mit dem Haupcharakter Taiden, der das Gesicht besagter Rebellion wird, bin ich bis zum Ende nicht richtig warm geworden. Ich kann gar nicht genau sagen was mich an ihm stört aber ich mochte fast alle Nebenfiguren lieber als ihn. Was ich jedoch gut fand ist dass er tatsächlich keinen Plot Armor hat und weder er noch ihm nahestehende Personen vor schlimmen Ereignis geschützt sind. Und er ist nicht straight, was für mich der größte Pluspunkt des Buches ist. Ich finde es wichtig, nicht immer nur heteronormative Protagonist*innen zu haben und auch wenn Taiden meiner Meinung nach einige echt dumme Fehler macht und kein sonderlich talentierter Held ist, fand ich die durch ihn vertretende Repräsentation echt super. Auch das Ende konnte mich überzeugen und passt meiner Meinung nach gut zum Rest der Geschichte. Insgesamt konnte das Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllen; es gab einiges was ich mochte aber leider auch einiges zu kritisieren.
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Ich weiß gar nicht genau, wie ich mit meiner Rezension anfangen soll. Normalerweise gibt es ja immer eine kurze Zusammenfassung der Handlung, was dieses Mal gar nicht so einfach ist. Die Geschichte ist recht komplex, sie wird aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Wir begleiten Taiden Belarron viele Jahre lang und man verfolgt als Leser sein Leben. Der Klappentext gibt nur einen ganz kurzen Blick auf seine Geschichte und wird dieser Geschichte in keiner Weise gerecht.
Die Welt in die uns die Autorin hier entführt, ist düster und brutal. Das schwarze Uhrwerk regiert nicht zur Zufriedenheit der ganze Bevölkerung und es hat sich eine Rebellion gebildet. Das ist in groben Zügen der Kern der Geschichte, die aber mit vielen anderen Ereignissen ausgeschmückt wird. Manchmal hat mich die Handlung verwirrt, denn die Autorin springt in ihrem Erzählstrang einfach 5 Jahre in die Zukunft und erwähnt das nur in einem Satz. Das hätte man für meinen Geschmack anders machen müssen. Auch die Abschnitte in der Zukunft, die dann später zur Gegenwart werden oder die Visionen, die Taiden hat, führen dazu, dass die Handlung öfter mal verwirrt.
Taiden ist fast so so etwas wie ein Anti-Held und die Autorin lässt ihn wirklich sehr leiden. Immer wieder erleidet er schwere Schicksalsschläge, was ich persönlich manchmal einfach zu viel fand. Es handelt sich bei dem Buch um einen Einzelband. Ich persönlich hätte mir für Taiden einfach ein anderes Ende gewünscht. Auch wenn ich hier Kritik übe, fand ich die Grundidee sehr gut und vergebe deshalb 4 von 5 Punkten.
Das Buch hatte ich schon einmal angefangen, dann aber doch nach 50 Seiten wieder weggelegt. Dieses Mal habe ich es beendet, doch so ganz überzeugen konnte es mich leider doch nicht. Ein Hauptgrund, warum ich es nochmal versucht habe, war, dass der Hauptcharacter Bi ist (we love the representation <3), leider ist Queerness in dem Regime jedoch verpönt (wen wundert’s) und er traut sich bis zum Ende nicht, dies irgendwem zu offenbaren (nicht mal seiner Frau…). Das fand ich sehr schade. Davon abgesehen bin ich leider mit keinem der Charaktere so wirklich warm geworden. Meine Lieblinge waren Kanra und Kyron, beim Hauptcharakter Taiden hat es mir an Persönlichkeit gefehlt. Das Worldbuilding hat mir gut gefallen und war interessant. Eine Karte im Buch wäre noch hilfreich gewesen (kann man aber googeln). Auch mit den vielen verschiedenen Namen von Orten und Personen kommt man schnell mal durcheinander, aufmerksam lesen ist hier gefordert, wie es ja aber in der Fantasy üblich ist (Ein Glossar wäre toll gewesen). Ich persönlich bin gar kein Fan von großen Zeitsprüngen, wenn Monate oder sogar Jahre vergangen sind, von denen man nichts mitbekommt. Dies war hier leider öfter der Fall. Dadurch entsteht für mich eine Distanz zu der Geschichte und den Charakteren, wie bei Bekannten, die man nur sehr selten sieht. Die Steampunk-Elemente fand ich dagegen cool und auch die beiden Handlungsstränge, mit einer Rahmenerzählung, die neugierig auf das Ende gemacht hat, waren gut eingefädelt.
Und wieder mal ein Dark Fantasy/Steampunk Buch. Dieses mal "Das Schwarze Uhrwerk" von Magali Volkmann. Wir tauchen hier in die Geschichte von Taiden Bellaron ein und wie er von einem ängstlichen Jungen zum König der Rebellion wird.😊
Das ganze Buch ging sehr flott zu lesen und die Welt, die erschaffen wurde, konnte man quasi bildlich vor sich sehen. Genauso muss ein Fantasybuch auch sein, wie ich finde.
Das Buch handelt quasi in der Gegenwart und du liest aber in den Tagebüchern (also der Vergangenheit) des Hauptprotagonisten Taiden.
Dadurch erfährst du viel über den Charakter selber und über seine Geschichte, was wirklich super ist. Man muss aber ehrlich sagen, dass der Junge es echt nicht leicht hat. Auf alles Glück was er findet, kommt sofort der noch härtere Arschtritt.
Was mir vielleicht nicht ganz so gefallen hat, ist der "Finale Kampf" der etwas schnell abgelaufen ist, dafür, dass sich die Welt danach komplett verändert. Das ist aber auch nur mein Geschmack oder empfinden dabei😊
Alles in allem kann man aber sagen das es ein wunderschönes Fantasybuch ist, dass ich jeden ans Herz legen kann, der auf dieses Genre steht😁
3,5 Ich fand das Buch sehr einfach und flüssig zu lesen. Besonders die Steampunk-Elemente haben mir wirklich gefallen (ich lese normalerweise gar kein Steampunk weiß auch nicht warum) Generell hat‘s mir sehr gefallen und ich werde auf jeden Fall die anderen Bücher der Autorin lesen
Die Welt ist so ungerecht und nimmt einem immer die Menschen, die man am meisten liebt und braucht. Doch wenn man sich selbst treu bleibt, kann man jede Bürde überwinden.
Ich fand das es wirklich ein fantastisches Buch war. Es ist gewiss nicht für jeden gemacht, aber ich fand es dennoch schön. Es hat mich teilweise zwar auf verschiedenen emotionalen Ebenen auseinander genommen aber naja. Ich konnte nur nicht wirklich mit den Zeitsprüngen arbeiten, da sie teilweise auch mehrere Jahre beinhalteten. Taiden ist anfang dew Buches 15 und irgendwo 150 Seiten später 25? Die meisten hätten wohl mehr Bücher geschrieben oder die Story nicht so lang gezogen. Der zweite Abschnitt in dem Buch lies zwar laut meiner Meinung noch etwas zu Wünschen übrig, doch letzten Endes bin ich fasziniert von der Geschichte. Ich find die Idee mit dem Messing richtig cool und das gesamte Worldbuilding, echt krass. Es ist wirklich ein weiteres fantastisches Buchuniversum das auf 430 Seiten verewigt wurde.