Es gab für Felix nie einen Grund, seinen Vater zu fürchten. Vor seiner Mutter hat der Achtjährige panische Angst, als er ein Diktat mit 17 Fehlern daheim zur Unterschrift vorlegen soll. Charlotte Meller will unbedingt ein Genie aus ihrem Sohn machen, prügelt oft genug nur aus Frust auf den Jungen ein, vernachlässigt die beiden kleinen Töchter und macht ihrem Mann das Leben zur Hölle. Für seinen Vater, das weiß Felix, sind ein paar Fehler nicht so schlimm. Deshalb geht er mit seinem Diktat lieber zu der Baustelle, auf der Thorsten Meller arbeitet. Als er dort hört, sein Vater sei bereits nach Hause gefahren, tritt auch Felix erleichtert den Heimweg an. Stunden später wird er in der Stadt aufgegriffen – mit seinem Ranzen auf dem Rücken und einer Stichverletzung am Hals. Es ist nicht nur sein Blut, mit dem er über und über besudelt ist. Er muss daheim gewesen sein, aber jahrelang erinnert er sich nicht daran. In seinem Gehirn ist eine Tür zugeschlagen. Von Zeit zu Zeit offenbart sich ihm zwar ein Blick durchs Schlüsselloch, aber erst als Erwachsener, mit einem blutigen Messer neben seiner toten Lebensgefährtin kniend, begreift Felix, was damals wirklich geschehen ist.
Hailed as Germany’s Patricia Highsmith, Petra Hammesfahr has written more than twenty crime and suspense novels, and also writes scripts for film and television. She has won numerous literary prizes, including the Crime Prize of Wiesbaden and the Rhineland Literary Prize. Her breakthrough novel, The Sinner, was a major critical and commercial success internationally, including in Germany, where it stayed on the bestseller list for more than fifteen months. The Sinner has been adapted for television as a limited series on USA starring Jessica Biel and Bill Pullman.
Die Zeitungen nannten es eine blutige Familientragödie. Der achtjährige Felix überlebt. Doch er erinnert sich an nichts. Nicht, welchen Anblick seine Schwestern und seine Mutter boten, nicht, was aus seinem Vater geworden ist. Mit sechzehn meldet sich sein Unterbewusstsein. Der Sturz eines Lehrers beschwört Bilder herauf, von denen Felix nicht weiß, wie er sie einordnen soll. Felix glaubt zu begreifen, was damals passiert ist. Doch er irrt sich.
Autor:
Petra Hammesfahr wusste schon früh, dass Schreiben ihr Leben bestimmen würde. Mit siebzehn verfasste sie ihre ersten Geschichten, aber erst fünfundzwanzig Jahre später kam mit Der stille Herr Genardy der große Erfolg. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt. Die Autorin lebt in der Nähe von Köln.
Meine Meinung:
Schon einige Zeit lag dieses Buch auf meinen SuB. Dank einer Challenge Aufgabe habe ich es nun endlich mal gelesen.
Eines Nachmittages wird der achtjährige Felix blutverschmiert auf der Straße aufgegriffen. In seinem zu Hause hat sich eine Tragödie abgespielt. Seine Mutter, der Vater und die Schwestern tot. Erste Befragungen ergaben, das sich Felix an nichts mehr erinnern kann. Seine Erinnerungen waren irgendwo ganz fest verschlossen in seinem Gehirn. Warum war er der einzige Überlebende dieser Familientragödie? Das sein Vater ebenfalls seit dieser Tragödie gestorben war, erfährt Felix viel erst sehr viel später. Der Tod von seiner Mutter Lotti und seinen Schwestern Sabine und Anika wird ihm jedoch direkt von Anfang an gesagt
Nachdem Felix adoptiert wurde, verbringt er einige Jahre auf einem Internat um dort sein Abitur zu machen. Durch einen dummen Zufall kommen erste Erinnerungen wieder in ihm hoch. Er zieht daraus Schlüsse wie sich alles abgeleitet hat. Doch das seine Variante nicht richtig war, erfährt er etwas später.
Als er nach dem Abitur wieder zu Hause bei seiner Adoptionsfamilie, hier handelt es sich um den Bruder seiner getöteten Mutter mit seiner Frau, wird er mit der alten Geschichte wieder konfrontiert und was lange brach lag kommt nun umso heftiger zum Vorschein.
Das Buch wird aus der Sicht von Felix selbst erzählt. Es wurde auch mehr im Erzählstil gehalten. Die einzelnen Personen haben ihre eigenen Abschnitte erhalten. Als Leser erfährt man so nach und nach was sich wirklich damals abgespielt hat. Wie es wirklich war, erfährt man auch erst ganz zum Schluss. Es wurde viel spekuliert und einiges wiederholte sich, so das der Mittelteil für mich etwas langweilig war. Erst auf den letzten 100-150 Seiten fing die Spannung wieder an.
Die Kinder taten mir hier besonders leid, da sie unter der sehr strengen Hand der Oma sowie Mutter leben mussten. Körperliche Gewalt war hier an der Tagesordnung. Ganz abgesehen von den seelischen Verletzungen der Kinder.
Ein wenig unglaubwürdig war für mich das Buch auch gestaltet als in der Mitte ungefähr die Mafia ins Spiel kam. Auch hat mich gestört das die Zeitwechsel so mitten im Text passierten und nicht sofort erkennbar waren. Zum Ende des Buches war Felix Ende Zwanzig.
Der Schreibstil ließ sich gut lesen und das Schriftbild war auch angenehm.
Nach dem ersten Drittel hat sich für mich das Buch etwas gezogen da hier die verschiedensten Varianten der Morde durchgespielt wurden. Es las sich fast immer gleich nur das etwas geändert wurde. Wie gesagt die letzten 100-150 Seiten waren dafür wieder spannender.
Daher erhält Erinnerung an einen Mörder von mir auch nur 3 Sterne.
was für eine story, was für eine familientragödie.
unglaublich - dieses buch hat mich von anfang an gefesslet. die geschichte des kleinen felix der zeuge einer familientragödie wird in der sein vater dafür verantwortlich gemacht wird seine beiden schwestern, seine mutter und sich getötet zu haben. Felix blieb wie durch ein wunder nur leicht verletzt.
aber was ist wirklich passiert, war wirklich Felix Vater der Täter und was verbirgt sich hinter der verschlossenen Tür in Felix Kopf?
Tja, DAS Ende hab selbst ich so nicht erwartet.
Petra Hammesfahr entführt uns in die Psyche und das Leben des kleinen Felix. Wir erleben wie er erwachsen wird und selbst anfängt an sich zu zweifeln. Kann er auch, wie seine Vater, zu einem Mord fähig sein oder war damals doch ein andrer für alles verantwortlich?
Es wird Zeit die Tür zu öffnen und sich der Vergangenheit zu stellen...
Eine blutige Familientragödie nannten es die Zeitungen. Der achtjährige Felix überlebt, doch er erinnert sich an nichts. Nicht, welchem Anblick seine Schwstern und seiner Mutter boren, nicht, was aus seinem Vater geworden ist. Als er sechzehn ist, beschwört ein tragisches Ereignis Bilder herauf. Felix glaubt plötzlich zu wissen, was damals passiert ist. Doch er irrt sich …
Meine Meinung Es war für mich der erste Roman von dieser Autorin, aber bestimmt nicht der letzte. Dieses Buch hat eine packende Story, wobei ich sagen muss, dass ich die Schilderungen über die Misshandlungen der Kinder selbst sehr schrecklich fand. Die Geschichte schlägt im Laufe des Buches ständig eine neue Richtung ein und erst auf den letzten Seiten wird die Story völlig aufgeklärt.
Fazit Ich hab dieses Buch verschlungen und kann es nur weiter empfehlen.
Hat mich über weite Strecken gelangweilt. Das lag zum einen daran, dass die Erzählung komplett eine Erinnerung der Hauptfigur ist, was der ganzen Handlung das Tempo nimmt. Die Geschichte dreht sich um ein Ereignis (blutige Familientragödie), und der Erzähler berichtet, wie er die Ereignisse als Kind erlebt durch ein Trauma verdrängt hat, und wie er später als Jugendlicher und junger Erwachsener nach und nach die wahren Ereignisse aufdeckt. Sehr gestört hat mich auch die Verbindung von spießiger Kleinbürgerwelt mit der sehr betulichen Sprache. Dadurch wirkte das ganze Buch (450 Seiten!) staubtrocken und irgendwie einschläfernd. Leider gilt das auch für das Ende, das zwar nicht schlecht, aber auch weitgehend herzschonend erzählt wird.
Diese Buch war wie Kaugummi-zum Schluß hab ich aufgegeben und hab bis zu das Ende geblättert und hatte doch recht-hab dadurch viel Zeit gespart. Schade weil die Geschichte hätte viel mehr hergeben können.
If anything it must be well-written. Felt extremely depressed and aggressive, each time I closed it and went among people. Maybe that's why I didn't like it very much.